Demokratie

Schweizer Medien: Das Vertrauen schwindet

Von Forschungsgruppe “Swisspropaganda”
19. November 2016
Die Schweizer Forschungsgruppe hat einen neuen Kurzbeitrag publiziert zum gestern veröffentlichten Jahresbuch Qualität der Medien  – sowie der irreführenden Berichterstattung darüber.

Das Forschungsinstitut für Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich publiziert alljährlich das »Jahrbuch Qualität der Medien«. 2016 wollte das Institut mit einer guten Nachricht aufwarten: Das Vertrauen in die Schweizer Medien sei »weiterhin hoch«, so das Ergebnis des Ländervergleichs in Zusammenarbeit mit dem britischen Reuters Institute.

Doch wie hoch ist das Vertrauen in die Schweizer Medien nun wirklich? Dazu findet man in der Pressemitteilung des Instituts keine Angaben. Und auch die Zeitungsberichte zur Studie erwähnen diese wichtige Kennzahl nicht. Aus gutem Grund  – denn die Resultate sind erschütternd.

Demnach halten nur noch 50% der Schweizer Bevölkerung die Nachrichten für glaubwürdig. Das Vertrauen in die Medienunternehmen und in die Journalisten liegt mit 39% bzw. 35% sogar noch tiefer. Mit anderen Worten: Rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung vertraut den eigenen Journalisten nicht mehr. (S. 25, 60)

Zudem interpretiert das Institut  – das u.a. vom Bundesamt für Kommunikation finanziert wird  – die eigene Studie falsch: So würden traditionelle und insbesondere öffentliche Medien das Vertrauen ins Mediensystem »fördern«. Die Daten zeigen jedoch nur, dass diese Medien von eher unkritischen Konsumenten bevorzugt werden. (S. 3)

Es bleibt die Frage, ob das Verschweigen solcher Fakten das Vertrauen in die Medien fördert?

Wer sich die Frage stellt: “Woher weiss die Zeitung, was in der Zeitung steht?”, wird hier fündig:
https://swisspropaganda.wordpress.com/der-propaganda-multiplikator/

Medien, Schweiz, Studie, Demokratie

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Quelle: Swiss Propaganda Research
https://swisspropaganda.wordpress.com/schweizer-medien-das-vertrauen-schwindet/

Die Rechte und Pflichten der Nationalstaaten wieder ins Zentrum stellen

Für ein Europa souveräner Staaten, die das Recht achten und den Frieden wahren
von Karl-Jürgen Müller
Auf dem Weg vom Malojapass im Engadin in Richtung Forno-Gletscher kommt der Wanderer an einem Jahrzehnte alten Kulthaus der linksalternativen Szene vorbei. Es ist das Salecina-Haus. Dort ist ein riesengroßes Plakat angebracht. Auf dem steht: «No borders»  – Keine Grenzen. Auch auf der Internetseite des Hauses blinkt diese Aufschrift gleich auf der Startseite. Manch einer wird sagen: Was soll’s, das sind halt die Linksalternativen. Die muss man nicht ernstnehmen. Das ist eine unbedeutende Minderheit.

Seitdem Migranten in sehr hoher Zahl nach Europa kommen, von der offiziellen Politik der deutschen Bundeskanzlerin (CDU) und der Europäischen Union «willkommen» geheißen und Grenzkontrollen sowie die rechtlichen Bestimmungen für diese Kontrollen monatelang außer Kraft gesetzt wurden, steht allerdings die Frage im Raum, wie einflussreich diese Minderheit ist und wer alles sonst noch «No borders» fordert.

Zwei interessante Bücher

Die Publizistin Friederike Beck hat ein Buch geschrieben, dass dieser Frage nachgeht: gründlich und gut belegt. Der Titel klingt ein wenig reißerisch: «Die geheime Migrationsagenda. Wie elitäre Netzwerke mithilfe von EU, Uno, superreichen Stiftungen und NGOs Europa zerstören wollen» (2016, ISBN 978-3-86445-310-6). Aber die Darlegungen in diesem Buch sind sehr informativ  – und vor allem: sehr ernst zu nehmen. Die Kapitel tragen die Überschriften «Das große Versagen der EU», «Die Rolle der Uno bei der Durchsetzung der Migrationsagenda», «No borders, no nation: Die grenzenlose Agenda der Chaos-Stiftungen».

Demokratie, Europa, Geschichte, Nationalsozialismus

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Karl-Jürgen Müller ist Lehrer in Deutschland und unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde.

Vom Ruin deutscher Kulturarbeit durch Verschärfung des dominanten US-amerikanischen Marktradikalismus

Die Geheimverhandlungen über die Handelsabkommen stellen eine Bedrohung der Menschenrechte dar, findet Prof. Dr. iur. et phil. Alfred M. de Zayas, Unabhängiger Experte der Uno für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung.

„Das kommt einer Entrechtung des Volkes gleich und stellt eine Verletzung der geltenden Menschenrechtsnormen dar, welche verlangen, dass jeder Bürger das Recht und die Gelegenheit haben soll, an der Führung der öffentlichen Angelegenheiten mitzuwirken.

(Artikel 25 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, IPBPR) Es besteht ein allgemeiner Mangel an Bewusstsein darüber, welche negativen Effekte die bestehenden bi- und multilateralen Freihandelsabkommen schon jetzt auf die ungestörte Ausübung der Menschenrechte  – darunter das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Bildung und das Recht, in einer sicheren, sauberen, gesunden und nachhaltigen Umwelt zu leben  – haben.“[1]

TTIP und der Kulturbegriff

In den USA ist Film ein Industriegut, eine reine Marktware. In Europa statt dessen ist Film ein Kulturgut. Er wird, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch, staatlich gefördert. Europa leistet sich Kultur  – auch wenn sie im marktwirtschaftlichen Sinne nicht rentabel ist.

Medien, USA, Demokratie, Deutschland

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3. Wissenschaftliche Konferenz - Frühsozialismus und direkte Demokratie

Vorankündigung!

Liestal, Kulturhotel Guggenheim  – Samstag, 1. Oktober 2016, 8.30 bis 16.30 Uhr

Das Forschungsinstitut direkte Demokratie befasst sich seit längerem mit der Geschichte der direkten Demokratie in der Schweiz und dem Genossenschaftsprinzip.

Als Historiker habe ich vor acht Jahren das „Forum zur Erforschung der direkten Demokratie“ gegründet und regelmässig Arbeitstagungen am Zentrum für Demokratie (ZDA) in Aarau organisiert.

Schweiz, Demokratie, Geschichte, Forschung

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Sie macht Ernst mit dem Grundeinkommen

Elizabeth Rhodes sucht hundert Familien für einen Versuch. Diese bekommen 1000 bis 2000 Dollar pro Monat
Von Walter Niederberger
06. 06. 2016
Das Nein der Schweizer zum bedingungslosen Grundeinkommen erstaunt Elizabeth Rhodes nicht. Unser Land habe ein starkes soziales Sicherungsnetz, sagt sie, der Bedarf nach einem garantierten Grundeinkommen sei wohl nicht so zwingend.

«In den USA aber sind die Löcher der staatlichen Hilfe für Bedürftige so gross, dass wir die Idee des Mindesteinkommens ganz ernsthaft prüfen müssen.»

Elisabeth Rhodes Grundeinkommen

Elisabeth Rhodes

Elizabeth Rhodes steht dabei an vorderster Front. Sie hat gerade die Leitung des ersten Versuchsprojekts für die Einführung von Grundeinkommen übernommen. Darum zieht sie in Kürze von Michigan nach Kalifornien. Als Testgelände ist Oakland vorgesehen, eine der am stärksten durchmischten Städte in den USA. Neben den Millionären aus dem Silicon Valley leben überdurchschnittlich viele arme Familien in der Stadt. «Oakland ist ideal, weil hier zwei grosse gesellschaftliche Trends zusammentreffen.» Die rasante technologische Entwicklung hat eine neue Klasse von vermögenden und jungen Unternehmern geschaffen, die allerdings sozial wenig integriert sind. Ihnen stehen Familien gegenüber, die unter der Armutsgrenze leben. «Die zwei Entwicklungen werden das Land prägen. Wir glauben, das Grundeinkommen liegt auf der Bruchlinie zwischen Armut und technologischer Beschleunigung.»

Schweiz, USA, Demokratie, Politik & Wirtschaft

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Quelle: Tagesanzeiger
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/standard/eine-stadt-als-versuchslabor/story/13267916

Ein Blick nach Osten

von Willy Wimmer
Donnerstag, 28. April 2016
Der Westen scheint aus durchsichtigen Gründen die Dinge in Europa und den europäischen Nachbarregionen auf die Spitze treiben zu wollen

Willy Wimmer mit Putin

Willy Wimmer, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministers der Verteidigung a.D mit dem Russischen Präsidenten Wladimir Putin in Petersburg

Politik, Russland, Europa

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Quelle: World-Economy
http://www.world-economy.eu/pro-contra/details/article/ein-blick-nach-osten-1/

Newsletter German Foreign Policy vom 06.04.2016 – Referenden als Tyrannei

DEN HAAG/BERLIN (Eigener Bericht) - Ueberlegungen zu einer etwaigen Aushebelung des demokratischen Mehrheitswillens begleiten das heutige EU-Referendum in den Niederlanden. Dort stimmt die Bevoelkerung an diesem Mittwoch ueber das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine ab.

Umfragen sahen bis zuletzt die Gegner des Vertrags klar vorn. Dies wiegt umso schwerer, als die Initiatoren das Referendum auch als Votum gegen die EU und die EU-orientierten Eliten begreifen, denen die Meinungskontrolle auch in den Niederlanden zu entgleiten beginnt. Ein spaeteres Referendum etwa ueber den Euro wird nicht ausgeschlossen.

Goennerhafte Interventionen des EU-Kommissionspraesidenten in die niederlaendische Debatte verfangen nicht mehr; ersatzweise bemuehen sich Befuerworter des EU-Assoziierungsabkommens, antirussische Ressentiments sowie Bedrohungsszenarien zur Durchsetzung ihrer Ziele zu nutzen: Wer gegen das Abkommen stimme, staerke "Putin", heisst es.

Demokratie, Europa, europäische Union, Niederlande

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Frieden und Zusammenarbeit für ganz Europa

«Im 21. Jahrhundert bedarf es, um das Überleben zu sichern, einer neuen Philosophie des Friedens und der Zusammenarbeit, die eine Politik der Vorherrschaft für gesetzwidrig erklärt und feste Garantien gegen den Ausbruch eines Krieges in Europa und gegen seine Entfachung von aussen her schafft.»
von Prof. Dr. habil., Oberst i.G.a.D. Wjatscheslaw Daschitschew*, Russische Akademie der Wissenschaften
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http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2135

Die USA und Lateinamerika

von Wolf Gauer
Ein Thema mit Variationen  – endlos und trostlos. Wo anfangen?

Nach der Emanzipation von den europäischen Kolonisatoren ist die Geschichte der lateinamerikanischen Nationen gezeichnet vom Hegemoniestreben der USA. Von deren Einmischung in die Konsolidierung der jungen Staaten, von Indoktrination, kultureller Demontage, Ausbeutung, Chaotisierung, Krieg, Invasion oder Blockade  – die bekannte, bis heute gängige Praxis. Sie spiegelt den Werdegang der US-amerikanischen Nation, ihr eigenes, gnadenloses »making of a nation« auf fremdem Boden.

Der amerikanische Doppelkontinent (43 Millionen Quadratkilometer) beherbergt rund 930 Millionen Menschen. Ein knappes Viertel seiner Fläche haben die USA an sich gebracht, in kaum 200 Jahren. Ihre Bürger (319 Millionen) sprechen von ihrem Land als »Amerika« und von sich selbst als den »Amerikanern«. Sie verbrauchen jährlich ein Fünftel der Primärenergie unseres Planeten, das heißt pro Kopf siebenmal mehr als die ungeliebten »Latinos« aus Mittel- und Südamerika. Denken sie an Ressourcen, so denken sie grenzenlos  – an den ganzen Planeten.

1910, vier Jahre vor der Fertigstellung des Panamakanals  – die USA hatten dazu Kolumbien den Isthmus von Panama entrissen und darauf den Staat gleichen Namens gegründet  – erklärte US-Präsident William H. Taft:

»Der Tag ist nicht mehr fern, wo das Sternenbanner an drei ... Punkten unser Territorium markieren wird. Am Nordpol, am Panamakanal und am Südpol. Die ganze Hemisphäre wird unser sein, so wie sie uns ja schon moralisch gehört dank unserer Überlegenheit der Rasse«

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Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Politikzeitschrift Ossietzky
http://www.ossietzky.net/1-2015&textfile=2933

Milliardär George Soros und Ex-Bundesrätin Ruth Dreifusss Seite an Seite pro Cannabis-Legalisierung

Die Cannabis-Legalisierung wird von Ruth Dreifuss aktiv vertreten, vom Kanton Bern und dem BAG jedoch zurückgewiesen
Der Grosse Rat des Kantons Bern hat in einer Abstimmung am 18. November die Einführung von «Cannabis Social Clubs» klar verworfen.

Für diese in verschiedenen Schweizer Städten geplanten Einrichtungen kämpft die ehemalige Bundesrätin Ruth Dreifuss, die man in den 90er-Jahren als «Dealerin der Nation» bezeichnete, mit allen Mitteln.*

Was man selten hört ist, dass sie dies im Auftrag von George Soros tut, der sich bereits seit Jahrzehnten für den legalen Verkauf von Drogen einsetzt. Und in der Tat ist Ruth Dreifuss Mitglied des Verwaltungsrats der «Open Society Foundations» mit Sitz in New-York, der gewissermassen das Politbüro des Zentralkomitees für eine Unzahl von NGO’s darstellt, die alle von George Soros gegründet und finanziert sind und die für ihn arbeiten. Im Verwaltungsrat ist sie zuständig für die Umsetzung des weltweiten Drogenlegalisierungsprogramms und wird auch dafür entschädigt. Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass sie den entsprechenden Unterausschuss präsidiert.

In der Öffentlichkeit begnügt sie sich damit, eines der Kommissionsmitglieder der «Global Commission on Drugs» (Operative Filiale der «Open Society Foundations» für die Legalisierung aller Drogen) zu sein, an der Seite von so berühmten und sympathischen Personen wie z. Bsp. Richard Branson [engl. Milliardär, Ballonfahrer, Besitzer der Virgin-Fluggesellschaft], Javier Solana [ehemaliger Nato-Generalsekretär und ehemaliger Generalsekretär des EU-Rats] oder Aleksander Kwasniewski [ehemaliger Präsident Polens].

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Zurück in den Hinterhof? - Zum Ausgang der Wahlen in Brasilien

von WOLF GAUER
São Paulo, 27. Oktober 2014
Die forcierte Chaotisierung in Osteuropa und im Nahen Osten mindert die Wahrnehmung Lateinamerikas, auch der Wahlen in Brasilien und ihrer besonderen Bedeutung für den südamerikanischen Subkontinent.

Der brasilianische Marxist und Soziologe Emir Sader spricht Klartext:

„Diese Wahlen (...) entscheiden, ob das Land weiterhin ein großer Partner Lateinamerikas und des globalen Südens bleibt, oder ob es wieder in den Status eines US-Satelliten zurückfallen wird“

(Portal Alba, 17.9.14, Übs. W.G.).

dilma rousseff

Siegerin nach Kopf-an-Kopf-Rennen: Die Amtsinhaberin Dilma Rousseff hat die Präsidentschaftswahl in Brasilien knapp gewonnen.

Eine Rückkehr in den Hinterhof des Imperiums bleibt Brasilien für weitere vier Jahre erspart. Präsidentin Dilma Vana Rousseff, Kandidatin der Arbeiterpartei (PT), wurde am 26. Oktober im zweiten Wahlgang wiedergewählt. Mit dem knappen Vorsprung von 3,28 Prozent in einer bis zur letzten Minute ungewissen Stichwahl. Nach einer bislang ungekannten Schlammkampagne vonseiten der traditionellen Oligopole und ihrer Konzernmedien und mit denselben Desinformationstricks wie längst in Deutschland üblich. Rousseffs Gegner war der Sozialdemokrat Aécio Neves da Cunha, der Mann des Kapitals, der urbanen Zentren und der globalen Interessen der USA.

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Quelle: Der Beitrag erschien in gekürzter Form in Ossietzky  – Zweiwochenschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft.
http://www.hintergrund.de/201410273294/politik/welt/zurueck-in-den-hinterhof.html

Unruhen in Honkong

von Willy Wimmer
Unruhen in China sind von einer besonderen Qualität. Sie können mit einer solchen Wucht auf die oberste Staatsspitze durchschlagen, wie das für wenige andere Staaten gilt. Das muss niemand der chinesischen Staatsführung sagen. Das weiss sie.

 willy wimmer

Spätestens seit den Ereignissen 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking ist klar, um was es in China dabei geht. Manch einer aus der damaligen Staatsspitze ist für die schrecklichen Folgen anschliessend verantwortlich gemacht worden. Auch bei uns wurden dazu Namen genannt.

Tatsache ist aber, dass der damalige und unbestrittene Führer der Volksrepublik China, der Genosse Deng Xiao Ping, bis in die weit entfernten Regionen des Riesenreiches seine Emissäre auf der Suche nach noch loyalen Militäreinheiten aussenden musste, damit diese gegen Peking und die demonstrierenden Menschenmassen eingesetzt werden konnten. Zu eng waren die demonstrierenden Studenten mit der in China damals herrschenden Elite verbunden. Die höchsten Funktionsträger in Peking und der wichtigsten Städte Chinas wussten ihre Kinder auf den Pekinger Strassen. Sie verweigerten sich der Staatsführung in dem Bemühen, die Entwicklung auf dem berühmten Platz in Peking in den Griff zu bekommen. Die Armee und weite Teile des Sicherheitsapparates waren schlichtweg nicht gegen die Kinder der Amtsinhaber aus der Entscheidungsebene der Militärspitze und des Sicherheitsapparates einsetzbar.

Deng und die damalige Führung suchten den Ausweg nach den blutigen Ereignissen darin, für die ökonomische Entwicklung Chinas die Schleusen zu öffnen. Der Erfolg blieb ihm dabei, anders als den Opfern in Peking gegenüber, nicht versagt. China entfesselte seine Leistungskraft in einem Masse, dass selbst nach dem Zusammenbruch der Lehmann-Brothers-Bank und dem westlichen Finanzchaos China einen Grossteil der Kräfte mobilisieren konnte, die uns auch in Deutschland vor dem Schlimmsten bewahrt haben. China blieb zusammen.

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Quelle: 2014 © Zeit-Fragen. Alle Rechte reserviert.
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1924

Lord Voldemort greift an – Krake Amazon

Dieser ausführliche, informative, nützliche Bericht zum Buchmarkt beschreibt eindrucksvoll, wie das Kulturgut Buch immer mehr unter Druck gerät. Sehr empfehlenswert für alle Freunde des guten Buches! (whw)

Lord Voldemort greift an  – Krake Amazon

Der Internethändler Amazon versucht seine Marktmacht durchzusetzen und dreht massiv an der Preisschraube. Nun wehren sich die ersten Verlage öffentlich. Letztlich geht es um die Zukunft der Buchkultur.

von Martin Ebel 19.07.2014

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