Seniora.org - Psychiatrie

„Offener Dialog", ein alternativer Ansatz aus Finnland zur Heilung von Psychosen

Film von Daniel Mackler, englisch/deutsche Untertitel, 74 Min., 2011

„Offener Dialog", eine 74-minütige Filmdokumentation über das Westlappland Open Dialogue Projekt, dem Programm, das momentan die besten Ergebnisse für Erstsychosen in den entwickelten Ländern erzielen soll -- annähernd 85% vollständige Genesung, mehrheitlich ohne anti-psychotische Medikamente. In Finnland gedreht. Regie: Daniel Mackler.

In den 80er Jahren erneuerte eine Gruppe progressiver Psychologen und Psychiater im Norden Finnlands die klassische psychiatrische Versorgung schizophrener Patienten. Heraus kam eine Methode, die seit vielen Jahren herausragende Therapieerfolge für Erstpsychosen aufweisen kann: der „Offene Dialog“.

Quelle: Mehr Gesundheit für weniger Geld
http://www.mehr-gesundheit-fuer-weniger-geld.de/service-infothek/1/open-dialogue/index.html

Das psychotherapeutische Gespräch

Beitrag zur modernen Psychoanalyse und Psychotherapie
Von Harry S. Sullivan
Fischer Taschenbuch 1976
Harry S. Sullivan, der zu den großen Pionieren der Tiefenpsychologie gehört, ist bei uns noch so gut wie unbekannt. Obwohl seine Lehre in den USA inzwischen den Ruf hat, die Psychiatrie unserer Zeit zu sein und seine Bücher dort zu psychiatrischen Bestsellern wurden, liegt mit diesem Buch »Das psychiatrische Gespräch« das erste Werk Sullivans in deutscher Sprache vor. Die Originalausgabe erschien 1954 in New York und wurde, wie fast alle Werke Sullivans, aus seinem Nachlaß herausgegeben. Dies Buch ist noch heute das einzige in der psychiatrischen Literatur, das den Praktiker in die notwendigen Techniken des psychiatrischen Gesprächs einführt. Es basiert auf Tonbandaufnahmen von zwei Unterrichtsfolgen, die Sullivan an der Washington School of Psychiatry hielt.

Buch Sullivan Psychotherapeutisches Gespräch  
Sullivan ergänzte sie durch sorgfältige Aufzeichnungen vor und nach den Unterrichtsgesprächen. In diesem »Psychiatrischen Gespräch« kann man also den Entdecker der modernen Psychiatrie gleichsam bei seiner psychotherapeutischen Arbeit beobachten. Das Buch hat die Spontaneität des praktischen Unterrichts, in dein gelehrt wird, wie ein psychiatrisches Gespräch geführt und wie es nicht geführt werden sollte. Dabei werden die notwendigen Verhaltensweisen des Psychiaters ebenso berücksichtigt wie die psychische und soziale Situation des Patienten.

John Bowlby "Bindung als sichere Basis"

Grundlagen und Anwendung der Bindungstheorie
Mit Geleitworten von Burkhard und Oslind Stahl und Jeremy Holmes Aus dem Englischen von Axel Hillig und Helene Hanf 4. Auflage 2018. 163 Seiten. (Originaltitel: A secure base)

Buch Bowlby Bindung als sichere Basis
Best of Bindung

Wie wächst ein Kind zu einem gesunden, ausgeglichenen und selbstsicheren Menschen heran? Die sichere Bindung an die Eltern ist die Basis, von der aus Kinder die Welt erkunden und sich entwickeln. Misslingt sie, können sich Eifersucht, Angst, Wut, Kummer oder Niedergeschlagenheit festigen und Menschen ein Leben lang belasten.

Mary Ainsworth hat uns gelehrt, unsere Kinder und uns selbst zu verstehen

Am 21. März 2019 jährte sich zum 20. Mal der Todestag von Mary Ainsworth, geb. Salter.
von Klaus und Karin Grossmann*
Zeit-Fragen Nr. 8 v. 26. März 2019
Sie war eine Psychologin aus Toronto, geboren am 1. Dezember 1913 in Glendale, Ohio, USA. 2019 wäre sie 106 Jahre alt geworden. Zwei Zufälle bestimmten ihre wissenschaftliche Karriere, die unser heutiges Wissen und unseren angemessen aufgeklärten Umgang mit unseren Kindern von Grund auf verändert hat. Erstens begleitete sie 1950 ihren Mann Leonard nach London, wo er eine Doktorandenstelle antrat. Mary war Ehefrau, ohne formelle Beschäftigung. In einer Anzeige in der «London Times» inserierte ein gewisser John Bowlby, Psychoanalytiker, eine Forschungsstelle für ein Projekt über Auswirkungen früher Mutter-Kind Trennungen auf die Persönlichkeitsentwicklung.

Neuerscheinung «Du bist genug»

Vom Mut, glücklich zu sein [auch als Hörbuch]

Buch Du bis genug 
In der Fortsetzung des SPIEGEL-Bestsellers «Du musst nicht von allen gemocht werden» hadert der junge Mann mit der Umsetzung seiner neu gewonnen Erkenntnisse und einer großen Angst vorm Scheitern: Wie lässt sich das Glück im Leben finden? Wie lassen sich Adlers Prinzipien im normalen Alltag praktizieren? Und was ist «die größte Wahl» im Leben, die man treffen muss, um glücklich und zufrieden zu leben? Auch diesmal wird die leidenschaftliche Diskussion zwischen dem aufgebrachten jungen Mann und dem weisen Philosophen dem Leser völlig neue Einsichten über sich selbst und das eigene Leben vermitteln.

Beide Bücher sind auch als Hörbuch bei Audible erschienen

Neuerscheinung: Du musst nicht von allen gemocht werden

Vom Mut, sich nicht zu verbiegen

Buch Du musst von Allen gemocht werden
Der Weltbestseller aus Japan.
Ein zutiefst unglücklicher junger Mann trifft auf einen Philosophen, der ihm erklärt, wie jeder von uns in der Lage ist, sein eigenes Leben zu bestimmen, und wie sich jeder von den Fesseln vergangener Erfahrungen, Zweifeln und Erwartungen anderer lösen kann. Es sind die Erkenntnisse von Alfred Adler  – dem grossen Vorreiter der Achtsamkeitsbewegung  – die diesem bewegenden Dialog zugrunde liegen, die zutiefst befreiend sind und uns allen ermöglichen, endlich die Begrenzungen zu ignorieren, die unsere Mitmenschen und wir selbst uns auferlegen. 'Du musst nicht von allen gemocht werden' ist ein zugänglicher wie tiefgründiger und definitiv aussergewöhnlicher Lebenshilfe-Ratgeber  – Millionen haben ihn bereits gelesen und profitieren von seiner Weisheit.

Psychiatrie und Menschenbild – made in USA

Gedanken zur Entwicklung des weltweit meistgenutzten Diagnosemanuals DSM anlässlich der für das Jahr 2013 vorgesehenen Neuausgabe
von Dipl. Psych. und Psychotherapeutin Brigitte Kendel, Berlin
Zeit-Fragen Nr. 1 v. 03. Januar 2012

Diagnostische Manuale als Instrumente theoretischer und praktischer Orientierung

Immer wieder war es das Anliegen von Psychiatrie und Klinischer Psychologie  – ausgerichtet an der medizinischen Diagnostik körperlich-organischer Störungen  – die Vielfalt der Erscheinungsweisen psychologischer Störungen innerhalb eines nachvollziehbaren, theoretischen Gesamtzusammenhangs zu klassifizieren. Das damit verbundene Ziel war es zum einen, die Störungsbilder kategorial zu erfassen, sie in einen systematischen Ordnungszusammenhang zu bringen und eine verbindliche fachliche Orientierungs- und Kommunikationsgrundlage zu schaffen. Ein weiterer damit verbundener Zweck war es, ein Instrument zu entwickeln, das eine über die allgemeine Klassifikation der psychischen Störungen hinausgehende, zuverlässige diagnostische Zuordnung des Einzelfalls ermöglichte und ein Rüstzeug für das Verständnis des ätiologischen und pathogenetischen Bedingungsgefüges als Ausgangspunkt zur Entwicklung der angemessenen therapeutischen Interventionen der jeweiligen Störung bereitstellte.

The Lancet: Psychische Krankheiten weit mehr verbreitet als angenommen

Psychische Störungen treten viel häufiger auf als vermutet und nehmen stetig zu. Warum das trotzdem die wenigsten beschäftigt
Von Jean-Martin Büttner*
Tages-Anzeiger 14. 10. 2018
Appelle haben einen ähnlich schlechten Ruf wie Studien; viele von ihnen bleiben statistisch irrelevant, die meisten bestätigen nichts anderes als die Meinung des Auftraggebers oder sind aus anderen Gründen befangen. Wenn aber «The Lancet» etwas publiziert, muss man das lesen.

Von diesem Psychologen wäre heute viel zu lernen

Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie, steht zu Unrecht im Schatten von Freud und Jung. Er hat den Einzelnen als Teil der Gesellschaft untersucht und das Verhältnis zwischen Arzt und Patient überdacht.
Von Wolfgang Taus*
NZZ-Feuilleton 15.01.2020, 05.30 Uhr
Neben Sigmund Freud und C. G. Jung gehörte auch der in Wien geborene Alfred Adler (1870 –1937) zu den zentralen Säulen der modernen Psychologie. Gegen Ende seines Lebens, Mitte der 1930er Jahre, war seine Berühmtheit so gross, dass er in einem Atemzug mit Albert Einstein genannt wurde. Während Einstein das Universum vermessen habe, sei dem Genie Adler etwas noch Wichtigeres gelungen: die «Kartierung der menschlichen Seele», schreibt der Literaturwissenschaftler Alexander Kluy in seiner tiefgreifenden Biografie über den Begründer der Individualpsychologie.

Alfred Adler Kluy Vermessung
 Alexander Kluy: Alfred Adler. Die Vermessung der menschlichen Psyche. Biografie. Deutsche Verlags-Anstalt, 2019. 432S., Fr. 39.90.

Zum 150. Geburtstag Alfred Adlers: die große Biographie des Erfinders der Individualpsychologie

Eine wertvolle Einführung in das Denken des herausragenden Pioniers der modernen Psychotherapie
Buchneuerscheinung

Alfred Adler Kluy Vermessung
Alfred Adler, neben Sigmund Freud und C. G. Jung einer der Urväter der modernen Psychologie, ist der Begründer der Individualpsychologie. 1911 setzte sich Adler scharf vom Übervater der Psychoanalyse ab. Er wollte eine lebensnahe Psychologie schaffen, die es ermöglicht, den Einzelnen aus seiner individuellen Lebensgeschichte heraus zu verstehen. Seine optimistische positive Lehre wurde rasch sehr populär. In den 1930er Jahren war Adler einer der bekanntesten Psychologen der Welt.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.