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«Die US-Regierung muss aufhören, sich in die Innenpolitik Venezuelas einzumischen»

Lösungen können nur auf dem Verhandlungsweg erreicht werden
Offener Brief von Noam Chomsky, Laura Carlsen, Miguel Tinker Salas, Greg Grandin, Alfred de Zayas u. a.
Zeit-Fragen Nr. 3 v. 29. Januar 2019
Der folgende offene Brief wurde von 70 Persönlichkeiten  – die meisten aus den USA  – unterzeichnet. Viele von Ihnen sind Wissenschaftler: Lateinamerika-Experten, Politik- und Geschichtswissenschaftler. Hinzu kommen Filmemacher, Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft und anderen Experten. Der Brief wurde am Donnerstag, dem 24. Januar 2019, in New York veröffentlicht. Er richtet sich gegen die laufende Einmischung in Venezuela seitens der Vereinigten Staaten.

Die Regierung der Vereinigten Staaten muss aufhören, sich in die Innenpolitik Venezuelas einzumischen, insbesondere um die Regierung des Landes zu stürzen. Handlungen der Administration Trump und ihrer Verbündeten in der Region verschlimmern die Situation in Venezuela aller Voraussicht nach, denn sie führen zu unnötigem menschlichen Leid, Gewalt und Instabilität.

Die politische Polarisierung in Venezuela ist nicht neu; das Land ist seit langem entlang rassischer und sozioökonomischer Linien gespalten. Aber in den letzten Jahren hat sich die Polarisierung vertieft  – dies zum Teil auf Grund einer US-Unterstützung für eine Oppositions-Strategie, die auf eine Entfernung der Regierung von Nicolás Maduro durch andere Mittel als Wahlen abzielte. Während die Opposition bezüglich dieser Strategie gespalten war, gab die Unterstützung durch die USA den harten Kreisen der Opposition Rückendeckung für ihr Ziel, die Regierung Maduro durch häufig gewalttätige Proteste, einen Militärputsch oder andere Wege zur Umgehung der Wahlurne zu vertreiben.

Unter der Administration Trump hat sich die aggressive Rhetorik gegen die venezolanische Regierung verschärft und ein extremeres und bedrohlicheres Niveau erreicht; so sprechen Beamte der Administration Trump von «Militäraktion» und verurteilen Venezuela zusammen mit Kuba und Nicaragua als Teil der «Troika der Tyrannei». Probleme, welche sich aus der venezolanischen Regierungspolitik ergaben, sind verschlimmert worden durch die Wirtschaftssanktionen der USA, die sowohl gemäss der Organisation Amerikanischer Staaten als auch gemäss den Vereinten Nationen illegal sind  – genauso wie gemäss US-Gesetz und anderen internationalen Verträgen und Konventionen.

Diese Sanktionen haben der venezolanischen Regierung die Mittel entzogen, mittels derer sie ihrer wirtschaftlichen Rezession hätte entkommen können, indem sie einen dramatischen Einbruch bei der Ölproduktion verursachten und die Wirtschaftskrise verschlimmerten und zum Tod vieler Menschen führten, weil sie keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten hatten. Derweil fahren die US- und andere Regierungen damit fort, die venezolanische Regierung  – allein  – für den wirtschaftlichen Schaden verantwortlich zu machen, selbst für den durch die US-Sanktionen herbeigeführten.
Erdöl in Venezuela Karte
Nun haben die USA und ihre Verbündeten, einschliesslich dem Sekretär der OAS, General Luis Almagro, und dem rechtsaussen stehenden Präsidenten von Brasilien, Jair Bolsonaro, Venezuela an den Abgrund gedrängt. Indem sie den Präsidenten der Nationalversammlung, Juan Guaidó, als neuen Präsidenten Venezuelas anerkannte  – etwas, was gemäss Charta der OAS illegal ist  – hat die Administration Trump die politische Krise Venezuelas massiv beschleunigt, in der Hoffnung, das venezolanische Militär zu spalten, die Bevölkerung weiter zu polarisieren und sie zu zwingen, sich auf eine Seite zu stellen. Das offensichtliche und manchmal auch erklärte Ziel ist, Maduro durch einen Staatsstreich aus dem Amt zu vertreiben.

Tatsache ist, dass Venezuela trotz Hyperinflation, Unterversorgung und tiefer Depression ein politisch polarisiertes Land bleibt. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten müssen aufhören, Gewalt zu fördern, indem sie einem gewaltsamen, ausserhalb des Gesetzes stehenden Regimechange Vorschub leisten. Wenn die Administration Trump und ihre Bündnispartner ihren rücksichtslosen Kurs in Venezuela weiterverfolgen, wird die wahrscheinlichste Folge Blutvergiessen, Chaos und Instabilität sein. Die USA sollten aus ihren Regime-change-Unternehmen in Irak, Syrien, Libyen und ihrer langen, gewalttätigen Geschichte der Förderung von Regimewechseln in Lateinamerika etwas gelernt haben.

Keine der beiden Seiten in Venezuela kann die andere einfach bezwingen. Das Militär beispielsweise hat mindestens 235 000 Frontsoldaten und mindestens 1.6 Millionen Milizionäre. Viele dieser Menschen werden kämpfen, nicht nur auf Grund eines Glaubens an die nationale Souveränität, der in Lateinamerika weitverbreitet ist  – angesichts dessen, was zunehmend als US-geführte Intervention erscheint  –, sondern auch, um sich selbst vor einer wahrscheinlichen Repression zu schützen, sollte die Opposition die Regierung mit Gewalt stürzen.

In solchen Situationen ist die einzige Lösung eine Beilegung durch Verhandlungen, so wie es in der Vergangenheit in lateinamerikanischen Ländern geschah, wenn politisch polarisierte Gesellschaften nicht in der Lage waren, ihre Differenzen durch Wahlen beizulegen. Es gab Bemühungen, wie jene des Vatikan im Herbst 2016, die Potential hatten, aber sie erhielten keine Unterstützung von Washington und seinen Verbündeten, die einen Regime change bevorzugten. Diese Strategie muss sich ändern, wenn es eine tragfähige Lösung für die laufende Krise in Venezuela geben soll.

Im Sinne des Wohles des venezolanischen Volkes und der Region und des Prinzips der nationalen Souveränität sollten diese internationalen Akteure stattdessen Verhandlungen zwischen der venezolanischen Regierung und ihren Gegnern unterstützen, die es dem Land erlauben werden, seine politische und wirtschaftliche Krise schliesslich hinter sich zu lassen.  

Quelle: https://www.commondreams.org (This work is licensed under a Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 License)

(Übersetzung Zeit-Fragen)

Erdölvorkommen 10 grösste
Venezuela ist das Land mit den grössten nach-gewiesenen Erdölvorkommen der Welt. Mit über 300 Milliarden Barrel liegt ein Viertel der von der OPEC geschätzten weltweiten Reserven in dem südamerikanischen Land. (Stand: 2017)

Gezeichnet:

Noam Chomsky, Professor Emeritus, MIT and Laureate Professor, University of Arizona 


Laura Carlsen, Director, Americas Program, Center for International Policy 


Greg Grandin, Professor of History, New York University 


Miguel Tinker Salas, Professor of Latin American History and Chicano/a Latino/a Studies at Pomona College 


Sujatha Fernandes, Professor of Political Economy and Sociology, University of Sydney 


Steve Ellner, Associate Managing Editor of Latin American Perspectives 


Alfred de Zayas, former UN Independent Expert on the Promotion of a Democratic and Equitable International Order and only UN rapporteur to have visited Venezuela in 21 years 


Boots Riley, Writer/Director of Sorry to Bother You, Musician 


John Pilger, Journalist & Film-Maker 


Mark Weisbrot, Co-Director, Center for Economic and Policy Research,
Jared Abbott, PhD Candidate, Department of Government, Harvard University 

Dr. Tim Anderson, Director, Centre for Counter Hegemonic Studies 

Elisabeth Armstrong, Professor of the Study of Women and Gender, Smith College 

Alexander Aviña, PhD, Associate Professor of History, Arizona State University 

Marc Becker, Professor of History, Truman State University 

Medea Benjamin, Cofounder, CODEPINK 

Phyllis Bennis, Program Director, New Internationalism, Institute for Policy Studies 

Dr. Robert E. Birt, Professor of Philosophy, Bowie State University 

Aviva Chomsky, Professor of History, Salem State University 

James Cohen, University of Paris 3 Sorbonne Nouvelle 

Guadalupe Correa-Cabrera, Associate Professor, George Mason University 

Benjamin Dangl, PhD, Editor of Toward Freedom 

Dr. Francisco Dominguez, Faculty of Professional and Social Sciences, Middlesex University, UK 

Alex Dupuy, John E. Andrus Professor of Sociology Emeritus, Wesleyan University 

Jodie Evans, Cofounder, CODEPINK 

Vanessa Freije, Assistant Professor of International Studies, University of Washington 

Gavin Fridell, Canada Research Chair and Associate Professor in International Development Studies, St. Mary’s University 

Evelyn Gonzalez, Counselor, Montgomery College 

Jeffrey L. Gould, Rudy Professor of History, Indiana University 

Bret Gustafson, Associate Professor of Anthropology, Washington University in St. Louis 

Peter Hallward, Professor of Philosophy, Kingston University 

John L. Hammond, Professor of Sociology, CUNY 

Mark Healey, Associate Professor of History, University of Connecticut 

Gabriel Hetland, Assistant Professor of Latin American, Caribbean and U.S. Latino Studies, University of Albany 

Forrest Hylton, Associate Professor of History, Universidad Nacional de Colombia-Medellín 

Daniel James, Bernardo Mendel Chair of Latin American History 

Chuck Kaufman, National Co-CoordiNator, Alliance for Global Justice 

Daniel Kovalik, Adjunct Professor of Law, University of Pittsburgh 

Winnie Lem, Professor, International Development Studies, Trent University 

Dr. Gilberto López y Rivas, Professor-Researcher, National University of Anthropology and History, Morelos, Mexico 

Mary Ann Mahony, Professor of History, Central Connecticut State University 

Jorge Mancini, Vice President, Foundation for Latin American Integration (FILA) 

Luís Martin-Cabrera, Associate Professor of Literature and Latin American Studies, University of California San Diego 

Teresa A. Meade, Florence B. Sherwood Professor of History and Culture, Union College 

Frederick Mills, Professor of Philosophy, Bowie State University 

Stephen Morris, Professor of Political Science and International Relations, Middle Tennessee State University 

Liisa L. North, Professor Emeritus, York University 

Paul Ortiz, Associate Professor of History, University of Florida 

Christian Parenti, Associate Professor, Department of Economics, John Jay College CUNY 

Nicole Phillips, Law Professor at the Université de la Foundation Dr. Aristide Faculté des Sciences Juridiques et Politiques and Adjunct Law Professor at the University of California Hastings College of the Law 

Beatrice Pita, Lecturer, Department of Literature, University of California San Diego 

Margaret Power, Professor of History, Illinois Institute of Technology 

Vijay Prashad, Editor, The TriContinental 

Eleanora Quijada Cervoni FHEA, Staff Education Facilitator & EFS Mentor, Centre for Higher Education, Learning & Teaching at The Australian National University 

Walter Riley, Attorney and Activist 

William I. Robinson, Professor of Sociology, University of California, Santa Barbara 

Mary Roldan, Dorothy Epstein Professor of Latin American History, Hunter College/ CUNY Graduate Center 

Karin Rosemblatt, Professor of History, University of Maryland 

Emir Sader, Professor of Sociology, University of the State of Rio de Janeiro 

Rosaura Sanchez, Professor of Latin American Literature and Chicano Literature, University of California, San Diego 

T.M. Scruggs Jr., Professor Emeritus, University of Iowa 

Victor Silverman, Professor of History, Pomona College 

Brad Simpson, Associate Professor of History, University of Connecticut 

Jeb Sprague, Lecturer, University of Virginia 

Kent Spriggs, International human rights lawyer Christy Thornton, Assistant Professor of History, Johns Hopkins University 

Sinclair S. Thomson, Associate Professor of History, New York University Steven Topik, Professor of History, University of California, Irvine 

Stephen Volk, Professor of History Emeritus, Oberlin College 

Kirsten Weld, John. L. Loeb Associate Professor of the Social Sciences, Department of History, Harvard University 

Kevin Young, Assistant Professor of History, University of Massachusetts Amherst 

Patricio Zamorano, Academic of Latin American Studies; Executive Director, InfoAmericas

Quelle: https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-3-29-januar-2019/die-us-regierung-muss-aufhoeren-sich-in-die-innenpolitik-venezuelas-einzumischen.html

 

           

 

Europa scheitert mit deutscher Hilfe

von Jorge Vilches für den Saker Blog - July 01, 2022
Robert Habeck, Vizekanzler von Deutschland und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, hat zusammen mit Annalena Baerbock - Deutschlands anglophiler Außenministerin - die Welt vom selbsternannten moralischen Hochsitz der deutschen Grünen aus durch ihre Mantras 'wir kümmern uns wirklich' und 'überlegenes Wissen' bevormundet.

Jetzt stehen beide deutsche Beamte - die in der Europäischen Kriegspartei unter der Führung der Deutschen Ursula von der Leyen sehr aktiv sind - hinter der angekündigten Verstärkung der militärischen Präsenz der NATO in Europa mit einem US-Hauptquartier und Truppen in Polen... sowie einer auf das Zehnfache vergrößerten schnellen Eingreiftruppe von bis zu 300.000 Mann mit noch mehr Truppen in Rumänien und den baltischen Staaten... plus noch mehr Zerstörer und F-35-Flugzeuge in Europas Gewässern und am Himmel... und hält sich nun für den "einzigartigen, unverzichtbaren und unverzichtbaren"(sic) Block, während er die tiefe existenzielle Krise, in die er die Europäer gestürzt hat, unter den Teppich kehrt, ohne einen Ausweg für die Sicherheit der Energie- und Rohstoffbeschaffung zu finden. Ref #1 https://www.rt.com/news/558088-biden-troop-deployments-nato-europe/

Und genau um das aktuelle, selbstverschuldete Energiedebakel zu bewältigen, verschlimmert der deutsche Minister Habeck dieses hässliche europäische Gesamtproblem auf mindestens 14 verschiedene Arten. Er hat:

(1) die deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet, was auch Auswirkungen auf das europäische Stromnetz hat, ohne jegliche Voraussicht oder Rücksichtnahme

(2) exzellente, billige russische Kohlenwasserstoffe und destillierte Erdölprodukte aus dem Verkehr gezogen, auf die Europas gesamte Wirtschaft und Energieinfrastruktur in einzigartiger Weise abgestimmt ist, einschließlich der hervorragenden, bewährten, größtenteils unersetzliche russische Ural-Rohölmischung und die äußerst bequeme russische Druschba-Pipeline von Tür zu Tür, die 24x7x365 eine bereits geprüfte außergewöhnliche Leistung erbringt

(3) die dringend benötigte NS2-Pipeline für die Lieferung russischer Kohlenwasserstoffe abgeschaltet und auf unbestimmte Zeit gestrichen,

(4) die sehr lautstarke Warnung von Siemens bezüglich des EU-Verbots der Rücklieferung von NS1-Ausrüstung nach Russland unter den bekannten, planmäßigen und obligatorischen kanadischen Wartungsanforderungen vollständig ignoriert

(5) die schmutzigste aller Kohlen, nämlich Braunkohle, wieder eingeführt, als Rohstoff für deutsche und EU-Kohlekraftwerke wieder eingeführt

(6) den Warmwasser- und Brennstoffverbrauch rationiert, einschließlich der Zeit, die Herr Habeck selbst unter der Dusche verbringt

(7) die russische Gazprom Germania schändlicherweise unter eine Art 'Treuhänderschaft' gestellt, was sich ebenfalls als sehr teurer Fehler erweisen wird (8) ein völlig kontraproduktives Windkraftausbauprogramm gefördert, das fossil befeuerte Anlagen für die Gewinnung und den Transport von Tausenden Tonnen Nickel und seltener Erden erfordert, die Europa nicht hat, plus die anschließende Verlagerung, Errichtung und Wartung solcher Windmühlen mit anderen fossil befeuerten Anlagen, die Europa importieren muss, plus zusätzliche fossil befeuerte Stromerzeugungsanlagen, die in windschwachen Jahreszeiten wie den letzten Monaten immer als Notlösung benötigt werden, plus tonnenweise mit fossilen Brennstoffen betriebene Anlagen, um solche Windmühlen schließlich außer Betrieb zu nehmen

(9) hat das LNG-Beschleunigungsgesetz beschleunigt, um den Bau völlig unnötiger und superteurer Flüssigerdgas-Terminals auf Kosten vieler anderer dringend benötigter Infrastrukturen auf jede erdenkliche Weise zu begünstigen, um in vielen Monaten schließlich überteuertes Flüssigerdgas aus den USA zu kaufen, die in Wirklichkeit der Hauptverantwortliche für diesen Anti-Europa-Masterplan sind

(10), von dem Russland direkt profitiert, das derzeitige geringere Volumen seiner Ölexporte zu viel höheren Preisen dank der EU-Sanktionen erlaubt es dem Rubel, immer stärker zu werden, während russisches Öl für den Verkauf an andere gerettet wird

(11) ein naives Käufer-Ölpreis-Kartell in einem Verkäufermarkt (! !!)

(12) hat russische LNG-Tanker beschlagnahmt

(13) hat den deutschen Erdgasriesen Uniper zum Absturz gebracht, der nun bereit für die Rettung und den Lehman-Moment ist

(14) hat Deutschland und die EU in die unsinnigste Öl- und Gaspolitik hineingezogen, die bereits zu Tode erklärt wurde, und zwar mit unerträglichen Details

Ref # 2 https://thesaker.is/herr-habeck-firehoses-oil-gas/

Ref #3 https://www.rt.com/business/558116-germany-seizes-russian-lng-tankers/

Ref # 4 https://www.rt.com/news/558073-nato-adopts-new-strategic-concept-russia/

Ref #5 https://www.rt.com/business/558126-skepticism-russian-oil-price-cap/

Ref #6 https://www.zerohedge.com/commodities/uniper-crashes-russian-natgas-supply-crunch-bailout-talks-germany

Habeck mit Baerbock

Also, Herr Habeck und Fräulein Baerbock, genießen Sie bitte im Namen der wenigen zukünftigen europäischen Überlebenden ein lautes und deutliches "bravo, bravissimo, bravo" von Ihrem Kollegen Mario Draghi - Italiens NATO-Premierminister mit freundlicher Genehmigung von Goldman Sachs - für solch kreative und erfolgreiche "grüne Lösungen", die Sie beide für immer in die Geschichte eingehen lassen werden.

Was die EU-Politiker und diese beiden ignoranten Dilettanten nicht wissen, ist, dass Europas Diesel nun fest in russischer Hand ist.

Ich habe es schon einmal gesagt und ich sage es noch einmal: Keine Phantasie kann jemals kreativ genug sein, um sich so etwas auszudenken. Das ist unmöglich.

Könnte es sich um einen absichtlichen Insider-Angriff des Westens auf den Westen handeln? Wird Joe Six-Pack das alles noch früh genug herausfinden?

Ref #7 https://www.mondaq.com/germany/oil-gas-electricity/1204198/liquefied-natural-gas-projects-in-germany-the-lng-acceleration-act

Ref #8 https://www.spiegel.de/international/germany/german-economy-minister-on-the-gas-shortage-there-is-a-black-hat-and-putin-is-wearing-it-a-e387bacf-70ce-447f-b7dc-3b48d0ac4178

Ref #9 https://www.rt.com/business/557554-europe-coal-energy-crisis/

Russland beherrscht Diesel

Der europäische Transport von allem und jedem - von Menschen über Erdnüsse bis hin zu 500.000 Tonnen schweren ULCC-Öltankern - wird zu 99% mit Diesel betrieben. Wer in Europa irgendetwas mit irgendeinem Fahrzeug oder Fahrzeug von A nach B transportieren will oder muss - sei es ganz in der Nähe oder ganz weit weg - braucht irgendwo auf der Strecke Dieselmotoren, und manchmal auf der ganzen Strecke. Das ist eine Tatsache, keine Meinung. Kein Diesel, kein Europa. Aus dem gleichen Grund - und wenn Sie bisher nur gestöbert haben, konzentrieren Sie sich bitte ab jetzt auf jedes Wort - weniger Diesel, weniger Europa... und nicht genug Diesel, nicht mehr Europa, wie wir es kennen. Außerdem bedeutet weniger Diesel zwangsläufig noch viel weniger Diesel, wie weiter unten erklärt wird. Aber lassen Sie uns zunächst daran denken, woher Diesel kommt.

Diesel wird aus destilliertem Rohöl gewonnen, das ab Dezember 2022 nicht mehr aus Russland, sondern aufgrund des EU-Sanktionspakets Nr. 6 von einem anderen, noch unergründlichen Ort stammen wird. Nun denn, so weit nichts Besonderes, denn wir alle kennen solche Umstände sehr gut und beten und hoffen meist das Beste, oder? Leider ist es viel, viel schlimmer als das. Warum ist das so? Bitte lesen Sie weiter, wir kommen schon bald dazu, spätestens in den nächsten paar Absätzen. Denn wenn wir alle ganz allgemein von "Diesel" sprechen, denken wir automatisch und ausschließlich an Dieselkraftstoff, die schön gefärbte Flüssigkeit, mit der wir unsere Tanks füllen. Aber eigentlich ist das Problem ein dreifaches, denn es gibt (1) natürlich Dieselkraftstoff... aber auch (2) Dieselabgasflüssigkeit oder DEF + (3) Dieselmotorenschmieröl...

Diesel Kraftstoff
und alle drei werden von Dieselmotoren benötigt. Und um das Problem noch zu verschärfen, werden die Schiffe, die für die Lieferung von nicht-russischem Rohöl mit Dieselkraftstoff ab Dezember 2022 auf dem Seeweg unbedingt benötigt werden, ebenfalls von Dieselmotoren angetrieben. Deshalb lesen Sie oben "weniger Diesel bedeutet zwangsläufig noch viel weniger Diesel", ist das klar?

Übrigens sind neben der hervorragenden Ural-Mischung für die Dieseldestillation auch andere russische Rohstoffe betroffen.

(1) Dieselkraftstoff

Dieselkraftstoff wird auf allen Transportwegen benötigt und verbraucht, von Containerschiffen mit Waren von überall her bis hin zu den Lastwagen, die diese Waren in den europäischen Häfen abholen und zu den Lagerhäusern und dann zu den Haushalten bringen, usw. usw. Dasselbe gilt für landwirtschaftliche Betriebe, die Lebensmittel anbauen und Traktoren und Fahrzeuge haben, um die Waren zu transportieren. Lastwagen, Autos, Schiffe, Industriemaschinen, Busse, Fabriken, Wohnhäuser, usw., usw., usw., sie alle benötigen Dieselkraftstoff.

(2) Dieselabgasflüssigkeit (DEF)

DEF ist eine Lösung aus Harnstoff + entionisiertem Wasser, die von Dieselmotoren benötigt wird, um die bei der Verbrennung freigesetzten schädlichen Gase durch die katalytische Umwandlung von Stickoxid in Stickstoff und Wasserdampf zu reduzieren. In den meisten Fällen lassen sich Dieselmotoren ohne DEF, das aus Harnstoff gewonnen wird, nicht einmal starten. DEF wird als Derivat von Erdgas hergestellt und normalerweise teilweise in Europa, hauptsächlich aber in Russland und China, den beiden größten Exporteuren der Welt, produziert. Europa hat jetzt sehr ernste Probleme mit der Erdgasversorgung, so dass kein Harnstoff - und damit auch kein DEF - aus Europa kommen wird. Und sowohl China als auch Russland haben den Export von Harnstoff eingestellt, um selbst Düngemittel zu produzieren. Ohne Harnstoff, der entweder aus Europa stammt oder von wo auch immer importiert wird, gibt es also kein DEF für Europa und damit auch keine Dieselmotoren für Europa, okay?

(3) Schmieröl für Dieselmotoren

Aufgrund des Ukraine-Kriegs und früherer Probleme in der Lieferkette von Covid haben wichtige Hersteller bestimmter Additive ihre Produktion eingeschränkt, so dass es weltweit zu ernsthaften Engpässen bei Dieselmotorenschmieröl gekommen ist. In weiser Voraussicht haben einige Länder solche Rohstoffe für die Additivherstellung gehortet oder neue improvisiert. Dazu gehören Russland, Indien, China und andere Länder in Südostasien. Bei den Additiven handelt es sich um Antioxidantien, Korrosionsschutzmittel, Dispersionsadditive, Rostschutzmechanismen, Reibungsmodifikatoren, EP-Additive, Entschäumungsmittel, Antioxidantien und andere. Ohne diese Additive können herkömmliche Hersteller keine Ölprodukte für die interne Schmierung von Dieselmotoren herstellen. Bitte denken Sie daran, dass alle drei oben erläuterten "Diesel" für jeden Dieselmotor erforderlich sind.

Ref #10 http://theeconomiccollapseblog.com/a-warning-about-the-coming-shortages-of-diesel-fuel-diesel-exhaust-fluid-and-diesel-engine-oil/ 
Ref #11 https://www.newsweek.com/diesel-exhaust-fuel-shortage-us-drivers-fuel-prices-russia-ukraine-war-1716503
R
ef #12 https://www.motorbiscuit.com/what-could-a-def-shortage-mean-for-diesel/
Ref #13 https://www.naturalnews.com/2022-06-22-red-alert-entire-us-supply-of-diesel-engine-oil-wiped-out.html
Ref #14 https://www.zerohedge.com/personal-finance/summer-preview-rolling-blackouts-higher-gas-prices-natural-gas-rationing-europe

Fassen wir also die europäischen Faktoren der Rohölabhängigkeit zusammen, die die Verfügbarkeit von Dieselprodukten beeinflussen

(A) Rohölknappheit

              - Quelle noch unbekannt, siehe unten "was NICHT zu tun ist", so unsinnig und töricht es auch klingen mag.

Siehe auch Ref #15 https://thesaker.is/no-fuels-for-europe/

(B) Die Lieferung von Rohöl auf dem Seeweg ist entweder schlecht oder ausgefallen

              - Probleme bei der Dieselbetankung von Tankern, so dass weniger Rohöllieferungen weniger raffinierten Diesel bedeuten (Teufelskreis)

              - Suez-Beschränkungen + Kap-Horn-Probleme + Piraterie + sehr lange Fahrten von weit her mit ernsten Problemen

              - Viel höhere Frachtkosten + viel größere Entfernungen erschweren die Einhaltung der logistischen Vorgaben für Chargenlieferungen.

              - Probleme mit Tankern und Hafengewerkschaften bei der Nichteinhaltung von Zeitplänen sowohl im ausgehenden als auch im eingehenden Verkehr

              - Begrenzte Größe der Tanker in einem sehr engen System mit diskontinuierlichen Chargen-Lieferungen

              - Verfügbarkeit von Tankschiffen, da 50% der bestehenden Flotte immer noch vollständig für die Lieferung von russischen Ölexporten eingesetzt wird

Siehe Ref #16 https://www.maritime-executive.com/article/sovcomflot-has-worked-around-sanctions-to-keep-sailing

(C) Schwerwiegende Hafenbeschränkungen und beeinträchtigte Be- und Entladekapazitäten für Rohöl

              - Hafenbeschränkungen + Reformen gemäß dem Beispiel Rostocks unter Ref # 17 https://thesaker.is/dear-ursula-you-are-dead-wrong/

(D) Schwerwiegende logistische Probleme auf dem Landweg, sehr begrenzte Möglichkeiten

- Das Beispiel der Schwedter Pipeline unter Ref # 18 https://thesaker.is/germans-schwedt-hard-for-russian-oil/

(E) Keine (null) Raffinerieänderungen geplant, koordiniert oder durchgeführt für neue Rohöl-Raffineriekapazitäten

* Siehe Ref # 19 https://thesaker.is/for-europe-from-russia-with-love/

1.    Europäische DEF-Knappheit gemäß der obigen Beschreibung

2.    Europäischer Mangel an Schmieröl für Dieselmotoren (siehe Beschreibung oben)

3.    Europäische Dieselkraftstoffknappheit, die den Vertrieb von Dieselkraftstoff gemäß der obigen Beschreibung beeinträchtigt

der Ablauf

Der Prozess beginnt mit der Definition des gewünschten Outputs, in diesem Fall mit dem Schwerpunkt auf dem dringend benötigten Dieselkraftstoff für den gesamten Transportsektor und die vor- und nachgelagerten Industriemaschinen aller Art, der letztendlich alles andere bestimmt.

Der Prozess beginnt NICHT mit der Entscheidung, irgendein gutes oder schlechtes oder mittelmäßiges Öl zu einem "fairen" Preis irgendwo anders zu kaufen, zu welchen Fracht- und Lieferbedingungen auch immer, von jemandem, den Sie noch nicht einmal kennen. Nein, so funktioniert das nicht. Wenn Sie skeptisch sind, fragen Sie bitte andere Quellen, und dann verstehen, akzeptieren und handeln Sie entsprechend.

Benjamin Franklin hat einmal gesagt: "Erfahrung ist eine teure Schule, aber Dummköpfe werden in keiner anderen lernen". Das ist in aller Bescheidenheit wahr.

was man NICHT tun sollte

Not to do

Reuters - "Frankreich will russisches Öl durch Öl aus Venezuela und dem Iran ersetzen". Wollen sie das wirklich? Zunächst einmal ist da die sehr lebendige und sensible politische Erinnerung sowohl im Iran als auch in Venezuela an die jahrelangen schädlichen Sanktionen und die ständigen Aggressionen des Westens, sei es durch Soleimanis brutale, offen zugegebene Ermordung oder durch Guaydos angeblichen Besitz des venezolanischen Goldes, das in der Bank of England verwahrt wird. Aber abgesehen von den enormen geopolitischen Hindernissen, die sich jetzt ergeben, wo der Iran offiziell um die Aufnahme in die BRICS-Staaten bittet, sollte man den unwissenden Narren, die das Sagen haben, ins Ohr flüstern, dass sie NIEMALS die Qualität und Menge an Diesel, die Europa benötigt, aus leicht verfügbarem venezolanischem oder iranischem Öl destillieren werden. Der Grund dafür ist, dass beide Öle schwer (oder sehr schwer) und 'sauer' sind, d.h. einen relativ hohen Schwefelgehalt haben und daher sehr kompliziert zu Diesel zu verarbeiten sind, ganz zu schweigen von den europäischen Raffinerien, die es einfach nicht schaffen, egal wie sehr sie sich bemühen. Ausnahmsweise könnten einige sehr seltene iranische und venezolanische Mischungen gefunden werden, die etwas besser an die europäischen Bedürfnisse angepasst sind. Aber der Preis dafür wäre extrem hoch, während die ständig verfügbaren Mengen für den europäischen Bedarf extrem niedrig oder einfach nicht vorhanden sind. Alles in allem: Nicht gut, vergessen Sie das, sprengen Sie bitte nicht die Raffinerien in die Luft (das ist kein Scherz), sondern halten Sie sich an die "Wissenschaft", wie Herr Habeck es ausdrücken würde, und beeilen Sie sich um Himmels willen und hören Sie auf, törichte Ideen vorzuschlagen, von denen Sie es viel besser wissen sollten.

Ref # 20 https://www.rt.com/business/557918-france-replacement-russian-oil/
Ref # 21 https://thesaker.is/europes-mad-ban-on-russian-oil/
Ref # 22 https://thesaker.is/why-russias-oil-ban-is-impossible/
Ref # 23 https://thesaker.is/europe-now-cheats-or-suffers/
Ref # 24 https://thesaker.is/pitchforks-soon-in-europe/

Und nun wiederholen Sie bitte laut... Raffinerien sind ziemlich genau auf den Rohstoff abgestimmt, den sie für den Rest ihres Lebens verwenden werden... und können nur so weit optimiert werden, dass sie auch nur einen geringfügig anderen Rohstoff verwenden können, ganz zu schweigen von völlig anderen Rohstoffen wie traditionellem venezolanischen oder iranisches Öl.

Das ist der Grund, warum es so schwierig ist, Verträge über die Beschaffung von Rohöl zu vereinbaren, mit einer riesigen Menge an Labordaten, Tests rundherum, hin und her und sehr intensiven Verhandlungen (d.h. viel ZEIT), die auch notwendigerweise die Garantie einer jahrzehntelangen Versorgung mit konstanter Qualität erfordern. Rohölmischungen unterscheiden sich immer zumindest geringfügig (möglicherweise sehr stark), sind aber definitiv niemals vertretbar, in keiner Weise austauschbar oder ähnliches. Die europäischen Raffinerien wurden gebaut und auf die russische Ural-Mischung abgestimmt, an die sich jeder auf mehr als eine Weise gewöhnt hat. Iranische und venezolanische Öle eignen sich hervorragend für die Raffination sehr wichtiger petrochemischer Destillate, aber sie unterscheiden sich größtenteils stark von denen, die Europa jetzt braucht. Stattdessen braucht Europa riesige Mengen an hochwertigem Diesel, und es ist besser, wenn es bald viel davon hat, sonst... Was ist daran so schwer zu verstehen?

Also hören Sie bitte sofort mit dem Wunschdenken auf, und zwar auf der Stelle. Ich bitte Sie. Viele hundert Millionen Menschen sind auf ein korrektes Urteil angewiesen, das heute noch nicht in Sicht ist. Die Zeit ist von entscheidender Bedeutung und in mehr als einer Hinsicht ist die Zeit bereits abgelaufen. Sobald der Diesel als bevorzugter Ausstoß definiert ist, dann - und nur dann - suchen Sie nach der richtigen Art von Rohöl, das raffiniert werden soll (... nicht aus dem Iran oder Venezuela...), aber immer in der vereinbarten Qualität und Menge, mit den vereinbarten Mitteln und zu den vereinbarten Bedingungen, einschließlich der Garantien, die von der richtigen Art von zuverlässigen Lieferanten bereitgestellt werden. In diesem letzten Satz steckt eine ganze Menge, also gehen Sie nicht leichtfertig damit um. Halten Sie lieber inne und konzentrieren Sie sich auf die vielen schwierigen Schlüsselmerkmale, die für den Ural-Ersatz noch gefunden werden müssen und die es nicht geben wird. Es könnte allerdings sein, dass mehrere verschiedene Mischungen von verschiedenen Anbietern gefunden werden, und nicht ein einziger bekannter zuverlässiger Lieferant wie Russland, was die Sache enorm verkomplizieren würde, da es sich nicht um einen "universellen" Ersatz handeln würde, sondern um viele. Und schließlich - und das hat es noch nie gegeben - würden alle europäischen Raffinerien nach einem (1) "koordinierten Plan" umgerüstet, den es jetzt nicht gibt, und (2) nach dem spezifischen Rohöl, das raffiniert werden soll, das es jetzt nicht gibt, und (3) mit einem ordnungsgemäßen Verfahren für jede einzelne und nur eine nach der anderen (die es nicht gibt), und nicht alle gleichzeitig in ganz Europa, wie diese Narren beschlossen haben, ohne überhaupt die Rohölquelle(n) zu kennen, die raffiniert werden sollen (!!!!). Verstehen Sie jetzt, warum ich sage, dass es unmöglich ist, sich so etwas auszudenken?

Das Huhn und das Ei

Saker Küken mit Ei

Obwohl es eine klare Priorität ist, tun die Europäer bisher so, als bräuchten sie die Dieselproduktion nicht als Hauptertrag ihrer Raffinerien. Darüber hinaus würde der Dieselanteil, der aus einem neuen nicht-russischen Rohöl gewonnen wird - falls es jemals zu den richtigen Bedingungen mit der Lieferung großer und kontinuierlicher Mengen und Qualität gefunden wird - niemals mit dem identisch sein, was die Ural-Mischung heute hergibt, auf keinen Fall. Wenn der bereits genehmigte Plan darin besteht, diese russische Ural-Mischung zu ändern, müssten die Änderungen an allen europäischen Raffinerien unbedingt vorgenommen werden, nachdem das neue Rohöl genau bekannt und verfügbar ist, und nicht eine Sekunde vorher. Und nach Jahrzehnten, in denen ausschließlich Urals verarbeitet wurde, ist die Umstellung auf das, was schließlich gefunden wird - noch unbekannt, wenn überhaupt - nicht vorstellbar. Die einzige Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, den Destillationsprozess in ganz Europa für Monate stillzulegen. Und wer genau, wie und bis wann wird den europäischen Markt weiterhin mit der Menge und Qualität versorgen, die für den so wichtigen Diesel und andere Destillatkraftstoffe und Petrochemikalien erforderlich ist? Darauf brauchen wir sofort eine Antwort, bevor wir die Dinge für immer versauen, okay?

keine Bohrmaschine

Ich höre zu, aber ich kann kein einziges Geräusch hören, bitte antworten Sie. Dies ist kein Drill, sondern echt. Wenn Sie keine Antwort auf die obige Frage haben, wird im Dezember 2022 - sofern die EU-Politiker nicht mit einer demütigenden 180-Grad-Drehung zurückrudern, was definitiv zu erwarten ist - die auf dem Seeweg transportierte russische Urals-Mischung vollständig aus Europa verbannt, was bedeutet, dass eine andere nicht-russische Mischung an ihre Stelle treten würde. Aber solange dies nicht definiert ist, kann nichts getan werden, keine Pläne, keine Angebote, keine Verträge, keine Änderungen, keine Kalibrierung, keine Feinabstimmung, keine Zertifizierung, keine Genehmigung, keine Inbetriebnahme, nichts. Und wenn sie endlich bekannt ist, wird die Umstellungssequenz der schwierigste Trick auf dem Planeten Erde sein. Das einzige bekannte Verfahren besteht darin, den Zufluss von Ural ganz allmählich zu stoppen (was Zeit braucht) und das System langsam zu "säubern", dann die Raffinerien abzuschalten (was nicht einfach ist und noch mehr Zeit in Anspruch nimmt), aber immer die kontinuierliche Einspeisung des neuen (aber noch unbekannten) chargenweise gelieferten Rohölersatzes an Ort und Stelle bereitzuhalten und dann - und nur dann - nach vielen Labortests und einem Hin und Her mit Betriebsversuchen zu beginnen, bis schließlich die Bosse - nicht die Techniker, sondern die politischen Bosse - sich 'wohl' fühlen (ich habe nicht 'sicher' gesagt), den Betrieb mit dem traditionellen Kommen und Gehen wieder aufzunehmen und - ganz offen gesagt - einfach zu sehen, was zum Teufel passiert, bis die Raffinerie, wenn überhaupt, ihre Reisegeschwindigkeit erreicht hat, und dann die Betriebsparameter festzulegen. Ein sehr chaotisches und riskantes Experiment, das in allen europäischen Raffinerien gleichzeitig durchgeführt wird... und der Winter kommt... Und bitte sprengen Sie dabei nicht mehrere europäische Raffinerien in die Luft, ich bitte Sie, denn das würde das Problem so ziemlich für immer verewigen. Nur hirnverbrannte Narren können so etwas planen, aber den Preis werden trotzdem alle Europäer zahlen, nicht nur zwei deutsche Grüne.

Etwas abseits des Themas (aber immer noch sehr EU-bezogen) hat Großbritannien in der Financial Times gewarnt, dass es, wenn es hart auf hart käme, seine Erdgaspipeline nach Europa abschalten würde. Ja, das wird es. In der Zwischenzeit kommt ein völlig unbegründeter Bericht von Fitch ohne jegliche Details zu dem Schluss, dass "die EU mehr als drei Jahre brauchen könnte, um einen vollständigen Ausfall der russischen Gaslieferungen auszugleichen". Das ist kein Scherz, Fitch. Wie wäre es mit niemals, da dies hauptsächlich durch nicht existierende LNG-Terminals und nicht existierende Lieferungen plus Hunderte von nicht existierenden Pipelines und jede Menge zusätzlicher landgestützter logistischer Infrastruktur geschehen müsste. Und woher genau sollte Europa das Erdgas nehmen, das zum Überleben in diesen "drei Jahren oder mehr" benötigt wird? Gibt es nur verrückte 'Experten' oder werden wir jemals eine nüchterne Berichterstattung aus dem Westen bekommen?

Ref # 25 https://www.rt.com/business/558053-europe-gas-threat-uk/
Ref # 26 https://www.rt.com/business/558048-eu-russia-gas-replacement/
Ref # 27 https://www.rt.com/business/557967-eu-gas-crisis-domino-effect/

Quelle: http://thesaker.is/europe-fails-with-german-help/
Übersetzt mit deeple

Geopolitik des Erdöls in der Trump-Ära

Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Produzent von Kohlenwasserstoffen geworden
von Thierry Meyssan
Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 10. April 2019
Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Produzent von Kohlenwasserstoffen geworden. Sie nutzen nun ihre marktbeherrschende Stellung ausschließlich zur Maximierung ihrer Gewinne, ohne zu zögern, konkurrierende Großproduzenten zu beseitigen und ihre Völker ins Elend zu stürzen. Während in der Vergangenheit der Zugang zum Erdöl aus dem Nahen Osten für ihre Wirtschaft eine lebenswichtige Notwendigkeit war (Carter, Reagan, Bush Sr.), dann ein Markt wurde, den sie total beherrschten (Clinton), anschließend sogar ein ausgehender Rohstoff, zu dem sie den Zugang kontrollieren wollten (Bush Jr., Obama), sind die Kohlenwasserstoffe jetzt wieder das schwarze Gold geworden (Trump). Thierry Meyssan schildert die Entwicklung dieses blutigen Marktes.

Pfeif auf Grundgesetz und Völkerrecht

Die Tagesschau dient der Regierung als Sprachrohr beim rechtswidrigen Umgang mit Venezuela
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Deutsche Politik im Bezug auf Venezuela und das Völkerrecht  – gibt es da nichts Problematisches, nichts Anstößiges? Nichts von nachrichtlichem Wert? Sind ein Bruch mit der UN-Charta und grundgesetzwidrige Politik kein Thema für die Tagesschau? Die Bundesregierung hat wie zahlreiche andere Staaten einen „selbsternannten Übergangspräsidenten“ Venezuelas, Juan Guaidó, als amtierenden Staatschef anerkannt. Dieser Treppenwitz der Weltgeschichte sei „völkerrechtlich ein Novum“ gewesen, stellt die „Initiative Nachrichtenaufklärung“ zurückhaltend fest und unterstreicht zugleich das Versagen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, speziell der Tagesschau: Die juristische Problematik der deutschen Venezuela-Politik sei vollkommen außer Betracht geblieben.

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