Seniora.org - Wissenschaft

"Die neue Völkerwanderung"

KenFM im Gespräch mit: Dr. Asfa-Wossen Asserate ("Die neue Völkerwanderung") Fluchtursachen und Wirkung. Europa steht kurz davor, überrannt zu werden.
Dr. Asfa-Wossen Asserate
Die aktuelle Flüchtlingswelle, die aus dem Mittleren Osten nach Europa schwappt, ist hausgemacht. Wer jahrzehntelang aktiv dabei ist, Diktatoren im Amt zu halten, wer mithilft, demokratische Bewegungen mittels Rüstungsexport im Keim zu ersticken, wer die dafür kassierten Bodenschätze dann als stabilisierenden Faktor für die Region verkauft, muss sich nicht wundern, wenn sich der aufgebaute soziale Druck in den zerfallenden Staaten zu einer Welle der Gewalt hochschaukelt.

Wir führen mit der NATO Ressourcen-Kriege, nur Bombenteppiche machen aus Nationen eben Deto-Nationen und keine Vorzeige-Staaten. Unser Demokratieexport ist in Wahrheit Kolonialismus 2.0. Jeder weiß das, auch wenn die Mainstreampresse stets versucht, Bombenteppiche und Flüchtlingswellen nicht in einen Zusammenhang zu bringen.

Fakten:

Weltweit sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Ursachen können mannigfaltig sein, nur oft sind sie erschreckend simpel. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Europa braut sich aktuell ein Orkan der Stärke 10 zusammen.

https://www.youtube.com/watch?v=dzQcbjQjIfs

"Neuromythologie" – Felix Hasler nimmt Stellung zu seinem Buch

Felix Hasler weiß wovon er spricht und in seinem Buch schreibt, er hat selbst 10 Jahre lang in der Arbeitsgruppe Neuropsychopharmacology und Brain Imaging an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich gearbeitet.

Und er nimmt sich sympathischer und glaubwürdigerweise zunächst selbst in die Kritik:

“Häufig war ich selbst derjenige, der einer allzu simplen mechanistischen Sichtweise aufgesessen ist und der den alles dominierenden »neuro-talk« unreflektiert übernommen hat.”

(S. 9)

Das Bündel der Neurowissenschaften scheint im Kern auf einem einfachen Phänomen gegründet: Wenn man uns neurowissenschafltichen Laien beeindruckende (bunte) Bilder zeigt, die zerebrale Prozesse und Strukturen abzubilden scheinen, dann muss es sich wohl um besonders fundierte und fortschrittliche Erkenntnisse handeln. Und die sind natürlich infolge medienwirksamer Inszenierungen modernster High-Tech Untersuchungsmethoden mit Magnetresonanztomographie (MRT) und funktionaler Magnetresonanztomographie (fMRT) durch und durch auf der Höhe der Zeit.

http://www.zeuchsbuchtipps.de/neuromythologie/

"Sorgen Sie für ein Haus voller Bücher!"

ein Interview Nicola Schmidt

Die Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf warnt vor den Gefahren des digitalen Lesens. Sie plädiert dafür, Kinder weiterhin mit gedruckten Texten zu konfrontieren.

Als Expertin für die kognitive Entwicklung von Kindern an der amerikanischen Tufts University beschäftigt sich Maryanne Wolf vor allem mit Legasthenie. Doch in ihrem Buch "Das lesende Gehirn" (Spektrum Verlag) warnt sie unter anderem vor den Gefahren des nur digitalen Lesens für die ganze Gesellschaft: Das Internet verführe Erwachsene und insbesondere Kinder zur unkonzentrierten Informationssuche, die das selbstständige Denken untergrabe und ihnen die Freude einer tieferen Leseerfahrung vorenthalte.

Hirnforscherin Maryanne Wolf plädiert dafür, dass Kinder das "tiefe Lesen" lernen. Und das geht mit Büchern, nicht im Internet.

"Todesstaub – Die verstrahlten Kinder von Basra"

"Todesstaub  – Die verstrahlten Kinder von Basra"

Deutschland, 2010, 29 Minuten Ein. Film von Frieder Wagner. Produktion: Ochoa-Wagner Film-Produktion, empfohlen ab 15 Jahren.

Der deutsche Arzt und Wissenschaftler, Prof. Dr. Siegwart Horst Günther, machte nach dem ersten Golfkrieg 1991 als erster auf die gefährlichen Folgen von Urangeschossen und -bomben aufmerksam.

“Giù Le Mani Dai Bambini” ® – Hände weg von den Kindern!

 “Giù Le Mani Dai Bambini”®   – Hände weg von den Kindern!

371 Wissenschaftler, Psychiater, Psychotherapeuten, Professoren, Ärzte und 125 Institutionen mit über 220'000 Mitglieder nehmen Stellung: ADHS ist KEINE Krankheit.

Im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum hat sich in Italien unter Fachkräften eine breite Bewegung formiert, die im ADHS KEINE genetisch bedingte, biologisch zu erklärende Krankheit sieht und sich dementsprechend von einer die Kinder vereinehmenden Medikation distanziert.

„Kennen Majestät das Alte schon?“

Von Carl Bossard, 21.03.2018
JOURNAL21, 24. März 2018
Innovatives, Neues, Anderes  – das ist in der Schule die Devise. Doch es gibt auch klassische Erkenntnisse mit alterungsresistentem Gehalt. Sie gelten heute und immer. Ein Erinnerungsversuch.

«Ritalin ist ein Verbrechen»

«Ritalin ist ein Verbrechen»

ein Interview mit Georg Feuser

von Daniela Niederberger

Für den Sonderpädagogik-Professor Georg Feuser gehört das Beruhigungsmittel Ritalin verboten. Lebhafte Kinder passten sich ihrer hektischen Umgebung an. Oft fehle es ihnen bloss an Zuwendung.

Prof. feuser

«Es kommt uns offenbar nicht darauf an, ob dabei ein paar Kinder hopsgehen»: Sonderpädagogik-Professor Feuser.

«Wir haben viel mehr Psychiatrie-Notfälle»

«Wir haben viel mehr Psychiatrie-Notfälle»

Die Chefin der Zürcher Kinder- und Jugendpsychiatrie Susanne Walitza beobachtet, dass die Menschen heute offener über psychiatrische Störungen sprechen. Dadurch sei jedoch die Gefahr vorschneller Behandlungen grösser.

mit Susanne Walitza sprachen Felix Straumann und Matthias Meili.

Emotional aufgeladenes Thema

Mehr Psychopharmaka, mehr psychiatrische Diagnosen, mehr Therapien an Schulen  – das erwartet die Kinder in der Schweiz im kommenden Jahr.

150. Geburtstag von Alfred Adler: Das Psychologie-Genie

Während Freud die Psyche teilte, betrachtete Alfred Adler schon früh den ganzen Menschen. Mit seiner Individualpsychologie legte er unter anderem den Grundstein für die moderne Psychosomatik.
von Alexander Kluy
Als der untersetzte, weißhaarige Mann am 28. Mai 1937, einem Freitag, gegen 9.15 Uhr auf der Union Street im schottischen Aberdeen plötzlich kollabierte und keine halbe Stunde später im Krankenwagen für tot erklärt wurde, las man in den folgenden Tagen in allen großen Zeitungen der Welt Nachrufe. Denn der Patient, der im Alter von 67 Jahren einem Herzinfarkt erlegen war, war niemand geringeres als Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie und damals auf dem Höhepunkt seiner Popularität.

Nicht zufällig hatte ihn ein Journalist in einem Atemzug mit Albert Einstein genannt: Während der Physiker, das sprichwörtliche Genie, das Universum vermessen habe, sei dem Psychologiegenie Adler etwas noch Wichtigeres gelungen: die Kartierung der menschlichen Seele.

500 Wissenschaftler erklären: «Es gibt keinen Klimanotfall»

Über 500 Wissenschaftler haben in einem Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, der These vom menschengemachten Klimawandel widersprochen.
von Dr. Manfred Schwarz*
In einer „European Climate Declaration“ fordern 500 Wissenschaftler aus dreizehn Ländern eine neue Klimapolitik, und zwar auf der Grundlage seriöser wissenschaftlicher Analysen. Einer der Unterzeichner ist der ehemalige Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt (SPD). Für die internationale Gesamtorganisation der Deklaration ist der niederländische Professor Guus Berkhout verantwortlich.

 Die Wissenschaftler wenden sich mit ihrem Offenen Brief an den UNO-Generalsekretär António Manuel de Oliveira Guterres und an die Leiterin des UN-Klimasekretariats in Bonn, Patricia Espinosa Cantellano: Vor dem Hintergrund des UN-Klimagipfels und des Hypes um das16-jährige schwedische Mädchen Greta Thunberg kritisieren sie die „sinnlose Verschwendung von Billionen Dollar auf der Grundlage unwissenschaftlicher Annahmen und ‚unreifer’ Klimamodelle“.

Aktuelle „Klimamodelle“: Als Entscheidungsgrundlage ungeeignet

In dieser „European Climate Declaration“ schreiben die „Scientists and Researchers“, die „Klimamodelle“, auf denen die internationalen Politikziele derzeit basieren, seien „ungeeignet“. Die jetzige Klimapolitik höhle das wirtschaftliche System aus und gefährde Menschenleben in Ländern, denen der Zugang zu bezahlbarer elektrischer Energie verweigert werde. Deswegen fordern die Unterzeichner, „eine Klimapolitik (…), die sich auf seriöse Wissenschaft stützt“.

Politisch wichtig sei es, als Entscheidungsgrundlagen nicht nur die Forschungsergebnisse der Mainstream-Wissenschaftler heranzuziehen. Vielmehr müssten auch die Arbeiten solcher Forscher eingehend analysiert und diskutiert werden, die den derzeit dominierenden Klimamodellen dezidiert kritisch  – und zwar auf der Basis seriöser wissenschaftlicher Analysen  – gegenüberstehen.

Für eine wirklich wissenschaftliche Arbeit gehöre es unabdingbar, auch „Gegenmeinungen“ angemessen auszuwerten. Die Wissenschaftler fordern daher ein „konstruktives Treffen auf höchster Ebene zwischen Weltklasse-Wissenschaftlern auf beiden Seiten der Klimadebatte“. Dann formulieren die Unterzeichner sechs Thesen zum „Klimawandel“:

Die Erwärmung verläuft erheblich langsamer als prophezeit
Die Welt habe sich mit weniger als der Hälfte der ursprünglich vorhergesagten Rate erwärmt und mit weniger als der Hälfte der Rate, die aufgrund des anthropogenen Nettoantriebs und des Strahlungsungleichgewichts zu erwarten ist“. Das zeige „uns, dass wir den Klimawandel nicht verstehen“.

Welche Faktoren sorgen für eine Erwärmung?
Das „geologische Archiv“ verdeutliche, „dass sich das Erdklima seit Bestehen des Planeten mit natürlichen Kälte- und Warmphasen verändert hat“. „Die kleine Eiszeit“ etwa „endete erst mit 1850“. Deswegen sei „es nicht verwunderlich, dass wir jetzt eine Phase der Erwärmung erleben“.

Die herrschende Klimapolitik stützt sich auf qualitativ ungenügende Modelle
Die aktuellen Klimamodelle wiesen „viele Mängel auf und sind als politische Instrumente nicht aus der Ferne plausibel“. Außerdem „übertreiben sie höchstwahrscheinlich die Wirkung von Treibhausgasen wie CO2“. Auch „ignorieren sie die Tatsache, dass die Anreicherung der Atmosphäre mit CO2 von Vorteil ist“.

CO2 ist eine pflanzliche Nahrung, die eine der Grundlagen allen Lebens auf der Erde ist
CO2 sei „kein Schadstoff“. Den protestierenden Wissenschaftlern zufolge ist CO2 vielmehr „wesentlich für alles Leben auf der Erde“. „Die Photosynthese“ sei „ein Segen“. Und mehr CO2 schone „die Natur und die Erde“: „Zusätzliches CO2 in der Luft“ habe „das Wachstum der globalen Pflanzenbiomasse gefördert“. Das sei „auch gut für die Landwirtschaft und erhöht die Ernteerträge weltweit“.

Die globale Erwärmung hat auf der Erde die Naturkatastrophen nicht verstärkt
Es gebe „keine statistischen Belege dafür, dass durch die globale Erwärmung Hurrikane, Überschwemmungen, Dürren und ähnliche Naturkatastrophen verstärkt oder häufiger werden“. „CO2-Minderungsmaßnahmen“ seien „ebenso schädlich wie kostspielig“. Beispielsweise „töten Windkraftanlagen Vögel und Fledermäuse“. Und „Palmölplantagen zerstören die Artenvielfalt der Regenwälder“.

Die Politik muss für ihre Entscheidungen die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Realitäten berücksichtigen
Es gebe „keinen Klimanotfall“. Die Unterzeichner sehen „keinen Grund für Panik und Alarm“. Sie lehnen daher „die schädliche und unrealistische“ CO2-Null-Strategie „nachdrücklich ab“. Wenn in Zukunft „bessere Ansätze“ entstünden (und das sei durchaus zu erwarten), „haben wir genügend Zeit, um zu überlegen und uns anzupassen“. „Ziel der internationalen Politik“ solle es jedenfalls sein, „jederzeit und weltweit verlässliche und bezahlbare Energie zur Verfügung zu stellen“.

Quelle: *Dr. M. Schwarz: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/500-wissenschaftler-erklaeren-es-gibt-keinen-klimanotfall/

Engl. Text: https://clintel.nl/prominent-scientists-warn-un-secretary-general-guterres/

ADHS – Heilung ohne schädliche Medikamente

Die Beschäftigung mit ADHS geht heute kaum einmal an Eltern von Grundschulkindern vorüber.
Von Christa Meves
MEVES-AKTUELL v. 01. Mai 2019
Ein Vater berichtet: Die Lehrerin seines ältesten Sohnes im dritten Grundschuljahr habe um einen Besuch der Eltern in der Schule gebeten. Bei dem Jungen sei - wie übrigens bei der Mehrzahl der Kinder in dieser Klasse - nach einer Expertenuntersuchung ADHS festgestellt worden. Die Eltern seien deswegen ersucht worden, jeweils für ihre Kinder fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Seitdem würden die meisten Eltern ihren Kindern unter kinderärztlicher Observanz eine Substanz mit Inhaltsstoffen wie z. B. Methylphenidat in täglicher Einnahme verabreichen. Bei diesem Medikament handelt es sich allerdings - wie jeder Mensch durch googeln herausfinden kann  – um eine Aufputschdroge, die zunächst vor allem bei Arbeitsstress von Studenten in den USA Erfolge gezeitigt hatte. Unverzüglich werden deswegen Substanzen dieser Art tonnenweise in Deutschland für Schulkinder zur Verfügung gestellt - wie man meint - mit einigem Erfolg.

ADHS Forschung zeigt: es gibt keine spezifischen Gene

Die Konferenz ADHS kritisiert die Behauptung, ADHS sei primär genetisch bedingt.
Pressemitteilung vom 18. Februar 2019
Neue Forschungsergebnisse aus der Epi- und Molekulargenetik weisen auf komplexe Wechselwirkungen mit starken psychosozialen Kontexteffekten hin.

Alfred Adler – Aus der Nähe porträtiert

von Phyllis Bottome
Wir glauben, dass 2013 die Zeit reif ist, die 1939 erstmalig auf Englisch erschienene Adler-Biografie von Phyllis Bottome "A Portrait from Life" auch in Adlers Muttersprache herauszugeben.

Alfred Adler buch-cover

Das ist wenigstens die Meinung des Herausgebers und der Übersetzer, alle Mitglieder des Institutes ITGG, Berlin, 1976 von Josef Rattner gegründet. Uns ist nach erneuter Lektüre des Originals klar geworden, dass dieses Buch einen sehr persönlichen Adler (1870-1937) zum Leben erweckt, der hinter seinen theoretischen Schriften nur schwer erkennbar war, zumal er selbst wenig über sich mitgeteilt und auch wenig Korrespondenz hinterlassen hat.

Es war Bottomes besonderes Verdienst, Adlers heitere und überaus entspannte Einstellung zu Menschen in der Psychotherapie treffend dargestellt zu haben. Sie macht den Leser bekannt mit einem therapeutischen Humoristen, der äußerst ernst sein, aber auch lächeln und lachen kann. Ihr Buch ist eine Quelle für zahlreiche heitere und nachdenkliche Adler-Anekdoten, die man da und dort liest, ohne ihren Zusammenhang mit Adlers Leben zu kennen.

http://www.rezensionen-tiefenpsychologie.de/alfred-adler-aus-der-nahe-portratiert-2/

Alfred Adler und die pädagogische Revolution

Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in Wien um 1900 war Alfred Adler, er veränderte die gesamte Pädagogik und die Psychotherapie.
Video Dokumentation von Patrice Fuchs 2018 - 46:13
Adler war nicht nur ein Mitbegründer der Wiener Gemeindekindergärten, sondern auch Initiator der Erziehungsberatungsstellen, die in der Zwischenkriegszeit in ganz Wien entstanden. Zu seinen Vorträgen in den Volkshochschulen strömten die Menschenmassen. Bis auf die Straße stand man Schlange, um Adlers Theorien über den „nervösen Charakter“ zu hören.

Alles sehen, trotz fehlender linker Hirnhälfte

Einem Mädchen fehlt die Hälfte des Gehirns, dennoch sieht es praktisch normal.

Frankfurt.  – Bei einem heute 10-jährigen Mädchen hat sich aufgrund einer Entwicklungsstörung im Mutterleib die rechte Grosshirnhälfte nicht ausgebildet. Trotzdem besitzt das Mädchen ein fast normales Sehvermögen, wie deutsche Forscher nun zeigen konnten («PNAS», online).

Antiwissenschaft grassiert in der besten Forschungsnation

Die Trump-Regierung verbannt Wörter wie «faktengestützt» auf eine schwarze Liste.
Ein Essay von Pulitzer-Preisträger Jared Diamond.
Tages-Anzeiger 12. 01. 2018
Die Trump-Regierung hat die staatliche amerikanische Gesundheitsbehörde CDC kürzlich angewiesen, eine Reihe von Begriffen aus allen offiziellen Budgetdokumenten zu streichen, die früher als unverdächtig galten. Diese schwarze Liste hat Überraschung und Protest ausgelöst. Die Regierungsanordnung stelle einerseits eine undemokratische Zensur von Sprache dar. Zudem enthalte sie Worte, die für die öffentliche Gesundheitsvorsorge zentral seien, aber auch grundsätzlich für die amerikanische Demokratie und sogar für konservative republikanische Werte. Zu den verbannten Begriffen gehört etwa das Wort «gefährdet». Aber ist es nicht gerade die Aufgabe der Gesundheitsbehörde, Krankheiten zu benennen, durch die Amerikaner besonders gefährdet sind?

Jared Diamond

Jared Diamond

Das Wort «Fötus» wird verboten

Ein anderes böses Wort ist «Vielfalt». Aber eine wirksame Gesundheitsvorsorge ist doch nur möglich, wenn man anerkennt, dass Menschen unterschiedlich und auch unterschiedlich anfällig sind. Frauen etwa sind durch Eierstockkrebs gefährdet, Männer nicht; alte Menschen durch Alzheimer, Babys nicht. Hellhäutige Amerikaner haben ein grösseres Hautkrebsrisiko als dunkelhäutige.

Zwei weitere Worte, die es auf die schwarze Liste geschafft haben, sind «faktengestützt» und «wissenschaftlich erwiesen». Aber Fakten und Wissenschaft sind doch gerade die Basis der modernen Medizin. Es ist die wissenschaftliche Forschung, welche die Fakten bewiesen hat, die heute allgemein akzeptiert sind. Zum Beispiel, dass kontaminiertes Wasser Krankheiten verursacht oder dass Antibiotika bestimmte Krankheiten heilen können. Und nur dank diesen Fakten liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Amerikanern  – republikanische Senatoren und Kongressabgeordnete eingeschlossen  – heute bei etwa 80 Jahren und nicht mehr bei knapp 50 wie noch vor zwei Jahrhunderten.

Der amerikanische Wissenschaftler Jared Diamond (80) ist einer der weltweit führenden Anthropologen und Evolutionsbiologen. Er war Professor an der Universität von Kalifornien in Los Angeles und wurde vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Bücher bekannt, darunter «Der dritte Schimpanse», «Kollaps» oder «Vermächtnis», in denen er das Schicksal menschlicher Gesellschaften darstellt. Für sein Buch «Arm und reich» wurde er mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet. (mma)
Quelle: Tages-Anzeiger
https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/geschichte/wissenschaft-und-antiwissenschaft-in-den-usa/story/31325534

Aspekte der menschlichen Sozialnatur

Von Dr. Johannes Schmid, 28. 01. 2007

Die menschliche Sozialnatur konstituiert sich aus folgenden Grundelementen:

  • Die natürliche Soziabilität
  • Die natürliche Lern- und Erziehungsfähigkeit / -bedürftigkeit
  • Die natürliche Beziehungsfähigkeit / -bedürftigkeit

Babyschreie geben Hinweise auf Sprechenlernen

Dienstag 22. Juni 2004, Würzburg (dpa)  – Bereits die Melodie der Säuglings-Schreie kann einer Studie zufolge Hinweise auf die spätere Sprachfertigkeit geben. Je variantenreicher ein Baby in den ersten Wochen weinte, desto mehr Wörter habe dieses mit 18 Monaten spontan produzieren können.

Bill Gates und Covid-19: RNA-Impfstoffe als globale Bedrohung

Clemens Arvay, Biologe, Video 13:20
Der Biologe Clemens Arvay warnt vor RNA-Impfstoffen, die unter verringerten Zulassungsstandards wegen Covid-19 laut Bill Gates eingeführt werden sollen. Das Video erklärt, wie die Impfstoffe funktionieren und dokumentiert die Aussagen von Bill Gates, die als globale Gesundheitsbedrohung zu betrachten sind.

Fußnoten: (Die Fußnoten dienen ausschließlich dem Nachweis der wörtlichen Aussagen des Bill Gates. Bitte beachten Sie bei Videos jeweils die Zeitmarken)

  1. Tagesschau vom 12.04.2020 mit Bill Gates: https://www.youtube.com/watch?v=083Vj... und - alle 7 Milliarden Menschen weltweit sollen laut Gates raschest möglich mit RNA-Impfstoffen gegen Covid-19 geimpft werden, siehe BBC-Interview ab 0 min 23 sek (https://youtu.be/ie6lRKAdvuY?t=23)

  2. BBC mit Bill Gates am 12.04.2020: https://www.youtube.com/watch?v=ie6lR...

     

  3. Bill Gates will wegen verkürzter Sicherheitsstandards mögliche Langzeitschäden in Kauf nehmen, siehe BBC-Beitrag ab 8 min 23 sek (https://youtu.be/ie6lRKAdvuY?t=503)

     

  4. Gates tritt im TV als Gesundheitsexperte auf („Health Expert“), siehe BBC-Beitrag bei 1 min 14 sek (https://youtu.be/ie6lRKAdvuY?t=74)

     

  5. Bill Gates will Testphase für RNA-Impfstoffe von den sonst üblichen 5 Jahren auf 18 Monate bis zur Marktreife reduzieren: - ab 3 min 20 sek im Abendschau-Interview (https://youtu.be/083VjebhzgI?t=200) und - ab 7 min 39 sek bei BBC (https://youtu.be/ie6lRKAdvuY?t=459)

     

  6. Bill Gates will RNA-Impfstoffe für “alle ansteckenden Krankheiten“, siehe Abendschau ab 7 min 47 sek (https://youtu.be/083VjebhzgI?t=467)

     

  7. Vice-Magazin über Clemens Arvays öffentliches Vorgehen gegen Verschwörungstheorien: https://www.vice.com/de/article/bn3wq...

     

  8. Dokumentationsarchiv Österreichischer Widerstand (DÖW) über Clemens Arvays öffentliches Vorgehen gegen Verschwörungstheorien: https://www.doew.at/erkennen/rechtsex...

     

  9. Website von Clemens Arvay: https://www.clemensarvay.com/

Brauchen wir Autorität in der Erziehung? Wege zu prosozialem Verhalten

Vortrag von Dr. med. Andreas Bau, gehalten im Rahmen einer Elternfortbildung

Ich gehe davon aus, dass alle Eltern das Beste für ihre Kinder wollen, auch wenn  sich bei weitem nicht alle bewusst damit auseinandersetzen, was es zu einem guten Gelingen der Erziehung braucht. Es ist deshalb zu begrüssen, wenn sich Eltern Gedanken über die Ziele ihrer Erziehung und darüber, wie sie diese erreichen können, machen wollen.

Buchempfehlung: «Den kranken Menschen verstehen»

Für eine Medizin der Zuwendung
von Dr. med. Sabine Vuilleumier-Koch
Nach all seinen medizinkritischen Büchern der letzten Jahre legt Giovanni Maio mit seinem neuesten Werk ein «Ermutigungsbuch» vor. Als Philosoph und Arzt mit langjähriger klinischer Erfahrung ist es ihm ein grosses Anliegen, Patienten Zuversicht zu vermitteln und allen, die in den ambulanten und stationären Einrichtungen tagtäglich ihren Dienst am Menschen verrichten, Mut zu machen, bei ihrer Sache zu bleiben und sich ihre inneren Werte nicht durch die Ökonomisierung und eine einseitig technisch-naturwissenschaftliche Medizin rauben zu lassen. Für seine Darlegungen hat Maio eine allgemeinverständliche Sprache gewählt.

Giovanni Maio erkennt das grösste Kapital der Heilberufe im inneren Antrieb, sich dem leidenden Menschen zuzuwenden. Diese innere Motivation werde durch das heutige System der Medizin zunehmend abgebaut. Maio will diesen Abbau stoppen durch eine Schärfung des Bewusstseins dafür, wie wertvoll dieses innere Anliegen ist.

Von eigenen Begegnungen mit Patienten, Berichten von Medizinstudentinnen und -studenten und Erlebnissen in öffentlichen Diskussionsrunden ausgehend, legt er seine von grosser Sorgfalt und Menschlichkeit getragenen Reflexionen dar. Im ersten Teil des Buches führt er den Leser ganz nahe an den kranken Menschen heran und gibt ihm die Möglichkeit, sich in dessen «aus der Normalität gefallene Situation» einzufühlen.

Sich einfühlen zu können ist  – neben dem unabdingbaren medizinischen Sachwissen  – Grundvoraussetzung für das Gelingen einer medizinischen Behandlung. Im zweiten Teil des Buches entwickelt Maio Wege zur Bewältigung des Krankseins, die für Patienten und jeden klinisch Tätigen hilfreich und wertvoll sind.

Quelle: Aus: Giovanni Maio: Den kranken Menschen verstehen. Für eine Medizin der Zuwendung. S. 206-208, ISBN: 978-3-451-30687-7
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2333

Cannabis Sativa – Kiffen macht langfristig dumm

Kiffen ist nicht nur schädlich für die Gesundheit. Eine Langzeitstudie über fast 40 Jahre aus den USA zeigt: Cannabis-Konsum lässt den IQ unwiderruflich schrumpfen  – besonders bei Jugendlichen.

Washington/BerlinCannabis zu rauchen macht nach einer US-Studie dumm  – vor allem junge Menschen. Forscher um Madeline Meier von der Duke University in Durham (Bundesstaat North Carolina) fanden in einer fast 40 Jahre andauernden Studie heraus, dass Hanfkonsum das zentrale Nervensystem unwiderruflich schädigen und den Intelligenzquotienten (IQ) senken kann. Das berichten sie im US- Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences"

(„Pnas" siehe: http://www.pnas.org/content/early/2012/08/22/1206820109/suppl/DCSupplemental).

Cannabis-Legalisierung – wer profitiert davon?

«Zum Zweck der Legalisierung wurde Marihuana gezielt verharmlost, und einige wenige machen damit ein Milliardengeschäft.»
von Prof. Dr. med. Jürg Barben, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, speziell Lungenerkrankungen
Zeit-Fragen Nr. 2 v. 15. Januar 2019
Vor 40 Jahren kaum denkbar und heute Realität: Während Marihuana in den USA auf Bundesebene immer noch als illegale Droge eingestuft wird, haben 30 US-amerikanische Staaten Cannabis für medizinische Zwecke zugelassen, und 10 US-Staaten haben Cannabis für den Freizeitkonsum freigegeben.1 Nach Uruguay (2014) hat nun Kanada als zweites Land angekündigt, Cannabis für den Freizeitgebrauch zu legalisieren.2 Und dies, obwohl die nachteiligen Wirkungen von Cannabis auf den Menschen in der medizinischen Fachwelt seit Jahren bekannt sind und der medizinische Nutzen gering ist.3-7­ Seit Mitte 2016 sind Marihuanaprodukte mit einem THC-Gehalt von unter 1 % auch in der Schweiz legal erhältlich. In der Schweiz sind bereits 580 Firmen in das Geschäft mit legalem Hanf eingestiegen, und der Boom hat 2017 erstmals 15 Millionen Franken in die Staatskasse gespült.8

Corona: «Die Katastrophenszenarien waren offensichtlich falsch»

Medizinprofessor Urs Scherrer bezeichnet die Corona-«Task Force» als Deckmäntelchen für die Entscheidungsunfähigkeit der Politik.
Von Prof. Dr. med. Urs Scherrer / 16. Mai 2020
upg. Die abgeschottete und stillgelegte Stadt Wuhan, das Video über den dortigen Bau eines Notspitals innerhalb einer Woche, die Bilder aneinandergereihter Särge in Bergamo oder Berichte aus New York: Sie haben tiefe emotionale Spuren hinterlassen. Deshalb ist es verständlich, dass nicht nur die notwendigen und zu spät erlassenen Verbote von Massenveranstaltungen bei uns auf breite Unterstützung stossen, sondern selbst die Schul- und Geschäftsschliessungen sowie Ausgehbeschränkungen. Noch weiss niemand sicher, ob dieser verordnete Stillstand eines Teils der Wirtschaft mit allen ihren finanziellen und sozialen Folgen sowie die Abermilliarden an neuen Schulden verhältnismässig waren. Im Folgenden stellen wir einen Gastbeitrag des Medizinprofessors Urs Scherrer* zur Diskussion.

Urs Scherrer.SRF

Notizen eines alternden Mediziners zur Corona-Krise

Ich liebe dieses Land, dem ich viel zu verdanken habe, zahlte pünktlich Steuern, hatte Vertrauen in die Institutionen. Doch inzwischen frage ich mich, ob dieses Vertrauen berechtigt war. Da tritt ein neues Virus auf, mässig gefährlich, keine Pest. Experten malen den Teufel an die Wand, die ratlose Regierung verfällt in Panik und erklärt den Notstand. Das Volk kuscht, die Freiheit ist bloss noch eine Erinnerung, das Land steht still, das Volksvermögen wird hochwassernd die Aare hinuntergespült. Der Staat verfällt in einen inkohärenten Aktivismus.

Das psychotherapeutische Gespräch

Beitrag zur modernen Psychoanalyse und Psychotherapie
Von Harry S. Sullivan
Fischer Taschenbuch 1976
Harry S. Sullivan, der zu den großen Pionieren der Tiefenpsychologie gehört, ist bei uns noch so gut wie unbekannt. Obwohl seine Lehre in den USA inzwischen den Ruf hat, die Psychiatrie unserer Zeit zu sein und seine Bücher dort zu psychiatrischen Bestsellern wurden, liegt mit diesem Buch »Das psychiatrische Gespräch« das erste Werk Sullivans in deutscher Sprache vor. Die Originalausgabe erschien 1954 in New York und wurde, wie fast alle Werke Sullivans, aus seinem Nachlaß herausgegeben. Dies Buch ist noch heute das einzige in der psychiatrischen Literatur, das den Praktiker in die notwendigen Techniken des psychiatrischen Gesprächs einführt. Es basiert auf Tonbandaufnahmen von zwei Unterrichtsfolgen, die Sullivan an der Washington School of Psychiatry hielt.

Buch Sullivan Psychotherapeutisches Gespräch  
Sullivan ergänzte sie durch sorgfältige Aufzeichnungen vor und nach den Unterrichtsgesprächen. In diesem »Psychiatrischen Gespräch« kann man also den Entdecker der modernen Psychiatrie gleichsam bei seiner psychotherapeutischen Arbeit beobachten. Das Buch hat die Spontaneität des praktischen Unterrichts, in dein gelehrt wird, wie ein psychiatrisches Gespräch geführt und wie es nicht geführt werden sollte. Dabei werden die notwendigen Verhaltensweisen des Psychiaters ebenso berücksichtigt wie die psychische und soziale Situation des Patienten.

Der Naturforscher, Philosoph und Aufklärer Ernst Haeckel

Eine Kämpferherz für Fortschritt und Bildung
von Dr. Klaus Hofmann (Kulmbach)
  1. Warum uns Haeckel noch heute interessiert

Es gab eine Zeit, in der Hegel und Haeckel verwechselt wurden. Heute passiert das kaum noch. Man kennt beide nicht mehr!

Und doch ist Haeckel (1834 - 1919) ein Mann, der wie kaum ein zweiter dazu beigetragen hat, unser Weltbild zu verändern. Zusammen mit Darwin hat er die Abstammung des Menschen ergründet und insgesamt das Menschenbild  – ob es uns gefällt oder nicht  – auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Haeckel ist der "deutsche Darwin".

Er hat die Evolutionstheorie um wichtige Beiträge bereichert und zu ihrer weltweiten Verbreitung und Anerkennung beigetragen; gegen den Widerstand von Berufsphilosophen und Theologen, die seine Aufklärungsbemühungen auf das heftigste bekämpften (ein Schicksal, das Haeckel mit Ludwig Feuerbach teilte).

Die 24 Flugzeugtypen des Dämons

Indien Wie Hindu-Nationalisten die seriöse Forschung bedrohen.
Von Arne Perras, Singapur - Süddeutsche Zeitung
Tages-Anzeiger, 2019-01-12
Als Narendra Modi ans Rednerpult trat, um den 106. «Indian Science Congress» zu eröffnen, lobte der Premier den Forscherdrang der Jugend. Er machte deutlich, wie wichtig wissenschaftlicher Ehrgeiz sei, um das Land voranzubringen. Doch es dauerte nur wenige Stunden, bis sich die Tagung in eine Lachnummer verwandelte. Seriöse Forscher waren sprachlos, als sie hörten, was zwei Kollegen dort auf der Bühne im Namen der Wissenschaft zum Besten gaben.

Die Bedeutung des Erziehungsstils.

Leserbrief von Willy Wahl an den Tages-Anzeiger, Zürich

Das Wesentliche, was die siebenjährige Nationalfondstudie hervorbringt, ist die herausragende Bedeutung des Erziehungsstils der Eltern. Nun wissen wir: Besonders günstig wirkt sich ein autoritatives Verhalten der Eltern aus, also viel Wärme und Respekt den Kindern gegenüber, strukturierter Alltag und klare Forderungen.

Die Entstehung des Entwicklungsgedankens und seine Bedeutung für die Psychologie

Vortrag gehalten an der 20. Arbeitstagung der Zürcher Schule für Psychotherapie am 7. November 1982

Gemeinschaftsarbeit einer Arbeitsgruppe von Naturwissenschaftlern

Einleitung

Der Mensch lebt nicht mehr auf einer flachen Scheibe. Er hat die Kugelgestalt der Erde erkannt. Die Erde ist nicht mehr Mittelpunkt des Universums, sondern ist einer unter neun Planeten, die die Sonne umkreisen. Die Sonne ihrerseits ist ein ganz durchschnittlicher Stern unserer Milchstrasse, die insgesamt 150 Milliarden Sterne umfasst. Aber auch sie ist nichts besonderes: Die Astronomen haben Milliarden anderer Galaxien  – grössere und kleinere  – in den Tiefen des Universums gefunden.

Die Folgen von emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit

Die Folgen von emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit

von Bruce D. Perry, M.D., Ph.D. (Sept. 99)

bruce perry 02

Bruce Perry

Vorbemerkung:

Perry’s Beobachtungen und Empfehlungen entsprechen in allen Einzelheiten unseren Erfahrungen im Intensivpädagogischen Programm der AGSP. Ferner ist seine begriffliche Diffrenzierung zwischen ATTACHMENT und BOND sehr hilfreich: Attachment meint positive Liebesbindungen; Bond umfaßt positive und pathologische Bindungen (z.B. Opfer-Täter-Fixierungen), die von unerfahrenen Richtern und Jugendamtsmitarbeitern oft zur Begründung von Verbleibens-, Rückkehr- oder Umgangs-Anordnungen herangezogen werden. In einem späteren und vielbeachteten Aufsatz hat Perry über die alarmierenden hirnphysiologischen und hirnanatomischen Defekte nach Vernachlässigung, Mißhandlung und Mißbrauch referiert.

(vgl. Violence and Childhood). K.E. (März 01)

Einleitung

Die wichtigste Eigenschaft eines Menschen ist die Fähigkeit, Beziehungen zu anderen Menschen zu bilden und zu erhalten. Diese Beziehungen sind für jeden von uns absolut notwendig, um zu überleben, zu lernen, zu arbeiten, zu lieben und sich fortzupflanzen.

Die frühe emotionale Bindung ist entscheidend für die geistige und körperliche Entwicklung.

Kinder brauchen Geborgenheit, um sich ihrer Umwelt zu stellen. Das Gehirn reift durch Herausforderung.

von Ingeborg Bördlein

Frankfurt -  In die Diskussion um eine bessere Ausbildung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland schalten sich jetzt Wissenschaftler ein, die sich mit der frühen Entwicklung von Kindern beschäftigen: Sie sehen eine sichere emotionale Bindung im ersten Lebensjahr als den besten Nährboden für gute Lebens- und Bildungschancen in späteren Jahren.

Die gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt – Peter Kropotkin

Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt  – Peter Kropotkin

Rezension von Matthias Bröckers 07. 02. 2013

Seine Prophezeiung jedoch, dass Fortschritte im wissenschaftlichen Instrumentarium wie etwa der Mikroskopie noch viele weitere Belege für die natürliche „gegenseitige Hilfe” als Motor der Evolution bringen würden, hat sich ein Jahrhundert später mehr als bestätigt.

Die Macht der schwachen Strahlung

Buch von Cornelia Hesse-Honegger
Rezension von Dr. med. Ursula Knirsch, FMH Neurologie, und Dr. med. Thomas Lippmann, FMH Psychiatrie
zf. Cornelia Hesse-Honegger ist Wissenschaftszeichnerin. In strahlenbelasteten Gebieten weltweit, darunter auch der Schweiz, suchte sie nach Insekten, die Missbildungen aufwiesen. Diese dokumentierte sie in wissenschaftlich präzisen und künstlerisch hervorragenden Zeichnungen. In ihrem Buch geht sie der These nach, dass niedrige ionisierende Strahlendosen aus Atom­anlagen, insbesondere aus Atomkraftwerken, die Tag und Nacht Strahlung im niedrigen Dosisbereich emittieren, gefährlich sind  – für Mensch und Natur.

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Die Macht der schwachen Strahlung  – Cornelia Hesse-Honegger

Cornelia Hesse-Honegger legt mit ihrem informativen Buch «Die Macht der schwachen Strahlung» eine äusserst lehrreiche, spannende und erfolgreiche Vereinigung von Kunst und Wissenschaft vor. Ausgangspunkt der vertieften Beschäftigung mit den Risiken dauerhafter radioaktiver Strahlenexposition war für die Autorin die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986. Das Buch ist somit auch der Lebensbericht einer engagierten Kunstschaffenden, die sich das Wirken für Mensch und Natur zur Herzensangelegenheit gemacht hat.

Die Autorin begann ihre fundierte Ausbildung als wissenschaftliche Zeichnerin an der Universität Zürich. Während vieler Jahre sammelte sie anschliessend Kenntnisse und Erfahrungen in verschiedenen naturwissenschaftlichen Instituten, nicht zuletzt mit durch Toxine oder Strahlung genetisch mutierten Insekten. Durch Akribie und geschärften Blick, mit denen sie schliesslich ihr künstlerisches Schaffen fortgesetzt hat, war es ihr möglich, zu entdecken und anschaulich darzulegen, dass es in der Natur sichtbare Nachweise für dauerhafte Niedrigstrahlung gibt.

«Die Macht der schwachen Strahlung» nimmt uns mit auf die Reise in das Gebiet der Strahlenbiologie zu den Blattwanzen, die als Bioindikatoren zeigen können, wo dauerhafte Strahlung biologisch wirksam ist, und zwar definitiv und unabhängig vom Paradigma von Grenzwerten.

Quelle: Zeit-Fragen
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2016/nr-27-22-november-2016/die-macht-der-schwachen-strahlung.html

Die Wahrheit über Semmelweis, Georg Silló-Seidl

Die Wahrheit über Semmelweis,  Georg Silló-Seidl

Das Wirken des großen Arzt-Forschers und sein tragischer Tod im Licht neu entdeckter Dokumente.

Semmelweis Buch

"Die Wahrheit über Semmelweis. Georg Silló-Seidl"

Die Zukunft der Menschheit (Auszug aus: „Wie der Mensch zum Menschen wurde“)

Text zum besseren Verständnis der menschlichen Sozialnatur
ausgewählt von Willy Wahl
Am 10. Juli 1976 um 6:53 nordostamerikanischer Ortszeit landete ein kleines, dreifüßiges Raumschiff weich auf der Oberfläche des Planeten Mars.

Nachdem der Staub sich wieder gesetzt hatte und das glatte Metall des Raumschiffes in der Sonne zu glänzen begann, nahmen die wissenschaftlichen Instrumente ihre Aufgabe in Angriff, das Geheimnis des roten Planeten zu erforschen, der so lange Gegenstand menschlicher Neugier gewesen war. Wenn man so will, hatte damit der menschliche Geist das erste Mal seinen Heimatplaneten verlassen und sich auf die Reise zu einem anderen Teil des Sonnensystems aufgemacht.

Ein Triumph des menschlichen Forschergeistes

Das Viking-Projekt, in dessen Verlauf zwei Sonden auf dem Mars landeten, war ein Triumph menschlicher Erfindungskraft und Entschlossenheit. Dieses Unternehmen war der unwiderlegbare Beweis für die unerschütterliche Kraft des menschlichen Intellekts, ein Produkt von Millionen Jahren menschlicher Evolution. Und doch hat uns gerade der Erfolg dieser Weltraumfahrt das gefährliche Paradoxon vor Augen geführt, dem die heutige Menschheit ausgesetzt ist. Intellektuell scheint der Mensch jedwedes Problem mit guter Aussicht auf Erfolg anpacken zu können, gleichzeitig ist er jedoch in erschreckendem Maße unfähig, die einfachsten menschlichen Probleme zu meistern. Es ist geradezu pervers, daß Haß, Vorurteile und Konflikte noch immer in einer Welt existieren, die ihre höchste materielle Vollendung dank der fast unbegrenzten menschlichen Erfindungskraft erreicht zu haben scheint.

Quelle: Auszug aus „Wie der Mensch zum Menschen wurde“, Richard E. Leakey/Roger Lewin, Hoffmann und Campe 1978, Seiten 240/241

Ein bemerkenswertes Treffen mit Präsident Trump zur Gewalt in Videospielen – und die negative Berichterstattung darüber

„This is violent, isn’t it?“
Von Rudolf Hänsel[*]
Am 8. März 2018 lud Präsident Trump Top-Manager der Spiele-Industrie, einige ihrer Kritiker sowie Kongressabgeordnete zum Round-Table-Gespräch über die Gewalt in Videospielen ein. Da die Stellungnahmen des Präsidenten gegenüber den fragwürdigen Produkten der Spiele-Industrie ungewöhnlich kritisch waren, fiel die Berichterstattung über das Treffen im „Weißen Haus“ in den deutschsprachigen wie US-amerikanischen Medien dementsprechend negativ aus. Lt. Col. Dave Grossman, einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der menschlichen Aggression war ebenfalls eingeladen, um seine Forschungsergebnisse zu präsentieren. Doch die Presse hat sie totgeschwiegen.

Haben Sie darüber etwas in deutschen Medien gelesen? Haben Sie darüber etwas Anerkennendes gelesen? Oder gesehen? Bei Heise konnte man etwas lesen, auch beim österreichischen Standard und bei Spiegel Online: „Das Weiße Haus ballert drauf los“. Viel mehr Aufmerksamkeit gab‘s nicht.  – Dr. Rudolf Hänsel, Erziehungswissenschaftler und Psychologe, ist mit einem der Teilnehmer der Runde beim US-Präsidenten befreundet und berichtet für die NachDenkSeiten über dieses Treffen. Das klingt ziemlich anders als bei Spiegel und Co. Albrecht Müller.

Den Artikel von Spiegel Online finden Sie hier:
http://www.spiegel.de/netzwelt/games/donald-trump-und-gewalt-in-videospielen-das-weisse-haus-ballert-drauf-los-a-1197235.html

Das Ausmaß an Gewalt in Videospielen formt die Gedanken junger Leute.

[«*] Dr. Rudolf Hänsel ist Erziehungswissenschaftler und Diplom-Psychologe, er ist auch Experte für die Prävention von Jugend-, Schul- und Mediengewalt. Weitere Informationen unter www.psychologische-menschenkenntnis.de.
Quelle: Nachdenkseite
http://www.nachdenkseiten.de/?p=42882

Epigenetik und Sport – Krafttraining hält die Gene "jung"

Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Bloch
von Prof. Dr. Wilhelm Bloch
Im Laufe des Lebens verändern sich unsere Gewebe und Organe auf vielfältige Weise. Das betrifft die Zellen und das Bindegewebe und geht unter anderem damit einher, dass die Regeneration und der Erhalt von Geweben und Organen beeinträchtigt werden. Diese langfristige Veränderungen sind verbunden mit Veränderungen der Genaktivität und Verfügbarkeit, die diese Prozesse steuern bzw. beeinflussen. Solche langfristigen Veränderungen der Genaktivität bezeichnet man als epigenetische Veränderungen, denen vor allem spezifische Modulationen, die für die Packung der DNA im Chromatin verantwortlich sind, zugrunde liegen.

Auch unser größtes „Organ“  – die Skelettmuskulatur  – ist von epigenetischen Veränderungen im Laufe des Lebens betroffen. Dies betrifft sowohl die Muskelfaser als auch die für deren Regeneration wichtigen Satellitenzellen. Daraus ergibt sich die Frage nach dem richtigen Training für den Erhalt der notwendigen Genfunktion in Muskelfasern und Satellitenzellen.

Universitätsprofessor für Molekulare und Zelluläre Sportmedizin am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln
http://www.kieser-training.de/fachkongress-dresden/vortraege/prof-dr-wilhelm-bloch

Ergründerin der menschlichen Existenz

Anna-Sapfo Malaspinas erforscht anhand von DNA-Daten die Genese des modernen Menschen.
Nik Walter, Lausanne
12.01.2018
In ihrem noch jungen Forscherleben ist Anna-Sapfo Malaspinas schon weit herumgekommen. Sie war unter anderem auf den Osterinseln, in Brasilien und in Australien  – alles Orte, wo noch indigene Völker leben, die Malaspinas untersucht. Ihre Doktorarbeit schrieb sie in Berkeley (Kalifornien), danach forschte sie vier Jahre in Kopenhagen und zwei Jahre in Bern. Mitte 2017 hat sich der Kreis der in Genf als Tochter griechischer Einwanderer geborenen Weltenbummlerin vorerst (fast) wieder geschlossen: Die 35-Jährige wurde im Mai 2017 als Assistenzprofessorin für Evolutionsbiologe und Bioinformatik an die Universität Lausanne berufen.

So wirblig und vielfältig wie ihre bisherige Karriere als Forscherin ist Anna-Sapfo Malaspinas auch als Person. Sie kann es irgendwie gar noch nicht fassen, dass sie jetzt Professorin ist, sie sprüht vor Ideen, wirkt immer leicht überdreht, findet ziemlich vieles «cool» und lacht häufig während unseres Gesprächs in ihrem kleinen, noch karg eingerichteten Büro im Gebäude Génopode auf dem Campus der Uni Lausanne. Und kaum etwas deutet in dem eher schmucklosen Raum darauf hin, dass sich hier  – und in Malaspinas’ Forschung  – alles um die ganz grossen Fragen der menschlichen Existenz dreht: Woher kommen wir? Wo liegen die gemeinsamen Wurzeln aller heute lebenden Menschen? Wie haben unsere Vorfahren die Welt erobert?

Malaspinas ist keine klassische Paläoanthroplogin, die mit Handschaufel, Kelle und Pinsel im Feld nach fossilen Überresten von Urmenschen buddelt, die alten Knochen dann mit anderen Fossilfunden vergleicht und so den Stammbaum des Menschen zu rekonstruieren versucht. Sie arbeitet vielmehr mit dem Computer. Das Material, das ­Malaspinas untersucht und verarbeitet, sind DNA- respektive Erbgutdaten verschiedener menschlicher Populationen, sowohl von heute lebenden als auch von lange ausgestorbenen.

Mehr zu Prof. Dr. Malaspinas: https://www.unil.ch/fbm/fr/home/menuinst/communication/nouveaux-professeurs/2017/malaspinas-anna-sapfo.html
Quelle: Tages-Anzeiger
https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Ergruenderin-der-menschlichen-Existenz/story/21029837

Erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Kernkraftwerken

Erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Kernkraftwerken

Im Dezember 2007 erschien die im Auftrag des deutschen Bundesamts für Strahlen­schutz (BfS) in Auftrag gegebene Kinderkrebsstudie1. Die sowohl aus Befürwortern als auch Kritikern der Atomkraft bestehende externe Expertenkommission konzipierte eine ausserordentlich detaillierte wissenschaftliche Untersuchung.

Die Resultate dokumentieren eindeutig eine Erhöhung des Leukämierisikos bei Kindern in Abhängigkeit der Nähe ihres Wohnorts zu einem Kernkraftwerk.

Ethik in Wissenschaft und Politik – ein Leserbrief und unsere Antwort

Auf unseren kürzlich publizierten Artikel "Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt" (www.seniora.org/989) schrieb uns ein Seniora-Leser:

Guten Tag,
den letzten Satz in diesem interessanten Berichtkann ich nicht nachvollziehen. Kosinski sagt, er habe keine Schuld, er habe die Bombe nicht gebaut, sondern nur gezeigt, dass es sie gibt. Doch so, wie ich es verstanden habe, war er der Architekt. Mit anderen Worten, ohne die von ihm erarbeiteten Grundlagen hätte "die Bombe" vermutlich erst gar nicht gebaut werden können.
Warum ist es mir wichtig, das klarzustellen?

Wissenschaft ist ein mächtiger und wichtiger Bestandteil der Zivilisation mit einem Nachteil, Wissenschaftler machen sich wohl oftmals nicht die Mühe, ihre Arbeit nach den Kriterien des Für und Wider abzuwägen. Das ist auch nicht immer leicht, doch bei Kosinskis Arbeit stand von Beginn an fest, dass die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs größer war, als der sich daraus ergebende Nutzen. Das erkannte Verhaltensmuster zur Verhaltens-Manipulation verwendet werden, ist eine absolut logische Konsequenz und wird seit langer Zeit von den "Oberen" im Rahmen der Möglichkeiten praktiziert. Beispiel, die Stasi-Akten dienten genau diesem Zweck.

Die Zahl der Menschen, die einen großen Teil ihres täglichen Lebens darauf ausrichten, möglichst wenige Spuren im Netz zu hinterlassen, ist sehr gering. Man wird heute als Neandertaler angesehen, wenn man weder ein Handy noch eine Facebook- oder Twitter-Account hat und auch seine Einkäufe noch immer ausschließlich oder zumindest fast ausschließlich mit Bargeld zahlt.

Ethikkommission warnt vor Ritalin

Über die „Verbesserung" des Menschen mit pharmakologischen Wirkstoffen

Stellungnahme Nr. 18/2011, Bern, Oktober 2011
Verabschiedet von der Ethikkommission am 15. September 2011

Fernsehen macht Kinder dumm

Fernsehen: Wichtig ist, was Kinder gucken /ddp

LONDON/SEATTLE/BALTIMORE. Ein hoher Fernsehkonsum im Kindesalter führt später zu schlechteren Schulabschlüssen und verhindert akademische Laufbahnen. Dies ergeben übereinstimmend drei Studien in den Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, wobei Editorialisten eine Ehrenrettung für die vielen „pädagogischen Sendungen“ versuchen.

Frans de Waal: Der Affe in uns. Warum wir sind, wie wir sind

Frans de Waal: Der Affe in uns. Warum wir sind, wie wir sind  

Mitgefühl der Menschenaffen: Frans de Waal über Ähnlichkeiten zwischen Affe und Mensch

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Frans de Waal

In zoologischen Gärten kommt es gelegentlich zu fatalen Unfällen. Vor Jahren fiel im BrookfieldZoo in Chicago ein dreijähriges Kind fünf Meter tief ins Primatengehege. Die Gorillafrau Binti Jua eilte herbei und schnappte sich das Kind.

Gedanken zur Präimplantationsdiagnostik PID

von Erika Vögeli
Wenn wir [in der Schweiz] am 14. Juni über die Vorlage bezüglich Präimplantationsdiagnostik abstimmen sollen, stehen wir [nicht nur in der Schweiz] vor einer komplexen Fragestellung.

Konkret geht es um die Änderung von Art. 119 der Bundesverfassung, damit Gentests  – die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID)  – bei im Reagenzglas hergestellten Embryonen durchgeführt werden dürfen. Die PID soll im Fortpflanzungsmedizingesetz erlaubt werden. Der ursprüngliche Vorschlag des Bundesrates wollte die PID nur für jene Elternpaare zulassen, die um die Gefahr der Weitergabe einer schweren Erbkrankheit wissen. Um nicht von vornherein auf die Erfüllung des Kinderwunsches verzichten zu müssen, soll die PID erlauben, eine mögliche Vererbung solcher Krankheiten auszuschliessen.

Der Vorgang als solcher wirft bereits eine Reihe ethischer Fragen auf. Mit der Neuformulierung des Gesetzesartikels durch eine Parlamentsmehrheit stellen sich diese aber neu und in ganz anderer Brisanz. Jeder der künstlich erzeugten Embryonen soll auf Erbkrankheiten und mittels «Preimplantation Genetic Screening» auf überzählige oder fehlende Chromosomen getestet werden können. Während der geltende Verfassungsartikel die In-Vitro-Fertilisation für so viele Embryonen zulässt, als der Frau «sofort eingepflanzt werden können», würde der geänderte Verfassungsartikel die PID ermöglichen, wobei «so viele menschliche Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau zu Embryonen entwickelt werden [dürfen], als für die medizinisch unterstützte Fortpflanzung notwendig sind.» (BV Art. 119 Abs. 2c) Was heisst das? Wozu diese unklare Ausweitung und Abkoppelung von Frau und Schwangerschaft? Heute mag der Embryo noch geschützt sein, bevor er in die Gebärmutter eingepflanzt wird. Wie lange noch? Und was steht uns dann bevor?

Die Diskussion um Menschenzüchtung im Sinne genetischer Auswahl ist in unseren Medien bereits lanciert (vgl. «Nur das Beste für den Nachwuchs», Neue Zürcher Zeitung vom 17. April 2015). Eugenik nannte man das in den 1930er Jahren   – der Begriff weckt allerdings abstossende Erinnerungen an «Herrenmenschen»auswahl. Daher segelt die Diskussion um die «technologische» Verbesserung des Menschen heute unter dem Begriff «Transhumanismus». Die Vorstellung ist in ihrer Essenz nichts anderes: Unter Berufung auf Vernunft und Wissenschaft wird eine Verpflichtung auf Fortschritt abgeleitet, der auch eine «Ausweitung» der menschlichen Natur mittels technologischen Mitteln hin zum «Posthumanen» oder «Transhumanen» beinhalten soll. Aber:

Quelle: 2015 © Zeit-Fragen. Alle Rechte reserviert.
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2120

Hamburger Erkenntnisse: Prof. Nils Kucher über Lungenembolien und Behandlungsmethoden

An keinem anderen deutschen Bundesland wurden mehr Covid-19-Tote obduziert als in Hamburg.
Video Interview mit Prof. Dr. med. Nils Kucher 09:41
Der Schweizer Mediziner Professor Nils Kucher arbeitet am Universitätsspital Zürich und kritisiert im Interview mit welt.de die Vorgehensweise des Robert Koch-Instituts und bestätigt die häufigste Todesursache durch das Coronavirus: Lungenembolie.

Hirntod einer Idee – Die Erblichkeit der Intelligenz

Buch von Manfred Velden
Es ist wissenschaftlich umstritten, inwieweit die Intelligenz erblich ist. In einer relativ breiten Öffentlichkeit herrscht allerdings die Meinung vor, dass die Intelligenz in hohem Maße erblich ist und dass dies bedeutet, dass sie nur in geringem Umfang durch soziale Intervention verbessert werden kann.

Das Buch stellt die wissenschaftlichen Methoden der Bestimmung der Erblichkeit im Einzelnen dar. Aus diesen Methoden folgt eindeutig, dass es einen allgemeinen Wert für die Erblichkeit der Intelligenz nicht geben kann (die veröffentlichten Erblichkeiten schwanken zwischen 10 und 90 %) und dass ein Erblichkeitswert praktisch nichts darüber aussagt, in wieweit die Intelligenz verändert werden kann.

Die Geschichte der Erforschung der Erb­lichkeit der Intelligenz wird nachgezeichnet. Ganz offensichtlich ist das Fach von Unseriösität geplagt und hat in großem Umfang sozialen Schaden angerichtet, zum Beispiel in Zusammenhang mit Eugenik (Zwangssterilisierung), Immigration (Veränderung von Einwanderungsquoten für die U.S.A.) oder Bildungspolitik (Einschränkung der Studierquote in England und Wales).

Hohe soziale Kompetenz bei Kleinkindern

Interesse an anderen Kindern wesentlich größer als angenommen

Sozialkompetentes Verhalten entwickeln Kleinkinder vor allem im Spiel miteinander und weit weniger im Kontakt mit den Eltern oder anderen Erwachsenen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Marie-Meierhofer-Instituts für das Kind in Zürich. Beim Forschungsprojekt wurde das soziale Verhalten von Kindern in der vorsprachlichen Phase empirisch untersucht. Die Resultate belegen, dass das Zusammensein mit anderen Kindern schon sehr früh ein eigenständiges Lern- und Erfahrungsfeld darstellt. 

Humboldts Anschauung der Welt

In Deutschland gehören netto zwei Jahrhunderte dazu, um eine Dummheit abzuschaffen.
von Botho Cude

Buchtitel: Kosmos, Buchautor: Alexander von Humboldt Verlag: Die Andere Bibliothek

Die Natur ist eine Gans, man muß erst sie zu etwas machen.Goethe /1/

“Die Andere Bibliothek” hat uns in der letzten Zeit mit einigen schätzbaren Großdrucken beglückt. Jetzt ist Alexander von Humboldts ursprünglich fünfbändiger “Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung” in einem voluminösen Werk von über 900 Seiten im Quart-Format neu aufgelegt worden. Beigefügt ist im Reprint der “Physikalische Atlas” von Heinrich Berghaus, seinerzeit gedacht als Hilfsmittel beim Studium von Humboldts “Kosmos”.

http://www.rationalgalerie.de/humboldts-abschauung-der-welt.html

John Bowlby "Bindung als sichere Basis"

Grundlagen und Anwendung der Bindungstheorie
Mit Geleitworten von Burkhard und Oslind Stahl und Jeremy Holmes Aus dem Englischen von Axel Hillig und Helene Hanf 4. Auflage 2018. 163 Seiten. (Originaltitel: A secure base)

Buch Bowlby Bindung als sichere Basis
Best of Bindung

Wie wächst ein Kind zu einem gesunden, ausgeglichenen und selbstsicheren Menschen heran? Die sichere Bindung an die Eltern ist die Basis, von der aus Kinder die Welt erkunden und sich entwickeln. Misslingt sie, können sich Eifersucht, Angst, Wut, Kummer oder Niedergeschlagenheit festigen und Menschen ein Leben lang belasten.

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