Ethik

Geplante Kriege des Pentagon: Wesley Clark, Vier-Sterne-General der US Army, zum Krieg in Syrien (am 3.10.2007!)

Wesley Clark, Vier-Sterne-General der US Army und 1997-2000 NATO Oberbefehlshaber, berichtet in einer Rede beim Commonwealth Club of California von seinem Besuch im Pentagon, 10 Tage nach 9/11, und zitiert einen Kollegen aus dem Vereinigten Generalstab (Joint Chiefs of Staff):
von Wesley Clark

»Er sagte: Wir werden mit dem Irak beginnen und dann nehmen wir uns Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, den Sudan und dann den Iran, sieben Länder in fünf Jahren.»

»Ich konnte nicht glauben, dass das die Wahrheit sein kann, aber es ist wirklich das, was später geschehen ist«.

»Einige eiskalte hartgesottene Menschen haben die US Außenpolitik an sich gerissen und sie haben sich nie die Mühe gegeben, uns darüber zu informieren«

15 Minuten in einer deutsch untertitelten Version

https://www.youtube.com/watch?v=fWJ1BAwOHmE

1 Std. das ganze Video im Original:

http://library.fora.tv/2007/10/03/Wesley_Clark_A_Time_to_Lead

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Rede von Willy Wimmer, Staatssekretär a.D., in Belgrad, Sava-Konferenzzentrum, am 24. 11.2015, auf der Konferenz des Belgrader Forums „einer Welt der Menschen und Staaten mit gleichen Rechten“, in Kooperation mit der „Stiftung St. Andreas I“ aus St. Peter

Willy Wimmer
Am 24. und 25. November ist die serbische Hauptstadt Belgrad der Treffpunkt einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz unter dem Titel «Jalta, Potsdam, Helsinki, Belgrad: Auf der Suche nach einer Sicherheitsordnung». Die Zusammenkunft der Wissenschaftler, Diplomaten, Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus über 20 Ländern aus Europa und der Welt ist dem 70. Jahrestag der Konferenzen von Jalta und Potsdam (1945) gewidmet. Die Organisatoren sind das Belgrade Forum for a World of Equals und zwei russische Organisationen  – das Center of National Glory und der Fund of Saint Andrew.

Hochverehrter Herr Staatspräsident,
Herr stellvertretender Ministerpräsident Dacic.
meine Herren Co-Vorsitzenden,
für die serbische Seite, Herr Jovanovic,
für die russische Seite, Herr Jakunin

Es besteht kein Zweifel. Die Welt ist im Umbruch. Es besteht auch kein Zweifel daran, daß der Name der Stadt Belgrad mit diesem Umbruch verbunden ist. Vielleicht ist Belgrad sogar das erste europäische und damit für uns sichtbare Signal für diesen Umbruch. Es war Belgrad, das mitten im Frieden Ziel von NATO-Bomben geworden ist. Belgrad sollte der Schlüssel zur unipolaren Welt sein.

Und heute? Wir treffen uns in Belgrad. Wir müssen uns fragen, ob Belgrad uns Hoffnung oder Antworten auf unsere Fragen gibt? Oder ist unser Treffen in Belgrad nur ein Zwischenschritt auf dem Weg in eine noch größere Katastrophe für uns in Europa und darüber hinaus?

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«Wir warteten, bis sie zu Bett gingen, und töteten sie im Schlaf»

1626 Menschen soll er getötet haben, Drohnenpilot Brandon Bryant. Jetzt kann er nicht mehr schweigen.
von David Hesse*
Fünf Jahre und fünf Tage stand Feldwebel Brandon Bryant im Dienst der US-Streitkräfte. Im Juli 2011 entliess ihn die Air Force ehrenhaft  – und gab ihm ein Zeugnis mit auf den Weg.

Darin war die Zahl der Tötungen aufgeführt, an denen Drohnenoperateur Bryant mitgewirkt hatte: 1626 Stück.

1626 Tote auf einen einzigen Soldaten  – Bryant erfuhr mehr über das Drohnenprogramm als die meisten Amerikaner. Das Programm ist geheim. Wie viele Personen jedes Jahr von unbemannten Fliegern des Militärs und des Geheimdienstes CIA aufgespürt und abgeschossen werden, wie viele Zivilisten darunter sind und wie viele Minderjährige  – niemand weiss es. «Diese Einsätze retten amerikanische Leben», sagt Präsident Barack Obama oft. Doch Brandon Bryant hat Zweifel.

Letzte Woche haben er und drei weitere Ex-Soldaten einen offenen Brief ans Weisse Haus und an CIA-Chef John Brennan geschickt. Darin bezeichnen sie die Drohnentötungen als «Werkzeug» in den Händen rekrutierender Terroristen. Besonders der Abschuss von Zivilisten nähre «Gefühle des Hasses, welche Terror und Gruppen wie den IS entzünden». Die Soldaten sehen eine Verbindung zu den Pariser Anschlägen: «Wir können nicht still dasitzen und Tragödien wie in Paris mitansehen, im Wissen um den verheerenden Effekt, den unser Drohnenprogramm im Ausland und daheim hat.»

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David Hesse ist Redaktor im Ressort Hintergrund des Tages-Anzeigers. Bis April 2015 war er USA-Korrespondent mit Sitz in Washington.
Quelle: Tagesanzeiger
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/ein-reuiger-drohnenpilot/story/31854827

Die Macht des Moralischen

Kriegsende in Europa
von J. R. von Salis
Mit einem Gefühl unaussprechlicher Erleichterung haben die Völker des alten Erdteils die Kunde vom Kriegsende vernommen. Und es ist wohl selbstverständlich, dass die Menschen von Dankbarkeit erfüllt waren, als sie sich an den denkwürdigen Tagen des 8.und 9.Mai 1945 auf diese Kunde hin von einer feierlichen und freudigen Stimmung ergreifen liessen. Der Kriegsgott musste endlich nach einer über alle Massen fürchterlichen Zeit unumschränkter Herrschaft abdanken und freundlicheren Gottheiten das Feld überlassen. Fünf Jahre und acht Monate hatte die europäische Menschheit unter den Willkürgesetzen des totalen Krieges zugebracht. In ihrer Proklamation an das holländische Volk sagte die tapfere Königin Wilhelmina, es gebe «keine Worte in unserer Sprache», die ihre Gefühle der Dankbarkeit für die Befreiung ihres so lange unterjochten und drangsalierten Volkes auszudrücken vermöchten.

Warum sollten wir Schweizer uns nicht mit den Holländern von Herzen mitfreuen dürfen? Haben sie nicht trotz Hunger, Armut, Leiden aller Art und Trauer um die Opfer des unbarmherzigen Unterdrückers ihrem Jubel freien Lauf gelassen? Haben nicht die Dänen und die Norweger ein gleiches getan? Hat nicht in würdevoller Bescheidenheit der Vorsitzende des englischen Unterhauses bei einem Dankgottesdienst dem Höchsten zwar nicht für den «Sieg», wohl aber für die «Erlösung aus den Händen des Feindes» gedankt? Hat sich nicht das Volk von Paris wie das Volk von Moskau, die jedes auf seine Art die Entbehrungen, Schrecken und Bitternisse eines langen Krieges bis zur Unerträglichkeit ausgekostet hatten, sich einer überbordenden Festfreude hingegeben? Wer hätte denn ein so enges Herz, es ihnen zu verdenken?

Doch wohl nur jene gotteslästerlichen Zyniker, die den letzten, verzweifelten Propaganda­schlager aus der Teufelsküche des Dr.Goeb­bels nachbeteten, der folgendermassen lautete: «Geniesst den Krieg; denn der Friede wird fürchterlich sein!» Den Krieg geniessen hiess, sich darüber freuen, dass täglich Tausende oder gar Zehntausende Soldaten und Zivilisten diesem Krieg zum Opfer fielen, dass Städte und Dörfer in Schutt und Asche sanken, dass ganze Völker der ärgsten Unterdrückung wehrlos preisgegeben waren, dass in Konzentrationslagern unzählige Menschen die grausamsten Quälereien und den schrecklichsten Tod erleiden mussten.

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Quelle: J. R. von Salis. Kriegsende in Europa, Mai 1945; in: J. R. von Salis. Kriege und Frieden in Europa. Politische Schriften und Reden 1938 –1988, Zürich 1989; zuerst erschienen in: Neue Schweizerische Rundschau vom Mai 1945
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2132

«Kein assistierter Suizid in Deutschland!» Offener Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Dr. med. Susanne Ley
Postfach 68 02 75
50705 Köln
E-Mail: arbeitsbuendnis@kein-assistierter-suizid.de

Kein assistierter Suizid in Deutschland!

Köln, 28.10.2015

Sehr geehrte/r

am 6.11.15 sollen Sie als gewählter Volksvertreter über vier Gesetzentwürfe zum assistierten Suizid abstimmen.

Politik, Sterbehilfe, Medizin, Ethik & Philosophie, Die soziale Natur des Menschen, Ethik

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Verschwörungstheoretiker blasen zur Hexenjagd auf Historiker Dr. Daniele Ganser

Besorgte Bürger in Witten fordern Zensur von Wissenschaft
Markus Kompa
29.10.2015
Ein Bündnis begabter Verschwörungstheoretiker, getragen von Wittener SPD und Jusos, Wittener Bündnis90/Die Grünen und sogar der ehemals zensurkritischen Piratenpartei NRW, fordert

von der privaten Universität Witten-Herdecke die Ausladung des Schweizer Historikers Dr. Daniele Ganser, der am Donnerstag dort einen Vortrag über Medienkritik halten soll. Außerdem fordern die Wittener Verschwörungstheoretiker Distanzierung von Gansers "Thesen", ohne solche jedoch konkret zu benennen.

Die selbst ernannten McCarthys, die sich irreführend als "Bündnis gegen Verschwörungswahn" formiert haben, konstruieren in einem gemeinsamen offenen Brief selbst krude Verschwörungstheorien über Ganser und Personen, die rechtes Gedankengut verbreiten. Indiz für eine unerwünschte Gesinnung seien Auftritte des gefragten Redners auch auf Veranstaltungen, wo man tatsächlich fragwürdigen Personen eine Bühne bot. Ganser hat sich jedoch von Antisemitismus und Holocaust-Leugnung klar distanziert und bestreitet eine Kenntnis entsprechender Einladungen rechter Redner vehement.

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http://www.heise.de/tp/artikel/46/46404/1.html

Ethik oder Etat – Sind unsere Werte nur Börsenwerte?

Ken Jepsen im Gespräch mit

  • Prof. Dr. Athanassios Giannis, Leiter des Instituts für organische Chemie der Universität Leipzig,
  • Peter König, der über 20 Jahre für die Weltbank Wasserentwicklungsprojekte geleitet hat,
  • Ernst Wolff, Autor des Buches "Weltmacht IWF  – Chronik eines Raubzuges",
  • Albrecht Müller, Ökonom, ehemaliger Wahlkampfleiter von Willy Brandt und Kopf des alternativen Nachrichtenportals NachDenkSeiten.

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https://www.youtube.com/watch?t=13&v=yfJ-bNUmVPM

Manifest für Europa – Wir wollen ein Europa des Friedens und des Rechts!

Wir, Bürger europäischer Länder, sind in Sorge um die Zukunft unseres Kontinents. Die wirtschaftliche, soziale, politische und kulturelle Entwicklung Europas entfernt sich immer weiter von dem, was sich die Menschen, nicht nur in Europa, nach dem Zweiten Weltkrieg erhofft haben: nie wieder Krieg und Diktatur, nie wieder koloniale Machtausübung und Ausbeutung; vielmehr Völkerverständigung und Völkerversöhnung, wirtschaftlicher Wiederaufbau und soziale Gerechtigkeit  – ein Leben in politischer Freiheit, kultureller Vielfalt und rechtsstaatlicher Demokratie.

Bedrohung von Freiheit, Demokratie und Frieden

Die hohe Verschuldung in fast allen europäischen Staaten, hohe Arbeitslosenraten, vor allem bei der Jugend, eine schleichende Inflation, die Schwächung und Ausdünnung des Mittelstandes, zahllose ungelöste Fragen im Zusammenhang mit Millionen von Flüchtlingen aus den Balkanstaaten, aus Afrika, dem Nahen Osten und Afghanistan, die staatliche Missachtung von Bürger- und Menschenrechten und die Zunahme sozialer und politischer Spannungen innerhalb und zwischen den Staaten Europas bedrohen Wohlstand, Demokratie und Frieden.

Politische und wirtschaftliche Krisen werden dazu missbraucht, die politische Macht der EU weiter zu zentralisieren  – auf Kosten unserer Souveränitäts- und Freiheitsrechte. Vielen Bürgern fällt auf, dass es keinen ehrlichen Dialog mit ihren ­politischen Repräsentanten mehr gibt. Sie stellen fest, dass die Regierenden in ihren politischen Entscheidungen das Volk übergehen. Es fällt ihnen auf, dass mittels der Mainstream-Medien künstlich Ohnmachtsgefühle erzeugt werden sollen. Ständig neu inszenierte «Krisen» sollen vom tatsächlichen Geschehen und von grundlegenden Fragen ablenken.

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Quelle: Zeit-Fragen
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2242

Jeremy Corbyn – mehr als ein politischer Robin Hood

von Willy Wimmer
In Berlin wird die eigene Rechtsordnung außer Kraft gesetzt und seitens der Frau Bundeskanzlerin durch persönliche Notverordnungen regiert.

Der Herr Bundespräsident wird nicht müde, für mehr kriegerische Abenteuer zu plädieren, damit noch mehr Menschen in Nachbarregionen Leben, Heimat sowie Hab und Gut verlieren, um in Lagern oder anderen Ländern ihr Leben zu fristen.

EU-Europa zerlegt sich über die Migrationsentwicklung in einer Weise, wie es die Champagner-Riege um den Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker nicht besser hätte bewerkstellen können.

Marie Le Pen oder Herr Farage werden durch das politische Brüssel in einer Weise in die Ecke gestellt, wie es De Gasperie, de Gaulle, Spaak und der große deutsche Kanzler Konrad Adenauer für Europa gewiß nach dem Jahrhundert des Elends nicht mehr für möglich gehalten haben würden.

Die Menschen erheben sich gegen das Machtkartell

Vom Kontinent fast unbemerkt hat sich im Vereinigten Königreich derweil eine fast revolutionäre Entwicklung vorbereitet und mit einer ungeheuren Dynamik in der ältesten demokratischen Parteienformation Europas umsetzen lassen: in der traditionsreichen Labour Party wurde ein neuer Parteivorsitzender gewählt.

Jeremy Corbyn

Diesen haben in einer Zeit, wo die Menschen in Europa nicht mehr wissen, auf was oder wen sie sich vertrauensvoll abstützen können, über 400.000 neue Parteimitglieder gleichsam zu einer glanzvollen Mehrheit verholfen. Glanzvoll nicht nur, weil das Establishment mit potenten Rivalen versucht hatte, Jeremy Corbyn den Weg zu verlegen. Ganz Europa stöhnt unter sklerotischen Parteien und da ist es ausgerechnet die "alte Tante Labour", die gegen Tony Blair und all die anderen einer alten Partei derart neuen Schwung verleiht, daß hoffentlich in den anderen europäischen Parteizentralen Heulen und Zähneknirschen ausbrechen wird.

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http://ceiberweiber.myblog.de/ceiberweiber/art/8889897/-Willy-Wimmer-uber-den-neuen-Labour-Chef-Jeremy-Corbyn

Genauer erfassen: Ethik und Kultur – Leo Tolstoi, Ilja Repin und die «Wandermaler»

10 Jahre «Kunst Schwyz»
zf. Vom 13. bis zum 27. September 2015 ist auf dem Areal der Alten Zementfabrik in Brunnen die Jubiläumsausstellung «10 Jahre Kunst Schwyz» zu sehen. Die seit 2005 jährlich stattfindende Ausstellung «Kunst Schwyz» bildet jeweils den Höhepunkt der gleichnamigen Vereinigung von Innerschweizer Künstlern.

Der Verein entstand 1992 als Gegenposition zu jener Kunstszene, die sich im Rahmen der Weltausstellung von 1991 der zerstörerischen Schweizschelte «700 Jahre sind genug» anschloss und zu profilieren suchte. Urs Knoblauch hat sich dieser Gegenbewegung spontan angeschlossen und wurde Gründungsmitglied der Künstlervereinigung im Kanton Schwyz.

Im Rahmen der diesjährigen Ausstellung präsentiert er eine  künstlerische Hommage an Leo Tolstoi sowie Ilja Repin und die russischen Wandermaler. In der vorliegenden Kunstarbeit (Installation) von Urs Knoblauch wird die wichtige Thematik von sozialer Gerechtigkeit, der Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit am Beispiel der beiden grossen russischen Künstlerpersönlichkeiten Leo Tolstoi (1828 –1910) und Ilja Repin (1844 –1930) dargestellt.

Die grossformatige Acrylmalerei von 2011 (215x195 cm, auf Leinwand, aufrollbar im Sinne von Landkarten- und Schulbildern) greift das Bildmotiv «Tolstoi beim Pflügen» (1887) und seine bekannte Novelle «Wieviel Erde braucht der Mensch?» auf. Verschiedene Alltagsgegenstände, Objekte, Studien und eine Foto-Textarbeit zu Tschingis Aitmatow (1928 –2008) von 2009 ergänzen die Thematik.

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http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2232

Sprachrohre der Kriegstreiber gehören in keine deutsche Redaktion.

Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait, Juristin und Diplomatin a.D.
01.09.15
Der Versuch des Ressortleiters Außenpolitik in der Süddeutsche Zeitung, Stefan Kornelius, die Ursache der Flüchtlingswelle anzupacken, wirkt nutzlos, denn er bleibt hohl bei seiner Desinformation, Unkenntnis oder Verschweigen aktueller Tatsachen.

Es sind unbestrittene Fakten, die Stefan Kornelius Behauptungen widersprechen, Fakten, die die USA und EU anklagen. Die westliche Welt, nämlich die USA und EU-Staaten haben im letzten Jahrzehnt Kriege angezettelt und finanziert.

Trotz aller Krisen und Katastrophen, die sie dadurch verursacht haben, kennt die Öffentlichkeit bisher keine Kurskorrektur dieses kriminellen Vorgehens. Weder aus Washington, noch aus Brüssel, auch nicht aus Berlin oder Paris erhebt sich ein Verantwortungsträger gegen den verheerenden westlichen Interventionismus mit Gewalt und Terror.

Justizminister und Staatsanwälte sind gefordert

Krieg und Gewalt im Ausland zu schüren, sollte genauso strafverfolgt werden wie Mord und Totschlag im eigenen Land. Jeder Justiz-Minister und jeder Staatsanwalt ist herausgefordert, das Rechtsverfahren gegen EU-Verantwortungsträger einzuleiten.

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Warum Rußland?

Willy Wimmer zum Antikriegstag am 1. September 2015
1. September 2015
Die Frage ist legitim und sie muß gerade jetzt gestellt werden. Am 1. September wird an den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erinnert und es war gerade die Sowjetunion, die an Menschenleben und Potential beispiellos die Folgen dieses mörderischen Krieges zu tragen hatte.

In wenigen Wochen könnten wir die fünfundzwanzigste Wiederkehr des Tages festlich begehen, an dem Deutschland wieder ein Land wurde, dessen Einheit und weit mehr über gerade diesen Zweiten Weltkrieg aus dem Verschulden seiner damaligen Führung verloren gegangen war. Neben der tatkräftigen Unterstützung aus Washington war es gerade Moskau, das uns Deutschen diesen Weg eröffnete. Es war Michael Gorbatschow, der vom „gemeinsamen Haus“ Europas gesprochen hatte. Wir alle in Europa waren sicher, daß wir die Schrecken der Vergangenheit würden loswerden können und eine der Wohnungen würden beziehen können. Krieg war ferner denn je.

Es war wieder im Kern Rußland, das nach einem mörderischen Krieg mit einem Konzept über den möglichen Frieden an uns herangetreten ist, wie es nach den napoleonischen Kriegen mit den Vorstellungen von Zar Alexander und dem österreichischen Kanzler Metternich über eine „Heilige Allianz“ schon einmal hätte möglich werden können.

Das gemeinsame Haus Europa schien ein tragfähiges Fundament zu haben, denn die Konferenz von Helsinki, die auch im Kern auf sowjetisch/polnische Vorstellungen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg“ hervorgegangen war, erwies sich als ungemein erfolgreich. In ihrem Schlepptau konnten sich sogar zwischen den hochgerüsteten Feindstaaten erfolgreiche Abrüstungsverhandlungen führen lassen.

Wenn wir heute auf diese Zeit zurückblicken und an den 1. September denken, dann sind uns die Feiern zum 3. Oktober schon vergällt. Statt des großen Festes in Berlin mit denen, die nicht nur damals dabei gewesen sind und heute von anderen Staatsmännern repräsentiert werden, beschleicht uns die bange Sorge, ob wir den 1. September des nächsten Jahres überhaupt noch erleben? Wieder befehligen mit markigen Sprüchen deutsche Generale unweit der russischen Grenze internationale Verbände, die nuklear bis unter das Dach aufgefüllt sind.

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Der Kabarettist und Liedermacher Florian Ernst Kirner hat sich in Griechenland selbst ein Bild gemacht

Soeben erhalte ich von Jens Wernicke dieses Interview. Es ist lesenswert.
Jens Wernicke sprach mit dem Kabarettisten und Liedermacher Florian Ernst Kirner, der sich in Griechenland selbst ein Bild gemacht hat und nun einigen Mythen in der deutschen Debatte entschieden widerspricht. So habe es beispielsweise sehr wohl einen Plan B gegeben, der Syriza aus dem Dilemma, dem sie schließlich erlag, hätte befreien können.

Florian Ernst Kirner

Florian Ernst Kirner alias Prinz Chaos II. arbeitet als Kabarettist, Liedermacher und Blogger. Er ist seit seiner frühen Jugend politisch aktiv, vor allem in den Bereichen Antifaschismus, Friedensbewegung und internationale Solidarität. 2013 verfasste er mit Konstantin Wecker den „Aufruf zur Revolte„. Er lebt in Südthüringen, wo er auf Schloss Weitersroda ein Kultur- und Gemeinschaftsprojekt entwickelt.

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http://le-bohemien.net/2015/07/23/prinz-chaos-griechenland-tsipras-eu/
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