Schweiz: Schlechte Bildung: 30'700 Junge hängen am Staatstropf

Tages-Anzeiger
11. 04. 2016
Zehntausende 18- bis 25-Jährige finden keinen Job und belasten die Staatskasse. Ein neues Gesetz will nun die Eltern in die Verantwortung nehmen.

Jeder achte Sozialhilfebezüger in der Schweiz ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. Statt in die Berufswelt einzusteigen, leben 30'700 Junge vom Staat, schreibt die «SonntagsZeitung» in Bezug auf die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS). In mehr als der Hälfte der Fälle fehlt es demnach an einem Berufsabschluss, weitere 1000 junge Sozialhilfebezüger sind weniger als sieben Jahre zur Schule gegangen. 1200 Erwachsene unter 25 Jahren landen trotz Matur oder Mittelschuldiplom bei der Sozialhilfe.

«Sie kommen aus einem zerrütteten Elternhaus, haben eine schlechte Schulausbildung oder mangelnde Sprachkenntnisse» sagt Anita Schmid vom Sozialdienst der Stadt Zürich zur Zeitung. Betroffen seien häufig auch Personen, deren Eltern bereits staatliche Unterstützung beziehen. «Das erhöht das Risiko, dass auch die Kinder bei der Sozialhilfe landen», so Schmid.

Schweiz, Sozialstaat, Statistik

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Quelle: Tagesanzeiger
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schlechte-Bildung-30-700-Junge-haengen-am-Staatstropf/story/22609749
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