Seniora.org - Geschichte

«Israel ist für Juden das unsicherste Pflaster der Welt»

Ilan Pappe ist unter Israels Historikern wohl der umstrittenste. Jetzt nimmt er eine Auszeit in England. Zuvor hat er sich noch mit der Friedensbewegung angelegt.

von Marlène Schnieper, Haifa

Ilan Pappe? Der erste Student, der uns auf dem Parkplatz der Universität Haifa begegnet, strahlt, als er den Namen hört. «Kennen Sie den Mann?» fragt er. Er sei ein Palästinenser aus Akko, ein Araber mit israelischem Pass, stellt er sich vor.

“Rückblick auf unsere Vergangenheit”

Erinnerungen zweier Friedenskämpfer
Von Doris und George Pumphrey*
Uli Gellermann’s Interpretation und Vorführung eines Rubikon-Beitrags von Doris Pumphrey, die er in seiner Rationalgalerie veröffentlicht hat, ist kein Ruhmesblatt für linke Meinungsmacher. (http://www.rationalgalerie.de/kritik/rubikon-macht-trump-reklame.html.)  Demnach wäre Pumphrey eine Trump-Propagandistin! Dass Linke anderen Linken lustvoll schaden, gehört zu den deutschen Erbübeln. Wie sehr sich Gellermann da aber vertan hat, belegt die Vita von Doris und George Pumphrey.

„Eine feine Gesellschaft – Jubiläumsjahre und ihre Tücken“ Hans Fricke

„Eine feine Gesellschaft  – Jubiläumsjahre und ihre Tücken“

von Hans Fricke

Die in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2009 und 2010 zu begehenden Jubiläen und Gedenktage sind mit Ausnahme des 60. Jahrestages der Verkündung des Grundgesetzes alle der „Wiedervereinigung“ und damit zusammenhängenden Ereignissen gewidmet.

Verständlich, dass sie bei den Bundesbürgern unterschiedliche Emotionen und Reaktionen hervorrufen.

„Es gibt nicht nur ein Lambarene, jeder kann sein Lambarene haben“

„Es gibt nicht nur ein Lambarene, jeder kann sein Lambarene haben“

Zum im 2005 erschienenen und leider bereits vergriffenen Buch: „Mit dem Herzen einer Gazelle und der Haut eines Nilpferdes  – Albert Schweitzer in seinen letzten Lebensjahren und die Entwicklung seines Spitals bis zur Gegenwart“ von Jo und Walter Munz.

von Urs Knoblauch, Pädagoge und Kulturpublizist, Fruthwilen TG

„Kennen Majestät das Alte schon?“

Von Carl Bossard, 21.03.2018
JOURNAL21, 24. März 2018
Innovatives, Neues, Anderes  – das ist in der Schule die Devise. Doch es gibt auch klassische Erkenntnisse mit alterungsresistentem Gehalt. Sie gelten heute und immer. Ein Erinnerungsversuch.

«Der Westen ist raubtierhaft und kannibalistisch, ernährt sich von den Ressourcen anderer Völker und versucht, deren ganze Zukunft zu verschlingen»

«Grosse Zivilisationen haben im Osten wie im Westen geblüht, weil sie geistige Nahrung für die Menschen aller Zeiten hervorbrachten. […] Diese grossen Zivilisationen wurden durch Menschen vom Typ unserer modernen frühreifen Schuljungen zugrunde gerichtet  – neunmalklug und auf oberflächliche Weise kritisch, sich selbst verehrend und geschickt auf dem Markt des Profits und der Macht feilschend, effizient im Umgang mit Nebensächlichem, die […] am Ende, von selbstmörderischer Gier getrieben, die Häuser ihrer Nachbarn in Brand setzten und schliess­lich selbst von Flammen eingehüllt wurden.»

Rabindranath Tagore, zit. nach Mishra, S. 294

«Der Westen ist raubtierhaft und kannibalistisch, ernährt sich von den Ressourcen anderer Völker und versucht, deren ganze Zukunft zu verschlingen»

Der indische Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore und sein unermüdliches Engagement für ein friedliches Zusammenleben  – ein Vorbild für heute

von Thomas Schaffner

Asien ist im Aufbruch. Davon legt nicht nur die «Erklärung von Shanghai» der CICA, der «Konferenz für Interaktion und vertrauensbildende Massnahmen in Asien», beredtes Zeugnis ab (vgl. Zeit-Fragen Nr. 14/15 vom 1. Juli). Auch bilateral werden die Beziehungen der Länder Asiens vertieft  – ohne Einbezug des Westens.

«Die Gründerväter Europas waren in der Hand der Amerikaner»

Interview von Alexandre Devecchio («Le Figaro») mit Philippe de Villiers*
Das schlaffe Europa, unter dem wir heute leiden, ist keine Fehlentwicklung der eigentlichen Absichten der Gründer des Vertrags von Rom [Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft], sondern die eigentliche Umsetzung ihres Projekts, hebt der ehemalige Präsidentschaftskandidat für das Elysee, Philippe de Villiers, anklagend hervor.

«Es wird offensichtlich, dass die ‹Gründerväter› nicht dem geheiligten Bild der mythologischen Erzählung entsprachen. Es waren Menschen in der Hand der Amerikaner, geschwächt und abhängig.»

«Einer dauerhaften Friedenslösung den Weg bereiten»

Rolf Verleger und die Berliner Erklärung "Shalom 5767"

von Miriam Weissbrod und Daniel ben Elias

In seiner sehr persönlichen Auseinandersetzung mit dem Judentum und Israel versucht Rolf Verleger, ein deutscher Jude der Nachkriegsgeneration, einen Ausweg zu finden aus der scheinbar ausweglosen Situation in Palästina.

«Ich habe an einem Faden des Lügengespinstes gezogen, und es ist alles ans Licht gekommen»

Buchbesprechung
von Rita Müller-Hill
Zeit-Fragen Nr. 10 v. 23. April 2019
In der Sendung Les Terriens du samedi, ausgestrahlt am 9. März im französischen Fernsehen Canal+, wurde Philippe de Villiers vom Journalisten Thierry Ardisson gefragt, ob Angela Merkel die Geschichte Walter Hallsteins, des ersten Präsidenten der Europäischen Kommission, bekannt war, als sie am 13. November 2018 im Deutschen Bundestag eine grosse Lobrede auf ihn hielt. Philippe de Villiers antwortet sehr ernst: «Ja, und ich denke, sie hat gelogen.»1

3. Wissenschaftliche Konferenz - Frühsozialismus und direkte Demokratie

Vorankündigung!

Liestal, Kulturhotel Guggenheim  – Samstag, 1. Oktober 2016, 8.30 bis 16.30 Uhr

Das Forschungsinstitut direkte Demokratie befasst sich seit längerem mit der Geschichte der direkten Demokratie in der Schweiz und dem Genossenschaftsprinzip.

Als Historiker habe ich vor acht Jahren das „Forum zur Erforschung der direkten Demokratie“ gegründet und regelmässig Arbeitstagungen am Zentrum für Demokratie (ZDA) in Aarau organisiert.

30 Jahre Mütter der Plaza de Mayo

30 Jahre Mütter der Plaza de Mayo

Kopftücher gegen die Diktatur  – mit einem Festakt und zahlreichen Veranstaltungen wurden in Buenos Aires die Mütter der Plaza de Mayo geehrt

Von Gottfried Stein, ARD-Hörfunkstudio Südamerika 2007

Bei Kindern und Jugendlichen Interesse für das reale Leben wecken

Ein Besuch bei der «Station Junger Naturforscher und Techniker Weisswasser»

ds. Eltern, Schulleiter, Gemeindepräsidenten und andere, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, suchen nach Möglichkeiten sinnvoller Freizeitbeschäftigung für die Jugend. Es geht darum, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für das reale Leben zu wecken und praktische Fähigkeiten zu entwickeln, die ihnen erlauben, sich in Familie und Gesellschaft konstruktiv einzubringen und so zum Gelingen eines gedeihlichen Zusammenlebens beizutragen. Kinder und Jugendliche lieben und brauchen solche Aufgaben. Das folgende Gespräch mit zwei Vertretern der «Station Junger Naturforscher und Techniker Weisswasser» in der Oberlausitz, nahe der deutsch-polnischen Grenze, zeigt, wie sinnvolle Jugendarbeit aussehen kann.

Bordeaux, Stadt der Sklavenhändler

13 Millionen Menschen wurden vom 16. bis zum 19. Jahrhundert auf europäischen Sklavenschiffen von Afrika nach Amerika verschleppt. Es ist ein Verbrechen, das die USA bis heute zerreisst.
Von Nadia Pantel
Tages-Anzeiger, 26. 06. 2018
461-mal verliessen die Sklavenschiffe den Hafen von Bordeaux, vom Quai unweit der Place de la Bourse. Die Stadt war der wichtigste Sklavenhändlerhafen nach Nantes. Und sie war der wichtigste Umschlagplatz für Kolonialwaren, angebaut von Sklaven auf französischen Plantagen. Nantes eröffnete 2012 eine Gedenkstätte für die Abschaffung der Sklaverei. Hier an der Place de la Bourse ist das steinerne Gesicht an der Fassade das Einzige, was an diese Zeit erinnert. Es wurde angebracht von denen, die vom Reichtum der Kaufleute erzählen wollten, von exotischen Welten  – nicht von denen, die im Rumpf der Schiffe und auf den Zuckerrohrfeldern starben wie Tiere.

Will die Erinnerung erhalten: Karfa Diallo. Video: YouTube / France 3

Weiterlesen: https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/alle-mal-herhoeren/story/28336603

Buchempfehlung: «Erinnerungen einer Mutter»

Ein aussergewöhnliches Buch
Von Marcjanna Fornalska (3. Januar 1870 - 25. Dezember 1963)
Das Buch über Malgorzata Fornalska* - Mitglied des Zentralkomitees der Polnischen Arbeiterpartei - die von der Gestapo 1944 im Gefängnis zu Tode gequält wurde - war als eine Niederschrift der Erinnerungen gedacht. Aber es ist zu einem Dokument der Epoche, zu einem Dokument der Menschlichkeit, zu einem Stück Geschichte geworden, wieder zum Leben erwacht in einem warmen Menschenherzen. Ich bin davon überzeugt, daß hinter den einfachen, herrlichen Worten der «Erinnerungen» jeder den Herzschlag der proletarischen Mutter fühlt, die fast zum Symbol geworden ist. Jeder wird Marcjanna Fornalska für ihre Arbeit, die - so sollte man meinen - für eine Frau ihres Alters zu schwer ist, tief dankbar sein — dafür, daß sie uns ein Werk geschenkt hat, das dem Leser zu einem echten, tiefen Erlebnis wird.

Buch Erinnerungen einer Mutter Fornalska Cover

 Die erstaunliche Entstehung des Buches erfahren wir in den beiden nachstehenden Vorworten:

Beim Lesen der «Erinnerungen von Marcjanna Fornalska»

Von Maria Rutkiewicz**

Immer wenn ich beim Abschied die schmächtige Gestalt von Marcjanna Fornalska umarmte, wenn mich die runzligen Wangen der Großmutter berührten, dachte ich: Um wieviel weniger wüßte ich von Güte und Edelmut, hätte ich sie nicht kennengelernt.

Buchempfehlung: DDR – Meilenstein der Geschichte

mit einem Kommentar von Volker Bräutigam
Im nunmehr zehnten Band der Reihe "Spuren der Wahrheit" griffen 70 Zeitzeugen zur Feder, setzten sich an den Computer, um mit Herzblut ihren Kindern, Enkeln, den nachfolgenden Generationen zu vermitteln, was für sie das Leben in 40 Jahren Deutsche Demokratische Republik ausmachte.

Kaum einer euphorisch, sondern vorherrschend sachlich, oft kritisch, manchmal auch emotionsgeladen, zum Teil humorvoll, persönlich, einfühlsam, meist detailgetreu, gelegentlich verallgemeinernd  – spürt man bei allen Autoren das dringende Verlangen, sich mit den eigenen Erlebnissen und Wahrnehmungen in der DDR so auseinanderzusetzen, dass dieses kleine Land nicht auf seine Fehler reduziert wird, dass das Positive nicht in Vergessenheit gerät.

DDR Meilenstein

DDR  – Meilenstein der Geschichte (Aus der Reihe "Spuren der Wahrheit")
Horst Jäkel (Hrsg.)
ISBN: 978-3-89819-410-5
452 Seiten, Preis: 20.00€
http://gnnverlag.de/produkt-uebersicht/neuerscheinungen/ddr-meilenstein-der-geschichte/

Ich habe Volker Bräutigam vor fünf Jahren gebeten, einige Gedanken anlässlich dieser Neuerscheinung zu schreiben, keine Rezension, sondern eine Gegenstimme zur unsäglichen Propaganda gegen die DDR als vorgeblichen “Unrechtsstaat”. Vor einigen Jahren hatte ich die Gelegenheit mit meiner Frau und Volker auf seinem Boot in See zu stechen  – unter DDR-Flagge! Ein wunderschönes Erlebnis.

Hier Volkers Antwort, er hat sie inzwischen aktualisiert: (2019)

Ich schreibe als ein „Wessi“, der familiäre und politische Kontakte in der DDR bis zu deren Ende hatte und der sich regelmäßig und gerne in der „Zone“ aufhielt, also sein Leben in beiden deutschen Staaten leben durfte.

Buchempfehlung: Karin Leukefeld "Syrien zwischen Schatten und Licht"

Buch Leukefeld Syrien

Karin Leukefeld  – Syrien zwischen Schatten und Licht  – Menschen erzählen von ihrem zerrissenen Land
Mit zahlreichen SW-Fotos  – ca. 280 Seiten  – ISBN 9783858696892

Als 1916 die Staatsgrenzen Syriens und seiner Nachbarstaaten gezogen wurden, war die Region schon ein Spielball der Großmächte. Hundert Jahre später liegt das Land in Trümmern. Zeitzeugen berichten über Leben, Hoffnungen und Scheitern in Syrien.

Das Wunder von Asunción

Das Wunder von Asunción

von Wolf Gauer

Am 20. April gewann der Theologe Fernando Lugo die Präsidentschaftswahl in Paraguay, am 15. August wird er sein Amt antreten. Die Demoskopie hatte den Sieg vorausgesagt. Doch es fiel schwer, daran zu glauben. Zu lange hatten Diktaturen und fremde Mächte in das Land hineinregiert, Paraguay entvölkert und ausgebeutet. Und nun, ein Wunder? Zur Erklärung ein Blick in die Saga eines wenig beachteten Landes. Wolf Gauer mit einem geschichtlichen Abriss und über eine historische Chance  – die Redaktion.

Der Gipfel der Heuchelei

Der Gipfel der Heuchelei

von Volker Bräutigam, 10. Juni 2009 

Großen Eindruck hat US-Präsident Obama mit seiner Rede in Kairo und seinen Auftritten in Europa, u. a. in Buchenwald, gemacht, Stürme der Begeisterung geweckt.

Die Entstehung des Entwicklungsgedankens und seine Bedeutung für die Psychologie

Vortrag gehalten an der 20. Arbeitstagung der Zürcher Schule für Psychotherapie am 7. November 1982

Gemeinschaftsarbeit einer Arbeitsgruppe von Naturwissenschaftlern

Einleitung

Der Mensch lebt nicht mehr auf einer flachen Scheibe. Er hat die Kugelgestalt der Erde erkannt. Die Erde ist nicht mehr Mittelpunkt des Universums, sondern ist einer unter neun Planeten, die die Sonne umkreisen. Die Sonne ihrerseits ist ein ganz durchschnittlicher Stern unserer Milchstrasse, die insgesamt 150 Milliarden Sterne umfasst. Aber auch sie ist nichts besonderes: Die Astronomen haben Milliarden anderer Galaxien  – grössere und kleinere  – in den Tiefen des Universums gefunden.

Die gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt – Peter Kropotkin

Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt  – Peter Kropotkin

Rezension von Matthias Bröckers 07. 02. 2013

Seine Prophezeiung jedoch, dass Fortschritte im wissenschaftlichen Instrumentarium wie etwa der Mikroskopie noch viele weitere Belege für die natürliche „gegenseitige Hilfe” als Motor der Evolution bringen würden, hat sich ein Jahrhundert später mehr als bestätigt.

Die Malwinen sind argentinisch

Die Malwinen sind argentinisch

Ein (neo)kolonialistisches Lehrstück

von Wolf Gauer*, São Paulo

Ich erinnere mich sehr genau. Vierter Mai 1982.

Ich saß gegen Abend vor meinem Kurzwellen-Empfänger und hörte Radio BBC ab. Sondermeldung: „Ihrer Majestät Schiff Sheffield ging..."  – der Sprecher verhielt und schluckte hörbar  – „ heute verloren".

Die politisch und massenmedial orchestrierte Stimmungsmache gegen Russland ist brandgefährlich

Die politisch und massenmedial orchestrierte Stimmungsmache gegen Russland ist brandgefährlich

Offener Brief von Ulrike und Werner Schramm. Weder EU noch bundesdeutsche Politiker sprechen in unserem Namen

Sehr geehrte Frau (Ex-)Abgeordnete,
sehr geehrter Herr (Ex-)Abgeordneter,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

um es gleich vorab zu sagen: Sowohl wir als auch die Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung tragen nach wie vor die zu beobachtende devote Haltung seitens der Politik gegenüber den US-amerikanischen Kriegsplanungen nicht mit.

Die Rechte und Pflichten der Nationalstaaten wieder ins Zentrum stellen

Für ein Europa souveräner Staaten, die das Recht achten und den Frieden wahren
von Karl-Jürgen Müller
Auf dem Weg vom Malojapass im Engadin in Richtung Forno-Gletscher kommt der Wanderer an einem Jahrzehnte alten Kulthaus der linksalternativen Szene vorbei. Es ist das Salecina-Haus. Dort ist ein riesengroßes Plakat angebracht. Auf dem steht: «No borders»  – Keine Grenzen. Auch auf der Internetseite des Hauses blinkt diese Aufschrift gleich auf der Startseite. Manch einer wird sagen: Was soll’s, das sind halt die Linksalternativen. Die muss man nicht ernstnehmen. Das ist eine unbedeutende Minderheit.

Seitdem Migranten in sehr hoher Zahl nach Europa kommen, von der offiziellen Politik der deutschen Bundeskanzlerin (CDU) und der Europäischen Union «willkommen» geheißen und Grenzkontrollen sowie die rechtlichen Bestimmungen für diese Kontrollen monatelang außer Kraft gesetzt wurden, steht allerdings die Frage im Raum, wie einflussreich diese Minderheit ist und wer alles sonst noch «No borders» fordert.

Zwei interessante Bücher

Die Publizistin Friederike Beck hat ein Buch geschrieben, dass dieser Frage nachgeht: gründlich und gut belegt. Der Titel klingt ein wenig reißerisch: «Die geheime Migrationsagenda. Wie elitäre Netzwerke mithilfe von EU, Uno, superreichen Stiftungen und NGOs Europa zerstören wollen» (2016, ISBN 978-3-86445-310-6). Aber die Darlegungen in diesem Buch sind sehr informativ  – und vor allem: sehr ernst zu nehmen. Die Kapitel tragen die Überschriften «Das große Versagen der EU», «Die Rolle der Uno bei der Durchsetzung der Migrationsagenda», «No borders, no nation: Die grenzenlose Agenda der Chaos-Stiftungen».

Karl-Jürgen Müller ist Lehrer in Deutschland und unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde.

Die USA – im dauernden Kriegszustand

Die USA  – im dauernden Kriegszustand

von Prof. Dr. Albert A. Stahel, Institut für Strategische Studien, Wädenswil

Seit ihrer Anerkennung als unabhängiger Staat im Pariser Frieden vom 3. September 1783 befinden sich die USA im Kriegszustand. Von 1801 bis 1805 führten sie gegen Marokko, Algier, Tunis und Tripolis den Ersten Barbareskenkrieg. Am 18. Juni 1812 erklärten die USA Grossbritannien den Krieg mit dem Ziel, Kanada zu erobern. Der Krieg wurde am 24. Dezember 1814 mit dem Frieden von Gent beendet. 1815 folgte der Zweite Barbareskenkrieg gegen Algier, Tunis und Tripolis.

Die Wahrheit über Semmelweis, Georg Silló-Seidl

Die Wahrheit über Semmelweis,  Georg Silló-Seidl

Das Wirken des großen Arzt-Forschers und sein tragischer Tod im Licht neu entdeckter Dokumente.

Semmelweis Buch

"Die Wahrheit über Semmelweis. Georg Silló-Seidl"

Ein besorgter Blick nach Deutschland

«Vergiftung der Debattenkultur»
von Karl-Jürgen Müller
1952, nur wenige Jahre nach dem Krieg und nur ein Jahr nach seiner Arbeitsaufnahme, hat das deutsche Bundesverfassungsgericht das erste Mal in seiner Geschichte eine Partei verboten: die Sozialistische Reichspartei SRP. Diese Partei sah sich selbst in der Nachfolge der NSDAP.

Vier Jahre später, im Jahr 1956, folgte das bislang einzige weitere Parteiverbot, nämlich das der Kommunistischen Partei Deutschlands KPD. Das Bundesverfassungsgericht versuchte, mit beiden Verboten dem zu entsprechen, was das noch junge Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in seinen Bestimmungen über Parteien (Artikel 21 Grundgesetz) als wehrhafte Demokratie vorgab, nämlich dass «Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, […] verfassungswidrig [sind]». Und: «Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.» Insbesondere die letztgenannte Bestimmung sollte sicherstellen, dass der Vorwurf der Verfassungswidrigkeit kein Mittel des Wahlkampfes und der Diffamierung unerwünschter politischer Gegner wird und dass der Feststellung der Verfassungswidrigkeit eine gründliche rechtliche Prüfung vorausgeht.

Bundesverfassungsgericht hat freiheitliche demokratische Grundordnung definiert

Vielen ist unbekannt, wie das Bundesverfassungsgericht damals Verfassungswidrigkeit definierte und dabei insbesondere den Begriff der freiheitlichen demokratischen Grundordnung (FDGO), der ja im Artikel 21 genannt wird, klärte. An diese Definition kann auch heute nicht oft genug erinnert werden:

Karl-Jürgen Müller ist Berufsschullehrer in Deutschland. Er unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde.

Ein Gespräch von Jid zu Jid

Dr. Siamak Morsadegh aus Teheran zu Gast in Berlin

von Reuven Jisroel Cabelman

In der deutschen Hauptstadt traf ich zu einem mehrstündigen Meinungsaustausch mit dem jüdischen Parlamentsabgeordneten der Islamischen Republik Iran zusammen.

Eine Bombe nach der anderen – eine Kartographie der Gewalt mit einem Vorwort von Howard Zinn

Als Mensch mit Jahrgang 1930 habe ich als Kind den Bombenkrieg in Deutschland miterlebt und sass nachts im Keller in Köln und in München. Wir hörten im Keller das Zischen der Luftminen  – so nannte man die Bomben damals  – und dann die Explosion. Ich höre es heute noch, erst das Zischen  – dann die Explosion. Wir wussten, solange man das Zischen hört, schlägt die Bombe woanders ein. Die Bombe, die dein Haus trifft, hörst du nicht. Und die Brandbomben hörst Du auch nicht. Daher wohl beeindruckt mich der Bericht von Howard Zinn mit dem Hinweis auf das Buch von Elin O’Hara Slavick „Bomb after Bomb“ besonders. Ich empfehle diesen Bericht allen Eltern, die heute Kinder erziehen, sehr. Ich bin Ellen Rohlfs unendlich dankbar, dass sie den eindrucksvollen Text übersetzt hat.

Willy Wahl, Weihnachten 2007

Eine Bombe nach der anderen  – eine Kartographie der Gewalt mit einem Vorwort von Howard Zinn

Counterpunch, 17.12.07

Bomb after Bomb

Dieser Aufsatz ist die Einführung zu einer Sammlung von Zeichnungen/Bildern, die die Geschichte der Bombardements illustriert: „Bombe um Bombe  – eine Kartographie der Gewalt“ von Elin O’Hara Slavick. Sie ist Professorin für Kunst an der Universität von North –Carolina.Vielleicht passt es, dass Elin O’Hara Slavicks  außergewöhnlicher Heraufbeschwörung der Bombardements durch die USA-Regierung ein paar Worte von einem Bombardier (Bomber-Pilot) vorausgehen, der im Auftrag der USA-Luftwaffe im 2. Weltkrieg Bombardements durchführen musste. Mindestens einem ihrer Zeichnungen liegt ein Bombardement zugrunde, an dem ich Ende des Krieges teilgenommen hatte: die Zerstörung des französischen Seebades Royan an der Atlantikküste.

Eine würdige, selbstbestimmte Zukunft in der Gegenwart ins Auge fassen

Eine würdige, selbstbestimmte Zukunft in der Gegenwart ins Auge fassen

Die Geheimbotschaften von General de Gaulle im Zweiten Weltkrieg  – eine aufrechte Haltung zwischen allen Machtblöcken

von Tobias Salander

Anzuzeigen ist eine Neuerscheinung von Jean-Pierre Guéno und Gérard Lhéritier mit dem Titel «Les Messages secrets du général de Gaulle. Londres 1940 –1942». Zum ersten Mal werden hier der interessierten Öffentlichkeit als Faksimile und in transkribierter Form die geheimen Botschaften von General de Gaulle an seine Generäle im ehemaligen französischen Kolonialreich zur Verfügung gestellt.

Eingabe nach § 13 NDR-Staatsvertrag: Tagesthemen – 22.6.2016 – Golineh Atai

Von F. Klinkhammer und V. Bräutigam
Sehr geehrte Damen und Herren des Rundfunkrates, einer der Tagesschau-Zuschauer schrieb zu dem Beitrag von Frau Golineh Atai auf der Tagesschau-Seite:

"Dieser Beitrag von Frau Atai ist angesichts des 75. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Russland mit annähernd 27 Mio. russischer bzw. sowjetischer Opfer an Erbärmlichkeit kaum zu überbieten.“

Präziser können wir es nicht formulieren.

Empörung in Asien über die Pariser Friedensverträge von 1919

Empörung in Asien über die Pariser Friedensverträge von 1919
09. 09. 2014
ts. Der Erste Weltkrieg endet mit der Pariser Friedenskonferenz. Nebst den Vertretern der europäischen Mächte und der USA nahmen auch Gesandte aus jenen Ländern teil, die als Kolonien oder zum Teil kolonialisierte Völker ihren europäischen Herren mit Hunderttausenden von Soldaten und Arbeitskräften zur Seite gestanden hatten.

Nicht zuletzt in der Hoffnung, die europäischen Kolonialisten würden sich nach dem Krieg erkenntlich zeigen und ihre Kolonialvölker zum Dank für die Unterstützung in die Freiheit entlassen. Aus China, Indien, Vietnam, Ägypten, Iran usw. kamen sie nach Paris, doch ihre Hoffnungen wurden mehr als enttäuscht. Für China nahm ein Intellektueller teil, der bereits portraitiert wurde (vgl. Zeit-Fragen Nr. 10 vom 6. Mai): Liang Qichao sein Name; sein Ziel: China sollte als souveräner Nationalstaat, unter Aufhebung der «ungleichen Verträge» und aller weiteren Knebelungen, einen Platz in der neuen Weltordnung einnehmen können, als Gleicher unter Gleichen.

Schliesslich hatte sich ja der US-Präsident für das Selbstbestimmungsrecht der Nationen eingesetzt! Man setzte grosse Hoffnungen auf die USA, die als stärkste Finanzmacht der Welt aus dem Krieg hervorgegangen war. Wilsons 14-Punkte-Plan, der nicht nur freien Handel vorsah, sondern auch Regierung durch das Volk, Freiheit der Meere, Beschränkung der Rüstung, Rechte für kleine Nationen und einen Bund der Nationen, der den Frieden sichern sollte, dieser 14-Punkte-Plan ermutigte nationalstaatlich gesinnte Kräfte in Ägypten, der osmanischen Türkei, Indien und anderswo, die europäischen Kolonialmächte herauszufordern.

Die asiatischen Länder setzten 1919 auf US-Präsident Wilson, …

Insbesondere Indien, welches im Ersten Weltkrieg sage und schreibe eine Million Menschen für die Briten aufgeboten hatte, als Soldaten und Arbeitskräfte, erhoffte sich nun eine Befreiung vom kolonialistischen Joch. So schrieb der indische Literaturnobelpreisträger von 1913 Rabindranath Tagore Anfang 1919 an seinen Schriftstellerkollegen, Weltbürger und Kriegsgegner der ersten Stunde Romain Rolland:

Quelle: 2014 © Zeit-Fragen. Alle Rechte reserviert.
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1895

Es begann mit einer Lüge – Deutschland im Kosovokrieg 1999

Es begann mit einer Lüge  – Deutschland im Kosovokrieg 1999

Journalisten und Friedensbewegung trafen sich zum Medienkongress in Münster

am 05.02.2002

"Vom Fernsehbild zum Feindbild?", fragte die Bertha-von-Suttner-Stiftung am letzten Samstag in Münster. Es ging um die Rolle der Medien in Kriegszeiten: Lassen sich Medien von Politik und Militär instrumentalisieren, was kann kritischer Journalismus leisten? Bestandsaufnahme wie Debatte über Rolle und Möglichkeiten der Medien schien der Stiftung der Deutschen Friedensgesellschaft  – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) überfällig. Fälle wie der Hufeisenplan während des Kosovo-Krieges waren den rund 120 TeilnehmerInnen des Kongresses, größtenteils der Friedensbewegung zuzurechnen, noch deutlich vor Augen.

Francisco Ferrer – Die moderne Schule – Escuela Moderna

von Pierre Ramus: Die moderne Schule

Die "Escuela Moderna", die Ferrer im August 1901 in Barcelona eröffnete, war nicht die erste ihrer Art in Spanien. Die organisierte Freidenkerbewegung selbst hatte seit langem die dringende Notwendigkeit eingesehen, dem religiösen Aberglauben und seinen verderblichen Folgen durch rationalistische und nichtkirchliche Schulen entgegenzuarbeiten.

Geschichte der (Individual-) Psychologie

anhand von Wikipedia-Biografien

Wenn Sie mit dem Cursor auf ein Bild gehen, erscheint der Name. Klicken Sie auf die Bilder und lesen die faszinierenden Biografien dieser herausragenden Forscherpersönlichkeiten.

Humboldts Anschauung der Welt

In Deutschland gehören netto zwei Jahrhunderte dazu, um eine Dummheit abzuschaffen.
von Botho Cude

Buchtitel: Kosmos, Buchautor: Alexander von Humboldt Verlag: Die Andere Bibliothek

Die Natur ist eine Gans, man muß erst sie zu etwas machen.Goethe /1/

“Die Andere Bibliothek” hat uns in der letzten Zeit mit einigen schätzbaren Großdrucken beglückt. Jetzt ist Alexander von Humboldts ursprünglich fünfbändiger “Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung” in einem voluminösen Werk von über 900 Seiten im Quart-Format neu aufgelegt worden. Beigefügt ist im Reprint der “Physikalische Atlas” von Heinrich Berghaus, seinerzeit gedacht als Hilfsmittel beim Studium von Humboldts “Kosmos”.

http://www.rationalgalerie.de/humboldts-abschauung-der-welt.html

In der Nacht des 23. April 1999 um 2:04 Uhr

In der Nacht des 23. April 1999 um 2:04 Uhr

von Rolf Becker

Zur genannten Zeit zerstörten Bomben der NATO den Belgrader Rundfunk- und Fernsehsender RTS (Radio-Televizija Srbije)  – punktgenau abgeworfen wie auf Brücken (Varvarin), Wasser- und Elektrizitätswerke, Automobil- und Chemiefabriken (Kragujevac, Novi Sad, Pancevo), Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, Wohnviertel, sogar auf den belebten Marktplatz von Nis  – die Liste liesse sich fortsetzen.

Juli 2017: Pariser Militärparade feiert Triumph der "Kaufleute des Todes"

Banker und Rüstungsindustrielle tricksten 1917 die USA in den Krieg
Wolfgang Effenberger*
Vor der Weltöffentlichkeit werden am 14. Juli 2017, dem französischen Nationalfeiertag, Staatspräsident Macron und sein amerikanischer Amtskollege Trump die Militärparade auf den berühmten Champs Elysees in Paris abnehmen. Die beiden Präsidenten werden auch des Eintritts der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg auf Seiten der Entente gedenken und dieses monumentale historische Ereignis mit in die Feierlichkeiten einbeziehen.(1) Fast genau vor hundert Jahren, am 13. Juni 1917, war US-General Pershing mit seinem Stab in Paris eingezogen; Anfang Juli standen bereits die ersten 14.000 US-Soldaten in Frankreich. (2) Bis Kriegsende sollten es 2 Millionen werden. Nach hundert Jahren wäre es eigentlich an der Zeit, den Kriegseintritt der USA unvoreingenommen zu reflektieren und die Motive für den Kriegseintritt aufzudecken. Militarismus und fehlgeleiteter Heroismus hat bei den Gedenkfeiern nichts mehr zu suchen!

Da eine wahrhaftige historische Aufarbeitung nicht zu erwarten ist, soll hier an ein paar wichtige Hintergründe und Motive erinnert werden.

KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser

13.08.2014

Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben.

Während diese Erkenntnis sich bei einem immer größeren Teil der Bevölkerung zumindest oberflächlich durchgesetzt hat, wartet vor allem der Historiker auf das, was man die Konsequenzen dieser Erkenntnis nennen könnte. Die Bereitschaft hierzu ist aber nur sehr bedingt zu erkennen, und dafür gibt es einen Grund.

Dass, was man in der Gegenwart von der Politik als „Die Wahrheit“ verkauft bekommt und das, was später in den Geschichtsbüchern als tatsächlicher Ablauf der Geschichte landet, trennt ein enormes Delay von mehreren Jahrzehnten.

https://www.youtube.com/watch?v=tO8OkrOxNOA

Lungimiranza e fermezza interiore

Lungimiranza e fermezza interiore

I romandi nominano il generale Guisan svizzero del 20.esimo secolo

thk. Chi della generazione intermedia ha letto i libri di Gotthard Frick, «Hitlers Krieg und die Selbstbehauptung der Schweiz 1933 bis 1945» (La guerra di Hitler e l’autoaffermazione della Svizzera tra il 1933 e il 1945), di Jean-Jacques Langendorf, «Capitulation ou volonté de défense? La Suisse face au défi» (Capitolazione o volontà di difesa? La Svizzera di fronte ad una sfida) o di Christian Favre, «La Suisse avant et pendant la Seconde Guerre Mondiale» (La Svizzera prima e durante la Seconda Guerra mondiale), solo allora può veramente giudicare quali incredibili sfide hanno dovuto affrontare il generale Guisan e la popolazione svizzera durante la Seconda Guerra mondiale.

Mehr soziale Verbundenheit

Mehr soziale Verbundenheit

von Dr. Annemarie Buchholz-Kaiser

Als der Eiserne Vorhang geöffnet und mit einer ökonomischen Operation Schock-Behandlung Russland in die Knie gezwungen wurde, wusste noch keiner von uns, was Hochmut und Grössenwahn im westlichen Bündnis ausrichten würden.

Miko Peled kommt nach Bern und Zürich am 17. und 19. Juni 2017

Miko Peled, Autor von “Der Sohn des Generals”, spricht im Rahmen der Veranstaltung „50 Jahre Sechstagekrieg“, organisiert vom Asien-Orient-Institut, über seinen Vater. General Matti Peled setzte sich nach dem Sechstagekrieg und der völkerrechtswidrigen Besetzung der palästinensischen Gebiete 1967 für Versöhnung und Frieden zwischen Israelis und Palästinensern ein. Sein Sohn Miko Peled geht zwei Fragen nach: Was habe ich von meinem Vater gelernt? Wie können Israelis und Palästinenser jene Feindschaft überwinden, die täglich Menschenleben fordert?

Miko Peled

Miko Peled

Zürich: Montag, 19. Juni 2017, 19.00
Universität Zürich (Hauptgebäude), Hörsaal KOL F-101 (in englischer Sprache)
Moderation: Erich Gysling.

Bern: Samstag, 17. Juni 2017, 15.30 Uhr (anschliessend an die GV der GSP)
Kornhausforum, Bern, Kornhausplatz 18

Mehr zum Buch: Der Sohn des Generals

Quelle: Edition8
http://www.edition8.ch/buch/der-sohn-des-generals/

Nachtrag zu “Wir haben uns verirrt” Hüthers atemberaubende Botschaft 2018

In seiner Weinachtsbotschaft stellte der Hirnforscher Folgendes fest: (Wir hatten bereits darüber berichtet) “Dass unser Gehirn nicht durch genetische Anlagen programmiert wird, sondern zeitlebens umbaufähig, also lernfähig bleibt, ist eine atemberaubende Erkenntnis. Sie stellt alle deterministischen Konzepte radikal auf den Kopf, die wir bisher als Rechtfertigungen für das Misslingen aller Bemühungen um Veränderung und Weiterentwicklung nicht nur in unseren Bildungseinrichtungen, auch in Politik und Wirtschaft und vielen anderen Bereichen unserer Gesellschaft verantwortlich gemacht hatten. Aber wirklich bemerkens- und bedenkenswert ist nicht diese neue Erkenntnis der lebenslangen Umbau- bzw. Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns, sondern der Umstand, wie langsam sie sich ausbreitet, wie zögerlich sie von den meisten Menschen angenommen, ernst genommen und deshalb auch umgesetzt wird. Denn die wichtigste Schlussfolgerung aus der Erkenntnis der lebenslangen Plastizität des menschlichen Hirns lautet doch zwangsläufig: Wir verfügen über keine biologischen Programme, die uns zu dem machen, was wir sind. Wir müssen selbst herausfinden, was es heißt, Mensch zu sein: keiner weiß, wie es geht. Wir sind alle Suchende, überall auf der Welt.”

Bild Hüthergerald 2019
Diese Botschaft verbreitete Hüther mit einem Vorwort, das wir hier gerne nachtragen, weil so wichtige Fragen für das Überleben der Spezies Homo sapiens angeschnitten werden:

Liebe Interessierte an meinem Tun, liebe Freundinnen und Freunde,

in diesem trockenen Sommer hatte ich angesichts der ausgedörrten Natur endlich einmal genügend Zeit, darüber nachzudenken, weshalb ich all diese Bücher und Artikel schreibe, eine Akademie aufbaue, Vorträge halte, Interviews gebe, und so vieles mehr in die Welt zu bringen versuche. Es klingt sonderbar, aber ich halte es einfach nicht aus, tatenlos zuzuschauen wie eine vorübergehend irregeleitete Spezies dabei ist, die in Jahrmillionen auf unserem Planeten entstandene Vielfalt des Lebendigen zu ruinieren.

Auch wenn ich mit all meinen Bemühungen nichts daran ändern kann  – ich mache es trotzdem. Immer wieder mit aller Kraft und so gut ich es vermag, nicht weil ich dafür bewundert, belohnt oder auf irgendeine andere Weise bedeutsam werden will, sondern weil ich es tun muss. Weil ich es nur so und nicht anders tun kann. Weil ich es mir selbst so schuldig bin. Es hat etwas mit der Bewahrung meiner eigenen Würde zu tun. Dass ich so auch nicht so schnell Gefahr laufe, dement zu werden, ist ein netter Nebeneffekt.

Genauso nebenher erfreulich ist es, dass die Stimmen all jener nun allmählich verstummen, die meinten, mich diffamieren zu müssen, damit ich endlich damit aufhöre, ihnen einen Spiegel vorzuhalten, in dem sie sich nicht gern betrachten. Kritische Rückmeldungen zu dem Demenzbuch: Null, zum Würde-Buch: Null, zum jetzt erschienen Buch „Wie Träume wahr werden“: Null.

Und die andere Seite der Bilanz: hat sich durch all diese Bücher irgendetwas spürbares in unserer Gesellschaft verändert? Untergründig vielleicht, aber vordergründig: Null. In die Irre zu rennen, ist einfach, wenn fast alle anderen auch so unterwegs sind. Aber so einen Irrweg zu verlassen, ist schwer, besonders für all jene, die diesen Weg für den einzig zielführenden gehalten und seine konsequente Befolgung zu ihrem Daseinszweck, ihrem „Purpose“ gemacht haben.

Doch sind das nicht genau diejenigen, die es in Wirklichkeit zu erreichen gilt? Die etwas Anderes in ihrem Leben anstreben müssten, als nur möglichst gut zu funktionieren, sich optimal anzupassen, besonders effizient und erfolgreich zu sein? Es beschäftigt mich deshalb sehr, auf welche Weise sich diese Menschen erreichen lassen, die ja meist ziemlich erfolgreich  – und deshalb auch in den entsprechenden Führungspositionen gelandet  – sind.

Was ich bei all meinen Bemühungen dabei bisher gelernt habe: Es geht nicht, indem ich sie zum Objekt meiner klugen Ratschläge oder Belehrungen, meiner Bewertungen oder Vorhaltungen oder anderer Änderungsversuche mache. Wenn es überhaupt geht, dann geht es nur, wenn sie wieder mit sich selbst in Berührung kommen.

Genau das ist es aber, wovor sie die größte Angst haben und wogegen sie sich mit allen Mitteln zu wappnen versuchen. Man kann es nicht machen, aber bisweilen geschieht es eben. Einfach so, weil sie völlig ahnungslos beispielsweise zu einer Filmvorführung eingeladen werden. Wenn sie sich dann vielleicht „Die stille Revolution“ von Kristian Gründling oder „Alphabet“ von Erwin Wagenhofer anschauen. Da sitzen sie dann in ihren Kinosesseln und fangen an zu weinen - und sind froh, dass es im Kinoraum so dunkel ist.

Das sind Augenblicke des Erwachens und man kann nur hoffen, dass die dadurch in ihnen wiedererweckte Sehnsucht stark genug ist, um sich nicht gleich wieder in den festgefügten Beton ihres bisherigen „Ich“-Konstrukts zurückzuziehen. Denn nur aus dieser Berührung heraus passiert etwas.

Man kann Menschen nicht verändern. Das können sie nur selbst. Und nur dann, wenn sie es selbst auch wirklich wollen. Das ist es, was mir bei der Betrachtung der verdorrten Natur in diesem Sommer aufgegangen ist.

Ich habe hier einen kleinen Text dazu geschrieben, den Sie und Ihr alle gern weiter verbreiten könnt. Es ist nur ein weiterer Versuch, das zum Ausdruck zu bringen, was mir am Herzen liegt.

Ich wünsche Ihnen und Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen zuversichtlichen Start in das Neue Jahr.

Mit einem herzlichen Gruß, Ihr und Euer
Gerald Hüther


P.S.: Was ich alles hier nicht aufgeschrieben habe, aber nicht unerwähnt lassen will:

1. Die Akademie läuft super, wir könnten nur noch weitere Mitglieder brauchen, sich hier mit einzubringen.

2. Zum Kindertag am ersten September erscheint gleichzeitig in Deutschland und Frankreich ein kleines Booklet von mir und André Stern, ähnlich wie das „Empört Euch“ von Stephan Hussel mit dem Titel „Was schenken wir unseren Kindern“.

3. Meine Homepage wird im kommenden Jahr umgebaut. In der neuen Version soll klarer auf den Punkt gebracht werden, worum es mir geht: Mit dem, was ich tue, möchte ich auch künftig nicht so gern als „Befruchter“ und auch nicht als „Krankenpfleger“ wirken, sondern „Geburtshelfer“ sein.

Neue Knochenfunde – Urmenschen gehörten womöglich alle zur selben Art

von Johann Grolle
Es wäre eine radikale Vereinfachung unserer Ahnenreihe: Möglicherweise bildeten die frühen Vorfahren des modernen Menschen nur eine Spezies. Das jedenfalls lassen aufregende Knochenfunde aus Georgien vermuten.

Fünf Paare von Augenhöhlen starren aus fünf steinernen Schädeln. Es sind fünf Paare, die für die ganze Menschheit stehen. Präsentiert wurden die fünf 1,77 Millionen Jahre alten Fossilien jetzt von einem internationalen Forscherteam aus Georgien, den USA, Israel und der Schweiz. "Es ist eine kleine Bombe für unser Fach", erklärt der Harvard-Paläoanthropologe Philip Rightmire mit kaum verhohlener Genugtuung. "Diese Befunde könnten uns zwingen, manch liebgewonnene Vorstellung zu überdenken."

Vor allem "Schädel 5", der schönste, vollständigste, besterhaltene und zugleich ungewöhnlichste der fünf gilt als Sensation. Er schmückt in dieser Woche das Titelbild der Wissenschaftszeitschrift "Science". "Ein fantastisches, wundervolles Stück", schwärmt der Urmenschforscher Fred Spoor vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. "Eine Ikone", sekundiert der kalifornische Paläoanthropologe Tim White.

"Schädel 5" stammt, ebenso wie die vier anderen Fundstücke, aus Dmanisi, 85 Kilometer südwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis in einer idyllischen Berglandschaft gelegen. Das Fleckchen ist in den letzten Jahren zu einem Pilgerort für Paläoanthropologen geworden. Denn hier offenbart sich ein einzigartiger Blick in die vielleicht dunkelste und geheimnisvollste Phase der Menschwerdung: jene Zeit, da aus dem Vormenschen Australopithecus der Urmensch Homo hervorging; jene Zeit mithin, in der sich der folgenschwere Wandel vom Affen zum Menschen vollzog.

Quelle: © SPIEGEL ONLINE 2013 Alle Rechte vorbehalten
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/urmenschen-bildeten-womoeglich-eine-einzige-spezies-a-928491.html

Nobelpreis für die NATO? - Offener Brief an das Norwegische Nobelkomitee

From the Belgrade Forum, the Club of Generals and Admirals of Serbia, and the Foundation United for the Youth
Belgrade Forum for a World of Equals 20. 03. 2020
Nach der in den serbischen Medien veröffentlichten Nachricht, dass eine Reihe norwegischer Abgeordneter offiziell eine Initiative für die Verleihung des Friedensnobelpreises an die NATO ergriffen haben, haben das Belgrad Forum für eine Welt der Gleichberechtigten, der Klub der Generäle und Admirale Serbiens und die Stiftung "Vereinte Jugend" gemeinsam einen offenen Brief an das Norwegische Nobelkomitee geschickt.

nobel
Vom Belgrad Forum, dem Klub der Generäle und Admirale Serbiens und der Stiftung Vereinte Jugend

In dem Brief wird daran erinnert, dass die NATO vor 21 Jahren eine illegale Aggression gegen Serbien (die Bundesrepublik Jugoslawien) unternommen hat, wobei sie allein und ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrates handelte, was eine grobe Verletzung der UN-Charta, der Schlussakte von Helsinki, einer Reihe anderer internationaler Übereinkommen und ihrer eigenen Gründungsakte von 1949 darstellte.

Obama soll bezüglich der Ukraine Zurückhaltung üben

Obama soll bezüglich der Ukraine Zurückhaltung üben

Memorandum zuhanden des Präsidenten von den Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)*

Betreff: Russland, die Ukraine und die ­nationalen Interessen der USA

Sehr geehrter Herr Präsident

Wir, die Unterzeichnenden, sind ehemalige Beamte aus Geheimdienst, Militär und Strafverfolgungsbehörden. Zusammengenommen haben wir insgesamt 200 Jahre Dienst für unser Land geleistet. Im Unterschied zu vielen Experten und Beratern, die ihre Argumente auf abstrakten Begriffen vom internationalen Parkett stützen, beziehen wir unsere Erkenntnisse aus der Tiefe praktischer Erfahrung innerhalb der US-Regierung  – hier und im Ausland.

Angesichts dieses Hintergrundes verfügen wir gemeinsam über ein profundes Verständnis der grossen Verantwortung, die mit Grossmacht einhergeht. Wir fühlen uns verpflichtet, Ihnen unsere Sicht zur Ukraine vorzulegen  – dies um so mehr, als Radio, Fernsehen und Zeitungen genau den Experten und Wissenschaftlern viel Raum geben, die vor mehr als einem Jahrzehnt beim Irak so grosse Fehler begingen.

Offener Brief deutscher Bürger an Vladimir Putin

Offener Brief deutscher Bürger an Vladimir Putin

«Die Mehrheit der Deutschen wünscht keine Konfrontation mit der russischen Föderation» 

km. Das «Wall Street Journal» zeigte sich am 7. April in einem längeren Artikel sehr besorgt: In Deutschland ist der Widerstand dagegen, die dem Land von den USA zugedachte führende Rolle im aggressiven Vorgehen gegen Russland zu spielen, sehr gross. Nicht nur, dass drei ehemalige Bundeskanzler  – Helmut Schmidt (SPD), Helmut Kohl (CDU) und Gerhard Schröder (SPD), die insgesamt immerhin 30 Jahre die Bundesrepublik regiert haben,  – grosse Bedenken gegen die «westliche» Russland­politik geäussert haben. In einer Umfrage im Auftrag der ARD von Anfang April hat sich auch die Mehrheit der befragten deutschen Bürger gegen eine Ausweitung des Nato-Engagements im Osten Europas und für eine grössere Distanz zur Politik der USA ausgesprochen. In Ostdeutschland sind es sogar mehr als 60 Prozent der Befragten, und auch der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag Rolf Mützenich erinnerte daran: «Die Dankbarkeit vieler Ostdeutscher gegenüber Russland ist begründet durch Gorbatschows Politik der Perestroika, die die deutsche Einheit erst ermöglichte. Die Russen waren damals viel offener für die Einheit als viele westliche Staaten. Das haben die Menschen nicht vergessen.» Der folgende offene Brief an den russischen Präsidenten Vladimir Putin, den rund 200 Persönlichkeiten aus Deutschland mitunterzeichnet haben, knüpft an solche geschichtlichen Erfahrungen an und belegt, dass sehr viele Deutsche mit guten Argumenten ein anderes, ein besseres Verhältnis zu Russland suchen, als es die USA vorgeben wollen. Ein Deutschland, das einen solchen Weg beschreitet, ist ein Segen für den Frieden in Europa.

Pro Memoria: Giordano Bruno

Am 17. Februar 1600 wurde der Priester und Astronom Giordano Bruno als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt

Giordano Bruno

Giordano Bruno, vor 1565 Filippo Bruno (* Januar 1548 in Nola; † 17. Februar 1600 in Rom), war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten.

Kopernikanische Wende Bild farbig

Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums. Damit stellte er sich der damals herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. Viel schwerer wog damals, dass seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt keinen Raum für ein Jenseits ließen, da zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen.

Quelle: Wikipedia  – Die freie Enzyklopädie
https://de.wikipedia.org/wiki/Giordano_Bruno

Täuschung – Die Methode Reagan

mit einem Kommentar von Albrecht Müller (Nachdenkseiten)

Zur Doku der Text von der Arte-Webseite

Mit Reagans Machtantritt ändert sich die Strategie der USA im Kalten Krieg grundlegend: Angriff statt Verteidigung. Sein geheimes "Komitee für Täuschungsoperationen", dessen Existenz in dieser Dokumentation zum ersten Mal von Zeitzeugen bestätigt wird, plante brillante und perfide Geheimdienst-Operationen  – gegen die Sowjets, aber auch gegen die Entspannungspolitik.

Mit seinem Machtantritt im Jahre 1981 bestimmt Ronald Reagan die Strategie der USA im Kalten Krieg neu: Angriff statt Verteidigung. Sein „Komitee für Täuschungsoperationen“ ist neben der Aufrüstung eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Sowjetunion. Gasleitungen werden mit eingeschleusten Computerchips und Trojanern sabotiert, Flug- und Seemanöver vor dem wichtigsten Stützpunkt der Sowjets in Murmansk durchgeführt.

http://www.arte.tv/guide/de/050296-000/taeuschung-die-methode-reagan

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