„Wann beginnt der Neue Tag?“ – oder die Weisheit des Rabbi

Ein weiser Rabbi stellte seinen Schülern die folgende Frage:

"Wie bestimmt man die Stunde, in der die Nacht endet und der neue Tag beginnt?"

Einer der Schüler antwortete:

"Vielleicht ist es der Moment, in dem man einen Hund von einem Schaf unterscheiden kann?"

Der Rabbi schüttelte den Kopf.

"Oder vielleicht dann, wenn man von weitem einen Dattel- von einem Feigenbaum unterscheiden kann?"

Der Rabbi schüttelte wieder den Kopf.

"Aber wann ist es dann?"

Der Rabbi antwortete:

"Wenn Ihr in das Antlitz eines fremden Menschen schaut und darin Eure Schwester oder Euren Bruder erkennt, dann beginnt der NEUE TAG. Bis dahin ist die Nacht noch bei uns."

Wir schlagen in diesen Tagen die Hände über dem Kopf zusammen über die unverantwortliche Palästina-Politik der USA, Israels und des Westens, weil sie uns an die Contras in Nicaragua erinnert und wir wissen, wie viel zusätzliches Elend auf das geschundene Volk zukommt.

Dennoch dürfen wir bei allem Entsetzen über die Verbrechen Israels nicht vergessen, dass es Rabbis, wie der oben zitierte, sowohl in Israel  – z.B. Arik Ascherman und die Rabbis for Human Rights  – , wie auch sonst in der Welt gibt  – zum Beispiel Tikkun mit Rabbi Michael Lerner oder Jonathan Sacks oder Neturei Karta mit Reuven Cabelman.

Willy Wahl
am 21. Juni 2007
dem längsten Tag und der kürzesten Nacht im Jahr

Mehr zu Naturei Karta und Reuven Cabelman finden Sie hier:

Politik, USA, Politik & Wirtschaft, Israel, Völkerrecht, Palästina

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