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Die letzte LUFTPOST-Ausgabe!

Weil Wolfgang Jung gesundheitlich angeschlagen ist, muss er sein grosses friedenspolitisches Wirken aufgeben
Kaiserslautern/Ramstein, 5. April 2021

Liebe Freunde und Kritiker der LUFTPOST, das ist definitiv die letzte Ausgabe der Friedenspolitischen Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein.

Von November 2004 bis April 2021 haben Wolfgang Jung und seine Ehefrau Fee Strieffler insgesamt 3.185 Ausgaben der LUFTPOST mit friedenspolitischen Informationen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein veröffentlicht.

Nach Jahrgängen geordnet sind sämtliche Ausgaben auch weiterhin über http://www.luft-post-kl.de/lp-19.html aufzurufen.

Weil Wolfgang Jung gesundheitlich sehr angeschlagen ist, muss die LUFTPOST leider eingestellt werden.

Wir hoffen sehr, dass sich jüngere friedensbewegte Mitmenschen finden, die angesichts der wachsenden Kriegsgefahr die Aufklärung darüber fortsetzen (http://www.luftpost-kl.de/)

VISDP: Wolfgang Jung, Assenmacherstr. 28, 67659 Kaiserslautern

https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP02421_050421.pdf

Liebe Frau Strieffler,

ich möchte Ihnen unbedingt sagen, dass mir das Ende der Luftpost sehr nahe geht. Nicht nur weil ich in allernächster Nähe der Air Base Ramstein aufgewachsen bin, dort sogar in den Semesterferien gejobbt habe. Sondern weil ich vermute, dass Wolfgang Jungs gesundheitliche Situation nicht zuletzt im Zusammenhang mit den ganzen Strapazen und Aufregungen seines Prozesses gegen die rechtswidrige Drohnenkriegsführung von Ramstein aus steht. Dafür verdient er unseren ganz besonderen Dank. Das ist sicher auch im Sinne aller unserer Freunde und Mitdenker.

Bitte grüßen Sie Wolfgang Jung herzlichst von mir! Ich wünsche ihm Ruhe und Erholung soweit irgend möglich.

Herzlichst
Wolf Gauer

Wir schliessen uns dem Dank Wolf Gauers an und wünschen Wolfgang Jung alles erdenklich Gute.
Margot und Willy Wahl

GroKo-Imperialismus

Ein Vertrag zur Ausweitung der Kampfzone
Autor: U. Gellermann - 08. Februar 2018
Viele Tage des Brütens machen aus einem faulen Ei keinen strahlend schönen Schwan. Auch wenn die Mütter und Väter des GroKo-Vertrages sich jetzt aufplustern, auch wenn sie ihr unansehnliches Entlein jetzt als garantiert echten Schwan verkaufen wollen. Der Vertrag klingt an vielen Stellen so, als sei er mit dem Schellenbaum der Bundeswehrkapelle geschrieben worden: Klirrend vor lauter "Sicherheit", was immer nur das Stichwort für mehr Unsicherheit durch mehr Rüstung bedeutet.

Falls naive Leute angenommen hatten, es gäbe ein neues, kluges Wort zu Afghanistan  – zu jenem immer währenden Test-Gelände für das zähe militärische Scheitern des neudeutschen Imperialismus auf dem Weg zur Weltmacht im Schlepptau der USA  – der irrt: Zwei Mal kommt das Wort Afghanistan im GroKo-Papier vor. Und in beiden Fällen ist das altdeutsche "immer feste druff" durch das neudeutsche "weiter so" ersetzt: "Wir sind überzeugt, dass Afghanistan weiter unterstützt werden muss", schreiben Merkel, Schulz & Co und auch: "In Afghanistan wollen wir . . . unverändert . . . fortsetzen." Aber auch: ". . . Zahl der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten zum Schutz der Ausbilder erhöhen." Kein Zeitplan für ein Ende des deutschen Exportkriegs. Kein Warum oder Wohin. Nebenbei lesen wir vom fernen Land Mali. Und natürlich will die deutsche Export-Import-Armee dort bleiben: "Mission MINUSMA in Mali wird fortgesetzt".

Den gewöhnlichen Kommentatoren des Schulz-Wortbruchs  – nie wollte er doch ein Amt in einer Regierung Merkel, jetzt wird er Außenminister  – erfährt man, Schulz sei für den Außen-Job bestens geeignet, weil er doch schon so lange EU-Diäten bezogen habe. Und dann liest man jene Stellen im GroKo-Vertrag, die sich auf die EU beziehen und erbleicht. Die Vertragspartner wünschen sich sehnlichst ein "angemessen ausgestattetes Hauptquartier der EU zur Führung der zivilen und militärischen Missionen". Und sie wollen, dass die "Planungsprozesse innerhalb der EU effizienter abgestimmt und mit denen der NATO harmonisiert werden". Das wird die Eingeborenen aber freuen, wenn sie künftig missioniert werden.

Quelle: Rationalgalerie
http://www.rationalgalerie.de/home/groko-imperialismus.html

Mutti ohne Mitgefühl: Merkels Dickfelligkeit

Die Kanzlerin und ihre Kungelrunde wählen lieber den Lockdown als eine konsequente Impfstoff-Versorgung – Staatsversager nutzen die Tagesschau als Kosmetik-Salon
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Lehrer Bömmel (in der klassischen Filmkomödie „Die Feuerzangenbowle“): „Jetzt stelle mer ons ämol janz domm.“ Die Tagesschau-Redaktion macht das andauernd, sogar janz ohne Bömmel. Im Aufmacher ihrer 20 Uhr-Ausgabe am 4. März berichtet sie beispielsweise:

„Nach zweieinhalb Monaten Lockdown haben Bund und Länder den Weg zu Lockerungen geebnet. Dafür verständigten sie sich vergangene Nacht auf einen Stufenplan, der in verschiedenen Bereichen Schritt für Schritt den Alltag zurückbringen soll.“ (1)

Tatsächlich hatten Kanzlerin Merkel und ihr Versagerclub aber nur einen neuerlichen Beweis ihrer Unfähigkeit bei der Bewältigung der Pandemiefolgen erbracht. Und wie gewohnt hatte die Tagesschau darauf verzichtet, den Stufenplan als das zu benennen, was er ist: eine weitere Absurdität in der langen Reihe aberwitziger Fehlentscheidungen.

Ihr willkürliches, durchgehend widersprüchliches Lock-down-Regime mit allen seinen üblen Folgen fällt inzwischen voll auf sie zurück. Auch das Versagen ihres Gesundheitsministers Spahn geht letztlich auf ihre Kappe. Der einstige Kanzler-Aspirant ist längst Watschenmann für Kabarettisten, hier für Großmeister Christian Ehring:

„Erst hat er zu wenige Masken bestellt, dann zu viele, dann die Corona-App groß angekündigt und dann etwas rausgebracht, was gegen die Pandemie leider nicht viel besser wirkt als Candy Crush. Dann hat er zu wenig Impfstoff bestellt, dann den Impfpass vermasselt und dann noch für den 1. März Schnelltests angekündigt. Das wurde von der Kanzlerin blockiert, weil es in der Zeit nicht durchgesetzt werden konnte …“ (2)

Es ist ein Merkmal des journalistischen Versagens der Tagesschau, dass sie es anderen Medien und schließlich den Kabarettisten überlässt, unappetitliche Geschichten über Spahn auszupacken. Es zeige sich, so Ehring in seiner Sendung „extra3“:

„…, dass Spahn auch in der Politik für absolute Hygiene sorgt: Eine Hand wäscht die andere.“ (ebd.)

Warum Zwangsmassnahmen und Milliarden nur bei Corona ?

Lockdowns und Shutdowns wirken unglaubwürdig, wenn Behörden nicht auch sonst der Gesundheit Priorität einräumen.
Von Urs P. Gasche / 29. Dez 2020 InfoSperber
Die öffentliche Gesundheitspolitik soll dafür sorgen, dass es möglichst wenig schwere Erkrankungen und Todesfälle gibt. Verantwortlich sind staatliche Behörden vor allem dort, wo Unbeteiligte angesteckt werden oder Schadstoffen ausgeliefert oder Verkehrsrisiken ausgesetzt sind.

Massnahmen müssen verhältnismässig sein und abgewogen werden mit persönlichen Freiheiten und Wirtschaftsinteressen. Über Nutzen und Risiken von Massnahmen gibt es einen grossen Ermessensspielraum, der öffentlich zu diskutieren ist.

Seit Anfang März sind in der Schweiz fast 7’500 Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben. Im gleichen Zeitraum starben über 58’000 Menschen an anderen Ursachen. Viele von diesen 58’000 Männern und Frauen starben wegen vermeidbaren Ursachen frühzeitig  – wie bei Covid-19.

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