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"Neuromythologie" – Felix Hasler nimmt Stellung zu seinem Buch

Felix Hasler weiß wovon er spricht und in seinem Buch schreibt, er hat selbst 10 Jahre lang in der Arbeitsgruppe Neuropsychopharmacology und Brain Imaging an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich gearbeitet.

Und er nimmt sich sympathischer und glaubwürdigerweise zunächst selbst in die Kritik:

“Häufig war ich selbst derjenige, der einer allzu simplen mechanistischen Sichtweise aufgesessen ist und der den alles dominierenden »neuro-talk« unreflektiert übernommen hat.”

(S. 9)

Das Bündel der Neurowissenschaften scheint im Kern auf einem einfachen Phänomen gegründet: Wenn man uns neurowissenschafltichen Laien beeindruckende (bunte) Bilder zeigt, die zerebrale Prozesse und Strukturen abzubilden scheinen, dann muss es sich wohl um besonders fundierte und fortschrittliche Erkenntnisse handeln. Und die sind natürlich infolge medienwirksamer Inszenierungen modernster High-Tech Untersuchungsmethoden mit Magnetresonanztomographie (MRT) und funktionaler Magnetresonanztomographie (fMRT) durch und durch auf der Höhe der Zeit.

http://www.zeuchsbuchtipps.de/neuromythologie/

"Todesstaub – Die verstrahlten Kinder von Basra"

"Todesstaub  – Die verstrahlten Kinder von Basra"

Deutschland, 2010, 29 Minuten Ein. Film von Frieder Wagner. Produktion: Ochoa-Wagner Film-Produktion, empfohlen ab 15 Jahren.

Der deutsche Arzt und Wissenschaftler, Prof. Dr. Siegwart Horst Günther, machte nach dem ersten Golfkrieg 1991 als erster auf die gefährlichen Folgen von Urangeschossen und -bomben aufmerksam.

“Dann frage ich halt die Eltern”

Fragen sind das Vorzimmer des Verstehens. Heute aber dürfen Schulkinder ihre Lehrerin oft kaum mehr fragen. So will es ein neues Paradigma. Ein Zwischenruf.
Von Carl Bossard
Journal21 02.07.2018
Unerwartetes vernimmt, wer Kinderärzte (1) reden hört oder mit Schulpsychologinnen und Sozialpädagogen spricht: Sie behandeln in ihrer Praxis immer mehr Kinder mit psychosomatischen Problemen wie Bauchweh und chronischen Kopfschmerzen. Schülerinnen und Schüler leiden vermehrt unter Schulangst, manche zeigen ein auffälliges Verhalten. Die jungen Patienten leiden zunehmend an Beschwerden, für die es keine somatische Lesart gibt. (2)

“Giù Le Mani Dai Bambini” ® – Hände weg von den Kindern!

 “Giù Le Mani Dai Bambini”®   – Hände weg von den Kindern!

371 Wissenschaftler, Psychiater, Psychotherapeuten, Professoren, Ärzte und 125 Institutionen mit über 220'000 Mitglieder nehmen Stellung: ADHS ist KEINE Krankheit.

Im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum hat sich in Italien unter Fachkräften eine breite Bewegung formiert, die im ADHS KEINE genetisch bedingte, biologisch zu erklärende Krankheit sieht und sich dementsprechend von einer die Kinder vereinehmenden Medikation distanziert.

„ADHS“ – unaufmerksame Einheitsdiagnose für Alles?

Eröffnungsvortrag zum 6. ADHS-Symposium im Kinderzentrum Schwerin am 18.Oktober 2008

von Matthias Wenke

wenke matthias

1. Zwei Perspektiven: Unruhige Kinder oder beunruhigte Kinder 

Guten Morgen.

Ich möchte in meinen heutigen Beitrag nicht die populären Aussagen über das Phänomen "ADHS" vervielfältigen, sondern bewusst einen anderen Horizont öffnen. Lassen Sie mich dazu mit einer kurzen Geschichte beginnen, die zeigt, wie unsere Vorannahmen Konzepte und Begriffe, die wir für wahr halten bestimmen, was und wie wir wahrnehmen:

„Offener Dialog", ein alternativer Ansatz aus Finnland zur Heilung von Psychosen

Film von Daniel Mackler, englisch/deutsche Untertitel, 74 Min., 2011

„Offener Dialog", eine 74-minütige Filmdokumentation über das Westlappland Open Dialogue Projekt, dem Programm, das momentan die besten Ergebnisse für Erstsychosen in den entwickelten Ländern erzielen soll -- annähernd 85% vollständige Genesung, mehrheitlich ohne anti-psychotische Medikamente. In Finnland gedreht. Regie: Daniel Mackler.

In den 80er Jahren erneuerte eine Gruppe progressiver Psychologen und Psychiater im Norden Finnlands die klassische psychiatrische Versorgung schizophrener Patienten. Heraus kam eine Methode, die seit vielen Jahren herausragende Therapieerfolge für Erstpsychosen aufweisen kann: der „Offene Dialog“.

Quelle: Mehr Gesundheit für weniger Geld
http://www.mehr-gesundheit-fuer-weniger-geld.de/service-infothek/1/open-dialogue/index.html

«Der Mensch darf nie aufhören, Mensch zu sein» (A. Schweitzer)

Was hat uns Albert Schweitzer in der heutigen Welt zu sagen?
von Sigrid Schiller
Dank der Verleihung des diesjährigen (2015) Medizinnobelpreises an die Chinesin Tu, den Iren Campbell und den Japaner Omura rückt das Leid von Millionen von Menschen in Afrika, Südostasien und Südamerika wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Die drei Preisträger erforschten und entwickelten wirksame Medikamente gegen die Krankheiten Malaria, Flussblindheit und die sogenannte Elephantiasis. Dank ihres Einsatzes kann jedes Jahr das Leben von etwa 100000 Malaria-Patienten gerettet werden und wird in naher Zukunft die Flussblindheit (Onchozerkose) und die Elephantiasis (lymphatische Filariose), die zu schrecklichen Entstellungen führt, ausgerottet sein. Beide Erkrankungen werden durch Würmer hervorgerufen.

Quelle: Zeit-Fragen
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2015/nr-31-8-dezember-2015/der-mensch-darf-nie-aufhoeren-mensch-zu-sein-a-schweitzer.html

«Integrative Schulklassen an ihren Grenzen: Immer mehr Kinder werden als lernschwach diagnostiziert, damit mehr Geld in die Schulen fliesst.»

Seit der Einführung der integrativen Schule und der Abschaffung der Klein- und Sonderklassen steigt die Zahl der Schüler, die besonders betreut werden müssen.

Damit das möglich und finanziert werden könne, brauche es entsprechende Diagnosen, stellt Beatrice Kronenberg vom Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik fest:

«Was wir zur Zeit beobachten, ist, dass Diagnosen gestellt werden, um an mehr Ressourcen zu kommen.Das ist an sich verständlich, aber eigentlich ein ungesunder Mechanismus.»

Das gelte zum Beispiel für die autistische Störung Asperger-Syndrom. Es gebe aber auch Regionen mit einem auffälligen Anstieg von Kindern mit einer sprachlichen oder geistigen Behinderung. Für die Sonderpädagogin und Psychotherapeutin ist klar:

«Das Angebot steuert einfach die Nachfrage. Das ist in unserem Bereich ganz deutlich sichtbar.»

Quelle: SRF 1, Heute Morgen, 28.10.2013

«Ritalin ist ein Verbrechen»

«Ritalin ist ein Verbrechen»

ein Interview mit Georg Feuser

von Daniela Niederberger

Für den Sonderpädagogik-Professor Georg Feuser gehört das Beruhigungsmittel Ritalin verboten. Lebhafte Kinder passten sich ihrer hektischen Umgebung an. Oft fehle es ihnen bloss an Zuwendung.

Prof. feuser

«Es kommt uns offenbar nicht darauf an, ob dabei ein paar Kinder hopsgehen»: Sonderpädagogik-Professor Feuser.

«Wir haben die Unreife von Kindern in Krankheit verwandelt»

«Wir haben die Unreife von Kindern in Krankheit verwandelt»  – "DSM5 wird Millionen von neuen Patienten schaffen"

Der emeritierte Professor für Psychiatrie Allen Frances sagt, dass DSM5, das neue Standardwerk der Psychiatrie, zur Hyperinflation psychischer Krankheiten führt.

von Rudolf Burger, Samstagsinterview 4. Januar 2014

Herr Frances, wenn ich es richtig sehe, haben Sie ein Problem mit Ihrer eigenen Berufsgattung.

Psychiatrie, richtig ausgeübt an Personen, die effektiv darauf angewiesen sind, hilft wunderbar und ist absolut notwendig, aber wir haben die Grenze für Funktionsstörungen nach unten verschoben. Wir brauchen zu viele Medikamente für Leute, die ohne Medikamente oder mit Psychotherapie besser zurechtkämen.

«Wir haben viel mehr Psychiatrie-Notfälle»

«Wir haben viel mehr Psychiatrie-Notfälle»

Die Chefin der Zürcher Kinder- und Jugendpsychiatrie Susanne Walitza beobachtet, dass die Menschen heute offener über psychiatrische Störungen sprechen. Dadurch sei jedoch die Gefahr vorschneller Behandlungen grösser.

mit Susanne Walitza sprachen Felix Straumann und Matthias Meili.

Emotional aufgeladenes Thema

Mehr Psychopharmaka, mehr psychiatrische Diagnosen, mehr Therapien an Schulen  – das erwartet die Kinder in der Schweiz im kommenden Jahr.

ADHS – Heilung ohne schädliche Medikamente

Die Beschäftigung mit ADHS geht heute kaum einmal an Eltern von Grundschulkindern vorüber.
Von Christa Meves
MEVES-AKTUELL v. 01. Mai 2019
Ein Vater berichtet: Die Lehrerin seines ältesten Sohnes im dritten Grundschuljahr habe um einen Besuch der Eltern in der Schule gebeten. Bei dem Jungen sei - wie übrigens bei der Mehrzahl der Kinder in dieser Klasse - nach einer Expertenuntersuchung ADHS festgestellt worden. Die Eltern seien deswegen ersucht worden, jeweils für ihre Kinder fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Seitdem würden die meisten Eltern ihren Kindern unter kinderärztlicher Observanz eine Substanz mit Inhaltsstoffen wie z. B. Methylphenidat in täglicher Einnahme verabreichen. Bei diesem Medikament handelt es sich allerdings - wie jeder Mensch durch googeln herausfinden kann  – um eine Aufputschdroge, die zunächst vor allem bei Arbeitsstress von Studenten in den USA Erfolge gezeitigt hatte. Unverzüglich werden deswegen Substanzen dieser Art tonnenweise in Deutschland für Schulkinder zur Verfügung gestellt - wie man meint - mit einigem Erfolg.

ADHS als kulturelle Pandemie, Zappelphilipp, eine Karriere

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Liebe Seniora-Leserinnen und Seniora-Leser,
wie lange wollen wir eigentlich noch warten, bis wir endlich mit dieser unsäglichen Diagnose “ADHS” aufhören? Mag sein, dass sie für betroffene Eltern ein willkommenes Trostpflaster bedeutet: “Wir sind nicht schuld”.

Aber es darf nicht sein, dass die Wissenschaft zum Trost einiger Eltern und zum Schaden der allermeisten Kinder für ein gigantisches Geschäftsmodell Hand bietet zur Desorientierung der Eltern und Lehrer. Bei vielen Kindern bleibt u. a. lebenslänglich ein diffuses Gefühl zurück: "In meinem Kopf stimmt etwas nicht."

Ich will nicht ausschliessen, dass in ganz seltenen Fällen es angebracht sein kann, ein Medikament einzusetzen, aber niemals in diesem pandemischen Ausmass.
Wenn Sonderpädagogikprofessor Feuser sagt: “Ritalin verletzt die Menschenrechte” so hat er vollkommen Recht. Das “Herumstochern” mit Hirnscannern in den Köpfen der Kinder mitansehen zu müssen, ist unerträglich. Mit dieser Pseudowissenschaft muss Schluss sein!
Willy Wahl

ADHS als kulturelle Pandemie, Zappelphilipp, eine Karriere

NZZ: Manfred Schneider 11.12.2014

Mehr als eine halbe Million Kinder und Jugendliche erhielten in Deutschland 2011 die Diagnose für eine Krankheit, die erst in den neunziger Jahren Karriere gemacht hat: ADHS. Das Zappelphilipp-Syndrom gibt es nicht überall auf der Welt, in Asien kennt man es kaum. Wie kulturell bedingt ist sein Auftreten?

ADHS ist keine Krankheit – Neue Therapien machen Mut

Watergate.tv Redaktion
03.10.2017

Doch rastlose Kinder gibt es schon lange. Das ist keine Modediagnose. Früher nannte man unruhige Kinder "Zappelphilip" und auch in dem Kinderbuch "Struwwelpeter" von 1844 beschreibt der Autor Heinrich Hoffmann, ein Frankfurter Arzt, seine beruflichen Erfahrungen mit "Zappelphilippen" und "Hans-guck-in-die-Lufts".

Während die meisten Mediziner die Verhaltensweise als psychische Störung deklarieren und diese mit dem Medikament Ritalin behandeln, haben Wissenschaftler eine Behandlungsmethode gefunden, mit der gute Erfolge bei Kindern erzielt werden - ganz ohne Ritalin.

Neurofeedback* heißt die Therapie, bei der das Gehirn in mehreren Trainingseinheiten durch Neurofeedback lernt, seine Aktivität situationsgerecht zu verstärken oder zu reduzieren. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern und Therapeuten ist Neurofeedback eine gut und schnell wirksame Therapie, um die Störungen bei sowohl Kindern als auch Erwachsenen gut zu behandeln.

Quelle: Watergate.tv, Redaktion
http://www.watergate.tv/?s=ADHS

Alles sehen, trotz fehlender linker Hirnhälfte

Einem Mädchen fehlt die Hälfte des Gehirns, dennoch sieht es praktisch normal.

Frankfurt.  – Bei einem heute 10-jährigen Mädchen hat sich aufgrund einer Entwicklungsstörung im Mutterleib die rechte Grosshirnhälfte nicht ausgebildet. Trotzdem besitzt das Mädchen ein fast normales Sehvermögen, wie deutsche Forscher nun zeigen konnten («PNAS», online).

Beruf: Diagnosenerfinder

DocCheck
15. Juli 2015
Die Industrie verdient gut, wenn viele Menschen krank sind. Nicht selten hört sie deshalb den Vorwurf, sie würde Krankheiten erfinden, die sich gut mit ihren Wirkstoffen vermarkten lassen. Ihr allein den schwarzen Peter für „Lifestyle-Leiden“ zuzuschieben, ist jedoch zu kurz gedacht.

Der Arzt, der nichts tut, weil es die beste Option ist, kommt häufig nicht gut an: Denn Patienten wollen meistens, dass etwas getan wird. Unter Internisten und Chirurgen schon lange ein großes Thema, ist das „Weniger“ nun auch in der Allgemeinmedizin angekommen: Bei einem Wechsel zu einem anderen Hausarzt wundern sich gerade ältere Patienten mitunter, dass der erst einmal viele der vermeintlich unentbehrlichen Medikamente absetzt .

Disease Mongering  – Umsatz durch Krankheit

Leben wir in einem Zeitalter der Übermedikalisierung mit vielen unnötigen Operationen? Mit multiplen Medikamentenverordnungen, bei denen das Risiko gefährlicher Neben- und Wechselwirkungen höher als deren Nutzen ist? Sind es die „bösen Pharmafirmen“, die Befindlichkeitsstörungen zu behandlungsbedürftigen Krankheiten machen, um mit geeigneten Wirkstoffen die Lebensqualität zu „optimieren“?

Experten kennen den Begriff „Disease Mongering“, die großzügige Ausweitung der Grenzen zwischen Gesunden und Kranken, sodass sich Marktchancen für jene ergeben, die Therapien verkaufen und am Patienten anwenden. Heftig wird dementsprechend über die schnelle Zunahme an Diagnosen für ADHS gestritten, aber auch die Zahl oft unnötiger operativer Eingriffe etwa in der Orthopädie. Für die „Wechseljahre des Mannes“ gibt es ebenso wie für das Burnout-Syndrom keine standardisierte Diagnostik, eine medikamentöse Therapie erhöht jedoch oft das Risiko für verschiedene Erkrankungen oder psychische Störungen.

Pillen statt Lebensstilveränderung

Einen guten Überblick über die Entwicklungen von Modekrankheit und die Grenzen zwischen Krankheit und Gesundheit lieferte vor einigen Monaten eine Diskussion im Deutschen Ethikrat. Er hatte ein halbes Dutzend Experten zu diesem Thema eingeladen und ließ sich sowohl über Probleme mit „beliebten“ Krankheiten in der Vergangenheit als auch über deren aktuelle Bedeutung berichten.

Quelle: Zeit-Fragen, Nr. 8 vom 20.2. 2012
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=690
Quelle 2/Original: DocCheck
http://news.doccheck.com/de/88424/beruf-diagnosenerfinder/#comment-50144

Buchempfehlung: «Den kranken Menschen verstehen»

Für eine Medizin der Zuwendung
von Dr. med. Sabine Vuilleumier-Koch
Nach all seinen medizinkritischen Büchern der letzten Jahre legt Giovanni Maio mit seinem neuesten Werk ein «Ermutigungsbuch» vor. Als Philosoph und Arzt mit langjähriger klinischer Erfahrung ist es ihm ein grosses Anliegen, Patienten Zuversicht zu vermitteln und allen, die in den ambulanten und stationären Einrichtungen tagtäglich ihren Dienst am Menschen verrichten, Mut zu machen, bei ihrer Sache zu bleiben und sich ihre inneren Werte nicht durch die Ökonomisierung und eine einseitig technisch-naturwissenschaftliche Medizin rauben zu lassen. Für seine Darlegungen hat Maio eine allgemeinverständliche Sprache gewählt.

Giovanni Maio erkennt das grösste Kapital der Heilberufe im inneren Antrieb, sich dem leidenden Menschen zuzuwenden. Diese innere Motivation werde durch das heutige System der Medizin zunehmend abgebaut. Maio will diesen Abbau stoppen durch eine Schärfung des Bewusstseins dafür, wie wertvoll dieses innere Anliegen ist.

Von eigenen Begegnungen mit Patienten, Berichten von Medizinstudentinnen und -studenten und Erlebnissen in öffentlichen Diskussionsrunden ausgehend, legt er seine von grosser Sorgfalt und Menschlichkeit getragenen Reflexionen dar. Im ersten Teil des Buches führt er den Leser ganz nahe an den kranken Menschen heran und gibt ihm die Möglichkeit, sich in dessen «aus der Normalität gefallene Situation» einzufühlen.

Sich einfühlen zu können ist  – neben dem unabdingbaren medizinischen Sachwissen  – Grundvoraussetzung für das Gelingen einer medizinischen Behandlung. Im zweiten Teil des Buches entwickelt Maio Wege zur Bewältigung des Krankseins, die für Patienten und jeden klinisch Tätigen hilfreich und wertvoll sind.

Quelle: Aus: Giovanni Maio: Den kranken Menschen verstehen. Für eine Medizin der Zuwendung. S. 206-208, ISBN: 978-3-451-30687-7
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2333

Cannabis Sativa – Kiffen macht langfristig dumm

Kiffen ist nicht nur schädlich für die Gesundheit. Eine Langzeitstudie über fast 40 Jahre aus den USA zeigt: Cannabis-Konsum lässt den IQ unwiderruflich schrumpfen  – besonders bei Jugendlichen.

Washington/BerlinCannabis zu rauchen macht nach einer US-Studie dumm  – vor allem junge Menschen. Forscher um Madeline Meier von der Duke University in Durham (Bundesstaat North Carolina) fanden in einer fast 40 Jahre andauernden Studie heraus, dass Hanfkonsum das zentrale Nervensystem unwiderruflich schädigen und den Intelligenzquotienten (IQ) senken kann. Das berichten sie im US- Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences"

(„Pnas" siehe: http://www.pnas.org/content/early/2012/08/22/1206820109/suppl/DCSupplemental).

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