Vom Lesen zum Surfen

Vom Philosophen Diogenes aus Sinope, der auf die Frage Alexanders des Grossen, welchen Wunsch dieser ihm erfüllen könne, geantwortet habe: «Geh mir aus der Sonne!», ist der Ausspruch überliefert, Bildung sei «für die jungen Menschen ein Mittel zur Selbstzucht, für die Alten ein Trost, für die Armen Reichtum und für die Reichen eine Zierde».

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NZZ-Gastkommentar zur Bildungsmisere

Hans-Albrecht Koch* 25.8.2014

Knapper lässt sich kaum sagen, dass Bildung sowohl mit Ethik als auch mit Ästhetik zu tun hat und sich auf das ganze Leben bezieht. Was die griechische Antike seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. unter Bildung (griech. «paideia») verstand und was spätestens seit den Zeiten Ciceros auch die Römer damit meinten, war ungefähr dies: eine solide Kenntnis von Grammatik und Rhetorik einerseits, von Geometrie und Arithmetik andererseits.

Das ist auch der Kern der sogenannten sieben freien Künste geblieben, der «Septem Artes liberales», die den Grundbestand des Unterrichts in den mittelalterlichen Kloster- und Stadtschulen bildeten.

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http://www.nzz.ch/meinung/debatte/vom-lesen-zum-surfen-1.18369472?extcid=Newsletter_25082014_Top-News_am_Morgen

*Hans-Albrecht Koch ist Professor emeritus für deutsche und vergleichende Literaturgeschichte an der Universität Bremen.

Tags: Erziehung, Ethik & Philosophie, Bildung, Schule, Schule & Bildung, Philosopie

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