Der Wunsch nach Frieden

Eine Bombe nach der anderen – eine Kartographie der Gewalt

Eine Bombe nach der anderen  – eine Kartographie der Gewalt

Dieser Aufsatz ist die Einführung zu einer Sammlung von Zeichnungen/Bildern, die die Geschichte der Bombardements illustriert: „Bombe um Bombe  – eine Kartographie der Gewalt“ von Elin O’Hara Slavick.

Vorwort von Howard Zinn, Bomberpilot im 2. Weltkrieg (Counterpunch, 17.12.07).

Krieg, Erziehung, Deutschland, Bildung, Gewalt, Kunst

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In der Nacht des 23. April 1999 um 2:04 Uhr

In der Nacht des 23. April 1999 um 2:04 Uhr

von Rolf Becker

Zur genannten Zeit zerstörten Bomben der NATO den Belgrader Rundfunk- und Fernsehsender RTS (Radio-Televizija Srbije)  – punktgenau abgeworfen wie auf Brücken (Varvarin), Wasser- und Elektrizitätswerke, Automobil- und Chemiefabriken (Kragujevac, Novi Sad, Pancevo), Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, Wohnviertel, sogar auf den belebten Marktplatz von Nis  – die Liste liesse sich fortsetzen.

Medien, Politik, NATO, Krieg, Geschichte, Balkan, Kriegsverbrechen

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TV-Tip: Leben in Ketten – Menschenhandel am Atlantik

Die Sklaverei gehört zu den dunkelsten Seiten der Menschheitsgeschichte
ORF2 09.12.2019 12:00 Uhr

Film zum Aufnehmen: Sehenswerter Film ORF2 am 09.12.2019, 12:00 Uhr, Länge: 55min

Die Sklaverei gehört zu den dunkelsten Seiten der Menschheitsgeschichte. Vor allem europäische Kolonialmächte haben den Menschenhandel und die Ausbeutung nahezu industriell betrieben.

Sklaverei und Zwangsmigration

Sklavenhandel 1

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte (10.12.2019) erzählt dieses Doku-Drama die Geschichte der letzten Jahre des atlantischen Sklavenhandels anhand zweier junger Menschen aus Westafrika: Yanka und Toriki, die aus ihrer westafrikanischen Heimat geraubt, verschleppt und versklavt wurden. Basierend auf historischen Quellen wie den Tagebüchern von Sklavinnen, Sklavenhändlern, Schiffseigentümern und Kolonialisten zeichnet der Film ein trauriges und erschütterndes Bild dieses dunklen Kapitels europäischer Geschichte.
Sklavenhandel 2

Zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert etablierte sich ein ausgedehnter Sklavenhandel am Atlantik, mehr als 12 Millionen Menschen wurden von den europäischen Kolonialmächten Portugal, den Niederlanden, Spanien, Frankreich oder Großbritannien verschleppt, verkauft und versklavt. „Der transatlantische Sklavenhandel war die größte Zwangsmigration in der Geschichte der Menschheit“, sagt die Historikerin Viola Müller, Expertin für Global Slavery.

Das Geschäft mit der Ware Mensch

Obwohl sich die europäischen Mächte am Wiener Kongress 1814 unter dem Druck Großbritanniens dazu entschlossen, den Sklavenhandel zu verbieten, ging das profitable und skrupellose Geschäft mit der Ware Mensch am Atlantik illegal weiter. Vor allem Frankreich weigerte sich, hatte doch Napoleon den seit 1794 in Frankreich verbotenen Sklavenhandel in den Kolonien wieder erlaubt. Die Briten hatten zwar Kontrollschiffe am Atlantik, doch zu verlockend war das Geschäft mit der Ware Mensch. Schiffseigentümer lieferten weiterhin Waffen und Handelsware von Europa und Amerika nach Afrika  – im Austausch gegen Sklaven. Das Schicksal von Yanka und Toriki, eines jungen Paares, geraubt von den Banden afrikanischer Könige - wird anhand von Tagebuch-Eintragungen versklavter Menschen und ihrer Briefe, Logbucheintragungen von Kapitänen, Sklavenhändlern und Schiffseigentümern nachgezeichnet.

Sklavenhandel 3

Der senegalesische Regisseur und Historiker Massa Tourre dokumentiert in hochwertig und aufwändig gedrehten Spielfilmszenen in beeindruckenden Bildern das Leid der Geraubten und Verschleppten, sowie die Habgier und Brutalität der Profiteure. Gedreht wurde auf nachgebauten Sklavenschiffen und an Originalschauplätzen am afrikanischen Kontinent. Ergänzt werden die hochwertig und authentisch produzierten Spielfilmszenen durch Analysen und Kommentare der Historikerin Viola Müller und des spanischen Historikers Jorge Diaz Ceballos, beide dzt. European University Institute Florenz. „Der transatlantische Sklavenhandel hat die Demographie Amerikas nachhaltig verändert. Sexueller Missbrauch war trauriger Alltag, und bald waren Menschen afrikanischer Herkunft in den amerikanischen Gesellschaften die Mehrheit.“ Universum History spielt diese Dokumentation zum anlässlich des Gedenktages zur Erklärung der Menschenrechte.

Quelle: https://tv.orf.at/program/orf2/20191206/879364401/story
tv.ORF.at/universum

Lesen Sie auch https://www.seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/bordeaux-stadt-der-sklavenhaendler
Bordeaux, Stadt der Sklavenhändler

https://www.seniora.org/wunsch-nach-frieden/menschenrechte/alle-mal-herhoeren
Alle mal herhören

 

 

weltweit, Psychologie, Erziehung, Afrika, Ideologie, Wissenschaft, Film, Menschenbild

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Pro Memoria: Giordano Bruno

Am 17. Februar 1600 wurde der Priester und Astronom Giordano Bruno als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt

Giordano Bruno

Giordano Bruno, vor 1565 Filippo Bruno (* Januar 1548 in Nola; † 17. Februar 1600 in Rom), war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten.

Kopernikanische Wende Bild farbig

Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums. Damit stellte er sich der damals herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. Viel schwerer wog damals, dass seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt keinen Raum für ein Jenseits ließen, da zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen.

Geschichte, Rom, Religion, Evolution

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Quelle: Wikipedia  – Die freie Enzyklopädie
https://de.wikipedia.org/wiki/Giordano_Bruno

KenFM im Gespäch mit: Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer

05.12.2016
Die Tagesschau ist das bekannteste Presseerzeugnis des Nachkriegsdeutschlands. Am 26. Dezember 1952 ging die Sendung zum ersten mal on Air und wurde schnell das, was der VW Käfer auf der Straße wurde. Kult.

Die Tagesschau hat später ganze Generationen medial geprägt, denn, was in der Tagesschau gezeigt wurde, war mehr als ein Bericht, es war für die meisten Menschen einfach die Wahrheit. Die Tagesschau hatte damit die Wochenschau der NAZIS dahingehend ersetzt, dass man es schlicht nicht wagte, sie zu hinterfragen.

Dieser über Drill gelernte Respekt blieb Jahrzehntelang bestehen und niemand wäre bei der Tagesschau auf die Idee gekommen, dass es sich bei ihr natürlich auch, oder vor allem, um ein Instrument der Manipulation handelte.

Die Tagesschau vermittelte stets ein Weltbild, das dem der westlichen Siegermächte entsprach. Wer um 20.15 Uhr die Tagesschau einschaltete, eine Art Ritual, das von Millionen über Jahrzehnte verinnerlicht worden war, bekam immer auch die volle Packung US-Propaganda mit verabreicht. Das geschah deutlich subtiler, als bei der BILD-Zeitung, aber gerade die reduzierte Dauerstrahlung war das Erfolgsrezept. Die Tagesschau wurde als unpolitisch wahrgenommen und daher von den allermeisten Zuschauern konsumiert und verinnerlicht. Diese völlig naive Art des Medienkonsums hat die alte BRD geprägt. Radio und Print waren ebenfalls stark überwacht. Bevor ein Presseorgan in der BRD nach 1945 seinen Betrieb aufnehmen konnte, musste es sich von den USA quasi lizenzieren lassen.

Medien, Fernsehen, Demokratie, Menschenrechte

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https://www.youtube.com/watch?v=qdDxSdxh16w

Vatican beendet den Kampf gegen die Befreiungstheologie

Mit der Seligsprechung Óscar Romeros anerkennt Rom den Einsatz des ermordeten salvadorianischen Erzbischofs für die Armen. Und beendet den Kampf gegen die Befreiungstheologie.
von Michael Meier
Kurz vor seinem Tod sagte Óscar Romero: «Wenn sie mich umbringen, werde ich im salvadorianischen Volk auferstehen.» Es war keine falsche Prophezeiung. Die Kugel traf den Erzbischof am 24. März 1980. Doch noch heute hängt sein Foto überall in El Salvador in den Hütten der Campesinos. Als Gestalt der Hoffnung.(...)

Romero Bischof

Bischof Romero

(...) Auch Romeros Nachfolger operierte ganz auf der offiziellen Linie Roms. Diese wurde vom langjährigen Glaubens­präfekten Joseph Ratzinger vorgegeben. Und bestand darin, nicht nur die Befreiungstheologie zu bekämpfen, sondern auch alle Befreiungstheologen. Noch 2007, damals schon als Papst Benedikt, erklärte Ratzinger die Lehren von Jon Sobrino für gefährlich. Dieser war der ehemalige Berater Romeros.

Befreiungstheologie ist zurück

Papst Franziskus weiss, dass sich die weltpolitische Lage verändert hat. Der ideologische Konflikt um die marxistische Gefahr der Befreiungstheologie ist verblasst. Nach dem Fall der Mauer kann er Óscar Romero seligsprechen lassen, ohne verdächtigt zu werden, mit anti­religiösen Ideologen zu paktieren. Als ­Jesuiten-Oberer in Argentinien agierte Jorge Mario Bergoglio freilich noch treu auf der Linie von Kardinal Ratzinger. Beide waren von der Angst zur Zeit des Kalten Krieges ­geprägt, der gottlose Kommunismus könnte Kapitalismus wie Katholizismus in Lateinamerika zersetzen. Dieselbe Haltung, die auch Romero bis zu seiner Bekehrung teilte.

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Quelle: Tages-Anzeiger, 2015-05-19
https://www.tagesanzeiger.ch

Das große US-Gefängnis

"Ich bin bekannt für meine Ironie," notierte einst der Dramatiker George Bernhard Shaw, "aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen".

Das große US-Gefängnis

Niederschiessen, Niederknüppeln, Wegsperren, Umbringen

Von U. Gellermann, 20. August 2014, Rationalgalerie

Ein Problem? fragt die US-Administration und fackelt nicht lange. Ist das Problem im Ausland, dann wird es weggebombt. Ist es im Inland, dann kommt die Nationalgarde. Und wer sich die Polizisten anschaut, der kann sie häufig nicht mehr von der Armee unterscheiden: Scharfschützen im Tarnanzug, die Augen unter dem Stahlhelm zu verbergen sind längst üblich, auch Panzer sind bei der Polizei zu entdecken seit das "Heimatschutz-Ministerium" Rüstungsgüter im Wert von 35 Milliarden Dollar großzügig an Bundes- und Ortspolizei verteilt hat.

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"Vor unseren Augen":

"Vor unseren Augen":

Der Preis der Wahrheit

von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk | 8. Juli 2013

Große Widerstandskämpfer

Ein salonartiger Widerstand präsentiert uns jetzt die im Namen des Espionage Act beschuldigten Männer als ’Informanten’ (Whistleblower), als wären die Vereinigten Staaten von heute eine echte Demokratie und so, als ob sie die Bürger über einige zu korrigierende Fehler informierten.

USA, Demokratie, Menschenrechte, Nachrichtendienst

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Von der Freiheit des Gewissens und den Grenzen des Gehorsams

Von der Freiheit des Gewissens und den Grenzen des Gehorsams

Laudatio für Florian Pfaff, Major der Bundeswehr, anlässlich der öffentlichen Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille durch die »Internationale Liga für Menschenrechte« am 10.12.2006 in Berlin.

von Jürgen Rose

Rechtsstaat, NATO, Krieg, Recht, Völkerrecht, Bundeswehr, Balkan, Menschenrechte, Ethik & Philosophie

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