Seniora.org - EURASIEN

In Eurasien ist der Krieg der Wirtschaftskorridore in vollem Gange

Mega-eurasische Organisationen und ihre jeweiligen Projekte wachsen jetzt in Rekordgeschwindigkeit zusammen, wobei ein globaler Pol dem anderen weit voraus ist.
Von Pepe Escobar 15. Juli 2022 The Cradle
Der Krieg der Wirtschaftskorridore schreitet nun mit voller Geschwindigkeit voran, wobei der bahnbrechende erste Frachtfluss von Waren von Russland nach Indien über den Internationalen Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC) bereits in Kraft ist .

McTagesschau-Burger, blaugelb verpackt

Das Info-Fastfood mit US-Kriegswürze schmeckt, wie wenn man die Zunge zum Fenster raushängt
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam - 22. 04. 2022
Die ARD-Tagesschau hat die meisten Zuschauer. McDonald hat die meisten Besucher. Das Erfolgsrezept: Fastfood. Es macht denkfaul, fett und satt. Ist allerdings gesundheitsschädlich, mental und physisch. Besonders der aktuelle McTagesschau-Billigburger, die antirussische Kriegshetze in blau-gelber Verpackung, ist zum Speien. Das Angebot füllt aber seit Wochen gut die Hälfte der gesamten Sendezeit. Als Nachspeise folgt ein „ARD-Brennpunkt“ dem anderen, der mediale Druck/Dreck will nur das Eine: Deutschland soll sich noch mehr als bisher für die Ukraine verausgaben. „Schwere Waffen her“, blöken Baerbock, Habeck & Co., „Panzer und Artillerie!“. Im verbalen Vabanque spielt die Bundesregierung ganz vorne. Zwangsläufig sinkt die Reizschwelle für einen atomaren russischen Gegenschlag. Und die Anglo-Amis freuen sich über ihre dummen Deutschen, die bereit sind, ihr Land zum Schlachtfeld machen zu lassen. Mehr noch als die Polen  – und das will was heißen.

Samarkand am Scheideweg: von Timur bis BRI und SCO

Von seiner alten Rolle als Seidenstraße bis hin zu Chinas BRI-Projekt wird Usbekistan ein wichtiges geoökonomisches Zentrum in Zentralasien bleiben
Von Pepe Escobar 11. August 2022 -The Cradle
SAMARKAND  – Die ultimative Stadt der Seidenstraße, die an einem unvergleichlichen eurasischen Handelskreuz liegt, ist der ideale Ort, um zu untersuchen, wohin das Abenteuer der Neuen Seidenstraße als nächstes führt. Zunächst einmal findet Mitte September in Samarkand das bevorstehende Gipfeltreffen der Staatsoberhäupter der Shanghai Cooperation Organization (SCO) statt.

USA und NATO: Neue Kriegsübungen gegen Russland

German Foreign Policy / 27.01.2022 Ausgerechnet jetzt: USA und NATO kündigen neue Grossmanöver gegen Russland an – mit deutscher Beteiligung.
Inmitten der eskalierenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland kündigt das Pentagon das nächste Defender Europe-Grossmanöver zum Training eines US-Aufmarschs an der russischen Grenze an. Defender Europe 22 wird laut NATO-Angaben im Mai beginnen und bis Mitte Juni andauern; laut Auskunft des Pentagon ist die Beteiligung von gut 33’000 Soldaten aus 26 Staaten geplant.
NATO Defender 2021
Die NATO ist stolz auf Ihre jährlichen Grossmanöver an der russischen Grenze. © NATO
 
Auch die Bundeswehr ist involviert. Dabei ist das Manöver, das die schnelle Verlegung grosser Kampfverbände aus den USA bis nach Ost- und Südosteuropa probt, nur eine von diversen Kriegsübungen von NATO-Staaten, die sich in den nächsten Monaten gegen Russland richten. Sie beinhalten Seekriegsmanöver auf der Ostsee, Luftlandeoperationen nahe der russischen Grenze oder die Jagd auf russische U-Boote im Mittelmeer und im Nordatlantik. Zudem ist die dauerhafte Stationierung von NATO-Bataillonen in Rumänien und Bulgarien im Gespräch. Die Bundeswehr hat erst kürzlich  – auch, um ein Zeichen zu setzen  – angekündigt, in Litauen für ihre NATO-Battlegroup eine Kaserne zu bauen.
 
Defender Europe 22

Inmitten der eskalierenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland kündigen die Vereinigten Staaten die nächste Übung ihrer Manöverserie Defender Europe an. Laut Angaben der NATO wird Defender Europe 22 am 8. Mai beginnen und am 16. Juni zu Ende gehen. Schwerpunktländer sind demnach, wie schon 2020, Polen und die baltischen Staaten. Das Pentagon kündigt die Teilnahme von 33’000 Soldaten aus 26 Staaten an; von einer „signifikanten Beteiligung der US-Luftwaffe und der US-Marine“ ist die Rede. Kern ist wie in den Vorjahren die schnelle Verlegung von US-Truppen über den Atlantik und ihr weiterer Vormarsch in Richtung russische Grenze; dabei sollen die beteiligten Truppen auch zeigen, dass sie in der Lage sind, schnell zu Kampfhandlungen überzugehen. Dazu sind diverse Anschlussmanöver geplant. Der NATO zufolge wird Defender Europe 22 mit einer Flussüberquerung multinationaler Kräfte in Divisionsstärke zu Ende gehen. Das steht der Behauptung des Pentagon entgegen, die Kriegsübung sei ausschliesslich defensiv orientiert. Zur Einordnung urteilt das US-Verteidigungsministerium, das Manöver sei ein Beleg für die Fähigkeit der USA, in Europa in einem weiten Bogen zu operieren  – „im hohen arktischen Norden, im Ostseeraum, im Westbalkan und in der Schwarzmeerregion“.

An der östlichen Flanke

Die NATO und die US-Streitkräfte kündigen zudem für die kommenden Monate zahlreiche weitere Manöver in Europa an  – in aller Regel Übungen im Rahmen von Manöverserien, die seit Jahren abgehalten werden. Angelaufen ist laut NATO-Angaben die US-Übung Saber Strike, die bis zum 1. April andauert und schwerpunktmässig in Polen, den Baltischen Staaten und Tschechien gemeinsam mit den dortigen Streitkräften stattfinden soll. Saber Strike zielt darauf ab, die Interoperabilität zu stärken und „die Operationsreichweite“ der US-Truppen „entlang der östlichen Flanke der NATO“ zu vergrössern. Die zur Zeit alle zwei Jahre durchgeführte Übung hatte 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt werden müssen. 2018 nahmen ungefähr 18’000 Soldaten aus 19 Staaten an ihr teil; geübt wurden damals auch offensive Operationen  – ausser Flussüberquerungen etwa auch eine Luftlandeoperation. Für Polen und die baltischen Staaten kündigt die NATO darüber hinaus für Juni das Manöver Ramstein Legacy an, laut Angaben des Militärbündnisses die grösste integrierte Flug- und Raketenabwehrübung der Welt. Gleichzeitig wird in der Ostsee das US-Manöver BALTOPS abgehalten werden. An der Übung nahmen im vergangenen Jahr gut 4’000 Soldaten aus 18 Staaten mit 40 Kriegsschiffen und 60 Flugzeugen teil. Für September wird dann das US-Manöver Northern Coasts ebenfalls in der Ostsee angekündigt. Dabei geht es laut der NATO um heftige Kampfhandlungen auf allen Ebenen.

Die NATO auf U-Boot-Jagd

All diese Manöver orientieren auf das östliche Bündnisgebiet und werden zu einem guten Teil dort durchgeführt. Sie haben etwaige bewaffnete Auseinandersetzungen mit Russland im Blick und beinhalten zumindest teilweise offensive Operationen. Auf einen möglichen Krieg gegen Russland orientieren auch andere Manöver, deren Schauplätze weit von russischem Territorium entfernt sind. So kündigt die NATO für Februar „Dynamic Manta“ (Mittelmeer) und für Juni „Dynamic Mongoose“ (Europäisches Nordmeer) an. Beide trainieren die U-Boot-Jagd und haben dabei Seegebiete im Visier, in denen russische U-Boote in Richtung Westen ausbrechen und dort transatlantische Nachschublinien attackieren könnten: Während es die NATO im Mittelmeer womöglich mit U-Booten der russischen Schwarzmeerflotte zu tun hätte, geht es im Nordmeer darum, U-Boote der russischen Nordflotte am Ausbrechen durch die „GIUK-Lücke“ (Grönland, Island, Vereinigtes Königreich) und an anschliessenden Angriffen auf US-Nachschub auf dem Weg über den Atlantik nach Europazu hindern. Im März führt Norwegen ein Manöver („Cold Response“) in einer Region (Ofoten) durch, die für die Kontrolle des Nordmeers erhebliche Bedeutung besitzt. Die Übung soll, wie schon im vergangenen Frühjahr bekannt wurde, mit rund 40’000 Soldaten das grösste Arktismanöver seit den 1980er Jahren sein.

Neue NATO-Battlegroups

Zusätzlich zu den Manövern wird aktuell über einen weiteren Ausbau der NATO-Stellungen in Südosteuropa diskutiert. Das betrifft nicht die zu Wochenbeginn lautstark angekündigte Entsendung von Kampfjets nach Rumänien und Bulgarien. Die Luftwaffe zum Beispiel wird ab Februar die rumänische Luftraumüberwachung unterstützen und dazu einige Eurofighter auf der Mihail Kogălniceanu Air Base bei der rumänischen Hafenstadt Constanța einsetzen. Allerdings ist dies nicht neu; deutsche Eurofighter waren bereits im vergangenen Jahr einige Wochen dort stationiert und ihr bevorstehender nächster, wohl gleichfalls zeitlich beschränkter Einsatz dort ist einem Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums zufolge „schon länger geplant“. Auch der Einsatz niederländischer sowie womöglich spanischer Jets in Bulgarien findet im Rahmen des längst etablierten enhanced Air Policing statt. Neu allerdings wäre, was NATO-Hardliner schon lange fordern: die Stationierung von NATO-Bataillonen nach dem Vorbild der eFP-Battlegroups (enhanced Forward Presence) in Polen und den baltischen Staaten nun auch in Rumänien und Bulgarien. Im Dezember wurde bekannt, dass NATO-Oberbefehlshaber Tod D. Wolters energisch darauf dringt. Während in Rumänien keine Einwände bestehen, sperrt sich Bulgarien noch dagegen, das bis heute vergleichsweise enge Beziehungen zu Russland hat.

„Ein Zeichen setzen“

Neu ist auch, dass die Bundeswehr im litauischen Rukla für ihre dort stationierte NATO-Battlegroup eine eigene Kaserne bauen wird. Bislang nutzen die deutschen Soldaten, denen die Führung der Battlegroup obliegt, wie auch die Militärs aus anderen NATO-Staaten bereits bestehende litauische Liegenschaften. Ende Dezember wurde berichtet, dass Deutschland und Litauen eine neue, grössere Kaserne errichten wollen, in der die NATO-Battlegroup gemeinsam mit litauischen Einheiten untergebracht werden kann. Der Bau, dessen Kosten auf eine einstellige Millionensumme beziffert werden, soll nahe dem heutigen Stationierungsort errichtet werden. Es gehe dabei nicht nur darum, „die Logistik zu verbessern“, wird berichtet, sondern auch darum, „ein Zeichen zu setzen“.

(Dieser eigene Bericht von «German Foreign Policy» erschien zuerst auf ihrer Website am 25. Januar 2022. Red.)

Die «Informationen zur Deutschen Aussenpolitik» (german-foreign-policy.com) werden von einer Gruppe unabhängiger Publizisten und Wissenschaftler zusammengestellt, die das Wiedererstarken deutscher Grossmachtbestrebungen auf wirtschaftlichem, politischem und militärischem Gebiet kontinuierlich beobachten.

Quelle: https://www.infosperber.ch/politik/europa/usa-und-nato-neue-kriegsuebungen-gegen-russland/

Washington und London versuchen, ihre Dominanz über Europa zu bewahren

von Thierry Meyssan* 25. Februar 2022
Dem Autor gelingt es anhand der jüngsten Entwicklungen um die Ukraine aufzuzeigen, dass die angebliche Bedrohung durch Russland Washington und London nur dazu dient, ihre Nato-Verbündeten fester unter ihr Oberkommando zu binden.

 Thierry Meyssan aus Schweiz. Standpunkt 2022
Thierry Meyssan (Bild réseau voltaire)

Heutzutage werden die bestgehüteten Geheimnisse schnell preisgegeben  – was jedoch nicht heisst, dass sie sich schnell verbreiten. Doch diese Woche sickerten die vertraulichen Briefe der USA und der Nato an Russland durch und wurden weithin gelesen. Während die Bühne von den Geräuschen der Nato-Stiefel beherrscht wird, spielt sich hinter den westlichen Kulissen das fieberhafte Theater der Organisation von Netzwerken zur Überwachung der Verbündeten durch ihre amerikanischen und britischen Oberherren ab. Denn Washington und London sind überzeugt, dass Russland sie nicht angreifen, jedoch versuchen wird, ihre Verbündeten zu verunsichern.

Wer ist Wladimir Putin? Und warum halten die Russen zu ihm, fast mehr denn je?

03. Juni 2022 Autor: Kai Ehlers in Allgemein, Politik, übernommen mit Dank von GlobalBridge.ch
Wer Russland mit der Brille eines Deutschen oder gar eines US-Amerikaner betrachtet, kommt leicht zu falschen Ansichten. Kai Ehlers gehört zu jenen deutschen Publizisten, die fliessend Russisch sprechen und verstehen und Russland auch von innen kennen. Vor ein paar Tagen hielt er  – neben drei anderen Referenten  – einen Vortrag in Kassel. Dabei versuchte er, in aller Kürze, eine weniger bekannte Sicht zu geben. (cm)

Wie Mariupol zu einem zentralen Knotenpunkt der eurasischen Integration wird

Mariupol wurde vom rechtsgerichteten ukrainischen Asow-Bataillon angegriffen, lange bevor Moskau seine Militäroperationen startete. In russischer Hand kann sich dieser strategische Stahlwerkshafen in einen Knotenpunkt der eurasischen Konnektivität verwandeln.
Von Pepe Escobar 29. März 2022 The Cradle

Wladimir Putin komplette Rede auf dem 1. Eurasischen Wirtschaftsforum

Kein Weltpolizist wird in der Lage sein, diesen globalen Prozess aufzuhalten
uncut-news.ch - Mai 27, 2022 - Wirtschaft/Konzerne/Monopole
Ziel des Eurasischen Wirtschaftsforums, das durch einen Beschluss des Obersten Eurasischen Wirtschaftsrates eingerichtet wurde und zeitlich mit einer Sitzung des SEEC zusammenfällt, ist die weitere Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den EAEU-Mitgliedstaaten.

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