Seniora.org - Sexualität

AfD-Jugendorganisation 'Junge Alternative' (JA) stellt Strafanzeige gegen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wegen Pornoplakat-Aktion

Von Gunther Oberheide
25. Mai 2016
Niedersachsen/Hannover. Der bundesweite Porno-Skandal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bleibt nicht ohne Folgen:

Bundeszentrale Liebesleben Plakat

Nachdem zigtausende BZgA-Sex-Plakate (auf denen Cartoon-Figuren in eindeutiger Weise Geschlechtsverkehr betreiben, auch homosexuellen) bereits seit über vierzehn Tagen plakatiert werden und die politischen Vertreter der etablierten Parteien aus CDU/CSU, SPD, GRÜNE und LINKE auf die vielen Beschwerden, insbesondere die von Eltern - nicht reagieren, hat nun die AfD-Jugendorganisation 'Junge Alternative' (JA) aus Niedesachsen Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der BZgA gestellt. Lesen Sie die Pressemeldung der JA nachfolgend im Wortlaut:

Bundesregierung lässt Sex-Plakate aufhängen  – JA Niedersachsen stellt Strafanzeige

Der Landesvorsitzende der Jungen Alternative (JA) Niedersachsen, Sören Hauptstein, hat heute gegen die Verantwortlichen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wegen Verbreitung pornografischer Schriften an Minderjährige Strafanzeige gestellt.

http://www.derfreiejournalist.de/?e=364

BZgA läßt die Hosen runter – bei Lutz und Linda in KiTas und Krippen

von Gunther Oberheide “Der freie Journalist”
24. Mai 2015
Hannover. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) präsentierte auf der Bildungsmesse didacta 2015 in einem Workshop ihre neue 'Kindergartenbox  – Entdecken, Schauen, Fühlen!' für die frühkindlich-sexuelle Bildung.

Den größten Platz darin nehmen zwei prägnante Stoffpuppen ein: 'Lutz', der Hoden und Penis hat und 'Linda' mit ihrer dazu passenden Scheide. Idealerweise soll der Puppe 'Lutz' vor den Kleinkindern in den Kindergärten und -krippen mit Hilfe der Erzieher* trickreich "die Hose runterrutschen", das Thema aufgegriffen und die beiden Sexualerziehungsmittel 'Lutz' und 'Linda' in den Puppenecken "einfach zum Spielen" platziert werden.

'Lutz' hat natürlich zunächst eine Hose an, ganz unauffällig. Wie Lutz dann aber in den Kindergärten (und auch den Krippen) zum Einsatz kommen soll, empfahl die BZgA im prall gefüllten Vortragsraum nach einem Einleitungsvortrag eindrucksvoll und vor allem eindeutig:

Die Vortragende der BZgA hielt die Puppe so, dass die Kinder sie später gut mit dem Vorderkörper sehen können und zog ihr dann geschickt mit der anderen Hand  – in einer Art vorbeiwischenden, schnellen Bewegung  – die Hose herunter und

"Ohh!", da war dem Lutz ja ganz zufällig die Hose runtergerutscht!

http://www.derfreiejournalist.de/?e=190

Das Diktat: Wie Kommission und Parlament allen EU-Staaten vertragswidrig gesellschaftliche Vorstellungen aufzwingen wollen

Brief aus Brüssel, 2016 / Mai, 27.05.2016
Brüssel, 2016 / Mai, 27.05.2016
Mit einem neuen politischen Überwachungsmechanismus will das EU-Parlament zukünftig Mitgliedsstaaten an den Pranger stellen, deren Bevölkerung durch Volksentscheide oder durch Parlamentswahlen sich einer Anpassung an Werte und Normen der EU widersetzt. Es kann sich auch um künftige Werte handeln, die vom EU-Parlament erst bestimmt werden. Damit umgeht das EU-Parlament die in Artikel 7 des EU-Vertrags vorgesehene Prozedur, die zum Entzug der Stimmrechte bei schwerwiegenden Verletzungen von Menschenrechten führen kann, und versucht, sich unmittelbar als Richter über die Mitgliedsstaaten zu erheben.

Der Innenausschuss des EU-Parlaments hat dafür eine Initiative für einen "integrierten Mechanismus für die systematische, objektive und vollständige Überwachung aller Mitgliedsstaaten der EU und ihrer Organe" auf den Weg gebracht (Dokument 2015/2254 INL vom 5. April 2016). Er wirkt parallel zur Rechtsprechung des EuGH und besteht aus einem "Anzeiger", einem "Semester" und "länderspezifischen Regelungen".

Ein 66-köpfiges Expertengremium unter der Leitung der EU-Grundrechteagentur verfolgt halbjährlich die Entwicklungen in den Mitgliedsstaaten und teilt die Mitgliedsstaaten nach dem Ampelsystem in "Konform" (grün) und "Rebell" (rot) ein. Daraufhin diskutiert Brüssel mit den rebellischen Mitgliedsstaaten. Länderspezifische Empfehlungen sollen ihnen zur "EU Compliance-Kultur im Bereich Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit" verhelfen. Nicht durch ordentliche Vertragsverletzungsverfahren beim EuGH, sondern durch einen politisierten Parallelmechanismus soll also der Widerstand der Bevölkerung vor allem in zentraleuropäischen Mitgliedsstaaten gegen den Regelungseifer der EU in Wertefragen gebrochen werden. Diese neue Überwachungskultur illustriert die zunehmende Entfremdung zwischen der EU und den vormals kommunistischen Mitgliedsstaaten in angeblich nicht verhandelbaren ethischen Fragen.

Ist die Würde des Menschen in der EU unantastbar? Auch in Zukunft?

Allerdings fehlt der EU eine Basis für nicht verhandelbare ethische Fragen. In manchen Ländern, zum Beispiel Deutschland, ist das die unantastbare Menschenwürde (Artikel 1 GG). Solch eine Grundlage setzt ein gemeinsames Menschenbild voraus. Die EU ist jedoch bei dem Versuch, sich auf ein gemeinsames Menschenbild zu einigen, gescheitert. Nicht die zentrale Bedeutung der Personalität des Menschen  – geistiges Erbe Europas, das übrigens in der Konvention für Menschenrechte des Europarates einen Niederschlag gefunden hat  – ist heute das Fundament der EU, sondern der "Konsument", der "Markt" und nicht näher definierte und empirisch nachweisbare Minderheiten.

Quelle: Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V [Zwischentitel: seniora.org]
http://www.i-daf.org/aktuelles.html

Das Jungfernhäutchen: Ein Mythos lebt weiter

Denn das «Jungfernhäutchen» gibt es nicht – auch wenn viele Frauen das immer noch glauben.
Andrea Arežina Das Magazin, 27.11.2021
Erinnern Sie sich an Ihren Biologieunterricht? An die Stunde, in der Sexualität Thema war? Mussten Sie ein Kondom über eine Banane ziehen? Und hat Ihnen die Lehrperson erklärt, was das Jungfernhäutchen sei? Welches Bild des Jungfernhäutchens hatten Sie vor Augen? Dachten Sie an eine dünne, fest gespannte Haut  – vergleichbar mit der Frischhaltefolie, die das Gemüse im Laden versiegelt und symbolisiert, dass es unberührt ist?

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser,
da musste ich alt werden, bevor ich etwas Vernünftiges in einer vernünftigen Zeitung über einen Sachverhalt las, mit dem ich mich bislang nicht näher beschäftigt hatte. Warum eigentlich? Wahrscheinlich ist das Jungfernhäutchen ein (unbewusstes) Tabuthema. Jedenfalls bin ich der Journalistin dankbar, dass sie sich dem Thema wissenschaftlich angenommen hat und staunte, als ich den Begriff «Theogynäkologie» sah und darüber nachdachte, dass hier ein treffender Begriff verwendet wird, der die mystische Betrachtungsweise auf diesem Gebiet zum Ausdruck bringt. Wie wäre es, wenn wir diesen Begriff etwas näher beleuchten würden und ihn auch auf andere Wissensgebiete ausweiten würden? Zum Beispiel auf die Humanwissenschaften? So schlage ich in meinen alten Tagen gedanklich einen grossen Bogen vom kleinen «Jungfernhäutchen» zur grossen Frage unseres theo-logischen Menschenbildes. Herzlich Willy Wahl

Jungfernhäutchen
Ein passendes Modell: der Haargummi.
Foto: Tonje Thilesen

«Viele denken so», sagt die Sexualpädagogin Linda Bär. Woche für Woche besucht sie Schulen in der Schweiz und klärt die Klassen unter anderem mithilfe eines Haargummis darüber auf, was das «Jungfernhäutchen» ist.

Eine Oberstufenschülerin habe kürzlich wissen wollen, ob ihr Jungfernhäutchen gerissen sei, nachdem sie zum ersten Mal einen Tampon eingeführt hatte, erzählt Linda Bär.

Die Sexualpädagogin spricht lieber weniger und führt vor, mit Sachen, die sie zur Hand hat. Von ihrem rechten Handgelenk streift sie sich einen dünnen Haargummi ab, streckt ihn hoch. Auf Augenhöhe, ein kleiner Kreis. Linda Bär fragt: «Kennen Sie die breiteren Haargummis? Die aus Samt? Stellen Sie sich so einen vor.» Sie führt ihren Daumen, Zeige- und Mittelfinger in die Mitte des Haargummis ein und spreizt ihre Finger. Er wird auseinandergezogen, weitet und dehnt sich so lange, bis sie die Finger wieder zusammenführt und er sich zusammenzieht und auf Anfangsgrösse zurückschrumpft. 

Linda Bär sagt: «Dasselbe geschieht, wenn ein Tampon, ein Finger, ein Penis oder ein Sexspielzeug in die Vulva eingeführt wird».

An dieser Stelle in der Vulva ist nichts Straffes, hier befinden sich Schleimhautfalten, die ringförmig angeordnet sind, wie ein Kranz. Am meisten dehnt sich dieser vaginale Kranz beim Gebären. Das Jungfernhäutchen existiert nicht.»

Wieso glauben sehr viele Menschen dennoch, dass das «Jungfernhäutchen» reissen kann, reissen muss? Spätestens beim ersten Sex?

Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Mithu Sanyal* spricht in ihrem Buch «Vulva  – Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts» von einem tief verwurzelten Mythos. Dieser sei in der Religion wie auch der Medizin und deren Forschung zu finden.

«Theogynäkologie»

Für lange Zeit war im christlich geprägten Europa die Idee vorherrschend, dass die weiblichen Geschlechtsorgane ausschliesslich der Fortpflanzung dienen. Diese Vorstellung war von antiker Medizin geprägt, vor allem durch den römischen Arzt Galen, der bis etwa ins 17. Jahrhundert die Autorität für die europäische Gesundheitslehre war.

Für ihn war der Mensch das vollkommenste aller Tiere und innerhalb der Menschheit der Mann vollkommener als die Frau  – gerade auch, was die Geschlechtsorgane betrifft. Galen schrieb: «Natürlich darf man nicht glauben, dass unser Schöpfer die Hälfte der ganzen Spezies absichtlich unvollkommen und, wie es der Fall ist, verstümmelt geschaffen hätte, wenn nicht in solch einer Verstümmelung irgendein grosser Vorteil läge.» Der Vorteil bestand laut dem Arzt darin, dass die Frau zur Unterordnung und zum Dienen gemacht sei.

Im mittelalterlichen Kompendium «Secreta Mulierum» (was sich in etwa mit «Die Geheimnisse der Frauen» übersetzen lässt), einem Nachschlagewerk der Medizin, ist nachzulesen, dass die Frau dem Mann beim Geschlechtsakt Wärme entzieht. Das führe dazu, dass der Mann schwach und debil werde, wenn er zu viel Sex mit Frauen habe.

Dies war die allgemeine Stossrichtung der mittelalterlichen Forschung. Ihr Hauptinteresse lag bei der «Gebärmutter», und es gab die Vorstellung, dass das Jungfernhäutchen den Penis davon abhalten würde, in den Uterus einzudringen.

Eine ganze Disziplin der Theologie, die «Theogynäkologie», wie Sanyal sie nennt, beschäftigt sich seitdem mit anatomischen Überlegungen, wie Maria, die Mutter Jesu, vor der Geburt, während der Geburt und nach der Geburt ein unverletztes Jungfernhäutchen behalten konnte.

Schliesslich ist Maria die einzige Frau, die ohne Mann, ohne Penis, ohne Samen, ohne künstliche Befruchtung ein Kind auf die Welt bringen konnte. Mit der Jungfrauengeburt begründen sich viele Christinnen und Christen die Göttlichkeit von Jesus. Jesus sei nicht durch einen Mann gezeugt worden, sondern durch den heiligen Geist.

Auf dem Mythos des Jungfernhäutchens gründet auch der Brauch, das weisse, aber blutbefleckte Bettlaken nach der Hochzeitsnacht auszuhängen, am besten über dem Fenstersims, in der Morgenstunde nach dem ersten Sex. Das Beweisstück der Entjungferung. Das Zeichen, dass dieser Mann diese Frau entjungfert hat und dass das zukünftige Kind nur von ihm stammen kann. Die Kontrolle über die Sexualität der Frau. Dieser Brauch hält sich in manchen Kulturkreisen bis heute.

Was sagt die Medizin dazu  – heute? Laut der Gynäkologin Dr. Jutta Pliefke von pro familia Berlin bluten nur wenige Frauen beim ersten Sex. In der Broschüre «Mythos Jungfernhäutchen» des interkulturellen Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrums Holla e. V. sagt sie, dass der Grund, warum manche Frauen doch bluten, ein ganz anderer sei: Wenn eine Frau noch nie oder sehr lange keinen Sex hatte, sei sie wahrscheinlich nicht sehr entspannt. Beim ersten Mal würde man sich noch nicht so gut kennen. Da könne schon mal irgendwo etwas bluten. Mit dem «Jungfernhäutchen» habe das allerdings nichts zu tun.

Es gebe da keine Häutchen. Das Wort an sich sei schon irreführend. Trotzdem benutzt Jutta Pliefke es, weil es die Mädchen kennen würden. Dann wüssten die Mädchen, wovon sie rede. Sie füge aber immer an, dass es ein unglückliches Wort sei.

«Vaginale Korona»

Doch auch wenn Frauen den Sexualpädagoginnen oder Gynäkologinnen oder Kulturwissenschaftlerinnen glauben, reicht das nicht. Herrscht in ihren Familien der Glaube, dass das Jungfernhäutchen die Jungfernschaft beweist, kann ein grosser Druck auf den jungen Frauen lasten. Der so gross werden kann, dass nicht wenige, die bereits Sex hatten, zu drastischen Massnahmen bereit sind.

Die Medizin von heute könne das «Jungfernhäutchen wiederherstellen» heisst es. In der Schweiz bieten mindestens zwei Kliniken die Wiederherstellung des Jungfernhäutchens durch einen chirurgischen Eingriff an. Der Direktor einer Klinik in Montreux sagte dem SRF, dass die Nachfrage nach solchen Eingriffen steige. Einen Grund dafür findet er darin, dass Schweizer Kliniken den Frauen höchste Diskretion zusichern. Für einen Eingriff bezahlen die Frauen hier zwischen 2000 und 4000 Franken.

Der Chirurgen Marc Abécassis, der viele Jungfernhäutchen wiederhergestellt habe, ist der Meinung, dass diese Frauen an eine jahrhundertelange Tradition gebunden seien und er sie mit der Operation vom Diktat der Jungfräulichkeit befreien könne.

Tut er nicht das Gegenteil und bastelt aktiv am Mythos weiter? Und wenn es dieses Jungfernhäutchen nicht gibt, was rekonstruiert er genau?

Eine Klinik in Zürich, die auf ihrer Website titelt «Jungfernhäutchen wiederherstellen  – Hymenrekonstruktion» antwortet auf meine Fragen, wie viel der Eingriff koste, was konkret operiert werde und was beim nächsten Sex anders sein solle: Die Antworten seien nur in einer Sprechstunde mit der behandelnden Ärztin zu bekommen, und eine solche koste zwischen 100 und 150 Franken.

Gynäkologinnen des Familienplanungszentrums Balance in Berlin schreiben auf Ihrer Webseite Folgendes:

  • «Das ‹Jungfernhäutchen› (=Hymen) hat keine Funktion für Ihren Körper.
  • Das Hymen ist ein zartes Häutchen (ähnlich dem Häutchen unter Ihrer Zunge), das den Scheideneingang wie ein Ring umschliesst.
  • Das Hymen kann auch ohne Geschlechtsverkehr ‹nicht intakt sein›.
  • Das Hymen kann ‹nicht intakt sein›, ohne dass Sie es merken.
  • Kein Mann kann feststellen / merken / fühlen, ob Sie noch ‹Jungfrau› sind.
  • Das Hymen muss beim ersten Geschlechtsverkehr nicht bluten (nur etwa 50 % der Frauen bluten beim ‹ersten Mal›).
  • Auch nach einer ‹Rekonstruktion› des Hymens kann es beim nächsten Geschlechtsverkehr sein, dass es nicht blutet, bzw. dass die Verletzung des Hymens nicht so heilt, dass es wieder ‹intakt erscheint›.»

Auch Balance bietet die Rekonstruktion des Hymen an, doch erst nach einem Beratungsgespräch mit einer Frauenärztin und einer gynäkologischen Untersuchung. Für den Eingriff verlangt das Balance-Team zwischen 350 und 600 Euro. Balance mache im Schnitt eine Hymenrekonstruktion und sieben Beratungsgespräche pro Monat.

Im Sexualkundeunterricht von Linda Bär fragen junge Frauen oft: «Sie, tut das erste Mal Sex fest weh? Wie fest werde ich bluten? Nach dem ersten Mal bin ich ja nicht mehr Jungfrau, oder?»

Linda Bär stellt Oberstufenschülerinnen auch mal Rückfragen, beispielsweise, was mit «erstes Mal Sex» gemeint sei. Viele gingen davon aus, das meine den Moment, «wenn ein Penis das erste Mal in eine Scheide eindringt», sagt die Sexualpädagogin. Selten denke man an «zwei Menschen mit Vulva oder zwei Menschen mit Penis, die ihr erstes Mal erleben».

Der Sexualpädagogin ist es wichtig, die Fragen der Oberstufenschülerinnen auseinander zu dröseln, zu erklären, was mit «Jungfrau» gemeint sei. Es sei eine alte Bezeichnung für nicht verheiratete Frauen. «Früher war Sex nur in der Ehe zugelassen, doch wie sollte man das beweisen? Man bediente sich kurzerhand des Mythos Jungfernhäutchen», erzählt Linda Bär.

Die Sprache sei ein System, mit dem wir uns in der Welt orientierten und Bewertungen vornehmen würden, schreibt Mithu Sanyal in ihrem Buch. Sprache forme unser Denken, und das Denken bestimme, wie wir die Realität sehen würden.

In der schwedischen Realität gibt es das «Jungfernhäutchen» nicht mehr. Im Jahr 2009 hat der schwedische Sprachrat den ideologisch aufgeladenen Begriff Jungfernhäutchen  – auf Schwedisch mödomshinna  – abgeschafft. Und durch den Begriff «vaginale Korona» ersetzt. Der Duden druckt beim Buchstaben «J» nach wie vor «Jungfernhäutchen» ab. Warum benutzen wir noch ein Wort, das etwas beschreibt, das es gar nicht gibt? Man sagt ja auch nicht mehr Erdscheibe, sondern Erdball. 

Andrea Arezina
Andrea Arežina ist Autorin. redaktion@dasmagazin.ch

Publiziert: 26.11.2021, 17:00

Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/sprechen-wir-von-der-vaginalen-korona-660756348469

*http://www.sanyal.de/index.php/buecher/vulva/

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Diskussionsveranstaltung am Montag, den 3. November 2014. Beginn: 18.30 Uhr, Akademie der KAS, Tiergartenstr. 35, 10785 Berlin

Im Newsletter der Deutschen Liga für das Kind vom 28. Juli 2014 ist zu lesen

Im Jahr 2013 haben die Jugendämter in Deutschland 42.100 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1.900 Minderjährige (+5%) mehr als 2012. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen, gegenüber 2008 (32.300) stieg sie um 31 Prozent.

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Trend aus den USA greift auch in der Region um sich  – Oldenburger Experte warnt vor Folgen

Fotos der unbekleideten Tochter in sozialen Netzwerken: Eltern sollten mit ihren Kindern darüber sprechen statt sie zu bestrafen, rät der Oldenburger Soziologie-Professor Thomas Alkemeyer.

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Jugend ohne Kindheit: Sexuelle Attraktivität wird zum Maß der Dinge. Präpubertäre Mädchen sehen sich als Objekte, deren Hauptaufgabe es ist, Jungs zu gefallen.

Wer nicht so links denkt wie wir, ist rechts! – Interview mit Dr. A. Wunsch

Wie die Protagonisten einer Kinder-Frühsexualisierung Gegenpositionen ins Aus zu setzen suchen!

Herr Dr. Wunsch, ARCHE setzt sich gegen die Frühsexualisierung der Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter ein. Bezogen auf einen geplanten INFO-Abend, des ARCHE e.V. in Waldbronn wurden wir nach den ersten Veröffentlichungen mit der "rechten" Szene in Verbindung gebracht.

Ein von Arche e.V. eingeleiteter Bürgermeister-Kontakt zur Erläuterung der Zielsetzungen der Veranstaltung mündete beim Hören des Namens „Arche e.V.“  – ohne dass das Thema überhaupt angesprochen werden konnte  – in einem Rausschmiss und fand vorerst seinen Höhenpunkt in einer schon vor dem Kontakt-Versuch an die Arche abgeschickte Mail-Info mit der Kündigung der Raumzusage. Wie ist das zu erklären, explizit beim Thema Frühsexualisierung, wenn informierende und warnende Stimmen sofort mit der „rechten Szene“ in Verbindung gebracht werden und so harsche Reaktionen auslösen? Was sagen Sie als Psychologe und Konflikt-Coach zu einem solchen Vorgang?

Dr. Albert Wunsch: Meine Ausführungen basieren darauf, dass keine Referenten oder Themen der ‚Rechten Szene’ zur Sprache kommen sollten. Da aber das Vorgehen, politisch Andersdenken in eine radikale Ecke schieben zu wollen  – unabhängig von den Ereignissen in Waldbronn  – sehr typisch zu sein scheint, hier einige Verdeutlichungen. Wenn sich beispielsweise eine relativ kleine, wenn auch lautstark auf sich aufmerksam machende, linke Gruppierung  – meist aus dem rot/grünen Parteispektrum  – selbst als Mitte der Gesellschaft definiert, gibt es schnell ganz viele im so genannten rechten Lager. Da wir in Deutschland auf dem Hintergrund unserer NS-Vergangenheit eine besondere Sensibilität in diese Richtung entwickelt haben  – und das ist gut so -, ist es auf diesem Hintergrund recht einfach, Positionen von politisch Andersdenkenden per Zuordnung zur ‚rechten Szene’ ins Aus katapultieren zu wollen.

Es scheint eine Regel zu geben, dass sich Ideologien  – je radikaler sie sind  – selbst als Mitte bezeichnen. Beispielsweise praktiziert auch die französische „Front National“ diesen Ansatz, indem sie eine Selbsteinordnung als „weder rechts noch links“ vornimmt. Fallen die Menschen auf solche Tarn- und Täusch-Manöver herein, geraten Andersdenkende sofort an den rechten oder auch linken Rand. Ergänzend scheint es eine weitere Formel zu wirken: Je intensiver eine Position ideologisch begründet ist, je heftiger wird auf Anfragen oder Gegenargumente nicht mit Nachfragen oder eigenen Verdeutlichungen, sondern mit Häme, Angriff und Diffamierung reagiert. Anstelle von Demokratie wir dann Demagogie deutlich. Auch wenn der von Immanuel Kant eingebrachte Appell: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ zu einem Kerngedanken der Aufklärung wurde, beim Umgang mit Ideologen scheint er keine Wirkkraft zu haben. Somit kann in solchen Situationen ‚Aufklärung nicht zur Beendigung des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit’ führen.

Quelle: Das Interview mit dem Psychologen, Erziehungswissenschaftler, Konflikt-Coach und Hochschul-Dozenten Dr. Albert Wunsch aus Neuss führte Heiderose Manthey vom Arche e.V. in Waldbronn: Copyright: Dr. Albert Wunsch, 41470 Neuss, Im Hawisch 17

Wie die Grünen uns klammheimlich die Gender- und Vegan-Sklaverei unterschieben

von Heinz-Wilhelm Bertram
Die Grünen haben aus dem Desaster ihres »Veggie-Days« gelernt: Das Volk lässt sich nicht ohne Weiteres befehlen, was es zu schlucken hat. Deshalb betreiben sie die Umerziehung des Volkes jetzt sublim: Nur noch versteckt oder in kleinen Häppchen verabreichen sie den Menschen ihr Umerziehungsprogramm.

Anton Hofreiter wirft stets die gleiche Frage auf. Wo immer auch der Fraktionschef der Grünen auftaucht, denkt man bei sich: Gibt es in München, wo er zu Hause, und in Berlin, wo er Bundestagsabgeordneter ist, keinen Frisör?

Damit ist »der Toni«, wie ihn die Grünisten nennen, die perfekte Symbolfigur für das Bündnis 90/Die Grünen: Etwas vorzugeben, was gar nicht ist, so tun als ob. Genau das ist die neue Verkaufsmasche der gut 61 000 Mitglieder starken Partei. Sie tun so als ob, das heißt: mit harmlosem Paket daherkommen, um dem Volk eine hochdosierte Giftmischung unterzujubeln. Seit sie mit ihrem »Veggie-Day«-Speisediktat 2013 das ganze Land gegen sich aufbrachten, verschweigen sie dem Volk lieber, was sie vorhaben. Sondern machen es klammheimlich hinten rum.

»Cem kocht vegetarisch«, hieß es etwa auf der Grünen-Website am 5. November 2014. Der Bundesvorsitzende kochte zusammen mit Kindern auf der Kinder- und Jugendbuchmesse »Kibum« in Oldenburg.

So lassen sich die Dötzkes (*) eleganter für die ersehnte fleischarme, oder, besser noch, fleischlose Republik gewinnen. Dann ist endlich Schluss mit der Massentierhaltung.

Quelle: (*) Kinder  – heute meist "Kids" genannt (whw)
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/heinz-wilhelm-bertram/wie-die-gruenen-uns-klammheimlich-die-gender-und-vegan-sklaverei-unterschieben.html

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