Die "Starke Volksschule St. Gallen" gibt einen wöchentlichen Medienspiegel zur Bildungssituation heraus.

Eine weltumspannende, gewinnorientierte Bildungsindustrie breitet sich aus.

Analysten der Bank Julius Bär schätzen, dass im globalen Bildungsmarkt in diesem Jahr bis zu 7,8 Billionen Dollar umgesetzt werden, fast 40 Prozent mehr als 2013. Davon entfällt ein wachsender Anteil auf private Firmen.“ (Anja Burri, NZZaS, 10.6.2017*) (Die Zahl 7.8 Billionen wird zwar im NZZ-Artikel erwähnt, aber ich denke, es muss Milliarden heissen, da in USA Billions für Milliarden stehen.ww)

Unter dem Titel „Die Schonzeit an unseren Schulen ist vorbei“ wirft Anja Burri ein Licht auf die Kräfte im Hintergrund, welche die Schulveränderer als nützliche Idioten brauchen, um ihre finsteren Geschäfte mit unseren Kindern vorwärts zu treiben  – sofern diese Reformer nicht schon selber im Trüben mitfischen. „Business as usual“?  – Diesmal geht es aber um unser Eingemachtes: die seelisch-geistige Kontrolle über die Jugend  – real in und mit der Datenmine.

Was heute noch an der Oberfläche diskutiert wird: Frühfremdsprachen, Integration, Kompetenzorientierung, internetgestützte Tests usw., gehört schon bald der Vergangenheit an. «In fünf Jahren werden wir unsere Schulen nicht wiedererkennen». (Beywl) So etwas Ähnliches hat uns letzten Herbst anlässlich der HarmoS-Abstimmung auch der Erziehungsdirektor Kölliker gesagt. Dazu gehörten Lernaufgaben, Tests, Roboter für Fragen, Lieder und Spiele. Software zur Gesichtserkennung werde bei Schülern Motivationsprobleme erkennen können.

Dank der Digitalisierung sei der individualisierte Unterricht auch an der Volksschule kostengünstig möglich, sagt Brühlmann.
Kaum mehr erstaunlich ist, dass dann Auftragsstudien zu den bestellten Resultaten kommen oder  – wenn sie nicht genehm sind  – kreuzfalsch wiedergegeben oder diffamiert werden. "Alternative Fakten", nennt man das neuerdings.
Hand aufs Herz. Überlegen wir uns doch, was Individualisierung und Digitalisierung für die jungen, sich heranbildenden Persönlichkeiten bedeutet.
Zu diesen Überlegungen haben Sie hier viele Anregungen. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Wir sind in unserer Sorge um die Zukunft unserer Kinder immer noch in der Mehrheit der nicht allein am Profit orientierten Menschen.
Mit freundlichen Grüssen

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 23 / 2017
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* https://nzzas.nzz.ch/notizen/die-schonzeit-an-unseren-schulen-ist-vorbei-ld.1300244