Ethik

Ethik in Wissenschaft und Politik – ein Leserbrief und unsere Antwort

Auf unseren kürzlich publizierten Artikel "Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt" (www.seniora.org/989) schrieb uns ein Seniora-Leser:

Guten Tag,
den letzten Satz in diesem interessanten Bericht kann ich nicht nachvollziehen. Kosinski sagt, er habe keine Schuld, er habe die Bombe nicht gebaut, sondern nur gezeigt, dass es sie gibt. Doch so, wie ich es verstanden habe, war er der Architekt. Mit anderen Worten, ohne die von ihm erarbeiteten Grundlagen hätte "die Bombe" vermutlich erst gar nicht gebaut werden können.
Warum ist es mir wichtig, das klarzustellen?

Wissenschaft ist ein mächtiger und wichtiger Bestandteil der Zivilisation mit einem Nachteil, Wissenschaftler machen sich wohl oftmals nicht die Mühe, ihre Arbeit nach den Kriterien des Für und Wider abzuwägen. Das ist auch nicht immer leicht, doch bei Kosinskis Arbeit stand von Beginn an fest, dass die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs größer war, als der sich daraus ergebende Nutzen. Das erkannte Verhaltensmuster zur Verhaltens-Manipulation verwendet werden, ist eine absolut logische Konsequenz und wird seit langer Zeit von den "Oberen" im Rahmen der Möglichkeiten praktiziert. Beispiel, die Stasi-Akten dienten genau diesem Zweck.

Die Zahl der Menschen, die einen großen Teil ihres täglichen Lebens darauf ausrichten, möglichst wenige Spuren im Netz zu hinterlassen, ist sehr gering. Man wird heute als Neandertaler angesehen, wenn man weder ein Handy noch eine Facebook- oder Twitter-Account hat und auch seine Einkäufe noch immer ausschließlich oder zumindest fast ausschließlich mit Bargeld zahlt.

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Über den Niedergang des deutschen «Mainstream» und die Möglichkeiten einer ethisch orientierten Politik

von Karl-Jürgen Müller
Viele Kommentare nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und dem dortigen Wahlsieg der Alternative für Deutschland (AfD) über die Christlich-Demokratische Union (CDU) haben sich mit der Frage befasst, warum sich immer mehr Bürger von den politischen Kräften (Parteien, Medien usw.) des «Mainstream» abwenden.

Hier soll es um die Frage gehen, welche Bedeutung der zunehmende Mangel an Ethik in der Politik für diese Abwendung hat. Ist diese Abwendung angesichts des Mangels an Ethik in der Politik nicht eine natürliche Reaktion? Ist es nicht wirklich so, dass eine Politik ohne Ethik der Stimme des Gewissens fundamental widerspricht?

Die Kraft des Gewissens

Menschen haben das natürliche Bedürfnis, im Einklang mit ihrem Gewissen zu leben, und wenn sie dies immer weniger können, dann hat das Folgen: Der Mensch fängt an, sein Gewissen betäuben zu wollen und fatalistisch zu werden  – oder aber aufzubegehren. Insbesondere das Aufbegehren fällt sehr vielen Menschen gar nicht leicht, und der breite Protest, der schon jetzt an vielen Orten und auch bei den Wahlen zu erkennen ist, dürfte eher ein Hinweis darauf sein, wie schwer die Verletzung des Gewissens schon ist und dass die Stimme des Gewissens auf Dauer eben doch nicht zu betäuben ist.

Die gezielt verbreitete (machiavellistische) Auffassung, dass Politik nichts mit Ethik zu tun habe, sondern der «Erfolg» jedes Mittel heilige und Politik alleine den Gesetzen von Machtkämpfen folgen kann, ist ein fataler Irrtum. Die dem entgegen gestellte politische Ethik, die wesentliche Impulse aus der klassischen und modernen Naturrechtslehre und der christlichen Soziallehre erhalten hat, ist keine abgehobene Theorie für die Hinterzimmer weltfremder Gelehrter, sondern Überlebensimperativ für die gesamte Menschheit.

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Karl-Jürgen Müller ist Lehrer in Deutschland. Er unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde.

Stefan Zweig “Die Monotonisierung der Welt” (1925)

Nach Wolf Gauers erfreulichem Aufsatz “Brief aus Brasilien zur Bedeutung unserer Muttersprachen” sendet mir ein aufmerksamer Seniora-Leser den nachstehenden Text von Stefan Zweig. 1925 geschrieben, können wir nur Staunen über Zweigs Klarheit des Erkennens und phänomenale Weitsicht. (ww)
Monotonisierung der Welt. Stärkster geistiger Eindruck von jeder Reise in den letzten Jahren, trotz aller einzelnen Beglückung: ein leises Grauen vor der Monotonisierung der Welt. Alles wird gleichförmiger in den äußeren Lebensformen, alles nivelliert sich auf ein einheitliches kulturelles Schema. Die individuellen Gebräuche der Völker schleifen sich ab, die Trachten werden uniform, die Sitten international. Immer mehr scheinen die Länder gleichsam ineinandergeschoben, die Menschen nach einem Schema tätig und lebendig, immer mehr die Städte einander äußerlich ähnlich. Paris ist zu drei Vierteln amerikanisiert, Wien verbudapestet: immer mehr verdunstet das feine Aroma des Besonderen in den Kulturen, immer rascher blättern die Farben ab, und unter der zersprungenen Firnisschicht wird der stahlfarbene Kolben des mechanischen Betriebes, die moderne Weltmaschine, sichtbar.

Stefan Zweig2

Stefan Zweig

Dieser Prozeß ist schon lange im Gange: schon vor dem Kriege hat Rathenau diese Mechanisierung des Daseins, die Präponderanz der Technik als wichtigste Erscheinung unseres Lebensalters prophetisch verkündet, aber nie war dieser Niedersturz in die Gleichförmigkeit der äußeren Lebensformen so rasch, so launenhaft wie in den letzten Jahren. Seien wir uns klar darüber! Es ist wahrscheinlich das brennendste, das entscheidenste Phänomen unserer Zeit.

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Quelle: Stefan Zweig, Die Monotonisierung der Welt. Aus: ders., Zeiten und Schicksale. Aufsätze und Vorträge aus den Jahren 1902-1942. (c) S.Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1990.
http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/pdf/deu/PROB_ZWEIG_MONOTON_DEU.pdf
http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=4722

Die legendäre Anführerin von Argentiniens Müttern des Maiplatzes wehrt sich gegen Korruptionsvorwürfe.

Von Andreas Fink
Tages-Anzeiger, 6. August 2016
«Der Richter soll sich seine Vorladung in den Hintern schieben.» Mit diesen Worten ist die Chronik der argentinischen Justiz um ein Skandalkapitel reicher. Und dieses handelt von einer charismatischen Führerin, deren Lebensinhalt der Einsatz für Gerechtigkeit war, die jedoch in ihrem Kampf nie versuchte, Frieden zu machen mit denen, die nicht denken wie sie selbst.

87 Jahre ist Hebe de Bonafini alt und 37 davon leitet sie schon die «Madres de la Plaza de Mayo», jene Gruppierung Hunderter Mütter, deren Kinder geraubt und getötet wurden von der Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983. Hebe de Bonafini war Hausfrau, als 1977 ihre zwei Söhne «verschwanden» und 1978 auch noch ihre Schwiegertochter. Eine der Tausenden von Eltern, die keine Auskunft bekamen. Und sie gehörte zu jener Gruppe von Frauen die sich donnerstags traf, um die Plaza de Mayo zu umrunden. 1979 übernahm Hebe de Bonafini die Spitze der «madres», nachdem die ersten Anführerinnen verschleppt und ermordet worden waren.

Furchtlos, entschlossen und stets konfrontativ brachte sie den Kampf in die internationalen Medien und trug damit entscheidend zum Sturz des Militärregimes bei. Und sie führte die Donnerstagsmärsche weiter an, als die demokratischen Regierungen die Militärs nicht antasteten.

Bonafini wird Kirchner-Fan

Erst unter Néstor Kirchner stellten die «madres» 2006 ihre Proteste ein, weil der die Amnestiegesetze kassierte  – und weil er den Müttern mit Millionen aus der Staatskasse half. Kirchner erkannte die Zugkraft der Unesco-preisgekrönten Frauen. Mit derselben Radikalität, mit der sie früher den Staat angriff, nahm Bonafini nun die Verteidigung des «Modelo K» auf und beschimpfte die obersten Richter als «Trottel», das Parlament als «Rattennest» und die katholische Kirche als «Umstürzler». Kirchner dankte für die Loyalität und bedachte die alten Frauen und ihre jungen Unterstützer mit einem Radiosender und einer Universität. Ausserdem wurde eine Stiftung gegründet, mit dem Zweck, sozialen Wohnungsbau zu realisieren; das Projekt hiess «Träume für alle».

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Quelle: Tages-Anzeiger, Zürich v. 06. August 2016
http://www.tages-anzeiger.ch

Zur Bedeutung des Hippokratischen Eides in der heutigen Zeit

Aus der Schweizerischen Ärztezeitung:

Zur Bedeutung des Hippokratischen Eides in der heutigen Zeit

Vorstandsmitglieder der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz:
Josias Mattli, Dr. med., Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Mitglied der FMH, Val Müstair;
Ursula Knirsch, Dr. med., Fachärztin für Neurologie, Mitglied der FMH, Zürich;
Raimund Klesse, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Mitglied der FMH, Chur;
Sabine Vuilleumier-Koch, Dr. med., Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Mitglied der FMH, Greifensee

Die Notwendigkeit eines neuen, verpflichtenden Eides wurde postuliert und andiskutiert [1]. Begründet wird dies mit aktuellen Problemen wie der Ökonomisierung in der Medizin. Gleichzeitig versucht man, die Bedeutung des Hippokratischen Ei des zu relativieren und ihn als unzeitgemäss abzutun. Die Hippokratische Gesell­schaft Schweiz legt die unveränderte Aktualität des Hippokratischen Eides dar.

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«Der Mensch darf nie aufhören, Mensch zu sein» (A. Schweitzer)

Was hat uns Albert Schweitzer in der heutigen Welt zu sagen?
von Sigrid Schiller
Dank der Verleihung des diesjährigen (2015) Medizinnobelpreises an die Chinesin Tu, den Iren Campbell und den Japaner Omura rückt das Leid von Millionen von Menschen in Afrika, Südostasien und Südamerika wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Die drei Preisträger erforschten und entwickelten wirksame Medikamente gegen die Krankheiten Malaria, Flussblindheit und die sogenannte Elephantiasis. Dank ihres Einsatzes kann jedes Jahr das Leben von etwa 100000 Malaria-Patienten gerettet werden und wird in naher Zukunft die Flussblindheit (Onchozerkose) und die Elephantiasis (lymphatische Filariose), die zu schrecklichen Entstellungen führt, ausgerottet sein. Beide Erkrankungen werden durch Würmer hervorgerufen.

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Quelle: Zeit-Fragen
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2015/nr-31-8-dezember-2015/der-mensch-darf-nie-aufhoeren-mensch-zu-sein-a-schweitzer.html

CRISPR Cas9 – «Wir sind weit davon entfernt, das ‹Konzert der Gene› des Menschen zu verstehen»

Es braucht ein Moratorium zum Schutz des menschlichen Genoms
von Dres. med. Ursula und Walter Knirsch, Zürich
CRISPR Cas9, diese Abkürzung steht für «Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats», übersetzt «angehäufte regelmässig unterbrochene kurze palindrom­artige Wiederholungen». Ein Palindrom ist eine vorwärts wie rückwärts gleich zu lesende Wortfolge wie beispielsweise «eine güldne gute Tugend lüge nie». Cas9 bedeutet CRISPR assoziierte Sequenz9.

Hintergrund

CRISPR Cas9 wurde vor einigen Jahren von Forschern bei Bakterien gefunden und als eine Art bakterieneigene Immunabwehr gegen Viren identifiziert. Nachdem man die Funktionsweise dieses Abwehrsystems nachvollziehen konnte, wurde klar, dass damit ein Instrument für die Gentechnologie vorliegen würde, wenn man es auf andere Zellarten anwenden würde. Seither kommt CRISPR Cas9 weltweit zunehmend zum Einsatz. Für CRISPRCas9 werden auch die Begriffe Genschere, Genomchirurgie, Genome Editing oder Precision Medicine verwendet.

Im folgendem werden Funktionsweise, Beispiele bei Mensch, Pflanze und Tier sowie die Risiken in der Anwendung dieser neuen Technologie CRISPS Cas 9 insbesondere vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer und ethischer Folgen dargestellt.

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Quelle: Zeit-Fragen
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2016/nr-11-10-mai-2016/crispr-cas-9-wir-sind-weit-davon-entfernt-das-konzert-der-gene-des-menschen-zu-verstehen.html

Multipolare Welt gegen Krieg

Ein dringender Appell für eine multipolare Koalition des Friedens

Bitte unterzeichnen/weiterverbreiten

Unsere Welt steht an einem kritischen und gefährlichen Wendepunkt. Die zerstörerische Politik einseitiger militärischer Interventionen und illegaler Regimewechsel, betrieben von den USA und ihren Verbündeten, hat zur Möglichkeit einer militärischen Konfrontation zwischen den grossen Weltmächten und Nuklearmächten geführt, die einen neuen Weltkrieg auslösen könnte.

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http://multipolare-welt-gegen-krieg.org/

Auf dem Weg in den digital-autoritären Sicherheitsstaat?

Neuer Beitrag im Blog von Jeans Wernicke
Mit seinen historisch einmaligen Enthüllungen hat der ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden die umfangreichste verdachts­un­abhängige Überwachung aller Zeiten aufgedeckt. Für seine beispiellose Zivilcourage zeichnete ihn die Inter­nationale Liga für Menschenrechte mit der renommierten Carl-von-Ossietzky-Me­daille aus.

Gemeinsam mit ihm ehrte die Liga auch die Filmregisseurin Laura Poitras und den Journalisten Glenn Greenwald, die mit der Pu­blika­tion von Snowdens Enthüllungen betraut sind. Was macht das Wirken dieser drei Menschen so besonders und notwendig? In welchem Kontext fanden ihre Enthüllungen statt? Und wovor haben sie uns  – ein Stückweit zumindest  – womöglich bewahrt? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit Rolf Gössner, Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte.

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Quelle: Nachdenkseite
http://www.nachdenkseiten.de/?p=29649

Solidarwerkstatt: Nein zur militärischen EU-Beistandsverpflichtung!

Aktive Neutralität bedeutet Solidarität mit den Opfern und Nein zur Kriegspolitik der EU!
Unsere Anteilnahme und Solidarität gilt den Opfern des Terrors, nicht nur in Paris, auch in Damaskus, Beirut, Bagdad und Tripolis.

Frankreich ist wesentlich mitverantwortlich dafür, dass dieser Terror im so genannten Islamischen Staat einen territorialen, wirtschaftlichen, militärischen und politischen Rückzugsraum erhalten hat. Mit der Losung Assad muss weg hat es seine Waffenexporte an die AusrüsterInnen und Financiers des Terrors seit 2013 verdoppelt (siehe: http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1371&Itemid=1)

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Dr. Michael Lüders: »Die nächsten Jahre werden nicht friedlich werden» (Wer den Wind sät…), Was westliche Politik im Orient anrichtet

Was westliche Politik im Orient anrichtet
Dr. Michael Lüders

Michael Lüders untersucht in seinem Vortrag die Folgen westlicher Politik in der arabisch-islamischen Welt. Er beginnt mit dem von britischen und amerikanischen Geheimdiensten inszenierten Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung von Mossadegh im Iran 1953, die als "Ursünde" westlicher Interventionen in der Region angesehen werden kann. Denn auf Mossadegh folgte die Diktatur des Schah, die wiederum durch die Islamische Revolution 1979 hinweggefegt wurde. Ohne Putsch gegen Mossadegh keine islamische Revolution - in dieser Einschätzung sind sich die Historiker weitgehend einig. Doch der Westen hat aus seinen Fehlern nichts gelernt, wie Lüders aufzeigt. So hatte das Eingreifen in den Krieg in Afghanistan, das 1979 von den Sowjets besetzt worden war, ebenfalls weitreichende Folgen. Aus der Unterstützung für die Mudschahedin, die Glaubenskämpfer, die gegen die Sowjets kämpften, erwuchsen später Al-Qaida und Osama bin Laden. Der Aufstieg des "Islamischen Staates" wiederum ist nicht zu erklären ohne die US-geführte Militärintervention zum Sturz Saddam Husseins 2003.

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http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta150412.php?xtmc=L%C3%BCders&xtcr=1

Willy Wimmer zum beschlossenen Kriegseinsatz in Syrien und Mali: »Wir haben mit "Winkeladvokaten" zu tun, die das Gesetz kriegskompatibel auslegen.«

Am 4. Dezember 2015 stimmte der Bundestag dem Antrag der Bundesregierung (18/6866, 18/6912) bezüglich des Bundeswehreinsatzes in Syrien gegen den „Islamischen Staat“ IS zu. 445 Abgeordnete stimmten für das Mandat, 145 dagegen und 7 enthielten sich. Es soll zukünftig unmittelbare Unterstützungsleistungen im Kampf gegen den IS geben.
Interview von Ken Jepsen mit Willy Wimmer zum Bundeswehreinsatz in Syrien und Mali
445 Abgeordnete stimmten für das Mandat, 145 dagegen und 7 enthielten sich. Es soll zukünftig unmittelbare Unterstützungsleistungen im Kampf gegen den IS geben. Aufklärungsflüge durch Tornado-Jets, Luft-Luft-Betankung, Begleitschutz und vieles mehr. Bis zu 1200 Soldaten und Soldatinnen sollen in diesem Mandat eingesetzt werden.

Wenige Tage zuvor hatte die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen auch angekündigt, dass eine Unterstützung durch Deutschland im afrikanischen Mali an der Seite Frankreichs dringend nötig sei, um den Bündnispartner zu "entlasten".

Für Willy Wimmer, Urgestein der CDU, jahrelanges Mitglied des Verteidigungsministeriums und ehemaliger Vize-Präsident der OSZE, ist die Sache klar. Wir haben mit "Winkeladvokaten" zu tun, die das Gesetz kriegskompatibel auslegen. Wimmer spricht von einer "gekaperten CDU" und "politischem Schwachsinn" auf der ganzen Linie.

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https://www.youtube.com/watch?v=nQoiBaA_vtw

Geplante Kriege des Pentagon: Wesley Clark, Vier-Sterne-General der US Army, zum Krieg in Syrien (am 3.10.2007!)

Wesley Clark, Vier-Sterne-General der US Army und 1997-2000 NATO Oberbefehlshaber, berichtet in einer Rede beim Commonwealth Club of California von seinem Besuch im Pentagon, 10 Tage nach 9/11, und zitiert einen Kollegen aus dem Vereinigten Generalstab (Joint Chiefs of Staff):
von Wesley Clark

»Er sagte: Wir werden mit dem Irak beginnen und dann nehmen wir uns Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, den Sudan und dann den Iran, sieben Länder in fünf Jahren.»

»Ich konnte nicht glauben, dass das die Wahrheit sein kann, aber es ist wirklich das, was später geschehen ist«.

»Einige eiskalte hartgesottene Menschen haben die US Außenpolitik an sich gerissen und sie haben sich nie die Mühe gegeben, uns darüber zu informieren«

15 Minuten in einer deutsch untertitelten Version

https://www.youtube.com/watch?v=fWJ1BAwOHmE

1 Std. das ganze Video im Original:

http://library.fora.tv/2007/10/03/Wesley_Clark_A_Time_to_Lead

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