Seniora.org - Jugoslawien-Krieg

Die Erfolgsgeschichte der Gehirnwäscher

Dauerberieselung mit kriegstreibender AgitProp hat böse Folgen / Liedermachers Realsatire: „Da kann man wieder sehen wie der Russe provoziert“ (*)
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
„Deutschland wird außenpolitisch gebraucht“. „Wir müssen jetzt mehr Verantwortung in der Welt übernehmen.“ Können Sie abschätzen, wie oft Sie diese Standardsätze unserer regierenden Phrasendrescher schon gehört haben? „Was das allerdings genau heißt, ist noch nicht klar umrissen,“ behauptet die Tagesschau (1). Fälschlicherweise, denn das überhebliche Gequatsche der Befürworter von mehr deutscher Kriegsbeteiligung weltweit hat in den Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine gut erkennbare Funktion: Es soll uns im Glauben bestärken, „die Guten“ zu sein. Der Weihnachtsmann kommt schließlich auch in diesem Jahr wieder durch den Schornstein, und die Tagesschau beschert uns immer die reine Wahrheit.

Blaupausen für die Ukraine

Der lange herbei geredete Krieg in der Ukraine hat begonnen.
Von Prof. Dr. Sabine Schiffer 27. Februar 2022
Im Schockzustand darüber wird es kaum möglich sein, sich in Ruhe mit der Rede Putins vom 21. Februar 2022 zu befassen, die extrem lang und sicher voller Propaganda ist  – sie ganz abzutun wäre jedoch fahrlässig, denn deren Wichtigkeit belegen nicht zuletzt die schnell erscheinenden Faktenchecks dazu. Man kann sich nur wünschen, dass es solche Überprüfungen auch zu Zeiten der Irak- oder Libyen-Kriegs-Propaganda gegeben hätte.

Brzezinski und die Amerikanisierung Europas

Wir bringen diesen Vortrag aus dem Jahr 2000, weil er zum besseren Verständnis der heutigen Situation in der Ukraine und der EU beitragen kann
Von Dipl. Ing. Agr. et Dipl. Psych. Diethelm Raff - Vortrag in Salzburg, 24.10. 2000
Zbigniew Brzezinski war unter Präsident Carter Sicherheitsberater des Präsidenten und maßgebend an wichtigen Entscheidungen beteiligt. So z.B. als es um die Besetzung der USA-Botschaft im Iran nach dem Sturz des Schahs ging, um die Unterstützung von Sadam Hussein im Krieg gegen den Iran usw. Zbigniew Brzezinski ist polnischer Herkunft und griff auch mit ein als es um die Unterstützung der antikommunistischen Bewegung in Polen 1980/81 ging. Zbigniew Brzezinski gilt als Hardliner und extremer Antikommunist.

Die mit dem Bär tanzen

Von Willy Wimmer
World-Economy 08 März 2021
Wenn man es genau nimmt, dann liegt zwischen uns und dem Verhängnis ein Wimpernschlag, ein "Nuhland". Das ist die Dame aus dem amerikanischen Außenministerium, der man auf dem Maidan-Platz in Kiew geschmierte Stullen verdankt wie wenig damenhafte Beschimpfungen der Europäischen Union oder sensationelle Erkenntnisse über die Finanzierungskosten für Putschgeschehen in einem europäischen Staat. Noch ist es nicht soweit, wie wir aus den Bestätigungsverfahren für Biden-Personal im US-Kongress wissen.

Willy Wimmer 2

Die Dame steht noch in den Startlöchern, aber das Gespann Biden-Nuhland könnte bald über Europa kommen. Dann dürfte es heftig werden, wie insgesamt die Darstellungskünste des ehemaligen US-Vizepräsidenten Biden in Sachen Ukraine deutlich machen dürften. Es ist aber nicht nur das Bestätigungsverfahren, das in Washington auf sich warten lässt.

Trump ist zwar nicht im "Weißen Haus", aber weichen will er auch nicht. Man sollte davon ausgehen, dass der ehemalige Präsident Donald Trump in seiner unnachahmlichen Art, die Dinge aufzumischen, das Ukraine-Dossier über Vater und Sohn Biden nicht nur auf Wiedervorlage liegen hat. Wenn man sich ansieht, welche ukrainischen Oligarchen die nazi-Formationen in der Ukraine unterstützen, hat man eine leichte Ahnung davon, welches üble Gebräu alleine mit dem Gedanken an die Ukraine verbunden ist.

Zuletzt hatte es der deutsche Bundespräsident Steinmeier mit einer vollen Breitseite des in Berlin wühlenden ukrainischen Botschafters zu tun bekommen, als er aus gutem Grund und eigentlich viel zu spät an die jüngere Geschichte nach dem 22. Juni 1941 erinnerte.

Deutschland ist gut beraten und polit-moralisch verpflichtet, die Erkenntnisse aus dem vergangenen Jahrhundert und dabei und vor allem auch den Krieg des Deutschen Reiches gegen die damalige Sowjetunion auf Dauer zu beherzigen. Auch dann, wenn man nicht zu Begriffen wie "Staatsraison" sich versteigen will, sollte man das Rüstzeug des deutschen Grundgesetzes vor diesem Hintergrund sehen.

Das Verbot des Angriffskrieges ist eine direkte Konsequenz jener dunklen Zeit und es ist verwerflich, dass die Bundesregierungen dazu beigetragen haben, durch die NATO Kriege auf der Rechtsbasis des 1. September 1939 zu führen. Dies in der Gewissheit, das zivilisatorische Vermächtnis des Zweiten Weltkrieges mit der Charta der Vereinten Nationen den Weltherrschaftsphantasien unseres transatlantischen Verbündeten zu opfern.

Der 21. Juni 1941 jährt sich zum achtzigsten Mal in diesem Jahr. Wir sollten nicht annahmen, unser Nachbarland Russland und seine Menschen aus Europa herausdrängen und Gegenreaktionen ausschließen zu können. Das europäische und deutsche Verhängnis im Umgang mit Russland und den Menschen dieses Landes besteht auch in dem Unverständnis und der bösartigen Vorgehensweise, die westliche Staaten dem "Wiener Kongress" 1815 und der von Russland und Österreich-Ungarn vorgeschlagenen "Heiligen Allianz" als "Streitschlichtungsplattform" entgegengebracht haben. "Versailles" war hundert Jahre später schon nicht mehr in der Lage oder willens, einen Frieden zu finden.

Die Charta von Paris im November 1990 wurde von den kriegstreibenden Mächten zerschossen, bevor sie umgesetzt werden konnte. Deutsche Generale geben heute wieder vor dem früheren Leningrad den Ton an. In Washington wird man darüber jubeln, wohin man die Deutschen führen kann. In St. Petersburg wird man das anders sehen, zu Recht.

Quellen

https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/die-mit-dem-baer-tanzen-nur-fuer-sie/

https://youtu.be/7ysf3pEyzC8

https://zeitgeist-online.de/1075-alexander-sosnowski-willy-wimmer-und-immer-wieder-versailles.html

Die Meinung des Autors/Ansprechpartners kann von der Meinung der Redaktion abweichen. Grundgesetz Artikel 5 Absatz 1 und 3 (1) „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

 

DU-Bombardierungen der Nato haben Krebs verursacht

Nun auch in Frankreich gerichtlich bestätigt
Zeit-Fragen Nr. 13 v. 16.06.2020
ef Ein französisches Gericht hat nach einem vierjährigen Verfahren anerkannt, dass der Tod des Gendarmeriehauptmanns Henri Friconneau, der im Jahr 2015 an einem seltenen Angiosarkom gestorben ist, die Folge von abgereichertem Uran (DU) war, dem er während seines OPEX1-Einsatzes im Kosovo ausgesetzt war. Dies berichtete die französische Zeitung «La voix des gendarmes» (Die Stimme der Gendarmen) am 31. Mai 2020.

Das französische Nachrichtenmagazin Marianne hatte am 1. November 2019 berichtet: «Mit seinen Kollegen war er [Friconneau] in einer Kaserne der ehemaligen jugoslawischen Armee untergebracht, die noch immer die Spuren der Bombenangriffe trägt. Im Mai 2014 wurde der Untersuchungsbeamte […] wegen anhaltender Schmerzen im linken Gesäss, gegen die entzündungshemmende Medikamente wirkungslos waren, ins Krankenhaus eingeliefert. Die Analysen zeigten, dass er von einem metastasierenden Knochenangiosarkom zerfressen wird, das Leber, Lunge und Herz befällt. Er wird ein Jahr später daran sterben.»

Eine bewährte Waffe: Wie man das Narrativ des "Massakers" unter Kontrolle behält

"How to sell a war" – "Wie man einen Krieg verkauft".
von Rainer Rupp 10 Apr. 2022 18:32 Uhr
Über die Gleichschaltung der Medien hatte man in Zeiten der Corona-Hysterie noch verwundert den Kopf geschüttelt. Inzwischen ist Corona von der Anti-Russland-Hysterie abgelöst. Durch die Gleichschaltung von Medien und Politik ist die Gefahr einer Eskalation enorm gestiegen.

McTagesschau-Burger, blaugelb verpackt

Das Info-Fastfood mit US-Kriegswürze schmeckt, wie wenn man die Zunge zum Fenster raushängt
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam - 22. 04. 2022
Die ARD-Tagesschau hat die meisten Zuschauer. McDonald hat die meisten Besucher. Das Erfolgsrezept: Fastfood. Es macht denkfaul, fett und satt. Ist allerdings gesundheitsschädlich, mental und physisch. Besonders der aktuelle McTagesschau-Billigburger, die antirussische Kriegshetze in blau-gelber Verpackung, ist zum Speien. Das Angebot füllt aber seit Wochen gut die Hälfte der gesamten Sendezeit. Als Nachspeise folgt ein „ARD-Brennpunkt“ dem anderen, der mediale Druck/Dreck will nur das Eine: Deutschland soll sich noch mehr als bisher für die Ukraine verausgaben. „Schwere Waffen her“, blöken Baerbock, Habeck & Co., „Panzer und Artillerie!“. Im verbalen Vabanque spielt die Bundesregierung ganz vorne. Zwangsläufig sinkt die Reizschwelle für einen atomaren russischen Gegenschlag. Und die Anglo-Amis freuen sich über ihre dummen Deutschen, die bereit sind, ihr Land zum Schlachtfeld machen zu lassen. Mehr noch als die Polen  – und das will was heißen.

Mit ukrainischen Faschisten zur Herrschaft über die Weltinsel

Die Frage, wer einen Konflikt herbeigeführt hat, begleitet uns vom Sandkasten bis ins Altersheim.
Von Wolfgang Effenberger 15.4.2022
Dabei ist, wie schon Machiavelli wusste, nicht unbedingt derjenige der Aggressor, der zuerst zu den Waffen greift; schuld ist für ihn vielmehr derjenige, der den anderen dazu nötigt. Um den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zu verstehen, muss also notgedrungen der Gesamtkomplex und damit die von der amerikanischen Geopolitik geprägte europäische Nachkriegsgeschichte in den Blick genommen werden.

Nuklearkrieg mit Russland?

In dieser Ausgabe von "Scheer Intelligence" diskutiert der Atomwaffenexperte Ted Postol mit Robert Scheer darüber, wie die Ukraine-Krise die Welt über den "Point of no Return" hinausführen könnte.
Scheer Intelligence 25. März 2022
Wenn sich der Krieg in der Ukraine zu einem Atomkrieg zwischen USA/NATO und Russland ausweitet, wäre die US-Air Base Ramstein ein Primärziel. Ihre herausragende militärische Bedeutung wurde durch das von Pentagon-Chef Austin dorthin einberufene Treffen wieder einmal überdeutlich. Was dann nicht nur in Ramstein passieren würde, geht aus dem nachfolgend abgedruckten Interview hervor.

SPD-Vorsitzender Klingbeil gibt Pickelhauben aus: deutsche Führung in Europa, wo Politik der guten Nachbarschaft nötig ist

Von Willy Wimmer, 22.06.2022
Der österreichische Diplomat redete pausenlos auf den amerikanischen Repräsentanten ein. Das Gespräch war derart laut in der Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Belgrad nach Frankfurt, daß die anderen Passagiere nicht umhin konnten, dem zuzuhören, was der Mann aus Wien dem Mann aus Washington pausenlos nahelegte. Amerika müsse auf dem Balkan „Führung“zeigen, Führung, Führung. Beide Herren waren auf dem Weg nach Rambouillet, dem letzten Sargnagel für den Krieg gegen Jugoslawien.

Volle Fahrt voraus!

Die deutschen Medien stehen geradezu „Schlange“, wenn es etwas zu verteilen gilt: „Hass und Hetze“ nicht im Netz, sondern gegen Rußland und seinen Präsidenten Wladimir Putin.
Von Willy Wimmer 23. 01. 2022
Das offizielle und tatsächliche Berlin gibt wieder und wieder vor, gegen Hass und Hetze im Netz vorgehen zu wollen. Tatsache ist, daß nichts unternommen wird, die deutsche Rechtsordnung denen gegenüber durchzusetzen, die die EU-Gegebenheiten nutzen, hier ihre Geschäfte zu machen. Wenn „Berlin“ nur mit gutem Beispiel vorangehen würde, um den Straftätern oder anonymen Kräften im Netz das Handwerk zu legen. Nein, es werden diejenigen hofiert, die es gen Moskau am dollsten treiben.

Willy Wimmer zvg bearb Schw. Standpunkt
Willy Wimmer, Staatssekretär a.D.

Damit wir so richtig in unser Elend rennen, finden interessierte Nachrichtendienste mit ihren Falschinformationen offene Medien vor. Medien, die nichts aus den Lügen seit dem Krieg gegen Jugoslawien und den anderen Mordzügen gelernt haben.


Weil Willy Wimmer daran erinnert, legen wir diesen Film unseren Lesern hier gerne wieder vor

Eine inzwischen ebenso berühmte wie weggeschlossene Sendung des Westdeutschen Rundfunks titelte nach dem Jugoslawien-Krieg: „Es begann mit einer Lüge“. Die Lüge hält an und ist ein Zeichen für das Verhängnis, auf das uns unsere Regierungen zusteuern.

Ein anderer Vorfall, der an diesem Wochenende Tsunami-Wellen durch die Republik jagte, war der Befehlshaber der Maine, Vize-Admiral Schönburg und seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand. Es macht einen großen Unterschied, ob eine Regierung notwendige Maßnahmen trifft, um Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen oder wegen einer offensichtlichen Panikattacke in einem unverständlichen Übermaß den öffentlichen Eindruck in Kauf nimmt, untadelige Persönlichkeiten geradezu vom Hof zu jagen.

Damit stellt man sicher, daß die Bundeswehr sich duckt und kuscht. Jetzt wird man sich aber mit dem beschäftigen, was der Marine-Inspekteur denn so alles in New Delhi gesagt hat und feststellen müssen, daß er das zum Ausdruck gebracht hat, was weite Teile des deutschen Volkes ohnehin denken.

Das deutsche Volk wird den Admiral für das halten, was es selbst wegen der Faesers dieser Welt empfindet: die Freiheit des Wortes und der Gedanken gilt nur noch für diejenigen in unserem Land, die den Regierenden entweder in den Kram passen oder ihre temporäre Regierungsfähigkeit sichern. Der Rest des deutschen Volkes ist zunehmend administratives und publizistisches Freiwild.

Kein Wunder, daß die Menschen in ihrem Geschichtsunterricht herumkramen, weil sie sich daran erinnern, was in unserem geliebten Deutschland nie mehr geschehen dürfe. Alles das, was man aus Moskau hören kann, deutet auf eines hin: die klaren Aussagen des Admirals werden reichsweit wahrgenommen und ein deutscher Offizier im Admiralsrang wird-in Rußland-über Nacht zu einer Persönlichkeit, der man Respekt zollt.

An Deutschland und das zu denken, was unser Land ausmacht, wird in den kommenden Tagen mit Wucht auf uns alle zukommen.

Der amerikanische Außenminister, Herr Blinken, hat angekündigt, in wenigen Tagen der russischen Führung die Antwort auf die Sicherheitsanforderungen zukommen zu lassen, die vor wenigen Wochen von Moskau aus an Washington schriftlich gerichtet worden sind. Es ist nicht die Frage danach, warum Washington die Antwort auf Moskauer Forderungen nicht veröffentlicht sehen will, nachdem die russische Seite nichts dagegen hatte, daß die Welt von den russischen Vorschlägen erfuhr. Nach den Mediengesetzmäßigkeiten der heutigen Zeit wird man auf Veröffentlichung setzen können. Dabei ist Washington selbst im Fokus, aber auch Moskau oder die Regierungen im NATO-Bereich. Oder sollte es etwa so sein, daß die amerikanische Antwort auf russische Sicherheitsanforderungen in Europa und darüber hinaus nicht exakt mit zum Beispiel „Berlin“ abgesprochen worden sein sollten?

Wir müssen ohnehin höllisch aufpassen. Wenn sich Lawrow und Blinken oder die beiden Präsidenten treffen, wird leicht der öffentliche Eindruck erweckt, daß man schon weiterkommen werde. Vor Ort, in der Ukraine, sieht das ganze anders aus. Gegen Wortlaut und Sinn des NATO-Vertrages wird die Konfliktpartei Ukraine aufgerüstet, vor allem durch Balten, Briten und Amerikaner.

Das trägt zu einem sehr speziellen Eindruck bei. Es wird in Genf und anderswo so lange verhandelt und Eindruck geschunden, bis vor Ort über ein ukrainisches „Gleiwitz“ der Konflikt gezündet werden kann und in Sekunden die Verhandlungen vergessen sein werden. Für beide Seiten steht alles auf dem Spiel. Rußland droht die Vernichtung und den Vereinigten Staaten ein Europa der Zusammenarbeit. Die Ukraine war vor und während des Putsches 2014 nur das Mittel zum Zweck, Fakten gegen Rußland zu schaffen, bis hin zur Unterdrückung der russisch-sprachigen Minderheit in der Ostukraine und der Fall „Krim“. Das ist jetzt nicht anders, wie man am Vernichtungskatalog von Präsident Biden gegen Moskau und seine verbalen Ausfälle gegen den russischen Präsidenten sehen kann. Wir müssen auf der Hut sein, wie nie zuvor seit 1945.

Willy Wimmer

Vor Gericht wurde die Gefahr der Uranmunition der NATO bewiesen

News-Front 03.06.2020 14:58
Die Witwe des Kapitäns der französischen Gendarmerie Henri Friconneau konnte nachweisen, dass ihr Ehemann an den Folgen des abgereicherten Urans gestorben war, das während der Bombardierung Serbiens verwendet wurde.

 Foto Uranmunition in Serbien DU
Am Mittwoch, dem 3. Juni, wurde von Serbische Ausgabe von ‘News Front’ darüber berichtet.

Wie Edward Bernays Massen manipulierte

Der Vater der Propaganda
Ein Feature von Manuel Gogos 54 Min.
Edward L. Bernays (1881 - 1995) gilt als Vater der Propaganda. Der Neffe Sigmund Freuds versuchte mithilfe der Tiefenpsychologie seines Onkels, die US-Gesellschaft zu manipulieren. Der erste Spin-Doktor der Politik wollte die Massen kontrollieren.

Das spannende Feature, vom 15.01.2021, 20:05 Uhr kann man hier hören:

Das Feature, 54 min 15.01.2021Von Manuel Gogos

Edward L. Bernays hat die Kunst der Beeinflussung der öffentlichen Meinung fast im Alleingang kreiert. Sein Klassiker „Propaganda“ von 1923 gehörte zur bevorzugten Lektüre von Joseph Goebbels. Nachdem die Deutschen den Begriff Propaganda in Verruf brachten, taufte Bernays sie in „Public Relations“ um. Er entwarf Werbekampagnen für Amerikas Wirtschaft, und er beriet die Politik.

Heute, da allerorten ein erbitterter Kampf um die Meinungshoheit tobt und autoritäre Regime und Rechtspopulisten die Propaganda nutzen, um die Demokratie auszuhöhlen: Braucht es da vielleicht eine neue, wirkungsvollere Propaganda für die Demokratie?

Wer die bessere Geschichte erzählt, gewinnt, erzählt Bernays Tochter Anne. Was kann uns Edward Bernays über die Kunst des Storytellings lehren?

Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/wie-edward-bernays-massen-manipulierte-der-vater-der.3720.de.html?dram:article_id=489754

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Von der Zensur zum Mainstream Medien und Massenmanipulation

von Robert Seidel

Wer sich heute ein Bild über die aktuellen politischen Geschehnisse machen möchte, ist oft verärgert über einseitige Berichterstattungen. Emotionalisierende Nachrichten, Pflege von Feindbildern oder Auslassungen sind immer häufiger anzutreffen. Es wird zunehmend anspruchsvoller, sich genau zu informieren. Ein Blick in die Vergangenheit kann helfen, die Situation heute wieder nüchterner zu betrachten.

Kennzeichen einer Demokratie und eine ihrer Grundlagen ist die Meinungs­äusserungsfreiheit. Sie gehört zu den unveräusserlichen Menschenrechten. Jeder darf frei seine Meinung äussern und zur Diskussion stellen. Erst durch einen offenen Austausch verschiedener Meinungen, Ideen, Lösungsvorschläge oder Ansichten entsteht eine Auswahl an Möglichkeiten, die Grundlage bieten, sich einen eigenen Standpunkt zu bilden. Wer mitsprechen und mitentscheiden möchte, ist angehalten, verschiedene Ansätze zu durchdenken und sie für sich zu prüfen, um gegebenenfalls auch eine politische Entscheidung treffen zu können. Deshalb sind mediale «Treibjagden» zutiefst undemokratisch, weil sie  – anstatt den Meinungspluralismus zu stärken  – die Grundlagen der Demokratie selbst angreifen, indem sie sich herausnehmen zu bestimmen, was «richtig» und «falsch» sei.

Eine wichtige Errungenschaft unserer modernen Demokratie ist die Abschaffung der Zensur. Die Pressefreiheit auf der Grundlage der Meinungsäusserungfreiheit stellt ein Fundament der Demokratie dar. Politische Eliten haben zum Erhalt ihrer Macht immer wieder versucht, abweichende Meinungen zu unterdrücken. Staatliche Beamte zensierten die Presse und selektierten so den Lesestoff für die Bevölkerung. Die heutigen Versuche, Einfluss auf das Internet zu nehmen, muten ähnlich an. Doch wie versucht man heute, die Bürgerinnen und Bürger zu beeinflussen? Ein kurzer Rückblick darauf, wie Herrschafts­eliten und Medien zusammenarbeiten, kann aufschlussreich sein.

Da inzwischen viele Archive offenstehen, kann man die historischen Versuche der Eliten, über Medien Einfluss zu nehmen, besser nachvollziehen. Man kann zum Beispiel feststellen, dass ab 1917 die US-amerikanischen Bürger bewusst in den Ersten Weltkrieg hineingelogen wurden (vgl. Elter, Andreas. «Die Kriegsverkäufer»). Es war zugleich der Beginn der modernen «Propaganda», heute verharmlosend als Public Relations PR bezeichnet. Psychologische Techniken wurden zunehmend zur Massenmanipulation eingesetzt (vgl. Bernays, Edward. «Propaganda. Die Kunst der Public Relations»).

Die Propagandamaschinerie der deutschen Nationalsozialisten übernahm aus den USA viele dieser Techniken, baute sie systematisch aus und trieb die deutsche Bevölkerung in den Zweiten Weltkrieg. Mit ähnlichen Manipulationstechniken wurden nach dem Zweiten Weltkrieg und während des Kalten Krieges die Bürger von der Notwendigkeit eines bestimmten militärischen und politischen Vorgehens überzeugt.

Von Politik und Medien in den Krieg hineingelogen

Die Rolle der Medien im Jugoslawien-Krieg (1991 –1995) betrachten wir heute aus einer relativ kurzen historischen Distanz. Das öffentliche Bewusstsein über diesen Krieg liegt immer noch im medialen Nebel der 1990er Jahre. Immer noch gelten «die Serben» und «Milosevic» als «Schuldige». Wie dieser Krieg über bezahlte PR-Agenturen initiiert und dabei gezielt Einfluss über die Medien genommen wurde, haben Jörg Becker und Mira Beham untersucht (vgl. «Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod»).

Völlig ungefiltert wurden 1999 die «Informationen» des Nato-Sprechers Jamie Shea zum Kosovo-Krieg in unseren Medien übernommen. Täglich warb dieser im öffentlichen TV auf reisserische Art für den völkerrechtswidrigen Krieg. Den Bürgern sollte dieser Krieg als menschliches Engagement verkauft werden. Auch hier ist der Blick auf die tatsächlichen Ereignisse immer noch durch den damaligen Medieneinsatz getrübt. Es gab aber auch kritische Beiträge, so die WDR-Sendung «Es begann mit einer Lüge» (2001).

Spätere Kriege  – ebenfalls völkerrechtswidrig  – gegen den Irak (2003), Libyen (2011) und Syrien (2011) wurden den westeuropäischen Medienkonsumenten derart einseitig präsentiert, dass immer mehr Menschen das Internet als zusätzlichen Informationskanal hinzuzogen.
Man muss davon ausgehen, dass wir heute über Krieg und Frieden immer noch falsch informiert werden.

weiterlesen: https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2018/nr-23-9-oktober-2018/von-der-zensur-zum-mainstream.html

Willy Wimmer: Krieg in unserer Zeit

Das Zeitalter des amerikanischen Global-Faustrechtes wurde mit dem Einsatz auch deutscher Bomber gegen Jugoslawien eingeläutet.
Von Willy Wimmer, Staatssekretär a.D. 28. Februar 2022
Es ist der 24. Tag eines Monats. Am 24. März 1999 begann der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der NATO gegen die im tiefen Frieden liegende Stadt Belgrad und die Bundesrepublik Jugoslawien. Die OSZE meldete seit Tagen, daß es im Kosovo ruhig sei. Diese Meldungen wurden von den nationalen deutschen Quellen für diese Nachrichten geteilt. Die NATO mit der amerikanischen Führungsmacht an der Spitze hatte in den zurückliegenden Monaten konsequent auf diesen Angriffstag hingearbeitet. Vereinbarungen zwischen den USA und der Regierung in Belgrad, die auf eine friedliche Konfliktlösung ausgelegt waren, wurden für die Beschlußfassung in der NATO so umgebogen, daß auch sie einem Krieg gegen Jugoslawien nicht im Wege standen.

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, Krieg ist immer ein schmutziges Geschäft, egal von welcher Seite er begonnen wird. Meine Frau und ich haben seniora.org nach dem 11.September 2001 gegründet, um ein Gegengewicht gegen den unsäglichen von George W. Bush ausgerufenen "War on Terror" zu bilden. Die geopolitischen Einschätzungen des Zeitzeugen und Insiders Willy Wimmer zu den völkerrechtswidrigen Kriegen in Europa und deren Hintergründe legen wir Ihnen zum besseren Verständnis hier gerne vor. Besseres ‘Verstehen’ (nicht entschuldigen!) kann aber nur nützlich sein, wenn wir es dazu verwenden, um in Zukunft Kriege verhindern zu können. Festhalten wollen wir, dass der «Mensch biologisch nicht zum Krieg verdammt ist», was Wissenschaftler 1986 in der «Sevilla-Declaration on Violence»erarbeitet und festgehalten haben. Wir widersprechen vehement der These, dass der Krieg in der menschlichen Natur verankert und zu suchen sei. Zu suchen und mit Hochdruck zu erforschen wäre, weshalb wir unser falsches Menschenbild, wonach der Mensch böse sei, nicht infrage stellen, obwohl Psychologie, Soziologie, Neurobiologie und Hirnforschung sich einig sind, dass der Homo sapiens eine Sozialnatur hat, Gene eine untergeordnete Rolle spielen und Kooperation, gegenseitige Hilfe, Gemeinschaftsgefühl, friedliches Füreinander eine tragende Rolle, nicht zuletzt auch für psychische und psychosomatische Gesundheit spielen. Anstatt jetzt als Antwort auf den Krieg Milliarden in Rüstung zu stecken, ist eine Anstrengung vonnöten, diese Milliarden in Bildung, Soziales und vor allem in Forschung für ein «Neues Menschenbild» zu investieren, welches Rutger Bregman in seinem neuen Buch «Im Grunde gut» vorgedacht und Alfred Adler vor 100 Jahren bereits erkannt hat. Margot und Willy Wahl

Willy Wimmer Standbild schw. Anzug
Willy Wimmer, Staatssekretär a.D.

Mit dem Krieg gegen Jugoslawien sollte die internationale Friedensordnung, die sich als Ergebnis von zwei Weltkriegen in der Charta der Vereinten Nationen manifestiert hatte, gleich mit erledigt werden. Unter völliger Mißachtung der UN-Charta und des dort festgelegten Gewalt- und Kriegsverbotes schlugen die USA mit ihren Verbündeten los. Das Zeitalter des amerikanischen Global-Faustrechtes wurde mit dem Einsatz auch deutscher Bomber gegen Jugoslawien eingeläutet.

Wo sind wir, was erwartet uns in Europa und in Deutschland?

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es um Leben und Tod geht.
12. Mai 2022 um 15:43 Ein Artikel von: Redaktion NachDenkSeiten NDS
Viele Leser der NachDenkSeiten werden den Schriftsteller und Publizisten Wolfgang Bittner durch seine Bücher und seine Gastartikel auf den NachDenkSeiten kennen. Nun hat Bittner dem türkischsprachigen Portal Yeni Posta ein sehr interessantes Interview gegeben, das die NachDenkSeiten ihren Lesern gerne in deutscher Sprache präsentieren. Es geht um den Krieg der Ukraine, die Rolle der USA in der Weltpolitik und einen offenen Konflikt in der Schriftstellervereinigung PEN, dem Bittner seit langer Zeit angehört und dessen derzeitiger Präsident, der WELT-Journalist Deniz Yücel, mit strittigen Äußerungen zum Ukraine-Krieg und zu Bittner selbst von sich reden machte.

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