Schule & Bildung

Digitalisierung von Bildung als neoliberales Projekt

Das Internet als Brandbeschleuniger der Globalisierung und Infrastruktur des neoliberalen Regimes.
von Matthias Burchardt
In den 80er Jahren wurde den Studierenden an den westlichen Hochschulen politische Leidenschaft, Kritik und das Engagement für eine gerechte Welt durch den Hinweis auf das „Ende der großen Erzählungen“ aberzogen. Wie immer man zu Lyotard, dem Autor dieser  – selbst durchaus nicht kleinen  – Erzählung vom Ende der Utopien und Sinnklammern, stehen mag, scheint er doch von der Geschichte selbst widerlegt worden zu sein: Die Narrative der „Globalisierung“ oder auch der „Digitalisierung“ haben beinahe uneingeschränkte Hegemonie gewonnen, ihre Alternativlosigkeit entfaltet Sachzwang- und Legitimationskaskaden, die weiteren Begründungsbedarf oder gar alternative Gestaltungsabsichten schlichtweg pulverisieren. Politisches Handeln, das auf dieser Welle schwimmt, ist per se legitimiert, Skeptiker und Kritiker kommen gegen die Macht der großen Erzählung kaum an. Zumal auch die Mächtigen selbst sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.

2013 etwa tagte die informelle Bilderberger-Konferenz zu Themen wie: „How big data is changing almost everything“ oder „Online education: promise and impacts“. Die teilnehmenden deutschen Politiker sind Christian Lindner, FDP, („Das Digitalste an der Schule darf nicht die Pause sein“) und Kurt Lauk, zu der Zeit Präsident des Wirtschaftsrates der CDU  – Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft. Lauk kritisierte dann in der Folge auch im Handelsblatt die Nachteile des Datenschutzes bei der Schürfung der digitalen Rohstoffe durch Big Data.

Bevor nun der Vorwurf der Verschwörungstheorie aufkeimt, sei darauf hingewiesen, dass man auch ohne die Teilnahme an informellen Konferenzen subtil die Interessen der IT-Lobby oder des militärisch-kybernetischen Komplexes vertreten kann. Andreas Pinkwart, FDP-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in NRW, etwa offenbart in einem Interview „Ich bin digital im Kopf“ und kündigt einen Masterplan der Digitalisierung an.

Digitale Querfront?

Ob auch die Linken MdB Halina Wawzyniak und Nicole Gohlke digital im Kopf sind, bleibt offen, aber auf der vom Klett-Verlag betriebenen Plattform excitingedu.de werden beide in Hinblick auf eine Positionsbestimmung der Linken wie folgt zitiert:

Medien, Erziehung, Schule, Schule & Bildung, Philosopie, Digitalisierung

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Quelle: Rubikon
https://www.rubikon.news/artikel/digitalisierung-von-bildung-als-neoliberales-projekt

Eine weltumspannende, gewinnorientierte Bildungsindustrie breitet sich aus.

Die "Starke Volksschule St. Gallen" gibt einen wöchentlichen Medienspiegel zur Bildungssituation heraus.

Analysten der Bank Julius Bär schätzen, dass im globalen Bildungsmarkt in diesem Jahr bis zu 7,8 Billionen Dollar umgesetzt werden, fast 40 Prozent mehr als 2013. Davon entfällt ein wachsender Anteil auf private Firmen.“ (Anja Burri, NZZaS, 10.6.2017*) (Die Zahl 7.8 Billionen wird zwar im NZZ-Artikel erwähnt, aber ich denke, es muss Milliarden heissen, da in USA Billions für Milliarden stehen.ww)

Unter dem Titel „Die Schonzeit an unseren Schulen ist vorbei“ wirft Anja Burri ein Licht auf die Kräfte im Hintergrund, welche die Schulveränderer als nützliche Idioten brauchen, um ihre finsteren Geschäfte mit unseren Kindern vorwärts zu treiben  – sofern diese Reformer nicht schon selber im Trüben mitfischen. „Business as usual“?  – Diesmal geht es aber um unser Eingemachtes: die seelisch-geistige Kontrolle über die Jugend  – real in und mit der Datenmine.

Schweiz, Wirtschaft, Politik & Wirtschaft, Schule, Schule & Bildung

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Was pädagogische Leidenschaft bewirken kann

von Carl Bossard
Wer in Biografien blättert und bei Schriftstellern schmökert, spürt sie immer wieder: die pädagogische Leidenschaft. Auf Spurensuche nach einem vergessenen Begriff. In seinen «Schulmeistereien» erzählt Peter Bichsel, wie er augenblicklich in seine Erstklasslehrerin verliebt gewesen sei. Der kleine Knirps mochte sie, die passionierte Person, und noch Jahre später konnte er ihr Kleid beschreiben.1 Das sei für ihn, so Bichsel, die einzige Erklärung, warum er kein Schulversager wurde.

Vielen erging es ähnlich. Auch dem grossen Philosophen Sir Karl R. Popper. Darum widmete er die Autobiografie seiner Lehrerin Emma Goldberger. Ihr und ihrer pädagogischen Leidenschaft verdanke er sein ganzes Denken und damit eigentlich alles, schreibt er.

Von dem, was immer gilt

Eines wird bei beiden Lehrerinnen sofort spürbar: das leidenschaftliche pädagogische Ethos für ihren Beruf und die jungen Menschen oder  – vielleicht etwas pathetisch formuliert  – die Liebe zur Aufgabe. Die zwei Geschichten erzählen vom inneren Impetus, der diese Pädagoginnen zu ihrem Handeln bewegt.

Es sind veraltete Begriffe, entsorgt in der pädagogischen Mottenkiste. Die aktuelle Bildungssprache kennt sie kaum; im Diskurs um die professionellen Lehrer-Kompetenzen kommen sie nicht vor. Doch es sind Werte ohne Verfallsdatum  – alt zwar, das sei zugegeben, doch unbeschadet ihres Alters nicht veraltet. Ganz im Gegenteil. Aktuelle Studien aus der Wirkungsforschung und der Neurobiologie rehabilitieren sie.

Erziehung, Bildung, Schule, Pädagogik, Schule & Bildung

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Quelle: zuerst erschienen auf www.journal21.ch
http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2017/nr-8-28-maerz-2017/was-paedagogische-leidenschaft-bewirken-kann.html

Bildung: Nicht auf allen Hochzeiten tanzen

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser,

wie wohltuend ist es, von einem praxiserfahrenen, herausragenden Pädagogen, wie Carl Bossard, zu lesen, wie er die Schule wieder vom Kopf auf die Füsse stellt. Man fragt sich, weshalb “Bildungsexperten”  – ausgerechnet im Lande Pestalozzis  – von Amtes wegen “pädagogischen Chimären nachlaufen und von einer Hochzeit zur andern eilen”, die nachweislich bei unseren Schulabgängern wesentliche Wissenslücken hinterlassen, die ihr Fortkommen behindern und dem Lande schaden.

Willy Wahl

Bildung: Nicht auf allen Hochzeiten tanzen

Von Carl Bossard* 17.02.2017

Albanisch statt Französisch, Hausaufgaben streichen, Fächer abschaffen. Auf jede neue Idee springt der Lehrer-Dachverband auf. Wem ist damit gedient? Ein Klärungsversuch.

Schulden, Bildung, Bildungsreform, Schule & Bildung

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Bildung braucht Beziehung

Von Carl Bossard
24. 08. 2016
Allen Reformen zum Trotz: Die Lehrer-Schüler-Beziehung bleibt die unhintergehbare Bedingung für gute Lebensperspektiven der Schüler.

Die Persönlichkeit des Lehrers beeinflusse das Sozialverhalten, die Beziehung zur Lehrerin mache es aus, sagt eine umfangreiche Cambridge-/ETHZ-Studie. Die Forscher zeigen sich überrascht. Weniger erstaunt sind erfahrene Lehrpersonen.

Lehrer-Schüler-Verhältnis im wissenschaftlichen Fokus

Das pädagogische Leben spielt sich in den Beziehungen ab. Lernen ist Beziehungshandeln, ist intersubjektives Geschehen. Wir erleben darum Schule und Unterricht als wertvoll in Beziehungen  – zum Lehrer, zur Lehrerin, zur Sache und zu den Inhalten, zu Kolleginnen und Freunden. Das ist nicht neu. Und doch muss man es immer wieder in Erinnerung rufen, weil der Tatbestand vergessen geht. Strukturen und das Dogma des selbstorganisierten Lernens scheinen heute vielerorts wichtiger zu sein als die Persönlichkeit der Lehrperson und die Beziehungsebene.

Wie wirkt sich die Lehrer-Schüler-Beziehung auf das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen aus? Dieser Frage ging seit 2004 ein Forscherteam der Cambridge University in England und der ETH Zürich nach. Die Langzeitstudie „z-proso“ stützte sich auf Daten von über 1'400 Zürcher Kindern. Seit ihrem Eintritt in die Primarschule wurden sie regelmässig befragt, ebenso ihre Eltern und Lehrpersonen.

Erziehung, Bildung, Schule & Bildung

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Quelle: Journal21
https://www.journal21.ch/bildung-braucht-beziehung

Heftiger Bürger-Widerstand in der Schweiz gegen eine schädliche, von der OECD eingeschleuste Bildungs-”reform”

Ein Beispiel auch für Deutschland und andere OECD-Länder

Lehrplan 21 als Standortnachteil für die Wirtschaft  – ein Leserbrief

Gegenwärtig soll in verschiedenen Kantonen mit dem umstrittenen Lehrplan 21 die radikalste Änderung des Schulsystems seit Bestehen der Volksschule vorgenommen werden.

Dass die Bedenken, die von der Lehrerschaft, besorgten Eltern und Pädagogikprofessoren, angemeldet wurden, ihre Berechtigung haben, zeigen die schlechten Resultate der LP21 -Versuchsschulen, die mit der „Kompetenzorientierung“ und ihrem „selbstgesteuerten“ oder selbstorganisierten Lernen SOL“ den bewährten Klassenunterricht weitgehend abgeschafft und qualifizierte Lehrer zu „Lernbegleiter“ degradiert haben. Die Schüler werden allein gelassen, indem es ihnen überlassen wird, wann, wie, wo und ob sie lernen wollen. Die übereilte Einführung dieser wissenschaftlich nicht abgesicherten „Neuen Lernformen“ könnte für die Pionierkantone und deren Gewerbe zu einem wirtschaftlichen Standort-Nachteil werden, wie das der Reformpionierkanton Basel-Stadt schon einmal schmerzlich erleben musste.

Schweiz, Bildungsreform, Schule, Schule & Bildung, Bildungswesen

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Quelle: Komitee «Lehrplan vors Volk» - 8610 Uster
http://www.lehrplan-vors-volk.ch/

Bologna - Problematik des gestuften Studiums

Von Prof. Dr. Pfeilschifter

Der Leibhaftige

Der Leinhaftige, Giovanni di Modena

Das, meine Damen und Herren, ist der Leibhaftige, wie wir in Bayern sagen würden. Er stammt aus Bologna, nicht aus der dortigen Universität, aber aus der Kirche San Giovanni gleich daneben. Und  – nachdem ich einen, zugegebenermaßen, polemischen Artikel gegen die Bologna-Reform veröffentlicht hatte, in dem dieses Fresko des Teufels eine gewisse Rolle spielte  – nachdem ich das getan hatte, wurde ich doch von Seiten eines Protagonisten der Bologna-Reform glatt meinerseits als der "Leibhaftige" bezeichnet.

Bildung, Studium, Bologna-Prozess

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http://www.scilogs.de/anatomisches-allerlei/gastbeitrag-prof-dr-pfeilschifter/

Liebesbrief an einen Lehrer: "Steh auf!, sagten Sie"

Ulla Hahn schreibt an ihren Volksschullehrer
Lieber Herr Lehrer, sehr geehrter Herr Schulten, dass ich überhaupt hier sitze und diese Zeilen schreibe: Ohne Sie wäre ich nie so weit gekommen.

Erinnern Sie sich noch an das kleine Mädchen mit den langen dunklen Zöpfen?

Das sich empörte, weil Sie beim Beruf des Vaters "ungelernter Arbeiter" ins Klassenbuch eintrugen. Ungelernt? Der Vater konnte doch so vieles: Bäume propfen, Kartoffeln ziehen, Schuhe besohlen... Aber konnte er auch lesen und schreiben?

Wissen Sie noch, wie ich mich am ersten Schultag gleich freiwillig in die erste Bank setzte, direkt vor Ihr Pult? Ich hatte den Tag kaum erwarten können. Endlich lesen lernen! Wirklich lesen. Aus Büchern. Nicht nur so wie der Großvater aus Steinen am Rhein. Den Buchsteinen. Aus den Steinen lesen konnte ich längst. Ich hatte immer einen Buchstein bei mir. Auch an unserem ersten Schultag. Aus dem ich Ihnen und der Klasse vorlas.

Deutschland, Schule, Schule & Bildung, Literatur

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Quelle: 30. November 2015 DIE ZEIT Nr. 45/2015, 5. November 2015

Schweiz: Schlechte Bildung: 30'700 Junge hängen am Staatstropf

Tages-Anzeiger
11. 04. 2016
Zehntausende 18- bis 25-Jährige finden keinen Job und belasten die Staatskasse. Ein neues Gesetz will nun die Eltern in die Verantwortung nehmen.

Jeder achte Sozialhilfebezüger in der Schweiz ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. Statt in die Berufswelt einzusteigen, leben 30'700 Junge vom Staat, schreibt die «SonntagsZeitung» in Bezug auf die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS). In mehr als der Hälfte der Fälle fehlt es demnach an einem Berufsabschluss, weitere 1000 junge Sozialhilfebezüger sind weniger als sieben Jahre zur Schule gegangen. 1200 Erwachsene unter 25 Jahren landen trotz Matur oder Mittelschuldiplom bei der Sozialhilfe.

Schweiz, Sozialstaat, Statistik

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Quelle: Tagesanzeiger
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schlechte-Bildung-30-700-Junge-haengen-am-Staatstropf/story/22609749

Die Bären und die Katzen

Aus dem Arbeitsheft zur Prävention

Sieben kleine Bären gingen trippel-trappel durch den Wald, hielten sich brav bei den Vordertatzen. Es standen sieben kleine Katzen bei der Pappel am Bach und sagten: «Ach, wären wir drüben  – miau!» Da nahmen die sieben kleinen Bären die sieben kleinen Katzen auf ihre Rücken und sagten: «Wir sind stark, es wird uns schon glücken.» Die Katzen machten die Augen zu vor Ängsten  – und der kleinsten war am bängsten. Als sie am andern Ufer waren, sagten die sieben Kätzlein artig das Sätzlein: «Wir danken schön.» «Es ist gern geschehen», sagten die Bären und meinten auch, «Ja  – wenn wir nicht wären!»

Psychologie, Erziehung, Bildung, Schule, Schule & Bildung, Mobbing

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Quelle: Zeit-Fragen
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=621

Mit dem Radio der Dunkelheit des Analphabetismus entfliehen

Eduardo Domínguez Tegucigalpa – Tages-Anzeiger
2015-06-20
In Honduras haben viele Menschen nicht die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. Ein ungewöhnliches Bildungsprojekt bietet Hilfe.

Es ist 17 Uhr. Kathia Varela stellt in Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras, ihr altes Radio auf den katholischen Sender La Voz de Suyapa ein, der ab dieser Stunde ihre Schulstunde bringt. Auf einem Tischchen neben ihr liegt ein Spanisch-Lehrbuch. Im Radio sind die Stimmen eines Mannes und einer Frau zu hören, welche die Sendung anmoderieren: El Instituto Hondureño de Educación por Radio (Iher, das Honduranische Institut für Unterricht durch das Radio ) präsentiert die Sendung «El Maestro en Casa» (der Lehrer zu Hause). Für die 18-Jährige beginnt nun der Unterricht.

In diesem Jahr sind es etwa 50 000 Honduraner, die sich, wie Kathia, für ihr berufliches Weiterkommen viel von dieser Unterrichtsmethode versprechen. Im konventionellen Bildungssystem haben all diese Menschen kaum die Chance, eine Schule zu besuchen. «El Maestro en Casa» ist ein Unterrichtsprogramm, in dem mit Lehrbüchern, Radiosendungen und direkten Tutorien gearbeitet wird. Seit 1989 wird es vom Iher durchgeführt.

Zuvor wurde schon in Costa Rica und Guatemala nach der Methode unterrichtet, aber laut Schwester Marta Soto, Gründerin und Direktorin des Programms, werden in Honduras die besten Resultate erzielt. Dank des Programms sind laut Iher inzwischen mehr als eine halbe Million Bürger aus dem Dunkel des Analphabetismus herausgetreten. «Wenn man den Leuten die Chance bietet, dass sie Bildung erwerben können, dann verändert sich etwas in ihnen, und das Licht der Hoffnung erstrahlt, weil nur eine alphabetisierte Nation eine freie Nation ist», sagt Schwester Marta.

Bildung, Schule, Schule & Bildung, Didaktik, Honduras, Innovation

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http://www.tagesanzeiger.ch/service/archiv/
Übersetzung: Übersetzung: Matthias Fienbork

BZgA läßt die Hosen runter – bei Lutz und Linda in KiTas und Krippen

von Gunther Oberheide “Der freie Journalist”
24. Mai 2015
Hannover. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) präsentierte auf der Bildungsmesse didacta 2015 in einem Workshop ihre neue 'Kindergartenbox  – Entdecken, Schauen, Fühlen!' für die frühkindlich-sexuelle Bildung.

Den größten Platz darin nehmen zwei prägnante Stoffpuppen ein: 'Lutz', der Hoden und Penis hat und 'Linda' mit ihrer dazu passenden Scheide. Idealerweise soll der Puppe 'Lutz' vor den Kleinkindern in den Kindergärten und -krippen mit Hilfe der Erzieher* trickreich "die Hose runterrutschen", das Thema aufgegriffen und die beiden Sexualerziehungsmittel 'Lutz' und 'Linda' in den Puppenecken "einfach zum Spielen" platziert werden.

'Lutz' hat natürlich zunächst eine Hose an, ganz unauffällig. Wie Lutz dann aber in den Kindergärten (und auch den Krippen) zum Einsatz kommen soll, empfahl die BZgA im prall gefüllten Vortragsraum nach einem Einleitungsvortrag eindrucksvoll und vor allem eindeutig:

Die Vortragende der BZgA hielt die Puppe so, dass die Kinder sie später gut mit dem Vorderkörper sehen können und zog ihr dann geschickt mit der anderen Hand  – in einer Art vorbeiwischenden, schnellen Bewegung  – die Hose herunter und

"Ohh!", da war dem Lutz ja ganz zufällig die Hose runtergerutscht!

Sexualität, Psychologie, Erziehung, Schule & Bildung, Kindergarten

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http://www.derfreiejournalist.de/?e=190

Veranstaltungen der Genossenschaft Zeit-Fragen an der Leipziger Buchmesse

Zeit-Fragen ist auch in diesem Jahr an der Leipziger Buchmesse vertreten. Der Stand befindet sich in Halle 4, Stand A107. Ausserdem lädt Zeit-Fragen im Rahmen von «Leipzig liest» zu mehreren Veranstaltungen an der Messe und 3 Abendvorträgen mit Diskussion ein.

Wer war Henry Dunant?

Buchvorstellung des Kinder- und Jugendbuchs «Wer ist Henry Dunant?» von Lisette Bors

Referent: Urs Knoblauch (CH)

Es war der Schweizer Henry Dunant, 1828 in Genf geboren und in einer humanistisch gesinnten Familie aufgewachsen, der 1859 in Solferino, in der Nähe des Gardasees in Italien, Zeuge eines schrecklichen Krieges wurde. Er schrieb 1862 das weltbewegende Buch «Eine Erinnerung an Solferino». Darin waren bereits die Gedanken und Aufgaben der später weltweit tätigen Rotkreuzbewegung formuliert. Mit der Gründung des Roten Kreuzes 1863 und 1864 mit der ersten Genfer Konvention entwickelte sich auch das humanitäre Völkerrecht zur verbindlichen Norm. Genf wurde zum Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Das Rote Kreuz ist für unzählige Menschen in Not und in Kriegsgebieten die letzte Hoffnung auf Mitmenschlichkeit. Das Buch von Lisette Bors über Henry Dunant hat den grossen Vorzug, dass es für Kinder, Jugendliche, Schule und Elternhaus wertvolle Beiträge zum Gespräch über die ethischen Grundwerte enthält.

Demokratie, Geschichte, Globalisierung, Bildung, Schule, Schule & Bildung, Familie, Lesen

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Quelle: 2015 © Zeit-Fragen. Alle Rechte reserviert.
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2074

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