Die soziale Natur des Menschen

Die Zukunft der Menschheit (Auszug aus: „Wie der Mensch zum Menschen wurde“)

Text zum besseren Verständnis der menschlichen Sozialnatur
ausgewählt von Willy Wahl
Am 10. Juli 1976 um 6:53 nordostamerikanischer Ortszeit landete ein kleines, dreifüßiges Raumschiff weich auf der Oberfläche des Planeten Mars.

Nachdem der Staub sich wieder gesetzt hatte und das glatte Metall des Raumschiffes in der Sonne zu glänzen begann, nahmen die wissenschaftlichen Instrumente ihre Aufgabe in Angriff, das Geheimnis des roten Planeten zu erforschen, der so lange Gegenstand menschlicher Neugier gewesen war. Wenn man so will, hatte damit der menschliche Geist das erste Mal seinen Heimatplaneten verlassen und sich auf die Reise zu einem anderen Teil des Sonnensystems aufgemacht.

Ein Triumph des menschlichen Forschergeistes

Das Viking-Projekt, in dessen Verlauf zwei Sonden auf dem Mars landeten, war ein Triumph menschlicher Erfindungskraft und Entschlossenheit. Dieses Unternehmen war der unwiderlegbare Beweis für die unerschütterliche Kraft des menschlichen Intellekts, ein Produkt von Millionen Jahren menschlicher Evolution. Und doch hat uns gerade der Erfolg dieser Weltraumfahrt das gefährliche Paradoxon vor Augen geführt, dem die heutige Menschheit ausgesetzt ist. Intellektuell scheint der Mensch jedwedes Problem mit guter Aussicht auf Erfolg anpacken zu können, gleichzeitig ist er jedoch in erschreckendem Maße unfähig, die einfachsten menschlichen Probleme zu meistern. Es ist geradezu pervers, daß Haß, Vorurteile und Konflikte noch immer in einer Welt existieren, die ihre höchste materielle Vollendung dank der fast unbegrenzten menschlichen Erfindungskraft erreicht zu haben scheint.

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Quelle: Auszug aus „Wie der Mensch zum Menschen wurde“, Richard E. Leakey/Roger Lewin, Hoffmann und Campe 1978, Seiten 240/241

Grundprinzipien aus Sicht der personalen Psychologie

Grundprinzipien aus Sicht der personalen Psychologie

von Dr. Annemarie Buchholz-Kaiser

Es gibt Grundprinzipien der Psychologie und Pädagogik, essentials, die  – weil sie der menschlichen Natur entsprechen  – sowohl beim heranwachsenden Kind zentral sind, im Leben der Familie und in der Schule ihre Gültigkeit haben als auch später in einem gesellschaftlichen Zusammenwirken, das der Stärkung und vollen Entfaltung der Menschen dient und sich an ihrem Wohl orientiert. Wir nennen hier die wichtigsten:

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Die Erklärung von Sevilla zur Gewalt (1986)

Sevilla, 16. Mai 1986
Bei allen eingehend untersuchten Gattungen wird der Status innerhalb einer Gruppe durch die Fähigkeit zur Kooperation sowie die Fähigkeit, bedeutende soziale Aufgaben für die Gruppe zu übernehmen, erworben. «Dominanz» setzt soziale Bindungen und Vereinbarungen voraus; auch wo sie sich auf aggressives Verhalten stützt, ist sie nicht einfach gebunden an den Besitz und die Anwendung überlegener physischer Kraft. Immer dann, wenn bei Tieren künstlich die Selektion aggressiven Verhaltens gefördert wird, führt dies schnell zu hyperaggressiven Verhaltensweisen dieser Individuen.

Dies ist ein Beleg dafür, dass eine ausschließliche Selektion der Aggression unter normalen Bedingungen nicht vorkommt. Wenn solche experimentell gezüchteten hyperaggressiven Tiere in eine soziale Gruppe eingeführt werden, stören sie entweder deren soziale Struktur oder sie werden vertrieben. Gewalt ist weder Teil unseres evolutionären Erbes noch in unseren Genen festgelegt.

Wir halten es für unsere Pflicht, uns aus der Sicht verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen mit den gefährlichsten und vernichtendsten Aktivitäten der Menschheit zu befassen: mit Krieg und Gewalt.

Wir wissen, dass die Wissenschaft ein Produkt des Menschen ist, sie deshalb weder endgültig noch allumfassend sein kann. 

Wir danken der Stadt Sevilla sowie den Vertretern der Spanischen Unesco-Kommission für die Unterstützung unseres Treffens. In Sevilla trafen sich Wissenschafter aus der ganzen Welt, die sich mit dem Thema Krieg und Gewalt beschäftigen.

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Eckpunkte einer erfolgreichen Erziehung – Wege zu prosozialem Verhalten

Der Titel ist sehr anspruchsvoll und könnte dazu verleiten, die gesamte Erziehungsproblematik darzustellen. Ich möchte mich auf sieben wesentliche Eckpunkte einer erfolgreichen Erziehung und Stärkung von jungen Menschen beschränken, um genügend Raum für einen Dialog zu lassen.

So könnte es uns gelingen, Antworten auf die Frage zu erarbeiten, was braucht ein Kind von klein auf, um die drei Grundpfeiler des Lebens denBeruf,die Liebeund dieGemeinschaftals Erwachsener sinngebend leben zu können.

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Warum “Zürcher Schule”?

Votum und Diskussionsbeitrag von Friedrich Liebling an der Arbeitstagung* 1967
von Friedrich Liebling
Gestern in der Diskussion ist etwas vorgefallen, und ich kann nicht umhin, das hier zu erklären. Und zwar auf den Vortrag von Herrn H. hat jemand bezweifelt, dass Bultmann und seine Schüler und die anderen, die sich in Gegensatz zur Kirche stellen und die Bibel in gewissem Sinne reformieren, dass sie das Mittel der Mythologie als etwas Unwahres entfernen wollen, als etwas das nicht stimmt, als bewusste Irreführung darstellen wollen.

Ich möchte dagegen Stellung nehmen. So kann man das nicht machen! Das ist nicht der Fall. Das können wir nicht sagen. Das wäre eine Ungerechtigkeit. Heute ist die Kirche soweit, dass sie ihre Stellung verbessern will. Aber das ist nicht bewusst. Z.B. in der katholischen Kirche ist es so, das ist eine Einheit, und die macht ihre Politik. Im Protestantismus ist es so, dass hier hunderte von Richtungen, Sekten bestehen, Meinungen verschiedener Art. Und die sind nicht gewollt, das ist nicht bewusst, als Irreführung, sondern das ist die Meinung.

Zur religiösen Meinung gehört es, dass sie Auswege suchen, weil sie sich nicht zurechtfinden. So sehen wir nicht nur z.B. die Rudolf-Steinerbewegung und andere philosophische Erklärungen. Die Menschen suchen nach einer Erklärung. Die alte Auffassung über die Religion, die genügt eben dem Menschen heute nicht mehr. Und da er sich nicht ganz befreien kann, sucht er Auswege, legt er die Bibel anders aus. Sie wollen den Mythos entfernen, die Mythologie, und sich eine andere Religion schaffen. Und das wird bei Bultmann und seinen Schülern der Fall sein, dass das eine ehrliche Sache ist. Sie gehen sehr weit; und die Kirche, die offizielle Kirche, kann sich nicht einlassen, nicht so leicht einlassen, auf die Erklärung von Bultmann.

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Revolutionäre Wandlungen im psychiatrischen Denken der Gegenwart

Geschätzte Seniora-Leserin, geschätzter Seniora-Leser,

Zum Neuen Jahr:
Wir werden getreu unserer Überzeugung

«Weil Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden»

(UNESCO Präambel 1945)

auch weiterhin wesentliche wissenschaftliche Beiträge zur Sozialnatur des Menschen veröffentlichen oder wieder in Erinnerung rufen, um dem Gedanken Alfred Adlers zum Durchbruch zu verhelfen:

"Erziehung muss gelehrt und gelernt werden."

Zum Schluss des nachstehenden Textes schreibt der Autor:

“Wie alle großen Pioniere der Tiefenpsychologie hat auch Sullivan die kulturelle Tragweite seiner Befunde hervorgehoben. Er machte bedeutsame Ansätze zu einer »Psychiatrie der Völker» und zeigte darin auf, wie die Menschheit in ihren Kindheitstagen unter dem Eindruck der unbewältigten Daseinsangst jene Verschrobenheiten ihres Gesichtsfeldes erwarb, welche innerhalb der wachsenden Kultur als nationalistische und rassische Verblendung, religiöse und soziale Unduldsamkeit, mangelhaftes gemeinschaftliches Verantwortungsgefühl in Wirtschaft und Politik, sinnloser Machtwahn usw. auftreten: Auch er hatte, wie vor ihm Sigmund Freud und Alfred Adler, die tiefe Überzeugung, dass die Tiefenpsychologie dazu berufen ist, einer kommenden Menschheit die sinnvolle Realitätsanpassung zu lehren und ihr neue und bessere Formen des Gemeinschaftslebens zu weisen.”

In diesem Sinne widmen wir diesen beeindruckenden tiefenpsychologischen Grundlagentext unseren Lesern, verbunden mit unseren besten Wünschen für ein gutes Neues Jahr 2017!

Margot und Willy Wahl, 31. Dezember 2016

Revolutionäre Wandlungen im psychiatrischen Denken der Gegenwart

Das Werk von H. S. Sullivan und die interpersonelle Psychiatrie, aus der psychologischen Monatszeitschrift “Psychologische Menschenkenntnis” 1965, S. 390 - 397

Dr. Georg Frank, Berlin

Wenn man die Frage aufwirft, in welchem Lande der Welt heute die psychiatrische Forschung die größten Fortschritte zu verzeichnen hat, so denkt man in erster Linie an die Vereinigten Staaten von Amerika: Von dort her kommen heute die wichtigsten und entscheidendsten Forschungsergebnisse, und es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, daß die eigentliche Pionierarbeit der Psychiatrie gegenwärtig in den USA geleistet wird.

harry stack sullivan

Harry Stack Sullivan 1892 - 1949

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"Die neue Völkerwanderung"

KenFM im Gespräch mit: Dr. Asfa-Wossen Asserate ("Die neue Völkerwanderung") Fluchtursachen und Wirkung. Europa steht kurz davor, überrannt zu werden.
Dr. Asfa-Wossen Asserate
Die aktuelle Flüchtlingswelle, die aus dem Mittleren Osten nach Europa schwappt, ist hausgemacht. Wer jahrzehntelang aktiv dabei ist, Diktatoren im Amt zu halten, wer mithilft, demokratische Bewegungen mittels Rüstungsexport im Keim zu ersticken, wer die dafür kassierten Bodenschätze dann als stabilisierenden Faktor für die Region verkauft, muss sich nicht wundern, wenn sich der aufgebaute soziale Druck in den zerfallenden Staaten zu einer Welle der Gewalt hochschaukelt.

Wir führen mit der NATO Ressourcen-Kriege, nur Bombenteppiche machen aus Nationen eben Deto-Nationen und keine Vorzeige-Staaten. Unser Demokratieexport ist in Wahrheit Kolonialismus 2.0. Jeder weiß das, auch wenn die Mainstreampresse stets versucht, Bombenteppiche und Flüchtlingswellen nicht in einen Zusammenhang zu bringen.

Fakten:

Weltweit sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Ursachen können mannigfaltig sein, nur oft sind sie erschreckend simpel. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Europa braut sich aktuell ein Orkan der Stärke 10 zusammen.

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https://www.youtube.com/watch?v=dzQcbjQjIfs

Neue Knochenfunde – Urmenschen gehörten womöglich alle zur selben Art

von Johann Grolle
Es wäre eine radikale Vereinfachung unserer Ahnenreihe: Möglicherweise bildeten die frühen Vorfahren des modernen Menschen nur eine Spezies. Das jedenfalls lassen aufregende Knochenfunde aus Georgien vermuten.

Fünf Paare von Augenhöhlen starren aus fünf steinernen Schädeln. Es sind fünf Paare, die für die ganze Menschheit stehen. Präsentiert wurden die fünf 1,77 Millionen Jahre alten Fossilien jetzt von einem internationalen Forscherteam aus Georgien, den USA, Israel und der Schweiz. "Es ist eine kleine Bombe für unser Fach", erklärt der Harvard-Paläoanthropologe Philip Rightmire mit kaum verhohlener Genugtuung. "Diese Befunde könnten uns zwingen, manch liebgewonnene Vorstellung zu überdenken."

Vor allem "Schädel 5", der schönste, vollständigste, besterhaltene und zugleich ungewöhnlichste der fünf gilt als Sensation. Er schmückt in dieser Woche das Titelbild der Wissenschaftszeitschrift "Science". "Ein fantastisches, wundervolles Stück", schwärmt der Urmenschforscher Fred Spoor vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. "Eine Ikone", sekundiert der kalifornische Paläoanthropologe Tim White.

"Schädel 5" stammt, ebenso wie die vier anderen Fundstücke, aus Dmanisi, 85 Kilometer südwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis in einer idyllischen Berglandschaft gelegen. Das Fleckchen ist in den letzten Jahren zu einem Pilgerort für Paläoanthropologen geworden. Denn hier offenbart sich ein einzigartiger Blick in die vielleicht dunkelste und geheimnisvollste Phase der Menschwerdung: jene Zeit, da aus dem Vormenschen Australopithecus der Urmensch Homo hervorging; jene Zeit mithin, in der sich der folgenschwere Wandel vom Affen zum Menschen vollzog.

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Quelle: © SPIEGEL ONLINE 2013 Alle Rechte vorbehalten
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/urmenschen-bildeten-womoeglich-eine-einzige-spezies-a-928491.html

Mütterliche Zuwendung mildert die Stressempfindlichkeit

Ein Gespräch mit dem Neurobiologen Michael Meaney
Frühkindliche Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren im Erbgut  – das ist eine Erkenntnis, zu der Michael Meaney massgeblich beigetragen hat. Im Gespräch mit Nicola von Lutterotti erläutert der renommierte Neurobiologe, wie sich Angst und Stress der Mutter auf die Hirnentwicklung des Kindes auswirken.

Herr Meaney, was hat Ihr Interesse an den Folgen frühkindlicher Erfahrungen geweckt?

Bereits in den 1950er und 1960er Jahren beschrieben Forscher aus Montreal, wie Stress die Entstehung etlicher Krankheiten fördert. Ich selber habe mich von jeher dafür interessiert, weshalb manche Menschen stressresistent sind und andere nicht. Dabei kam mir der Gedanke, den Unterschied in den frühkindlichen Erlebnissen zu suchen. Meine erste Frage dabei war: Was ist das Prägendste am Lebensanfang? 

Die Mutter?

Genau. Die Mutter bestimmt das Umfeld des Kindes, und zwar vollständig vor der Geburt und zu einem erheblichen Anteil danach. Wie wir dann bei Ratten beobachtet haben, kümmern sich manche Weibchen ausgesprochen liebevoll um ihre Brut und lecken diese ständig ab, während andere ihrem Nachwuchs nur wenig Aufmerksamkeit schenken. Das Leckverhalten der Mutter beeinflusst sowohl die Hirnentwicklung als auch das Körperwachstum des Kindes.

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Quelle: NZZ  – 5.12.2014
http://www.nzz.ch/feuilleton/muetterliche-zuwendung-mildert-die-stressempfindlichkeit-1.18438371

Die Sprache als Brücke zum Mitmenschen

von Dr. Eliane Gautschi, Sonderpädagogin und Psychologin, Zürich
Aus Sicht eines personalen Menschenbildes verbindet sich der Mensch mittels der Sprache mit seinen Mitmenschen. Sie ist weit mehr als die Mitteilung von Bedürfnissen bei der Gestaltung des Lebensalltags. Darauf wies bereits in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts der Wiener Psychologe Alfred Adler hin: «Die Sprache ist ein Band zwischen zwei oder mehr Menschen, um zu vermitteln, was sie meinen. Dieses Kunstwerk verdanken wir der Gesamtheit und können verstehen, dass es nur entwickelt werden konnte, wo Interesse für den andern bestand.»1

Unsere Sprache bildet die Brücke zu unseren Mitmenschen und befähigt uns, Gedanken, Gefühle und Absichten auszudrücken und anderen mitzuteilen. Mit den Begrifflichkeiten fassen wir innerlich unsere Gedanken und strukturieren sie. Je feiner wir eine Sprache kennen, desto besser können wir etwas genauso ausdrücken, wie wir es meinen. Wir sind aber auch in der Lage, unsere Mitmenschen in ihren mündlichen und schriftlichen Äusserungen differenziert zu verstehen. Sie ermöglicht uns den vertieften Dialog mit unseren Mitmenschen. Sprache und Sprachfähigkeit sind deshalb sehr wesentlich für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen.

Für die Lebensqualität und das Lebensgefühl eines Menschen ist es wichtig, dass er sich der Sprache mächtig fühlt und sich ihrer bedienen kann. Stört man ein Kind bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten, so beraubt man es eines wichtigen seelischen Werkzeugs seiner Persönlichkeitsentwicklung. Diese Sicht verweist darauf, dass Sprachunterricht  – sei es in der Mutter- oder in einer Fremdsprache  – das Fundament zwischenmenschlicher Beziehungen aufbauen hilft  – wenn er mit diesen Zielsetzungen aufgebaut ist.

Beziehung als Basis

Der Spracherwerbsprozess ist komplex. Die biologischen Voraussetzungen dafür bringt ein Kind zwar mit; ohne sprachliche Umwelt wäre es ihm jedoch nicht möglich, eine Sprache zu lernen. Dazu braucht es seine Mitmenschen. Die Mutter2 schafft über den Dialog eine erste gemeinsame Erfahrungswelt mit dem Kind. Sie schlägt eine Brücke und zeigt ihm den Weg zur Welt. Sie interpretiert sein Verhalten und reagiert darauf. Dadurch ermöglicht sie es dem Säugling, sich die Basis für den Spracherwerb zu schaffen.

Im Vordergrund steht vorerst nicht, dem Kind die Sprache beizubringen, sondern die Mutter stellt eine positive, gefühlsmässige Beziehung her und macht das gegenseitige Verstehen möglich. Eine erste Abgrenzung sozialer Rollen lernt ein Kind, weil beispielsweise der Vater anders zu ihm spricht. Mit der Sprache beginnt sich das Kind auch zunehmend in seiner Kultur zu verwurzeln und sich mit ihr zu identifizieren.

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Quelle: 2014 © Zeit-Fragen. Alle Rechte reserviert.
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1914

Zwischen Krippe und Küche: Wie viel Mama braucht das Kind?

aus der Sendung vom Sa, 7.2.2009
von Michael Felten

SWR-Sendung zum Hören, Lesen

Wie können Kinder ihre Bildungsressourcen optimal entfalten? Eine wichtige Grundlage für späteren Lernerfolg ist das, was der Psychologe Erik H. Erikson „Urvertrauen“ nannte. Dafür brauchen Kleinkinder  – ob in der Krippe oder in der Küche  – eine schützende und verlässliche Beziehungsumgebung.

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http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=4349640/109ysnb/index.html
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