Eine glaubwürdige Schweizer Neutralität ist wichtiger denn je!

„Es muss einen Ort auf der Welt geben, der ausschliesslich dem Frieden dient."
(Wolfgang von Wartburg, Schweizer Historiker)
Gegner der Neutralitätsinitiative behaupten:
Sie sei eine SVP-, Blocher- oder Putin-Initiative
Solche Behauptungen sollen Diskussionen verhindern und eine Abwehrreaktion auslösen.
Fakt ist, schon das Initiativkomitee bestand nicht nur aus SVP-Politikern. Unterdessen findet die Initiative von links bis rechts breiten Zuspruch.
Neutralität muss flexibel sein
Entweder ist ein Land neutral oder eben nicht. Eine strikte Neutralität ist für den Bundesrat unbequem (wäre eigentlich eine Unterstützung), sie muss aber klar, konsequent und verlässlich sein, sonst verliert sie ihre Glaubwürdigkeit.
Wer im Ukraine- oder Gaza-Krieg neutral bleibt, schaut weg
Jeder Mensch darf eine eigene Meinung zu den Kriegen auf der Welt haben (keine Gesinnungsneutralität). Die Schweiz als Staat muss unabhängig bleiben, um nicht manipuliert zu werden und die Gesprächskanäle offen zu halten.
Russische Regierung muss mit Wirtschaftssanktionen unter Druck gesetzt werden
Die Schweiz ergreift gegen kein Land Sanktionen, damit sie für alle Staaten als Vermittlerin in Frage kommt. Es ist bewiesen, dass Sanktionen nicht die Regierungen treffen, sondern immer die Schwächsten: Kinder, Kranke, Alte.
Die Neutralität der Schweiz ist veraltet
Die Neutralität der Schweiz ist über Jahrhunderte entstanden. Gerade weil Europa immer wieder von Kriegen erschüttert wurde, entwickelte die Schweiz ihren eigenen Weg: unabhängig bleiben statt sich in fremde Konflikte hineinzuziehen lassen. Seit 1815 ist die immerwährende Neutralität der Schweiz international anerkannt und völkerrechtlich verankert. Sie gilt bis heute, ist bewährt und zukunftsgerichtet.
Vermittlerrolle und IKRK erfordern keine strikte Neutralität
Nur ein unparteiisches Land ohne einseitige Sanktionen ist glaubwürdig. Kriegsopfern zu helfen und von allen Kriegsparteien anerkannt zu werden, geht nur, wenn das IKRK von einer neutralen Schweiz getragen wird (Schweiz als Depositarstaat der Genfer Konventionen).
Eine glaubwürdige Schweizer Neutralität ist wichtig!
Sie ist gefährdet durch die aktuelle Politik von Bundesrat und Parlament.
Einladung zur Informationsveranstaltung über die Neutralitätsinitiative
Datum: Dienstag, 25. August 2026
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Saal des Süssbach-Pflegezentrum, Fröhlichstrasse 9, Brugg
Freundliche Grüsse
René Roca, Historiker, parteilos
Rüslerstrasse 37, 5452 Oberrohrdorf
info@fidd.ch
Ariane Roth, Naturwissenschaftlerin, Mitglied des Initiativkomitees, parteilos
Egenwil 3, 5225 Bözberg
roth.ariane@gmx.ch
Wortlaut der Volksinitiative (Abstimmung 27.9.2026)
Mit der Neutralitätsinitiative soll die Bundesverfassung wie folgt geändert werden (Art. 54a Schweizerische Neutralität):
- Die Schweiz ist neutral. Ihre Neutralität ist immerwährend und bewaffnet.
- Die Schweiz tritt keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis bei. Vorbehalten ist eine Zusammenarbeit mit solchen Bündnissen für den Fall eines direkten militärischen Angriffs auf die Schweiz oder für den Fall von Handlungen zur Vorbereitung eines solchen Angriffs.
- Die Schweiz beteiligt sich nicht an militärischen Auseinandersetzungen zwischen Drittstaaten und trifft auch keine nichtmilitärischen Zwangsmassnahmen gegen kriegführende Staaten. Vorbehalten sind Verpflichtungen gegenüber der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) sowie Massnahmen zur Verhinderung der Umgehung von nichtmilitärischen Zwangsmassnahmen anderer Staaten.
- Die Schweiz nutzt ihre immerwährende Neutralität für die Verhinderung und Lösung von Konflikten und steht als Vermittlerin zur Verfügung.
Warum diese Neutralitätsinitiative?
Die Neutralität der Schweiz ist in unserer Bundesverfassung bisher inhaltlich nicht näher definiert.
Einige Bundesräte und Parteien glauben nicht mehr daran, dass eine strikte Neutralität mit unabhängiger Milizarmee Zukunft hat und setzen mit der Sanktionspolitik den guten Ruf der Schweiz als neutrale Friedensvermittlerin aufs Spiel. Deshalb braucht es für die Neutralität klare Leitlinien, um unsere Sicherheit, den Frieden und den Wohlstand zu sichern und auch künftig eine friedfertige Aussenpolitik der Guten Dienste betreiben zu können. Eine Annäherung an die NATO und militärisch an die EU ist der falsche Weg.
Die Neutralität der Schweiz ist ein bewährtes Erfolgsmodell und zentraler Bestandteil unseres schweizerischen Selbstverständnisses. Sie stellt eine Form der Friedenspolitik dar, die es dem Land erlaubt, Friedensverhandlungen zu ermöglichen, als Vermittlerin aufzutreten und humanitäre Hilfe zu leisten. Zudem ist die Neutralität zentral für die Verteidigung des humanitären Völkerrechts und die Arbeit des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).
Dank der schweizerischen Neutralität konnten zahlreiche Kriege von der Schweiz abgewendet und über Jahrhunderte Frieden in der Schweiz gewahrt werden. Die Neutralität ist das wichtigste Instrument der Friedenssicherung, auch im Inland.
Dies gilt nicht nur für vergangene Zeiten, sondern gerade auch für die Gegenwart. Voraussetzung dieser Kriegsverhinderung und Friedensdiplomatie sind Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen.
Dies ist nur möglich, wenn die schweizerische Neutralität:
- Dauernd (immerwährend)
- Bewaffnet (durch eine Verteidigungsarmee) und
- Umfassend (integral) ist, wenn also nicht nur militärische Einsätze im Ausland, sondern auch nichtmilitärische Zwangsmittel (Wirtschaftssanktionen, diplomatische Sanktionen, Reisebeschränkungen) verboten sind.
„Es muss einen Ort auf der Welt geben, der ausschliesslich dem Frieden dient." (Wolfgang von Wartburg, Schweizer Historiker)



















































































