Grundlagen

Warum “Zürcher Schule”?

Warum “Zürcher Schule”?

Votum und Diskussionsbeitrag von Friedrich Liebling an der Arbeitstagung* 1967

Gestern in der Diskussion ist etwas vorgefallen, und ich kann nicht umhin, das hier zu erklären. Und zwar auf den Vortrag von Herrn H. hat jemand bezweifelt, dass Bultmann und seine Schüler und die anderen, die sich in Gegensatz zur Kirche stellen und die Bibel in gewissem Sinne reformieren, dass sie das Mittel der Mythologie als etwas Unwahres entfernen wollen, als etwas das nicht stimmt, als bewusste Irreführung darstellen wollen.

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Revolutionäre Wandlungen im psychiatrischen Denken der Gegenwart

Geschätzte Seniora-Leserin, geschätzter Seniora-Leser,

Zum Neuen Jahr:
Wir werden getreu unserer Überzeugung

«Weil Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden»

(UNESCO Präambel 1945)

auch weiterhin wesentliche wissenschaftliche Beiträge zur Sozialnatur des Menschen veröffentlichen oder wieder in Erinnerung rufen, um dem Gedanken Alfred Adlers zum Durchbruch zu verhelfen:

"Erziehung muss gelehrt und gelernt werden."

Zum Schluss des nachstehenden Textes schreibt der Autor:

“Wie alle großen Pioniere der Tiefenpsychologie hat auch Sullivan die kulturelle Tragweite seiner Befunde hervorgehoben. Er machte bedeutsame Ansätze zu einer »Psychiatrie der Völker» und zeigte darin auf, wie die Menschheit in ihren Kindheitstagen unter dem Eindruck der unbewältigten Daseinsangst jene Verschrobenheiten ihres Gesichtsfeldes erwarb, welche innerhalb der wachsenden Kultur als nationalistische und rassische Verblendung, religiöse und soziale Unduldsamkeit, mangelhaftes gemeinschaftliches Verantwortungsgefühl in Wirtschaft und Politik, sinnloser Machtwahn usw. auftreten: Auch er hatte, wie vor ihm Sigmund Freud und Alfred Adler, die tiefe Überzeugung, dass die Tiefenpsychologie dazu berufen ist, einer kommenden Menschheit die sinnvolle Realitätsanpassung zu lehren und ihr neue und bessere Formen des Gemeinschaftslebens zu weisen.”

In diesem Sinne widmen wir diesen beeindruckenden tiefenpsychologischen Grundlagentext unseren Lesern, verbunden mit unseren besten Wünschen für ein gutes Neues Jahr 2017!

Margot und Willy Wahl, 31. Dezember 2016

Revolutionäre Wandlungen im psychiatrischen Denken der Gegenwart

Das Werk von H. S. Sullivan und die interpersonelle Psychiatrie, aus der psychologischen Monatszeitschrift “Psychologische Menschenkenntnis” 1965, S. 390 - 397

Dr. Georg Frank, Berlin

Wenn man die Frage aufwirft, in welchem Lande der Welt heute die psychiatrische Forschung die größten Fortschritte zu verzeichnen hat, so denkt man in erster Linie an die Vereinigten Staaten von Amerika: Von dort her kommen heute die wichtigsten und entscheidendsten Forschungsergebnisse, und es kann kein Zweifel mehr daran bestehen, daß die eigentliche Pionierarbeit der Psychiatrie gegenwärtig in den USA geleistet wird.

harry stack sullivan

Harry Stack Sullivan 1892 - 1949

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"Die neue Völkerwanderung"

"Die neue Völkerwanderung"

Dr. Asfa-Wossen Asserate : „Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten!“

KenFM im Gespräch mit: Dr. Asfa-Wossen Asserate ("Die neue Völkerwanderung") Fluchtursachen und Wirkung. Europa steht kurz davor, überrannt zu werden.

Die aktuelle Flüchtlingswelle, die aus dem Mittleren Osten nach Europa schwappt, ist hausgemacht. Wer jahrzehntelang aktiv dabei ist, Diktatoren im Amt zu halten, wer mithilft, demokratische Bewegungen mittels Rüstungsexport im Keim zu ersticken, wer die dafür kassierten Bodenschätze dann als stabilisierenden Faktor für die Region verkauft, muss sich nicht wundern, wenn sich der aufgebaute soziale Druck in den zerfallenden Staaten zu einer Welle der Gewalt hochschaukelt.

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Die Entstehung des Entwicklungsgedankens und seine Bedeutung für die Psychologie

Die Entstehung des Entwicklungsgedankens und seine Bedeutung für die Psychologie

Vortrag gehalten an der 20. Arbeitstagung der Zürcher Schule für Psychotherapie am 7. November 1982

Gemeinschaftsarbeit einer Arbeitsgruppe von Naturwissenschaftlern

Einleitung

Der Mensch lebt nicht mehr auf einer flachen Scheibe. Er hat die Kugelgestalt der Erde erkannt. Die Erde ist nicht mehr Mittelpunkt des Universums,

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Neue Knochenfunde – Urmenschen gehörten womöglich alle zur selben Art

Neue Knochenfunde  – Urmenschen gehörten womöglich alle zur selben Art

von Johann Grolle

Es wäre eine radikale Vereinfachung unserer Ahnenreihe: Möglicherweise bildeten die frühen Vorfahren des modernen Menschen nur eine Spezies. Das jedenfalls lassen aufregende Knochenfunde aus Georgien vermuten.

Fünf Paare von Augenhöhlen starren aus fünf steinernen Schädeln. Es sind fünf Paare, die für die ganze Menschheit stehen. Präsentiert wurden die fünf 1,77 Millionen Jahre alten Fossilien jetzt von einem internationalen Forscherteam aus Georgien, den USA, Israel und der Schweiz. "Es ist eine kleine Bombe für unser Fach", erklärt der Harvard-Paläoanthropologe Philip Rightmire mit kaum verhohlener Genugtuung. "Diese Befunde könnten uns zwingen, manch liebgewonnene Vorstellung zu überdenken."

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Mütterliche Zuwendung mildert die Stressempfindlichkeit

Mütterliche Zuwendung mildert die Stressempfindlichkeit

Ein Gespräch mit dem Neurobiologen Michael Meaney

Frühkindliche Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren im Erbgut  – das ist eine Erkenntnis, zu der Michael Meaney massgeblich beigetragen hat. Im Gespräch mit Nicola von Lutterotti erläutert der renommierte Neurobiologe, wie sich Angst und Stress der Mutter auf die Hirnentwicklung des Kindes auswirken.

Herr Meaney, was hat Ihr Interesse an den Folgen frühkindlicher Erfahrungen geweckt?

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Die Sprache als Brücke zum Mitmenschen

Die Sprache als Brücke zum Mitmenschen

von Dr. Eliane Gautschi, Sonderpädagogin und Psychologin, Zürich

Aus Sicht eines personalen Menschenbildes verbindet sich der Mensch mittels der Sprache mit seinen Mitmenschen. Sie ist weit mehr als die Mitteilung von Bedürfnissen bei der Gestaltung des Lebensalltags. Darauf wies bereits in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts der Wiener Psychologe Alfred Adler hin: «Die Sprache ist ein Band zwischen zwei oder mehr Menschen, um zu vermitteln, was sie meinen. Dieses Kunstwerk verdanken wir der Gesamtheit und können verstehen, dass es nur entwickelt werden konnte, wo Interesse für den andern bestand.»1

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Zwischen Krippe und Küche: Wie viel Mama braucht das Kind?

Zwischen Krippe und Küche: Wie viel Mama braucht das Kind?

aus der Sendung vom Sa, 7.2.2009

von Michael Felten

SWR-Sendung zum Hören, Lesen

Wie können Kinder ihre Bildungsressourcen optimal entfalten? Eine wichtige Grundlage für späteren Lernerfolg ist das, was der Psychologe Erik H. Erikson „Urvertrauen“ nannte. Dafür brauchen Kleinkinder  – ob in der Krippe oder in der Küche  – eine schützende und verlässliche Beziehungsumgebung.

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Wir sind alle Afrikaner

Wir sind alle Afrikaner

Der Augenschein trügt: Was sich ähnlich sieht, ist noch lange nicht verwandt. Ausgerechnet die moderne Genetik machte dem Rassenkonzept den Garaus.

von Volker Sommer

Volker Sommer

Volker Sommer

Auch wenn Sie sich für liberal halten: Vermutlich haust selbst in Ihnen ein Rassist. Nein? Dann auf zum kleinen Quiz: Mit wem teilen die Mongolen mehr Erbanlagen, mit den schlitzäugigen Chinesen oder den rundäugigen Europäern? Wem sind die dunkelhäutigen Australier näher verwandt, den schwarzen Bantu oder den hellen Thai? Und wem steht der Schimpanse näher, dem Gorilla oder dem Menschen?

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Vergesst den Homo habilis – Die fünf Schädel von Dmanisi schreiben unsere Evolutionsgeschichte neu

Vergesst den Homo habilis  – Die fünf Schädel von Dmanisi schreiben unsere Evolutionsgeschichte neu

von Bruno Knellwolf

Schädel von Frühmenschen aus Georgien schreiben die Geschichte des Menschen neu. Christoph Zollikofer von der Universität Zürich erklärt, warum die Artenvielfalt unserer Vorfahren überschätzt worden ist.

Chr. Zollikofer

Christoph Zollikofer Professor am Anthropologischen Institut der Uni Zürich (Bild: pd)

Die fünf Schädel von Dmanisi schreiben unsere Evolutionsgeschichte neu. Hinter Glas sind sie im Büro von Professor Christoph Zollikofer im Anthropologischen Institut der Universität Zürich der Reihe nach aufgereiht.

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Die Folgen von emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit

Die Folgen von emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit

von Bruce D. Perry, M.D., Ph.D. (Sept. 99)

bruce perry 02

Bruce Perry

Vorbemerkung:

Perry’s Beobachtungen und Empfehlungen entsprechen in allen Einzelheiten unseren Erfahrungen im Intensivpädagogischen Programm der AGSP. Ferner ist seine begriffliche Diffrenzierung zwischen ATTACHMENT und BOND sehr hilfreich: Attachment meint positive Liebesbindungen; Bond umfaßt positive und pathologische Bindungen (z.B. Opfer-Täter-Fixierungen), die von unerfahrenen Richtern und Jugendamtsmitarbeitern oft zur Begründung von Verbleibens-, Rückkehr- oder Umgangs-Anordnungen herangezogen werden. In einem späteren und vielbeachteten Aufsatz hat Perry über die alarmierenden hirnphysiologischen und hirnanatomischen Defekte nach Vernachlässigung, Mißhandlung und Mißbrauch referiert.

(vgl. Violence and Childhood). K.E. (März 01)

Einleitung

Die wichtigste Eigenschaft eines Menschen ist die Fähigkeit, Beziehungen zu anderen Menschen zu bilden und zu erhalten. Diese Beziehungen sind für jeden von uns absolut notwendig, um zu überleben, zu lernen, zu arbeiten, zu lieben und sich fortzupflanzen.

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Michael Tomasello: Warum wir kooperieren

Michael Tomasello: Warum wir kooperieren

Teilen lernt nur, wer es schon kan. Was macht uns eigentlich zu sozialen Wesen, die immer auch an die anderen denken? Michael Tomasello widmet sich einer alten Frage mit empirischen Mitteln und sieht uns von Natur aus zur Zusammenarbeit begabt.

von Helmut Mayer

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