Deutschland

Die Auftragsbotschafter der Tagesschau

„Qualitätsjournalisten“ begleiten die Infragestellung des INF-Vertrags mit ihrem Leitmotiv: Russland in Misskredit bringen
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
USA und NATO orchestrieren die Gefährdung des Weltfriedens sorgfältig: Kaum nimmt das Kriegspotential im einen Konfliktherd etwas ab  – Beispiele: Libyen, Syrien, Ukraine  – schon liegt an anderer Stelle die Lunte am Pulverfass. Jetzt drohen die USA, den INF-Vertrag über das Verbot nuklearer Mittelstreckensysteme zu kündigen. Angeblich, weil Russland dagegen verstößt, und zwar mit seinem Marschflugkörper Novator 9M729, NATO-Code: "SSC-8". Wie immer spielt ARD-aktuell dazu die Leitmelodie: russlandfeindliche Töne, mal piano, mal fortissimo.(1) Tagesschau und Tagesthemen fragen weder nach Belegen für die Vorwürfe aus Washington, noch gehen sie gar der Frage nach, ob die USA nicht ihrerseits den INF-Vertrag verletzen. Um im Bilde zu bleiben: Ob das Pulver im Fass noch trocken ist, prüfen sie auch nicht.

Medien, USA, Russland, NATO, Propaganda, Atomwaffen

Weiterlesen: Die Auftragsbotschafter der...

  • Gelesen: 71

Merkels beschämende Abschiedsrede als Parteivorsitzende vor dem CDU-Parteitag

Beschämendes US-Vasallen-Schauspiel, aber höchste Zeit aufzuwachen!
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait*, Juristin und Diplomatin a.D. 7.12.18
Letzte Rede von Angela Merkel als CDU-Parteivorsitzende In der CDU-Partei gibt es keine Aufklärung oder Klarheit darüber, wie willensmangelhaft und fehlerhaft die deutsche Einheit 1990/1991 zustande kam. Diese fehlende Klarheit und dieses fehlende Bewusstsein offenkundigt die letzte Rede von Angela Merkel als CDU-Parteivorsitzende am 7.12.18, die sich völlig unangemessen verpflichtet fühlte, sich vor dem kürzlich verstorbenen George Bush Sr. zu verbeugen und ihn vor den CDU-Parteitagsdelegierten für seinen Beitrag zur deutschen Einheit zu loben.

 Nichts der US-Regierung von George Bush Sr. zu verdanken

Nichts ist der US-Regierung von George Bush Sr. zu verdanken. Sie wollte eigentlich die Einheit verhindern und setzte letztendlich mit unerhörtem Druck die US-Bedingung dafür durch, dass das gesamte Deutschland an der NATO gefesselt blieb, was die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes der deutschen Bevölkerung gemäß Art.146 GG verhinderte. Warum müssen deutsche Politiker diesem anmaßenden Verhalten, dieser Erpressung, Respekt zeigen und sich dafür bedanken?

Weiterlesen: Merkels beschämende Abschiedsrede...

  • Gelesen: 194

Die Russland-Fanfare

Die Tagesschau und ihr Russlandfeldzug
Autor: U. Gellermann 05. Dezember 2018

Als Russland-Fanfare wurde das Instrumental—Signal bezeichnet, das im Zweiten Weltkrieg seit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 die Sondermeldungen des Oberkommandos der Wehrmacht im deutschen Radio einleitete. Mit Bedacht zitiert Uli Gellermann in seinem neuesten Video-Beitrag zur MACHT UM ACHT genau dieses Fanfaren-Signal. Denn folgt man der Berichterstattung der deutschen Medien nach dem jüngsten Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, dann befindet sich der Westen und mit ihm auch Deutschland in einer Vorkriegszeit-Situation. Eine publizistische Lage, in der die Propaganda den Journalismus verdrängt. Und an der Spitze dieser Verdrängung ist mal wieder die „Tagesschau“ zu beobachten.

Schonungslos deckt Gellermann auf, wen die „Tagesschau“ als sogenannte Expertin zum neuen Krim-Konflikt zitiert. Die Redaktion führt ihr Interview mit Sabine Fischer: Die leitet die Forschungsgruppe Osteuropa und Eurasien in der „Stiftung Wissenschaft und Politik.“ Präsident des Stiftungsrats der SWP ist Nikolaus von Bomhard, bis 2017 Vorsitzender des Vorstands der Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft). Der größte Einzelaktionär der Munich Re ist der US-Finanz-Gigant BlackRock. Einer der Stellvertretenden Präsidenten ist der Bundesminister Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes. Also muss Gellermann feststellen, dass die Tagesschau sich ihre Ukraine-Russland-Analyse von der Bundesregierung und den ihr nahestehenden Finanzspekulanten machen lässt. Solche "Analysten" dienen ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen und keineswegs dem Bedürfnis der Zuschauer nach sachlicher Information.

Mit einer weiteren Meldung der "Tagesschau"  – zur "Chronik der Krimkrise - Die Wurzel des Schwarzmeer-Konflikts"  – bemerkt Gellermann eine beachtliche Nachrichten-Fälschung der Redaktion durch Weglassen fest: Unerwähnt bleibt die Ausdehnung der NATO-Grenzen bis kurz vor Moskau. Verschwunden ist der Versuch, die Ukraine auch militärisch in die EU einzugliedern. Als Ersatz für die historische Wahrheit eine Tagesschau-Weisheit: Russland habe die Krim-Halbinsel unter seine Kontrolle gebracht und verleibte sie sich schließlich endgültig ein. Kein Wort dazu, dass die Krim nur in einer Wodka-Laune von Nikita Chruschtschow zur Ukraine verschoben wurde. Kein Satz über die Unterdrückung der russischen Sprache, die immerhin von einer erheblichen Minderheit in der Ukraine gesprochen wurde und wird*. Keine Erinnerung an die Wiederbelebung des faschistischen Bandera-Kultes in der alten sowjetischen Teilrepublik. 

Doch damit nicht genug verbreitet die Tagesschau auch noch diesen Satz: "Die NATO greift militärisch zwar in den Konflikt nicht direkt ein - die Ukraine ist schließlich kein Mitgliedsstaat - verordnet sich selbst aber einen radikalen Kurswechsel: weg von der Konzentration auf überschaubar erfolgreiche Auslandseinsätze wie dem in Afghanistan und hin zur Verteidigung des eigenen Bündnisgebiets.“ Der Journalist Gellermann fragt entsetzt, seit wann denn die Krim oder die Ukraine zum NATO-Gebiet gehören. Und er schließt aus der Erwähnung des Afghanistan-Kriegseinsatzes folgerichtig, dass die ARD-Redaktion einen möglichen neuen Krieg anvisiert.

In seinem Schluss-Satz weist der Tagesschau-Kritiker darauf hin, dass auch und gerade der Wechsel vom Journalismus zur Propaganda ein klassisches Signal für eine Vorkriegszeit-Situation ist: Denn wer den möglichen Kriegsgegner diffamiert, macht ihn zu einem "bösen" Feind, schafft also vorbeugend Kriegsgründe. Gellermann warnt: Es sei schon einmal für Deutschland schlecht ausgegangen, als sich das Nazi-Reich mit der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg angelegt habe. Auf beiden Seite habe es Millionen Tote gekostet. Diesmal könnte die Schwelle zum Atomkrieg überschritten werden. Ein Krieg, bei dem es nur Besiegte geben würde.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.
Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

https://www.rationalgalerie.de/kritik/die-russland-fanfare.html

Hier geht es zum Video:
https://kenfm.de/

*Hierzu Kommentare von Seniora-Lesern:

Könntet Ihr dem Herrn Gellermann mal sagen, dass es nicht stimmt, wenn er schreibt:

"Kein Satz über die Unterdrückung der russischen Sprache, die immerhin von einer erheblichen Minderheit in der Ukraine gesprochen wurde und wird."

Russisch wird von etwa 95% der Bevölkerung gesprochen, könnte jetzt etwas weniger werden, weil die Banderas ihre Kinder auf das ukrainische Mljammljam trimmen, aber es ist immer noch deutlich die Mehrheit. Ukrainer untereinander reden auch Russisch, selbst in der Rada hat Poroch gefragt, wie "Koscheljok" (russ. für Portemonnaie) auf Ukrainisch heißt.
DAS ist doch gerade das Idiotische an den Kiewer Sprach-Eskapaden!
__
….haha, der größte “ukrainische" Schriftsteller, Nikolai Vasiljevich Gogol, schrieb russisch und nur russisch! Was hätte er sich amüsiert über die NATO-fabrizierten Figuren, die nun in Kiev (“ukrainisch” Kyiv) Regierung spielen!
__
Danke für die Weiterleitung und Dank an Herrn Gellermann für seine im wahrsten Sinne des Wortes brillanten Ausführungen.
Ich wollte ihm noch etwas Munition liefern. Der Nationalismus in Form der Zurückdrängung u.a. der russischen Sprache feiert seit Mitte/Ende der 90-er schon fröhliche Urstände. So werden - trotzdem um 90...95% des Russischen mächtig ist - russische Filme Ukrainisch synchronisiert und das Russische - wie in den Beiträgen dargestellt - soll in den Hintergrund getreten werden.
Es ist aber NICHT eine Sprache der MINDERHEIT in der UA, sondern die ganz normale Verständigungssprache, wie sie es seit Jahrhunderten immer war. DARIN liegt doch das Verwerfliche, was aber in u.a. deutschen Kreisen nicht so richtig verstanden wird: Man versucht, eine Sprache zu verbieten, die VON FAST ALLEN gesprochen wurde und wird, zugunsten einer Sprache, derer gut 30% (die berühmte Minderheit) nicht mächtig ist. Derselbe Irrsinn spielt sich im Baltikum ab: Die Baltikumstaaten sind von der Sowjetunion 1918 aus der Taufe gehoben worden und haben einen eigenen Status bekommen. Man kann über die "Eingemeindung" Ende der 30-er ruhig streiten, Tatsache ist, dass in allen 3 Baltikstaaten Russisch verbreitet war und ist.
Aufgrund der verrückten Sprachpolitik werden nun speziell Dolmetscher gebraucht, die zwischen den mittlerweile 16 Sprachen der ehemaligen SU mitteln können, denn - wie beim Turmbau zu Babel - verstehen die Menschen einander nicht mehr. Und warum? Weil sie von einem falschen "Nationalstolz" beseelt die alten Traditionen in die Tonne getreten haben.

Ich war mehrfach in der Ukraine und habe jahrelang mit Ukrainern zu DDR-Zeiten gemeinsam gearbeitet - man verkehrte auf Russisch, und niemanden hat das gestört, und man tut es heute noch. Ich habe in D bis jetzt keine Leute aus der UA getroffen, die auf ihre Nationalsprache umgeschaltet hätten. 
Verstehen Sie, was ich meine, Herr Gellermann?
Herzliche Grüße vom Wolga"strand"!

Ukraine, Medien, Russland, NATO, Krim-Krise, Völkerrecht, Geopolitik, Deutschland

  • Gelesen: 61

Dr. Gniffkes Macht um acht: Auftrieb zum neuen Krim-Krieg

Antirussische Hetze der ARD-aktuell-Redaktion / Journalistische Zirkusnummern um Poroschenkos Kriegsrechts-Begehr für die Ukraine
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland in der Meerenge von Kertsch: Putschpräsident Poroschenko provoziert einen läppischen Zwischenfall nahe der neuen Krim-Brücke und nutzt ihn als Vorwand, um Kriegsrecht über die Ukraine zu verhängen. Tatsächlich will er die anstehenden Wahlen stornieren, denn er selbst ist dabei nur mehr Zählkandidat. Die ARD-aktuell-Redaktion unterschlägt jedoch erst einmal den Hintersinn der Aktion. Stattdessen dient sie sich westlichen Politikern als Tröte für russlandfeindliche Sprüche an und lässt sogar NATO-Stoltenberg stänkern  – obwohl die Ukraine (noch) nicht NATO-Mitglied ist. Die AgitProp der Tagesschau verschleiert, wer das Chaos und Leid in der Ukraine angerichtet hat: Die USA-geführte "Westliche Wertegemeinschaft" darf ihren Scheinheiligen-Schein wahren.

Weiterlesen: Dr. Gniffkes Macht um acht:...

  • Gelesen: 159

Dr. Gniffkes Macht um acht: Unsere Freunde, die Blutsäufer

Laut Kanzlerin Merkel sind die saudi-arabischen Despoten „unsere zuverlässigen strategischen Partner“. ARD-aktuell berichtet entsprechend. Zuverlässig.
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Die Bundesregierung habe wegen der viehischen Ermordung des Kolumnenschreibers Khashoggi, ausgeführt von einem saudischen Killerkommando im Generalkonsulat in Istanbul, alle Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien untersagt. Auch die bereits genehmigten Waffenverkäufe fielen unter das Verdikt, berichtete ARD-aktuell im Brustton deutscher Rechtschaffenheit. Das Wörtchen „angeblich“ fehlte. Zweifel an der moralischen Motivation und am faktischen Gehalt des Exportstopps ließ die Tagesschau nicht aufkommen. Sollten sich nun die USA infolge der skandalösen Khashoggi-Ermordung doch noch genötigt sehen, ihre Kumpanei mit den Saudis im Jemenkrieg zu beenden (1), dann wäre das auch noch kein Nachweis einer plötzlichen Rückbesinnung des politisch-medialen Komplexes auf ethische Grundsätze.

Weiterlesen: Dr. Gniffkes Macht um acht:...

  • Gelesen: 167

Dr. Gniffkes Macht um acht: ARD-aktuell macht dem Merz die Räuberleiter

Für den Bewerber um den CDU-Vorsitz wird der Rote Teppich ausgerollt / ARD-aktuell missachtet ihre gesetzlichen Programmrichtlinien
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Die Tagesschau und ihre Geschwistersendungen der ARD-aktuell bewähren sich derzeit als Steigbügelhalter des Finanzmanagers Friedrich Merz bei dessen Bewerbung um den CDU-Vorsitz. Er ist als Vorsitzender des Vereins „Atlantik-Brücke“ ein Wasserträger der USA und der Geldaristokratie; ein Transatlantiker par excellence, verbrüdert im Geiste mit ARD-Repräsentanten wie dem Tagesthemen-Moderator Zamperoni, Tina Hassel, dem WDR-Intendanten Buhrow, WDR-Fernsehprogrammdirektor Schönenborn und dem BR-Intendanten Wilhelm, die wie viele andere namhafte Figuren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Atlantikbrücken-Vereinsmitglieder sind. Zwar schreibt das Gesetz dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, in seinem Informationsangebot die Grundsätze der Unabhängigkeit und Objektivität zu wahren, seine Nachrichtensendungen parteipolitisch neutral zu gestalten, der Wahrheit verpflichtet, um Vollständigkeit bemüht. Im Falle Merz praktiziert der Laden jedoch wieder einmal parteipolitische Vetternwirtschaft.

Weiterlesen: Dr. Gniffkes Macht um acht:...

  • Gelesen: 313

Dr. Gniffkes Macht um acht: Völkermord im Jemen? Fiderallala

Bombardements auf Schulbusse und Marktplätze, alle zehn Minuten stirbt ein Kind in diesem Krieg – aber ARD-aktuell behandelt den Genozid nachrangig
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Über den Völkermord im Jemen berichtet ARD-aktuell in der Hauptausgabe der Tagesschau um 20 Uhr seit Kriegsbeginn vor drei Jahren allenfalls sporadisch. Die westliche Kriegsallianz  – es sind ja beileibe nicht bloß Saudi-Araber  – bombt tagtäglich zivile Einrichtungen in Grund und Boden, nimmt Schulbusse, Marktplätze und alle Menschenansammlungen unter Raketenfeuer, und seien es auch „nur“ Beerdigungen oder Hochzeitsfeiern. Die USA, Frankreich und die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit Bodentruppen dabei, Großbritannien mit Militärberatern; die Westliche Werte-Gemeinschaft liefert das Mordwerkzeug und verdient sich an den Rüstungsexporten ins Kriegsgebiet dumm und dämlich. Dass diese „Wertegemeinschaft“ verantwortlich ist für die größte humanitäre Katastrophe dieses Jahrhunderts, rückt die Tagesschau allerdings nicht nachhaltig ins öffentliche Bewusstsein.

Weiterlesen: Dr. Gniffkes Macht um acht:...

  • Gelesen: 223

Die "inneren Feinde" der EU

German-Foreign-Policy 25.10.2018
BERLIN (Eigener Bericht) - Mit Blick auf den Konflikt zwischen Brüssel und Rom um den italienischen Staatshaushalt werden im deutschen Establishment Rufe nach einem entschlossenen Kampf gegen "innere Feinde" der EU laut. Man müsse die Union "jetzt mit aller Kraft verteidigen", heißt es in einer führenden deutschen Tageszeitung; die italienische Regierungskoalition sei es "nicht wert", dass "das Schicksal des Landes riskiert wird".

Krieg, Europa, Frankreich, Politik & Wirtschaft, Italien, Deutschland

Weiterlesen: Die "inneren Feinde" der EU

  • Gelesen: 322

Dr. Gniffkes Macht um acht: Versagen als Erfolgsmodell

Empörungsrituale für die Tagesschau / Ein Scheinproblem entwickelt sich zur Staatsaffäre und verursacht eine Regierungskrise
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Ein Geheimdienstchef wird zum Merkmal für das Bröckeln unserer Demokratiefassade. Der Maaßen zeigt sich auf dem rechten Auge blind, aber die Koalitionäre Merkel, Seehofer und Nahles sind unfähig, das simple Personalproblem unverzüglich und sauber zu lösen. Die politische Klasse zelebriert wochenlang ein albernes Empörungsritual. ARD-aktuell-Chefredakteur Gniffke lässt es distanzlos auf die Wunderlampe im Wohnzimmer übertragen. (1) Die Parteipolitiker aller Couleur schlagen Regierungskrisen-Schaum, und die korporierten Massenmedien seifen damit ihr Publikum ein. Bald kann die AfD zum Rasieren kommen.

Medien, Rechtsstaat, Demokratie, Propaganda, Deutschland

Weiterlesen: Dr. Gniffkes Macht um acht:...

  • Gelesen: 703

Dr. Gniffkes Macht um acht: ARD-aktuell: Servil und kriegsbereit

Die Tagesschau übernimmt die Agenda der Regierung und verschweigt den Rechtsnihilismus der Debatte über den Syrien-Einsatz
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Soll auch die Bundeswehr in Syrien Bombenangriffe fliegen? Die “Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages” gutachten, ein solcher Kriegseinsatz sei Völkerrechtsbruch und unvereinbar mit dem Grundgesetz. Trotzdem erklärten sich Bundeskanzlerin Merkel und ihre Verteidigungsministerin von der Leyen im Bundestag dazu bereit, falls in Idlib Chemiewaffen verwendet würden. Sie bewegen sich damit fernab aller Rechtsgrundlagen, fernab der Realität in Syrien und fernab der überwältigenden Mehrheit der deutschen Beölkerung. Und was berichtet ARD-aktuell, was melden Tagesschau und Tagesthemen über diesen unglaublichen Skandal? NICHTS.

Naher Osten, Medien, Rechtsstaat, Krieg, ISIS, Syrien, Propaganda, Deutschland

Weiterlesen: Dr. Gniffkes Macht um acht:...

  • Gelesen: 531

Tagesschau vernebelt Machenschaften mit der Rente

Der Qualitätsjournalismus vermeidet wirksame Information über Alternativen zum neokonservativen Abbau
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Dr. Gniffkes Macht um acht: Der Qualitätsjournalismus der ARD-aktuell hat es geschafft: Gemeinhin gilt als unumstößlich, dass künftig „immer weniger Erwerbstätige eine immer größere Zahl von Rentnern finanzieren müssen.“ Denn: „Die Deutschen leben immer länger“. Daher der Zwang, die Beiträge zu erhöhen, die Lebensarbeitszeit zu verlängern und das Rentenniveau abzusenken. Das Erste deutsche Fernsehen und die übrigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbieter haben wesentlichen Anteil an der Festigung dieses Glaubenssatzes. Alternative Rentenmodelle spielen im öffentlichen Diskurs kaum mehr eine Rolle.

Deutschland, Medien, Fernsehen, Wirtschaft

Weiterlesen: Tagesschau vernebelt...

  • Gelesen: 468

Es begann mit einer Lüge … und das Lügen wurde zum Prinzip

von Karl-Jürgen Müller
Obwohl die russische Regierung mehrfach erklärt hat, dass ein Chemiewaffeneinsatz in Idlib inszeniert werden soll, um einen Krieg von Nato-Staaten gegen Syrien rechtfertigen zu können, ist nun auch das deutsche Verteidigungsministerium auf den Zug der Lüge aufgesprungen.

Naher Osten, Medien, Krieg, Syrien, Geopolitik

Weiterlesen: Es begann mit einer Lüge … und...

  • Gelesen: 442

Dr. Gniffkes Macht um acht: Börse ja, Arbeit nein

Werktäglich referiert die Tagesschau über Aktienkurse. Die Arbeitswelt ist nur alle paar Wochen manipulative Berichte wert
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Die Interessen der Geldelite und der Konzerne bedient ARD-aktuell beinahe werktäglich: mit ausführlichen Nachrichten im Programm „Börse vor acht“ sowie mit Wort- und Filmbeiträgen von der Frankfurter Börse in den Tagesthemen. Gleich häufige Informationen aus der Arbeitswelt gibt es hingegen nicht, obwohl Werktätige und Rentner die absolute Mehrheit der Zuschauer stellen. Diese qualitätsjournalistische Schlagseite hat System. Und die Ignoranz, mit der sie von allen hingenommen wird  – von der Öffentlichkeit generell und von den Gewerkschaften speziell  – hat Tradition, ist anerzogen: Monat für Monat erfährt sie Intensivpflege mittels manipulativer Nachrichten über den „Arbeitsmarkt“.

Weiterlesen: Dr. Gniffkes Macht um acht: Börse...

  • Gelesen: 477
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen