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Das Wohlergehen aller sicherstellen - mit allen zusammen

Das Wohlergehen aller sicherstellen  – mit allen zusammen

ein Interview mit Professor Dr. Françoise D. Alsaker, Universität Bern

Zeit-Fragen: Frau Professor Alsaker, wir haben die Materialien studiert, die Sie entwickelt haben. Sie sind mit Herzblut geschrieben und vom Gefühl für die Kinder getragen. Da stellt sich natürlich auch die Frage, wie Sie auf dieses Gebiet gestossen sind.

Professor F. Alsaker: Ich bin durch Forschung darauf gekommen, und zwar habe ich mich in meiner Dissertation mit dem Selbstwert befasst. Während des Studiums habe ich mich eher mit Depression und ähnlichen Problemen beschäftigt. Dann ging ich zur Erforschung des Selbstwerts über und untersuchte, was den Selbstwert von Jugendlichen, das heisst bei 10- bis 16jährigen, beeinflusst. Da habe ich zuerst die üblichen Themen untersucht, wie Pubertät, Schulleistungen usw. Ich arbeitete mit Dan Olweus zusammen, der Pionier im Bereich Mobbing ist.

Der Leserbrief einer besorgten Mutter zum neuen Computerspiel GTA5

Der Leserbrief einer besorgten Mutter zum neuen Computerspiel GTA5

Der Leserbrieg nimmt bezug auf den Artikel "Eine neue Dimension des Computerspiels", TA vom 18. September

Eine neue Dimension des Computerspiels

Tages-Anzeiger, 2013-09-18

Darauf haben Millionen in aller Welt lange gewartet: Gestern erschien das Computerspiel «Grand Theft Auto V» (GTA 5). Mit Produktionskosten von weit über 100 Millionen Dollar ist GTA 5 das teuerste Computergame der Geschichte. Es wird erwartet, dass es innert eines Jahres rund 1,5 Milliarden Franken an Einnahmen generiert. Das Game bildet eine riesige, Los Angeles nachgeahmte Parallelwelt ab. Wie in den ersten vier Folgen der «Grand Theft Auto»-Serie ist diese Welt auch im fünften Teil eine äusserst brutale: Es wird gestohlen, geschossen, gemordet. GTA 5 geht noch einen Schritt weiter, in dem es den Spielern ermöglicht, «Terroristen» zu quälen und mittels Waterboarding zu foltern. Obwohl das Spiel in der Schweiz erst ab 18 Jahren zugelassen ist, sind viele Eltern besorgt. Sie sollten solche Games mit ihren Kindern spielen, statt sie grundsätzlich zu verbieten, rät der Jurist und Videospiel-Experte Marc Bodmer. (TA)Kommentar Seite 2, Berichte Seite 2, 3

Immer mehr Jungen leben in einer anderen Welt

Immer mehr Jungen leben in einer anderen Welt

Sie sind gefühlsmäßig nur schwer erreichbar und werden in der Schule von den Mädchen abgehängt

von Dipl.-Psych. Dr. Rudolf Hänsel, Lindau (Bodensee)

Eltern und Lehrer stellen übereinstimmend fest, dass es immer schwieriger wird, Jungen gefühlsmäßig anzusprechen. Gleichzeitig kommen deutsche Bildungsberichte 2012 zu dem Ergebnis, dass Mädchen die Jungen in der Schule von Jahr zu Jahr mehr „abhängen".

Immer mehr Jungen leben in einer anderen Welt. Sie sind gefühlsmäßig nur schwer erreichbar und werden in der Schule von den Mädchen abgehängt

Immer mehr Jungen leben in einer anderen Welt. Sie sind gefühlsmäßig nur schwer erreichbar und werden in der Schule von den Mädchen abgehängt

von Dipl.-Psych. Dr. Rudolf Hänsel, Lindau (Bodensee)

Eltern und Lehrer stellen übereinstimmend fest, dass es immer schwieriger wird, Jungen gefühlsmäßig anzusprechen. Gleichzeitig kommen deutsche Bildungsberichte 2012 zu dem Ergebnis, dass Mädchen die Jungen in der Schule von Jahr zu Jahr mehr „abhängen". Als Ursachen für die Bildungsunterschiede werden öfter diagnostizierte Sprachentwicklungsstörungen der Jungen sowie fehlende männliche Erzieher in Kindergärten und Schulen genannt. Die zu häufige Nutzung digitaler Medien und das exzessive Spielen von Computerspielen werden nicht erwähnt, obwohl seriöse Medienwirkungsforscher seit Jahren davor warnen, dass die schulischen Leistungen und Abschlüsse der Jungen darunter leiden werden.

Kindheitskiller auf dem Gabentisch

Politik und Industrie im Taumel der Kriegsspiele. 

Von SABINE SCHIFFER, 6. Dezember 2008:

Eltern und Pädagogen müssen heute ganz schön fit sein  – auch am PC  –, um nicht den Einflüsterungen der (Computer-)Industrie zu erliegen. Wirtschaft und Politik sind eine unheilige Allianz zur Propagierung von virtuellen Spielen eingegangen, die Kindern massiven Schaden zufügen. Die Weihnachtskampagne wirbt mit den üblichen Slogans von „Bildungschancen“ und „gemeinsamem Familienvergnügen“. Bewiesen ist nur das Gegenteil: Bildschirmmedien reduzieren die Erfahrungswelt der Kinder, fördern Vereinzelung und erschweren den Erwerb von Kompetenzen wie Sprechen, Lesen und Schreiben.

Konsum medialer Gewalt senkt Mitgefühl

Konsum medialer Gewalt senkt Mitgefühl

Eine letzte Woche veröffentlichte Studie des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität von Michigan zeigt aufgrund einer Untersuchung über 30 Jahre hinweg Erschreckendes. Das Mitgefühl der College-SchülerInnen ist um ca. 40% tiefer als 20 bis 30 Jahre früher. Sie bemühen sich weniger die Sichtweise ihrer KameradInnen zu verstehen und verspüren weniger Mitgefühl für Schwächere.

Leben und Lernen mit einem halben Gehirn

Auszug aus: "Lernen" Gehirnforschung und die Schule des Lebens  ISBN: 3827413966

Manfred Spitzer

Am 9. Februar 2002 wurde in der internationalen medizinischen Fachzeitschrift Lancet der Fall eines 7jährigen Mädchens publiziert, bei dem im Alter von drei Jahren die linke Gehirnhälfte operativ entfernt wurde, um eine ansonsten tödlich verlaufende chronische Gehirnentzündung mit unbeherrschbaren epileptischen Anfällen zu behandeln (vgl. Abb.1.4). Dem Kind fehlte also eine Grosshirnhälfte, noch dazu die linke sprachdominante Hemisphäre, und man würde eine schwerste halbseitige Körperbehinderung sowie das Fehlen sprachlicher Kommunikation erwarten. Das Besondere an dem Fall: Das Kind war mit sieben Jahren praktisch völlig normal und konnte nicht nur eine, sondern zwei Sprachen fliessend sprechen.

Matthias Wenke – Medien und Bildungsprozesse. Phänomenologische und systemtheoretische Ideen.

Matthias Wenke  – Medien und Bildungsprozesse. Phänomenologische und systemtheoretische Ideen.

Abstract. Das theoretische Erbe von Phänomenologie und Systemtheorie ist von hohem Wert für den Zugang zu Medienwirkungen und Bildungsprozessen. Es werden Ideen von Merleau-Ponty, McLuhan und Luhmann skizziert. Die erhaltenen Einsichten werden auch von Ergebnissen der Hirnforschung flankiert. Aus einer medienkritischen Perspektive wird die dringende Notwendigkeit einer substanziellen Medienpädagogik an den Schulen aufgezeigt.

Resolution: Werteerziehung – Lebenserfolg – Audiovisuelle Medien

Resolution: Werteerziehung  – Lebenserfolg  – Audiovisuelle Medien

Zum Problem der Mediatisierung von Kindheit

Auf der Tagung „Werteerziehung  – Lebenserfolg  – audiovisuelle Medien. Zum Problem der Mediatisierung von Kindheit“, die vom 19. bis 20. Oktober 2009 in Berlin stattfand und von „Sichtwechsel e.V. für gewaltfreie Medien“ organisiert worden ist, wurde über das Problem der Mediatisierung von Kindheit interdisziplinär diskutiert.

Was ist der deutsche Beitrag zur «Wertegemeinschaft»?

Karl-Jürgen Müller
Die «Nachdenkseiten», eine Internetseite, die schon viele Jahre vom ehemaligen Kanzlerberater Willy Brandts, Albrecht Müller, betrieben wird, sind einer der Lichtblicke in der deutschsprachigen Medienlandschaft. Sie gehörten auch zu den wenigen, die nach der Eröffnungsrede der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei der Messe Gamescom in Köln nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen sind, sondern kritische Fragen gestellt haben. Dort ist zu lesen:

«Videospiele verdienen als Kulturgut mehr Bedeutung, meint unsere Bundeskanzlerin. Sie macht sich offensichtlich keine Gedanken über den Geist, der unter uns herrscht und herrschen sollte. Und Skepsis gegenüber der Dauernutzung von Computerspielen hält sie wohl für eine Art von Kulturpessimismus. In ihrer Rede geht sie auch auf Gewaltspiele ein. Aber ihre Aussagen lassen erkennen, dass sie die Folgen dieses Teils des ‹Kulturgutes› Videospiel zwar als Stigma betrachtet, aber letztlich nicht ernst nimmt. Das kann etwas damit zu tun haben, dass in ihrem Wertesystem und in ihrer geistigen Ausrichtung die Erziehung zum Frieden und das Einüben friedlichen Verhaltens keine besondere Priorität hat […].»

Quelle: nachdenkseiten.de
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=39764
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