ADHS / Ritalin

Neuauflage “ADHS – Diagnose statt Verständnis”

Zweite Auflage: grunderneuert, aktualisiert und erweitert
von Matthias Wenke*
Der ADHS-Wahn nimmt kein Ende, weiterhin bekommen ca. 10 Prozent der Grundschulkinder in Deutschland, vor allem Jungen, Medikamente. Die kritische Opposition zur "ADHS"-Diagnose wird wissenschaftlich immer mehr bestätigt. Die reduktionistische und biologistische Erklärung hat sich wie erwartet als überholt erwiesen und die phänomenologische, ganzheitliche Sicht von Geist, Leib und Welt wurde bestätigt.

Medizin, ADHS / Ritalin, Hirnforschung

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ADHS ist keine Krankheit – Neue Therapien machen Mut

Watergate.tv Redaktion
03.10.2017

Doch rastlose Kinder gibt es schon lange. Das ist keine Modediagnose. Früher nannte man unruhige Kinder "Zappelphilip" und auch in dem Kinderbuch "Struwwelpeter" von 1844 beschreibt der Autor Heinrich Hoffmann, ein Frankfurter Arzt, seine beruflichen Erfahrungen mit "Zappelphilippen" und "Hans-guck-in-die-Lufts".

Während die meisten Mediziner die Verhaltensweise als psychische Störung deklarieren und diese mit dem Medikament Ritalin behandeln, haben Wissenschaftler eine Behandlungsmethode gefunden, mit der gute Erfolge bei Kindern erzielt werden  – ganz ohne Ritalin.

Neurofeedback* heißt die Therapie, bei der das Gehirn in mehreren Trainingseinheiten durch Neurofeedback lernt, seine Aktivität situationsgerecht zu verstärken oder zu reduzieren. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern und Therapeuten ist Neurofeedback eine gut und schnell wirksame Therapie, um die Störungen bei sowohl Kindern als auch Erwachsenen gut zu behandeln.

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Quelle: Watergate.tv, Redaktion
http://www.watergate.tv/?s=ADHS

Gemeinsam Einsam – „AD(H)S ist keine Krankheit, sondern ein Sozialisationsdefizit“

Prof. Dr. Gerald Hüther entwickelt eine neue Sicht auf dieses strapazierte Krankheitsbild
Rund eine Million Kinder leiden in Deutschland am Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom ADS und Variante mit Hyperaktivität ADHS. Circa 300.000 Kinder nehmen alleine in Deutschland Medikamente, welche tief in den Gehirnstoffwechsel eingreifen. Der Verbrauch des Wirkstoffs Methylphenidat, der im ADS-Mittel Ritalin enthalten ist stieg von 34 kg im Jahr 1993 auf rund 1.735 kg im Jahr 2011, ein Anstieg von über 700 Prozent. Die Auswirkungen dieser Behandlung auf die spätere Hirnentwicklung sind bisher nur unzureichend erforscht.

Der prominente Hirnforscher Gerald Hüther entwickelt eine neue These die besagt, den betroffenen Kindern fehlt die Erfahrung des Gefühls der Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen durch „shared attention“. Diese These liegt different zur vorherrschenden schulmedizinischen Lehrmeinung das AD(H)S eine angeborene Funktionsstörung des Gehirns, vor allem des Dopamin-Stoffwechsels sei.

Silke Steffen: Professor Dr. Hüther, Ihre Ansätze sind ja sehr konträr zu der allgemeinen Schulmedizin. Welche Erklärung haben Sie für die Entstehung von AD(H)S?

Hüther: Ein Faktor, der meiner Meinung nach von entscheidender Bedeutung für diese Kinder ist, ist die Erfahrung des „shared attention“. Diese Fähigkeit zu geteilter Aufmerksamkeit entsteht nicht von allein. Dazu muss ein Kind die Erfahrung machen, dass es wunderschön ist sich mit jemand anderem auf etwas zu freuen, etwas gemeinsam zu gestalten. Das geschieht z.B. beim gemeinsamen Anschauen eines Kinderbuches oder beim Beobachten von etwas Drittem. Durch „shared attention“ lernen wir, unsere eigenen Impulse zu kontrollieren, uns auf etwas gemeinsam einzulassen. Diese Erfahrung wird dann im Frontalhirn verankert.

Silke Steffen: Was erklärt uns das bei den AD(H)S Kindern?

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http://www.gerald-huether.de/Mediathek/ADHS/Interview_Silke_Steffen.pdf

Pressemitteilung der Michigan State University

Nearly 1 million children potentially misdiagnosed with ADHD
by Todd Elder

Bild Todd Elder

Todd Elder, assistant professor of economics. Photo by G.L. Kohuth

EAST LANSING, Mich.  – Nearly 1 million children in the United States are potentially misdiagnosed with attention deficit hyperactivity disorder simply because they are the youngest  – and most immature  – in their kindergarten class, according to new research by a Michigan State University economist.

These children are significantly more likely than their older classmates to be prescribed behavior-modifying stimulants such as Ritalin, said Todd Elder, whose study appears in the September issue of the Journal of Health Economics.

Such inappropriate treatment is particularly worrisome because of the unknown impacts of long-term stimulant use on children's health, Elder said. It also wastes an estimated $320 million-$500 million a year on unnecessary medication  – some $80 million-$90 million of it paid by Medicaid, he said.

Elder said the "smoking gun" of the study is that ADHD diagnoses depend on a child's age relative to classmates and the teacher's perceptions of whether the child has symptoms.

"If a child is behaving poorly, if he's inattentive, if he can't sit still, it may simply be because he's 5 and the other kids are 6," said Elder, assistant professor of economics. "There's a big difference between a 5-year-old and a 6-year-old, and teachers and medical practitioners need to take that into account when evaluating whether children have ADHD."

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http://msutoday.msu.edu/news/2010/nearly-1-million-children-potentially-misdiagnosed-with-adhd/

Statt Lehrer pädagogisch zu schulen, gibt’s die Etikette «Sonderschüler»

hhg. Anfang Mai 2013 konnte man lesen, dass auch im Kanton Zürich die Zahl der Sonderschüler massiv angestiegen ist; zwischen 2000 und 2010 um 61%!

Stefan Fritschi, der der Volksschule in Winterthur vorsteht, spricht davon, dass in den letzten Jahren viele Kinder vorschnell zu Sonderschülern gemacht worden seien. Dafür sei die Regelschule verantwortlich. «Fachleute vermuten, dass diese nicht ganz pflegeleichte Kinder zunehmend der Sonderschule zuweist, um der zusätzlichen Belastung auszuweichen.»  – so die «Neue Zürcher Zeitung». In der «Berner Zeitung» konnte man kürzlich lesen, dass im Kanton Bern die Zahl der Kinder mit Autismus von 2005/6 bis 2010/2011 um das 47fache gestiegen sei (von 3 auf 142); 95% davon seien Kinder mit einer Asperger-Diagnose.

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Quelle: Neue Zürcher Zeitung vom 3.5.13, S. 17

Ritalinkonsum einschränken

Parlament streitet weiter

Die Verschreibung von Ritalin und ähnlichen Arzneimitteln beschäftigt auch das Parlament. Der Nationalrat möchte das Betäubungsmittelgesetz verschärfen und vorschreiben, dass Ritalin nur verschrieben wird, «wenn es wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich ist sowie im Rahmen einer umfassenden Therapie verabreicht wird». Mitte März entscheidet der Ständerat über den Vorstoss. Seine Gesundheitskommission empfiehlt diesen zur Ablehnung. Sie stützt sich auf einen Bericht des Bundesrats, der keinen Handlungsbedarf feststellt. SVP-Nationalrätin Yvette Estermann will noch vor dem Entscheid des Ständerats eine neue Motion einreichen. «Der Bundesrat soll Massnahmen ergreifen, welche die Empfehlungen der UNO umsetzen», sagt sie. Die medikamentöse Lösung des «Problems ADHS» müsse eingeschränkt werden. (bua)

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Überlasst Ritalin den Experten

UNO-Kinderadvokaten beurteilen die Schweizer Ritalinabgabe an Kinder als «exzessiv». Eine Verschärfung der Verschreibungspraxis könnte das Problem lösen.
Kommentar von Anja Burri
Die Wirkung von Ritalin oder ähnlichen Arzneimitteln ist beeindruckend. Wer schon erlebt hat, wie Freunde mithilfe von Ritalin eine Prüfungsphase durchstanden, weiss das.

Plötzlich ist stundenlanges Lernen nach strengen Arbeitstagen möglich. Auch Lehrer und Eltern von Kindern mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS schwören auf das Medikament: Es bringt ihnen das normale Familienleben, den geordneten Schulunterricht zurück. Doch wie weit darf die Gesellschaft gehen, um ihre Kinder zu disziplinieren, auf Leistung zu trimmen? Der Bundesrat und der UNO-Kinderrechtsausschuss sind sich in dieser Frage nicht einig.

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Quelle: Tages-Anzeiger

Beruf: Diagnosenerfinder

DocCheck
15. Juli 2015
Die Industrie verdient gut, wenn viele Menschen krank sind. Nicht selten hört sie deshalb den Vorwurf, sie würde Krankheiten erfinden, die sich gut mit ihren Wirkstoffen vermarkten lassen. Ihr allein den schwarzen Peter für „Lifestyle-Leiden“ zuzuschieben, ist jedoch zu kurz gedacht.

Der Arzt, der nichts tut, weil es die beste Option ist, kommt häufig nicht gut an: Denn Patienten wollen meistens, dass etwas getan wird. Unter Internisten und Chirurgen schon lange ein großes Thema, ist das „Weniger“ nun auch in der Allgemeinmedizin angekommen: Bei einem Wechsel zu einem anderen Hausarzt wundern sich gerade ältere Patienten mitunter, dass der erst einmal viele der vermeintlich unentbehrlichen Medikamente absetzt .

Disease Mongering  – Umsatz durch Krankheit

Leben wir in einem Zeitalter der Übermedikalisierung mit vielen unnötigen Operationen? Mit multiplen Medikamentenverordnungen, bei denen das Risiko gefährlicher Neben- und Wechselwirkungen höher als deren Nutzen ist? Sind es die „bösen Pharmafirmen“, die Befindlichkeitsstörungen zu behandlungsbedürftigen Krankheiten machen, um mit geeigneten Wirkstoffen die Lebensqualität zu „optimieren“?

Experten kennen den Begriff „Disease Mongering“, die großzügige Ausweitung der Grenzen zwischen Gesunden und Kranken, sodass sich Marktchancen für jene ergeben, die Therapien verkaufen und am Patienten anwenden. Heftig wird dementsprechend über die schnelle Zunahme an Diagnosen für ADHS gestritten, aber auch die Zahl oft unnötiger operativer Eingriffe etwa in der Orthopädie. Für die „Wechseljahre des Mannes“ gibt es ebenso wie für das Burnout-Syndrom keine standardisierte Diagnostik, eine medikamentöse Therapie erhöht jedoch oft das Risiko für verschiedene Erkrankungen oder psychische Störungen.

Pillen statt Lebensstilveränderung

Einen guten Überblick über die Entwicklungen von Modekrankheit und die Grenzen zwischen Krankheit und Gesundheit lieferte vor einigen Monaten eine Diskussion im Deutschen Ethikrat. Er hatte ein halbes Dutzend Experten zu diesem Thema eingeladen und ließ sich sowohl über Probleme mit „beliebten“ Krankheiten in der Vergangenheit als auch über deren aktuelle Bedeutung berichten.

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Quelle: Zeit-Fragen, Nr. 8 vom 20.2. 2012
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=690
Quelle 2/Original: DocCheck
http://news.doccheck.com/de/88424/beruf-diagnosenerfinder/#comment-50144

Ritalin-Wahnsinn im Chindsgi (Kindergarten) – Jetzt werden schon die Kleinsten ruhig gestellt

Blick, 27.07.2015
In der Schweiz müssen bis zu 80 Kleinkinder Ritalin schlucken  – dabei ist das ruhigstellende Medikament für sie gar nicht zugelassen. Wenn ein Junge oder ein Mädchen im Chindsgi oder in der Schule zappelt, nicht aufpasst und die Lehrer zur Weissglut treibt, ist der Verdacht oft schnell geäussert: Das Kind leidet wohl an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS.

Und sehr schnell ist in solchen Fällen das Gegenmittel Nr. 1 zur Hand: Ritalin. (...)

Ob ADHS tatsächlich eine Krankheit ist, bezweifeln immer mehr Experten. Bereits 2009 distanzierte sich der «Erfinder» von ADHS, Leon Eisenberg (1922 –2009), von seiner Jugendsünde. Kurz vor seinem Tod erzählte der US-Psychiater dem «Spiegel»: «ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung».

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http://www.blick.ch/news/schweiz/ritalin-wahnsinn-im-chindsgi-jetzt-werden-schon-die-kleinsten-ruhig-gestellt-id4011025.html

Kritische Auseinandersetzung zum Thema Ritalin

Eine Auswahl von aktuellen Zeitungsartikeln:

  • Die Epidemie der Rastlosigkeit und die Karriere des Koks für Kinder
  • Ritalin ­ Hilfe oder Sackgasse?
  • Seelische und körperliche Folgeschäden der Ritalineinnahme
  • Manipulierte Ritalinstudie
  • Mit Ritalin und Prozac gefügig für die Globalisierung?
  • Entzugsklinik für Ritalinkinder
  • Virtuelle Welt oder reales Leben?
  • Unterrichtsstil und Hyperaktivität
  • Keine besseren Schulleistungen mit Ritalin
  • Wirkliche Hilfe statt Ritalin
  • Hirnforscher stellt gängige Erklärungsmuster in Frage
  • Hyperaktivität und Bewegungslinie des Kindes
  • Emotionale Hintergründe von Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität
  • Massive Zunahme an Ritalinverschreibungen
  • Uno besorgt über Ritalinboom
  • Michael ­ ein Fallbeispiel
  • Ritalin und der Zappelphilipp
  • Methylphenidate (Ritalin)

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http://www.praxis-deutsch.ch/ritalin.htm

UNO-Kritik irritiert ADHS-Experten

Schweizer Fachleute weisen die Vorwürfe des UNO-Kinderrechtsausschusses zurück. Dieser zeigte sich in seinem jüngsten Bericht besorgt über die hohen ADHS- und Ritalin-Zahlen.
Der Inhalt der Kritik ist nicht neu, doch der Absender sorgt für besonderes Gewicht:

In seinem jüngsten Bericht von Anfang Februar bemängelt der UNO-­Kinderrechtsausschuss, dass Kinder in der Schweiz zu häufig die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erhalten würden. Man sei besorgt über den damit verbundenen Anstieg bei den Verschreibungen von Ritalin und anderen Psychostimulanzien, «obwohl es immer mehr Hinweise auf schädliche Auswirkungen dieser Medikamente» gebe. Beunruhigt ist der Ausschuss zudem über Meldungen, dass gedroht werde, Kinder von der Schule zu weisen, wenn Eltern eine ADHS-­Behandlung ablehnten.

Die harschen Worte des UNO-Ausschusses sorgen unter Schweizer Fachleuten für Irritation. Susanne Walitza, Ärztliche Direktorin des kinder- und ­jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Zürich, sagt: «Die Kritik entbehrt jeder Grundlage und ist durchgängig unkorrekt.» Dies sei auch die Ansicht ihrer Fachkollegen, von denen sich 150, unter ihnen Universitäts- und Chefärzte, unlängst an einer Weiterbildungstagung trafen und den Kinderrechtsbericht diskutierten. «Keiner von uns wurde vom UNO-Ausschuss angehört, das ist bedauerlich», sagt Walitza. Sie befürchtet, dass nun Familien und Fachleute verunsichert sind. Im Parlament dürfte der Kinderrechtsbericht zudem weitere Vorstösse zu Ritalin auslösen.

Stagnation seit drei Jahren

Walitza kontert die Vorwürfe mithilfe des im November erschienenen Berichts, den die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) im Auftrag des Zürcher Regierungsrats verfasste. Er basiert auf Zahlen der Krankenversicherungen und lässt sich weitgehend auf die ganze Schweiz übertragen:

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Quelle: Tagesanzeiger
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/UNOKritik-irritiert-ADHSExperten/story/10190931

ADHS als kulturelle Pandemie, Zappelphilipp, eine Karriere

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Liebe Seniora-Leserinnen und Seniora-Leser,
wie lange wollen wir eigentlich noch warten, bis wir endlich mit dieser unsäglichen Diagnose “ADHS” aufhören? Mag sein, dass sie für betroffene Eltern ein willkommenes Trostpflaster bedeutet: “Wir sind nicht schuld”.

Aber es darf nicht sein, dass die Wissenschaft zum Trost einiger Eltern und zum Schaden der allermeisten Kinder für ein gigantisches Geschäftsmodell Hand bietet zur Desorientierung der Eltern und Lehrer. Bei vielen Kindern bleibt u. a. lebenslänglich ein diffuses Gefühl zurück: "In meinem Kopf stimmt etwas nicht."

Ich will nicht ausschliessen, dass in ganz seltenen Fällen es angebracht sein kann, ein Medikament einzusetzen, aber niemals in diesem pandemischen Ausmass.
Wenn Sonderpädagogikprofessor Feuser sagt: “Ritalin verletzt die Menschenrechte” so hat er vollkommen Recht. Das “Herumstochern” mit Hirnscannern in den Köpfen der Kinder mitansehen zu müssen, ist unerträglich. Mit dieser Pseudowissenschaft muss Schluss sein!
Willy Wahl

ADHS als kulturelle Pandemie, Zappelphilipp, eine Karriere

NZZ: Manfred Schneider 11.12.2014

Mehr als eine halbe Million Kinder und Jugendliche erhielten in Deutschland 2011 die Diagnose für eine Krankheit, die erst in den neunziger Jahren Karriere gemacht hat: ADHS. Das Zappelphilipp-Syndrom gibt es nicht überall auf der Welt, in Asien kennt man es kaum. Wie kulturell bedingt ist sein Auftreten?

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Der Basar der Psychiater

Martina Frei
10. 08. 2014

Für die Bibel der psychischen Erkrankungen feilschen Ärzte um die Diagnosen

Es erinnert an einen Marktplatz. Als in den 70er-Jahren eine Gruppe bedeutsamer Psychiater darüber nachdenkt, was eine Depression ausmacht, und eine Liste von neun Symptomen erstellt  – u.a. Niedergeschlagenheit, wenig Energie, schlechte Konzentration –, ist die Frage: Wie viele Kriterien braucht es, um die Diagnose zu stellen?

«Vier schienen zu wenig. Und sechs erschienen als zu viel», bekannte der US-Psychiater Robert L. Spitzer, der das Gremium leitete, später in einem Interview.

Also fällt die Wahl auf fünf. Sind mindestens fünf der neun Kriterien über die Dauer von zwei Wochen oder länger vorhanden, handelt es sich um eine Depression, beschliesst das Fachgremium.

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http://webapp.sonntagszeitung.ch/read/sz_10_08_2014/nachrichten/11921
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