Schweizer Eltern setzen sich ein für eine gute Volksschule – Nein zum Lehrplan 21

Die positive Nachricht: Immer mehr Bürger, nicht nur Eltern, auch Lehrmeister und Personalchefs grosser Firmen machen sich Sorgen über den Bildungsabbau in der Volksschule. Nicht nur in der Schweiz, auch in andern Ländern wollen Eltern diese negative Entwicklung nicht mehr tatenlos hinnehmen. Eine Gruppe Schweizer Eltern hat ihre klaren Forderungen an eine gute Schule in einem eindrucksvollen “Elternbrief” zusammengefasst und auf einer ausgezeichneten Webseite ins Internet gestellt: www.elternfuereinegutevolksschule.ch . Seniora.org freut sich, diese nachahmenswerte Aktivität bekannt zu machen.

Schweizer Eltern setzen sich ein für eine gute Volksschule  – Nein zum Lehrplan 21

Elternbrief Sommer 2014

Liebe Eltern,

wir wenden uns an Sie, weil wir über den Zustand der Schulen besorgt sind, wie er heute schon ist und wie er mit dem Lehrplan 21 noch weiter verschlechtert und rechtlich verbindlich werden soll. Wir wollen keine Versuche an unseren Kindern durch die Übernahme von Schulreformen, von denen man weiss, dass sie nicht funktionieren, und die in anderen Ländern schon gescheitert sind. Da machen wir nicht mit!

Grundlage unserer Forderungen sind die geltenden kantonalen Schulgesetze, auf denen jeder Schweizer Lehrplan aufbauen muss (siehe beispielsweise das St. Galler Schulgesetz). Unser Elternkomitee setzt sich für eine gute Volksschulbildung für unsere Kinder nach bewährter Schweizer Bildungstradition ein.

Über die Änderung von grundlegenden Bildungsfragen muss das Volk entscheiden können. Wir unterstützen alle kantonalen Initiativen und Referenden zur Verhinderung des LP21!

Schule Elternbrief

Was wir Eltern von der Volksschule erwarten

1. Wir wollen eine Schule, in der unsere Kinder das lernen, was sie im Leben brauchen.

  • Solide Grundlagen in Schreiben, Lesen, Rechnen, Realien, handwerkliche Fähigkeiten

2. Wir wollen persönlich und fachlich engagierte Lehrer, die ihre Aufgabe wahrnehmen  – keinen «Lernbegleiter» oder «Coach»

  • Oberstes Ziel: alle Kinder erreichen das Jahrgangsziel
  • Geführter Klassenunterricht statt Wochenpläne
  • Systematischer Aufbau des Unterrichts mit genauer Anleitung
  • Keine Vertherapeutisierung unserer Kinder
  • Viel Zeit zum Üben des Wesentlichen statt Zeitverschwendung mit unsinnigen «Pröbeleien»
  • Für die Kinder selbständig lösbare Hausaufgaben zur Festigung von erlernten Inhalten  – keine Wochenplan-Hausaufgaben
  • Anleitung zu sorgfältiger Heftführung und sauberer Schnürlischrift
  • Gründliche, möglichst tägliche Korrektur aller Schülerarbeiten

3. Wir wollen klare Jahrgangsziele und taugliche Schulbücher

  • Festlegung, was unsere Kinder jedes Jahr verbindlich zu lernen haben
  • Schulbücher, die systematisch und kleinschrittig aufgebaut sind
  • Schulbücher mit sinngebenden Inhalten, die dem Gemüt des Kindes entsprechen
  • Erhaltung des guten Schweizer Bildungsniveaus

4. Wir wollen klare Jahrgangsziele und taugliche Schulbücher

  • Die Kinder sollen durch die Schule befähigt werden, später ihre Aufgaben in der Familie, im Beruf und in der direkten Demokratie verantwortungsvoll wahrzunehmen
  • Lerninhalte mit Werteorientierung

Hier finden Sie den Elternbrief zum Lesen, Ausdrucken, Weiterverteilen (4 Seiten) und die gute Homepage der Eltern:
www.elternfuereinegutevolksschule.ch

Schweiz, Demokratie, Bildungsreform, Schule, Lehrplan 21/PISA, Schule & Bildung, Didaktik

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