Der schmutzige Krieg gegen Syrien

Geschrieben am . Veröffentlicht in Politik

Washington, Regime Change und Widerstand
von Tim Anderson
Ist die Katastrophe in Syrien das Ergebnis von unglückseligen Zufällen? Sind Krieg und Chaos im Nahen Osten Folge missglückter Befriedungsversuche? Der Politikwissenschaftler Tim Anderson belegt auf der Grundlage akribischer Recherchen: der Krieg in Syrien ist Teil eines geostrategi-schen Plans der Vereinigten Staaten von Amerika, um die Region nach ihren Interessen neu zu ordnen.

Gesellschaftliche Auseinandersetzungen und Modernisierungsprobleme wurden zum Anlass genommen, durch Provokateure Nationalstaaten zu destabilisieren. Pseudo-islamische Terrormilizen zerstören gezielt die Infrastruktur Syriens.

Dirigiert und finanziert werden jene Söldnertruppen von rivalisierenden Anrainerstaaten wie Saudi-Arabien oder Katar. Sie begehen kriminelle Terrorakte, um diese sodann der syrischen Regierung zuzuschreiben. Bereitwillig wirken liberale westliche Medien, Nichtregierungsorganisationen und Politiker mit bei den ‚false-flag‘-Manövern, um den syrischen Präsidenten und die syrischen Streitkräfte als Monster zu entmenschlichen.

Doch Anderson macht Hoffnung: es hat sich eine neue ‚Achse des Widerstands‘ in der Region herausge­bildet, die eine selbstbestimmte Zukunft der Völker im Mittleren und Nahen Osten ermöglichen wird.

Da Anderson sich vornehmlich auf anerkannte westliche Quellen aus Presse, Denkfabriken und Wissenschaft beruft, und einen üppigen Quellenanhang an jedes Kapitel anfügt, stellt ‚Der Schmutzige Krieg gegen Syrien‘ eine erstklassige Argumentations- und Orientierungshilfe dar.

Dr. Tim Anderson ist Dozent für politische Ökonomie an der Universität Sydney. Er forscht und schreibt über Entwicklungen, Rechte und Selbstbestimmung in Lateinamerika, der Asien-Pazifik-Region und des Mittleren Ostens. Er hat zahlreiche Kapitel und Artikel in wissenschaftlichen Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Sein aktuelles Buch trägt den Titel: "Land und Lebensbedingungen in Papua Neu Guinea" (2015).

Anderson hat während des Krieges zweimal Syrien besucht. Dabei führte er auch Gespräche mit Mitgliedern der syrischen Regierung, einschließlich Präsident Assad.

Lesung mit Tim Anderson und Hermann Ploppa (Übersetzer)

Mittwoch, 26.10.2016, 19.00 Uhr
Südseite Internationale Buchhandlung
Kaiserstraße 55, 60329 Frankfurt/Main
Kontakt: Tim Anderson (liepsenverlag@gmail.com)

Tim Anderson

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Politik, USA, Syrien